Ein Beispiel der Plastikverschwendung in Japan

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Ein Beispiel der Plastikverschwendung in Japan
Dinge, die ich an Japan nicht mag
Es gibt nur sehr wenige dinge, die durchgehend positiv sind, Japan ist da keine Ausnahme. Also die Dinge die mir als Erstes einfallen:
1.Keine Mülleimer: das scheint hier nicht so ein großes Problem zu sein, da Japan trotzdem viel Sauberer ist als Deutschland, aber es nervt seinen Müll immer mit sich rum zutragen.
2. Nur Perfektes Obst: Ich habe noch nie so saftige,riesige, makellose und süße Äpfel gesehen, das gleiche gilt auch für andere Früchte. Das bedeutet ich kann mir hier kein Obst leisten. Japan ist aber auch generell teurer als Deutschland.
3. Der Straßenverkehr: Zebrastreifen, Stoppschilder und Rote Ampeln werden hier scheinbar als ein Vorschlag gesehen, den man auch gerne ablehnen darf, anzuhalten.
4.Plastik Verschwendung: Japaner verschwenden unglaublich viel Plastik: sei es,dass jede Kleinigkeit die man irgendwo kauft immer mit Tüte überreicht wird, dass innerhalb einer Verpackung mit vielen Inhalten immer noch alles einzeln verpackt ist oder dass man seinen Regenschirm vor öffentlichen Gebäuden in eine einmal Plastik-hülle einwickeln kann,um nicht zu tropfen, die danach weggeschmissen wird.
5.keine vegetarischen Alternativen: In Japan gibt es so gut wie keine Vegetarier. Als Vegetarier wird man hier auch nichts zu essen finden ohne immer selber zu kochen und selber zu kochen ist in Japan meist teurer als Essen zu gehen, zumindest solange man mehr als zwei Zutaten benutzt. Abgesehen davon ist es meiner Meinung auch nicht nötig jeden Tag Fleisch zu Essen.
6. Das Schulsystem: Am Japanischem Schulsystem, was mich persönlich nicht wirklich betrifft habe habe ich drei dinge Auszusetzen: der Englischunterricht besteht nur aus schriftlichem Englisch in Katakana geschrieben, die meisten Englischlehrer sprechen selbst kaum Englisch. dazu muss man allerdings Sagen das Japaner es von sich aus Schwerer haben Englisch zu lernen da Japanisch im Gegensatz zu Deutsch nicht fast genau so Funktioniert wie Englisch.Außerdem befindet sich dieses System grad auf dem Weg der Besserung. Japaner verbringen fasst den ganzen Tag in der Schule und machen dann jede Nacht noch drei Stunden Hausaufgaben. Das habe ich Raus gefunden als ich Izumi Sensei beim Englischunterricht geholfen habe, und im Gegensatz zu den meisten Deutschen machen die Japaner immer ihre Hausaufgaben. Das was mich am Japanischem Schulsystem am meisten geschockt hat lässt sich auf den Stolz der Japaner zurückführen. Im Geschichtsunterricht werden nur die Positiven dinge behandelt. Also nicht der zweite Weltkrieg, den Japan verloren hat, die Trostfrauen und das Nanking Massaker werden nicht erwähnt. Diese dinge werden nicht direkt verleugnet aber bewusst ausgelassen und eventuell auch runtergespielt. Trotzdem wissen die Meisten Japaner über diese Dinge, besonders hier in Hiroshima,wie über den Ablauf des Zweiten Weltkrieges, bescheid. ,
Hijiyama Park 比治山公園
Weitere Bilder aus Hiroshima広島
Friedenspark und Friedensmusem 平和記念公園と平和記念資料館
Miyajima 宮島
Iwakuni 岩国
Bin wieder da
Ich habe lange nichts mehr geschrieben. Das lag nicht daran, dass es nichts zu erzählen gab, sondern einfach daran das ich keine Lust hatte beziehungsweise mir auch nicht die Zeit genommen habe. Ich habe viel Unternommen und dementsprechend hätte ich ja auch immer mehr schreiben müssen, was natürlich auch immer mehr Zeit in Anspruch nehmen würde. Aber auch außerhalb der Sachen die Ich jetzt erzähle habe ich noch viele Allgemeine Dinge über die ich noch irgendwann mal Sprechen möchte. In dem letzten Monat war ich auch Sehr aktiv auf Instagram (adrianobanani), ich werde aber auch viele Bilder hier posten das ihr da nicht zwingend vorbeischauen müsst.
