Wieviele Tage ich wach bin weiß ich nicht mehr
Wann ich das letzte Mal gegessen habe, habe ich vergessen.
Ich bin allein mit mir und meinen Albträumen
Mich kann man nicht mehr retten.
Peter Solarz
KIROKAZE
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Wieviele Tage ich wach bin weiß ich nicht mehr
Wann ich das letzte Mal gegessen habe, habe ich vergessen.
Ich bin allein mit mir und meinen Albträumen
Mich kann man nicht mehr retten.
Therapie 20.05.
Ein seltsamer Therapietag. Wir sprachen über eine Problematik, die ziemlich verzwickt ist. Diese kann und möchte ich hier jetzt nicht beschreiben.
Ich bin seit über vier Jahren bei meiner Therapeutin und sie ist wirklich die Beste. Ich bin mir sicher das ich ohne sie auch nicht mehr leben würde tbh. Also, ich vertraue ihr und ich weiß das sie mich immer ernst nimmt, egal was ich sage.
Heute war ein Moment, während wir über die oben genannte Problematik sprachen, da hat sich mein Bild von ihr einige Minuten komplett verändert. Ich sah nicht mehr die einfühlsame Frau, die mir immer geholfen hat. Plötzlich sah ich eine Simulation. Eine Frau, die mir das Gefühl geben muss, dass ich normal bin. Eine Frau, die denkt, dass ich bescheuert bin und sich innerlich über mich lustig macht. Diesen Gedanken kenne ich bei vielen Menschen, aber nicht bei meiner Therapeutin. Ich war plötzlich so unfassbar wütend, ich hatte das Bedürfnis sie anzuschreien, ihr zu sagen, dass ich weiß wie sie in Wirklichkeit von mir denkt und ich unglaublich enttäuscht bin. Das war aber nur der eine Teil von mir. Der andere Teil wusste genau, dass meine Realität sich wieder einmal verzerrt, dass das alles nicht stimmt.
Früher konnte ich das nicht einordnen, ich hätte nicht gewusst, dass diese Gedanken eine Illusion sind. Trotzdem war es erschreckend, wie diese Gefühle mich beeinträchtigt haben. Es hat mir Angst gemacht.
Wir sprachen auch darüber, wie ich mich verhalte, und was das für ein Unterschied zu dem ist, was ich fühle. Sie erzählte mir, wie sie mich sieht, dass nichts davon zu meinen Erzählungen im Bezug auf meine Gefühle passt. Sie sagte, sie sieht mich als höflicher, einfühlsamer und zuvorkommender Mensch. Laut ihr wirke ich ziemlich ausgeglichen und kommunikativ. Locker, fast wie eine Frohnatur. Ich denke auch, dass ich nach außen in vielen Fällen so wirke. In mir drin sieht es aber absolut anders aus. Innerlich bin ich genervt, jeden Tag, durchgehend, von jeder Kleinigkeit. Geprägt von Zweifeln, Sorgen, Ängsten. In den Moment fiel mir, mit ihrer Hilfe, auf, dass ich diese Maske, wie andere mich sehen nie absetze. Ich kann es nicht sobald Menschen um mich herum sind, selbst wenn ich es wollte. Es funktioniert einfach nicht. Vielleicht ist das der Grund, weshalb ich so gerne zuhause bin. Hier bin ich allein und ungestört. Ich kann ich sein, die Maske ist weg. Allein ist es viel einfacher, als unter Menschen zu sein.
Mein Kopf ist leer und ich drehe mich im Kreis
Ich weiß nicht wohin
Weiß nicht wo ich steh
Vor lauter Kummer
Packt mich wieder einmal das Fernweh
Möchte einfach weg
Ich weiß nicht wohin
Wer kommt mit mir
Und wer bleibt hier
'' Du bist eine Kämpferin, weißt du das überhaupt? ''
- Nein, ich weiß auch nicht wie Sie das meinen.
