Das AusmaĂ der Vergiftung
Wir haben Ăźber die letzten Monate hinweg herausgefunden, dass wir Menschen sehr nah an uns herangelassen haben, die es nie wirklich gut mit uns meinten. Besonders in den letzten Tagen sind die entscheidenen Bomben geplatzt, die uns dann nicht mehr nur dazu veranlasst haben, Abstand zu nehmen, sondern einen klaren Cut zu setzen und uns in aller Deutlichkeit von betreffenden Personen zu distanzieren.
Es ging ihnen niemals darum, mit anderen Leuten Ăźber Probleme zu reden und diese zu lĂśsen â die Absicht lag darin, jedes noch so kleine Detail an uns negativ auszulegen und an so viele Leute wie mĂśglich weiterzutragen. Ob das jetzt sowas Belangloses war wie, was wir essen âLuna isst ständig Kartoffeln, kein Wunder dass die zu dĂźnn istâ oder, dass ich meinen Freunden sage, sie sollen mir was leckeres von der Tanke mitbringen âLuna manipuliert die Jungs indem sie sagt, sie sollen ihr was mitbringe und damit will sie erreichen, dass sie frĂźher wieder nach Hause kommenâ, alles war es scheinbar wert, Schlechtes hineinzuinterpretieren und darĂźber ausfĂźhrlich mit anderen zu diskutieren, nur halt nie mit uns.
Wir waren die ganze Zeit Ăźber die Hauptcharaktere ihres Storytellings und um nicht auf sich selbst schauen zu mĂźssen, wurde vor absolut gar nichts Halt gemacht, auch nicht vor unseren Träumen. All unsere Ideen, die wir offen mit ihnen geteilt haben, wurden hintenrum weitergegeben und ins Lächerliche gezogen. Wenn es darum ging, dass wir irgendwann auf einem groĂen GrundstĂźck leben wollen, mit einem Haupthaus und kleinen RĂźckzugsorten, auf dem GrundstĂźck verteilt, hieĂ es dann z.B. âals ob Luna sich dann nachts ihre Gummistiefel anzieht und erstmal Ăźbers GrundstĂźck läuft, um aufs Klo zu gehenâ; wenn Ardy neue Konzepte ausgearbeitet hatte, wurde sich Ăźber die Namen lustig gemacht; wenn T irgendwelche neuen KleidungsstĂźcke an hatte, wurde darĂźber geurteilt, wie peinlich er sei. Tweets, Blogeinträge, Videos, Bilder auf Instagram,.. alles wurde ausgiebig inspiziert und als Screenshots in diverse Gruppen gepostet, um sich darĂźber auszukotzenâ schlimmer, als ich es jemals von irgendeinem Sifftwitter-User mitbekommen hätte. Auch Oberflächlichkeiten, wie dass Ardys Augen durch seine Brille vergrĂśĂert werden, waren Grund genug, um Ăźber ihn zu spotten. Sogar, dass ich ein Video zu HORRORKID auf meinem Kanal hochgeladen habe (bearbeitete Konzertaufnahme; habe natĂźrlich vorher Navy gefragt, ob er es cool findet, und er hat sich sehr darĂźber gefreut, dass ich es teilen mĂśchte), wurde als Anlass genommen, sich darĂźber auszulassen, wie weird und unpassend das sei.
Man konnte in deren Augen einfach nichts richtig machen, egal wie gut man es gemeint hat, ihrer Einschätzung nach war es immer falsch und niederträchtig. Es ging um keine groĂen Missverständnisse, keine wirklichen Fehler, wir selbst waren in ihren Augen der Fehler, alles an uns. Und wenn man genauer drĂźber nachdenkt, lag bei ihnen der Fehler und sie haben es auf uns projiziert, um sich besser zu fĂźhlen. Wir haben nie ein schlechtes Wort Ăźber sie verloren, wir haben nichtmal Ăźber unseren Struggle mit anderen geredet, weil wir kein einseitiges Bild zeichnen wollten. Sie hingegen haben nach Fehlern gesucht und welche erschaffen, um darĂźber reden zu kĂśnnen. Was wir nach auĂen getragen haben war in ihren Augen nie etwas, was man tatsächlich so auch lebt und wirklich fĂźhlt, lediglich Darstellung und Teil des allumfassenden Schauspiels. Sie wollten Teil von etwas sein, was sie nie verstanden haben, um den eigenen Traum voranzubringen.
Ich kann nicht sagen, dass ich es nicht gemerkt habe. Man hat die Abneigung deutlich gespßrt aber gleichzeitig habe ich mich fßr meine Interpretation von dem, was mir gezeigt wurde, geschämt. Ich wollte niemandem solch negative Dinge unterstellen und habe mich immer damit beruhigt, dass sie schon sprechen wßrden, wenn es wirklich ein Problem gäbe. Wir haben schon sehr frßh Ungereimtheiten angesprochen und versucht, offen ßber Dinge zu sprechen, die uns aufgefallen sind, darauf sind sie dann jedoch nie eingegangen und haben, egal wie sehr wir es versucht haben rauszukitzeln, niemals ihre Perspektive mit uns geteilt.
Ihnen war nicht wichtig, uns zu helfen, besser zu werden; sie haben bloĂ Gefallen daran gefunden, aus uns Personen zu machen, die man nicht leiden kann. Wollten uns unter sich halten, um das eigene Ego nicht ankratzen zu mĂźssen. Selbst nach mehreren groĂen Konfrontationen, kam ihnen nie eine Entschuldigung oder wenigstens eine Erklärung Ăźber die Lippen, nur: âJa, es stimmt und ich hatte meine GrĂźndeâ â welche das waren, werden wir wohl nie erfahren.