Ich fange mal an indem ich übers Wetter rede. Das bedrückend heiße und schwüle Klima hat sich so gegen November gelegt und es wurde Tatsächlich sehr angenehm. Der Herbst kam dann sehr plötzlich, innerhalb von ca. einer halben Woche. Der Herbst in dieser Region beschränkt sich auch auf den November, dafür scheint er mir Wesentlich intensiver zu sein was die. Die Farben Der Bäume werden Momiji (紅葉) genannt und sind Teilweise Tiefrot. Das Japanische Kanji für Herbst (Aki-秋) setzt sich aus den Kanji für Baum und Feuer zusammen. Quasi brennende Bäume. Dass beschreibt die Farben sehr gut. Es sieht auch sehr Krass aus wie Die Berge um Hiroshima sich Rot färben. Mittlerweile kommt langsam der Winter. Auch wenn man Tagsüber noch Manchmal ins Schwitzen gerät, wenn die Sonne scheint und man einen Pulli trägt, wird es nachts sehr kalt, das bemerke ich vor allem deshalb, weil in meinem Haus die Raumtemperatur der Außentemperatur sehr nahekommt. Ich konnte teilweise auch drinnen schon meinen Atem sehen. Japanische Häuser sind eben nur darauf Ausgerichtet das es im Sommer nicht zu Heiß wird. Trotzdem lassen sich die Nächte mit zwei decken und Pullover schon überstehen, wenn man die Klimaanlage auf Heizung stellt. Außerdem besitze ich einen Kotatsu (炬燵(Google am besten)) der bei der Kälte sehr angenehm ist.
Im November habe ich mit meinen Freunden am Wochenende zwei größere Tagesausflüge gemacht die uns aus Hiroshima rausgeführt haben. Einmal sind wir nach Iwakuni (岩国) gefahren. Ein Ort der für die sehr malerische Kintei-Brücke, das Iwakuni Schloss und den Shirohebi schrein bekannt ist. Dort waren allerdings auch sehr viele Touristen, zu denen wir ja auch gehörten. In Iwakuni soll der Herbst besonders schön sein und tatsächlich fand ich die Natur dort sehr beeindruckend. Sehr interessant fand ich es auch einmal in einem sehr ländlichen und kleinen Udon-restaurant zu essen welches sich von denen In der Stadt unterscheidet, dazu vielleicht ein anderes Mal mehr. Der andere Tagesausflug ging nach Miyajima (宮島), eine der Inseln die direkt vor Hiroshima liegen. Ich empfehle zu Miyajima den Wikipedia Artikel, weil es zu dieser Insel tatsächlich einiges zu sagen gibt was ich hier nicht alles abdecken kann. Miyajima gilt als einer der drei Schönsten Landschaften in Japan. Dort waren wir vor allem Dingen, nach dem wir uns die Sehenswürdigkeiten an der Strandpromenade angeschaut haben, Wandern. Unser Ziel war der Gipfel des Misen, welchen wir nach etwa zwei Stunden erreicht haben. Ich kann mich nicht erinnern Jemals einen besseren Ausblick gehabt zu haben, über Hiroshima, die Berge, das Mehr und die anderen Inseln. Als wir zurück am Fuße des Berges waren haben wir Momiji Manju gegessen, eine Spezialität von Miyajima. In Miyajima leben viele sehr zahme Tiere, wie Rehe, die dort natürlich auf den Straßen in der „Stadt“ rumlaufen und auch Affen, die wir leider nicht gesehen haben. Zu dem Ausflug nach Miyajima hat eine freundin von mir auch ein Video auf youtube hochgeladen. https://www.youtube.com/watch?v=qtDJUAt2Eok