'' Obwohl du all diese negativen Gefühle und Gedanken hast, gehst du jeden Tag arbeiten, kommst deinen Pflichten nach und versuchst dich so gut es geht auch noch um dein Sozialleben zu kümmern. Das schaffen nur sehr wenige Leute, die dein Krankheitsbild haben. ''
- Das mag schon stimmen, und es freut mich das Sie das sagen, aber es ist verdammt schwer und ich möchte das nach wie vor eigentlich garnicht mehr. Ich bin vor über acht Jahren das erste Mal diagnostiziert worden, immer wieder kamen neue Krankheitszüge und Diagnosen dazu. Ja, ich schaffe das alles und das bringt mich manchmal auch zum Staunen, aber ich möchte nicht für immer so weitermachen. Ich möchte mal eine Besserung sehen. Ich nehme Schlaftabletten, um meinen Kopf auszuschalten, damit endlich die Gedanken aufhören und ich nicht fühlen muss. Ich brauche eine Besserung, unbedingt, selbst wenn sie nur einen Tag lang anhält.
'' Was wäre für dich denn eine erkennbare Verbesserung? ''
- Ein Tag ohne Suizidgedanken.
Erwische mich erneut
Beim Lauschen des Surren
Der endlosen Stille
Ich habe wieder viel zu lange
Am Fenster gesessen
Um den Alltag zu vergessen
Ich weiß nicht wer ich bin
Und ich kann mich auch nicht finden
220kmh
Frag mich was wäre,
Jetzt nach links zu lenken
Leitplanke
Wer stände dann noch an meiner Seite?
Ich muss weinen
Aber das ist nichts Schlechtes
Ich muss weinfn, weil es mich so berührt
Es zeigt mir, dass ich doch noch
Mehr fühlen kann
Als ich denke
Manchmal
Wenn ich zuhause bin
Schaue ich die Wand an
Und stelle fest
Wie leer
Und groß
Diese Wohnung ohne dich zu sein scheint
Wenn du da warst, war alles anders
Alles hatte einen Sinn
Du bist fort
Einen Moment noch
Bis mein Herz einen Sprung wagt
Nicht irgendeiner
Sondern den
Der mich davor beschützt
Für immer an dir zu hängen
Bis dahin
Manchmal nachdenken ob du
Vielleicht auch manchmal
Manchmal an mich denkst
Vielleicht auch manchmal
Manchmal von mir redest
Oder mich vielleicht
Manchmal, manchmal auch vermisst
So wie ich dich
Und das ist ok
Den Mond für dich holen
Schien mir zu leicht
So entschloss ich
Dir noch mehr zu geben
Reichen das Beben
Und die Fülle
Die Funken voller Liebe?
In angenehmer Dunkelheit
Wie ich
Das Zimmer vor mir
Schatten lachend
Düster wie meine Fantasien
Funken sprühend
Der Lichtstrahl der Sonne
In dem ich stehe
Lass mich verbrennen
Es gefällt mir hier.
Kleinkrieg
Kleinkrieg zwischen
Kopf und Herz
Wie bei Schach
Schwarz und Weiß
So ähnlich
Und doch nicht
Es geht um das gleiche
Und doch
Zieht einer immer den kürzeren
Fragt sich nur wer
Es ist Ansichtssache.
Wir haben so viele Jahre
unser beider Leben zusammen verbracht
Heute sehe ich dich an
Und ich weiß nicht
Wer du bist
Ich erkenne dich nicht
Ich kenne deinen Namen
Und erkenne dein Gesicht
Doch du bist mir so fern
So fremd
Wie kaum wer anders
Erwarte nicht
Das andere
Dir dein Leid von den Lippen ablesen
Du musst kommunizieren
Um zu bekommen
Was du willst
Damit es dir besser geht
Ich möchte darüber reden ohne zu erklären
Weil ich den Teil des Erklärens nicht schaffe
Ich bin schlecht darin zu sagen was ich denke
Und in den Momenten, in denen es so weit ist
Betäube ich mich lieber
Um es nie lernen zu müssen.
Betäube mich so lange bis ich nichts mehr merke
Die Zeit relativ ist
Die Menschen um mich herum verschwinden
Und mein Gedächtnis mich verlässt
An diesem Punkt
Möchte ich die Zeit einfrieren.
Für immer, nicht weiter machen müssen
Aber die Zeit geht weiter und so
Stehe ich am nächsten Morgen auf.
So, als sei nie etwas gewesen.
Das einzige das dich nicht verletzt wenns brenzlig wird
Sitzt dir unter der Haut
Mit jedem Schmerz das es brauchte um zu dir zu finden
Erhob sich ein unzerstörbares Band
Das euch nie mehr zertrennen wird
#tattoos