Diesen Monat habe ich auch meine Stadt, Hiroshima, wieder weiter Erkundet und nahm mir auch die Zeit in zwei Museen zu gehen, einmal das Friedensmuseum im Friedenspark und das Museum of Contemporary Art im Hijiyama Park. Das Friedensmuseum in Hiroshima ist wahrscheinlich nach dem Louvre in Paris das bekannteste und eins der bedeutsamsten Museen der Welt. Hier wird besonders der Abwurf der Atombombe Thematisiert und dabei wird besonders auf Einzel Schicksale eingegangen. Der Eintritt ist sehr günstig, aber es lohnt sich den Audioguide extra zu kaufen. Das Erlebnis im Museum lässt sich schwer in Worte fassen aber ich empfehle jedem der die Möglichkeit bekommt einen Besuch. Im Moca im Hijiyamapark habe ich mir eine Kunstaustellung von Tiger Takeishi und Yuichi Yokoyama angeschaut. Beides sehr gute Künstler (auch hier empfehle ich Google). Das Museum selbst hat optisch auch sehr viel hergegeben und ich würde auch noch einmal zu einer anderen Ausstellung dort gehen.
Mit Freunden habe ich begonnen die Bars in Hiroshima zu erkunden, ich war sehr zufrieden mit dem was ich bis jetzt gesehen habe, auch wenn die Bars alle recht teuer sind. Erwähnenswert waren besonders die Koba-Bar mit dem weirdesten Treppenhaus, das Molly Malones, ein Irish pub in dem Schon Barack Obama getrunken hat und eine Gaijinbar, welche ich zufällig gefunden habe dessen Kundschaft fast nur aus Sprachlehrern bestand. Wenn man in Hiroshima unter Leute möchte lohnt es sich allerdings immer einfach mal beim Alice Garden vorbeizuschauen.
Auch noch sehr Interessant war mein Erstes Nomikai mit der Firma. Für Nomikais sind Japanische Firmen bekannt. Alle besaufen sich und benehmen sich vollkommen besonders „Offen“. Anschließend wird nie wieder über das Nomikai geredet. In diesem Fall handelte es sich um ein Bonenkai, was so viel bedeutet wie „vergesse das alte Jahr“ der Hauptunterschied ist wahrscheinlich, dass es auf dem Bonenkai noch sehr sehr gutes Essen gibt. Ich kann nur sagen das Alles was ich über die Japanischen Nomikai gehört habe gepasst hat.
In Diesem Monat habe ich auch begonnen jede Woche einmal nach der Arbeit mit dem Fahrrad meine Freunde In Ujina zu besuchen. Die Fahrt dauert jeweils eine dreiviertel Stunde. In Ujina gehen wir dann für gewöhnlich zu Handaya Essen. Das Essen dort ist sehr Günstig aber für den Preis echt gut und man kann dort lange chillen und sich immer Tee nachfüllen. So verbringen wir dort jedes Mal etwa eineinhalb Stunden. Und begeben uns dann wieder zu den Mädels bevor ich dann irgendwann wieder nachhause fahre. Meist sehr unmotiviert aber die Fahrt geht schneller um als man denkt.
Dieses Wochenende Erwartet mich viel Arbeit, da der Deutsche Weihnachtsmarkt in Hiroshima stattfindet. Ich als Deutscher bin dort dementsprechend sehr begehrt und Arbeite dort an zwei Tagen 23 Stunden in drei Jobs. Zu Weihnachten treffen wir uns mit einigen der anderen Freiwilligen zusammen in Himeji und feiern dort. Am nächsten Tag muss ich allerdings schon nachhause und dann eine Halbe Woche Arbeiten, bis ich Ferien bekomme. Silvester wird in Japan sehr groß gefeiert, allerdings mit der Familie und ohne Feuerwerk. Meine Einsatzstelle hat zu der Zeit nicht offen. Und so habe ich dann nur mit einem Urlaubstag von 29 bis zum 11 Frei. Silvester selbst werde ich mit Freunden in Hiroshima feiern, Anschließend werde ich dann am ersten nach Osaka und Kyoto reisen, ich bin sehr gespannt.
Das war jetzt alles sehr Knapp erzählt und ich habe einiges ausgelassen aber ich hoffe ich konnte euch einen Einblick verschaffen, in was ich hier so treibe. Morgen lade ich noch die Bilder hoch und vielleicht schreibe ich jetzt wieder Regelmäßig, wahrscheinlich allerdings erst nach dem Urlaub.
Bis dann.
Noch ein Video von Halloween
Am Freitag war ich mit einem Mitarbeiter und zwei Klienten an Einer Schule oder Uni (Man kann das Alter echt schwer einschätzen) um dort Unsere Produkte zu verkaufen,hauptsächlich Backwaren. Zunächst habe ich mich recht überflüssig gefühlt, da es bei so einer Sache bei vier Personen nicht wirklich für jeden was zu tun gibt. Nach zwei Minuten hab ich dann begriffen warum ich mitkommen sollte, denn es begann sich eine große Traube um mich zu Bilden. Alle wollten mich sehen mit mir reden und ich sollte sogar mit den Leuten Selfies machen. Der Grund war einfach nur meine Hautfarbe, welche hier ungewöhnlich ist und alle fanden es super cool das ich da war. Als sie gemerkt haben das ich sogar ein bisschen Japanisch gesprochen habe, haben sie das super gefeiert. Viele haben mich beim Vorbeigehen mit “Hallo” angesprochen, auf Deutsch. Das hat sich wohl sehr schnell rumgesprochen. Unsere waren war sehr schnell ausverkauft, die Kundschaft fast ausschließlich weiblich. Am nächsten Tag bin Ich dann gemeinsam mit meiner Einsatzstelle auf ein Fußballspiel gegangen, Hiroshima gegen Fukuoka, es war ziemlich Ätzend, aber so ist Fußball eben. Anschließend war Ich mit meinen Freunden In Hondori Halloween feiern. In japan wird es am Samstag vor dem 31sten gefeiert da der erste November hier kein Feiertag ist. Trotzdem wird Halloween hier größer gefeiert als in Deutschland. Und man merkte das Japaner eben nicht immer Verschlossen und Schüchtern sind. Vorallem beim Feiern schien sie mir offener und besser gelaunt als ich es von deutschen kannte. Doch auch hier zeigte sich was sich auch am Tag zuvor zeigte und meine Freunde und ich mussten wieder ganz viele Selfies machen, aber die Leute waren echt cool drauf und es hat spaß gemacht, neben den Selfies konnte man dann auch noch ein bisschen mit den Japaner quatschen. Mit manchen habe ich dann auch noch selbst ein Selfie machen können. Japaner stehen einfach auf Europäer, ich finde es ganz lustig und so haben meine Freunde und ich gestern eine Zusage zu nem Modeljob bekommen, der recht gut bezahlt wird. Ich bin sehr gespannt.
Neulich kam meine erste Erdbebenwarnung. Mit Blinken und Vibrieren. Von dem Erdbeben selber habe ich aber nichts mitbekommen. Aber meine Freunde in der Kansai Region haben es. Im Epizentrum soll es echt Stark gewesen sein. Ich würde gerne mal miterleben wie so ein Erdbeben ist, aber in Hiroshima sollen Erdbeben wohl recht selten sein.
Warum und wie ich nach Japan gekommen bin
Ich wollte einmal vom Hintergrund meines FSJs in Japan reden, ich glaube was das angeht hat jeder von uns seine ganz eigene Geschichte, und das ist meine:
Ich wusste schon ziemlich lange das ich nach dem Abi auf jeden Fall ein Auslandsjahr machen möchte, denn so eine Gelegenheit die Welt zu sehen bekommt man wahrscheinlich nicht wieder. Wohin es dann letztendlich gehen sollte wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht. Ich wollte vieles und hatte zunächst Frankreich, England oder auch Schweden im Kopf. In der Neunten Klasse hatte ich dann die Chance bei einem Japan Austausch mitzumachen. Ich habe mich aus mir heute unerklärlichen Gründen dagegen entschieden. Ich war von diesem Zeitpunkt an lange damit Beschäftigt meine Entscheidung zu bereuen, da ich dachte diese Chance nie wieder zu bekommen. Irgendwann kam es mir dann als spontane Eingebung, dass ich doch in Japan mein Auslands Jahr machen könnte. Vorher schien diese Idee total abwegig, aber auf einmal hat es für mich vollkommen Sinn ergeben. Damals war ich in der Zehnten Klasse. Ich habe schon immer mit Japan sympathisiert, doch erst jetzt habe ich angefangen mich intensiv mit dem Land und seiner Kultur zu beschäftigen. Ich habe mich in Artikel über die Städte und Bräuche eingelesen, ich habe mittlerweile fast jede Japandoku gesehen und ich habe auch angefangen Anime zu schauen (weshalb die meisten auf das Land aufmerksam werden). Schnell wurde aus der ganzen Sache mit Japan eine Leidenschaft. Ich wollte zum einem Etwas komplett neues Kennenlernen, was man noch nicht kennt. Man bekommt ständig in Medien, die sehr westlich orientiert sind alles um Länder wie Amerika und Australien, welche für viele die Traumländer sind, mit. Japan ist für die meisten, wie auch für mich, als ich begonnen habe mich damit zu beschäftigen, komplett neu. Außerdem sagt mir die Japanische Philosophie mehr zu. In Japan geht es nicht darum was du hast sondern wer du bist. Japan ist ein ein Land in dem man nicht belächelt sondern bewundert und respektiert wird wenn man sagt das man einen Traum hat. Japan strebt nach Harmonie. So ist Japan zum beispiel eins von nur zehn Ländern die zur Zeit an keinem Krieg beteiligt sind. Ich könnte noch tausend weitere Gründe aufzählen weshalb ich mich dafür entschieden habe ein Auslandsjahr in Japan zu machen. Ein Jahr lang war Japan für mich nur ein Hobby, mit dem nahenden Abi stellte sich aber nun die Frage: Wie?
Japan ist nicht das einfachste Land um das Leben dort zu Planen. Ich habe mir deshalb einen Ansprechpartner Gesucht. Eine Freundin hat mir die Deutsch-Japanische Gesellschaft Siegburg empfohlen. Ich die Vorsitzende angerufen, welche mir den Kontakt zu Herr Grießl, die Person, die später mein Japanisch Lehrer wurde, weiter gegeben hat. Ich habe mich also mit Herr Grießl getroffen, und er hat mir alles gesagt was man für Japan braucht. Außerdem habe ich bei ihm über fast ein Jahr die Japanische Sprache so gut wie möglich gelernt . Dies habe ich neben dem Abi gemacht zunächst eine Doppelstunde die Woche, später wurden es dann zwei Außerdem habe ich noch einen VHS Intensivkurs gemacht, welcher verhältnismäßig wenig ausgemacht hat, trotzdem habe ich dort ein Paar coole Menschen im alter von 13- 60 kennengelernt, zum Beispiel auch Aysam, der mich Vielleicht in Japan besuchen wird. Zu beginn dieses Jahres ist meine Oma gestorben und in ihrer letzten Woche sagte sie uns wie Glücklich sie darüber ist, was mein Bruder und ich aus uns machen und Wie es uns beide in die weite Welt vertreibt, Meinen Bruder, der älter ist als ich, nach Australien und mich nach Japan. Mein Bruder stand zu dem Zeitpunkt schon in den Startlöchern seine Work and Travel in Australien anzutreten, ich hingegen hatte zwar den Wunsch aber noch nichts Greifbares. Trotzdem war mir klar das es jetzt kein zurück mehr gibt, und das für mich keine andere Alternative in Frage kommt.
Abgesehen vom Tod meiner Oma sind mir in diesem Jahr jedoch genau die richtigen Dinge passiert. Herr Grießl hat mir vorgeschlagen es mit einem Fsj in Japan zu probieren. Ich habe mich dann am letzten Tag der Bewerbungsfrist bei der Ijgd, welche das erste Ergebnis bei Google war, beworben. Tatsächlich wurde ich zum Bewerbungstag nach Berlin eingeladen. Dort Traf ich auf eine eine Gruppe von Leuten, die alle nicht weniger Motiviert waren als ich. Keiner von ihnen entsprach dem Klischee Japan Fan. Wir lernten dort Florian unseren Teamer kennen, er ist ein echt cooler Typ und es hat echt Spaß gemacht uns gemeinsam mit ihm, auf den Seminaren, auf Japan vorzubereiten. Doch der Bewerbungstag lief finde ich, im Gegensatz zu den Seminaren, eher Ernsthaft ab. Es sollte sich zeigen wer es ernst meint und wer nicht. Das Bewerbungsgespräch lief wie ich fand für mich eher Mittelmäßig ab, auch wenn Nanno, mein Vorgänger und späterer Teamer, der beim Bewerbungsgespräch dabei war, mir unauffällig einen Daumen nach oben zeigte. Die Bewerber unter sich haben sich alle gut verstanden, auch wenn alle im Hinterkopf hatten, dass es nur wenige schaffen könnten. Auf dem Bewerbungs lernte ich auch Hans kennen, er wurde noch ein Echt guter Freund von mir, und der einzige mit dem ich mich schon vor den Seminaren ausgetauscht habe. Ich hielt den Kontakt jedoch gering, es wäre Ätzend gewesen wenn es dann einer nicht schafft. Ein Paar Wochen bekam ich dann eine Email von Florian. Ich habe es nicht geschafft, auch wenn ich für das FSJ geeignet währe gab es dann doch besser geeignete.
Meine Stimmung war ein bisschen im Keller, aber wegen dem Abi hatte ich nun andere Dinge auf die es sich zu Konzentrieren galt. Letztendlich war mein Abi ziemlich mittelmäßig aber ich hatte trotzdem eine recht gute Zeit. Drei Tage vor Dem Abiball bekam ich dann einen Anruf aus Berlin. Es war Florian, der mir sagte, dass ich doch die Möglichkeit auf ein FSJ in Japan habe. Zu dem Zeitpunkt habe ich schon nicht mehr damit gerechnet, das er sich noch meldet und habe mich schon Informiert wie es denn mit einem Work and Travel in Japan währe. Ich sagte ihm ich bräuchte einen Tag um mich zu entscheiden. Natürlich war mir die Antwort sofort klar. Als ich aufgelegt habe musste ich erst einmal laut Jubeln, auch wenn ich alleine daheim war. Die Einsatzstelle in die Ich eingeteilt wurde war eine Behindertenwerkstatt, welche schon mehrere Jahre dabei ist, jedoch dieses Jahr niemanden aufnehmen wollte, da es für den Freiwilligen keine Unterbringungsmöglichkeit gäbe. Jedoch hat die Familie eines Klienten ein Haus zur Verfügung stellen können, in dem vorher die Oma des Klienten gewohnt hat, welche aber gestorben ist. Alles hatte was vorangegangen ist hatte nun ein Ziel. Allerdings hieß das auch das ich nun die Planung, für die die anderen über ein halbes Jahr Zeit hatten jetzt in zwei Monaten schaffen musste. Stress. Aber erst einmal gab es auf dem Abiball viel zu erzählen, auch ein Paar Lehrern die das ganze ein bisschen verfolgt haben.
Nun gab es echt viel zu klären, ich musste einen Urlaub mit Freunden absagen auf den ich mich sehr gefreut habe, aber was ist ein Urlaub gegen die Chance seines Lebens? Neben Stress bekam ich auch echt Schiss, desto näher das FsJ rückte. Zu den Dingen die zu Erledigen wahren gehörte auch, mich um ein zweiwöchiges Praktikum, in dem ich mit behinderten Arbeite, zu Kümmern. In einer Behinderten Werkstatt zu Arbeiten war nicht meine Traumeinsatzstelle und zunächst hatte ich auch nicht wirklich viel Lust auf mein Praktikum, welches Ich Im Haus Webersbitze in Much gemacht habe. Doch entgegen meiner Erwartungen hat es mir echt Spaß gemacht, und die Menschen dort: die Mitarbeiter und die Klienten, wahren echt gut Drauf und haben es mir einfach gemacht mich dort gut einzufinden. Ich hatte das Gefühl dort einen guten Job gemacht zu haben. Nun hatte ich das fühlte ich mich auch Super vorbereitet um in Japan mit behinderten zu Arbeiten.
Nach dem Praktikum ging es für mich Wieder nach Berlin zum Ersten Seminar. Dort traf ich Hans wieder und lernte auch die Ganze Gruppe kennen. Ich habe es bereits ein Paar mal angedeutet aber ich bin unendlich zufrieden mit den anderen Freiwilligen. Gemeinsam mit den Teamern: Florian, Nanno und Sarah herrschte eine echt familiäre Stimmung, welche sich auf dem zweiten Seminar noch viel Weiter festigte. Die Seminare haben mir echt geholfen, vorallem haben sie mir dabei geholfen einen Kühlen Kopf zu bewahren und meine Angst verschwand fast komplett. Bei dem ganzen Organisieren verdrängte ich es leider ganz meinem Paten, und direktem Vorgänger Markus zu schreiben. Bis er sich zuerst meldete, das tut mir leid. Er ist ein echt cooler Typ und hat mir sehr geholfen und Tut es auch immer noch. Ich war auch echt froh darüber einmal Deutschland zu Verlassen und dass ich alles was dort so abgeht hinter mir lassen kann
Zum Schluss ging alles viel Schneller als ich es dachte. Jetzt bin ich nach all dem endlich in Japan und kann es immer noch nicht Fassen das ich hier bin. Ich merke jetzt schon wie ich mich anfange sehr zu verändern, dies fing allerdings auch schon vor dem Abflug an .Ich danke allen Die mich auf dem Weg begleitet haben, und es immer noch tun und auch denen die In Japan neu dazu kommen, wie zum Beispiel meinen Mitarbeiter oder Izumi Sensei. Ich danke auch meinen Eltern die mich immer unterstützt haben. Es hat sich echt gut angefühlt immer ein Ziel vor Augen zu haben auf das man hinarbeitet, mal weniger mal mehr, aber dafür durchgehend bei der Sache. Ich möchte mich auch noch dafür bedanken, dass ich für das was ich tue sehr viel Zuspruch bekommen habe. Viele Bewundern die Entscheidung das ich nach Japan gegangen bin. Allerdings habe ich auch schon gehört, dass ich doch eher was Sinnvolles nach dem Abi machen soll. Ich bin der Meinung das ich in meinem Leben noch Nie etwas sinnvolleres gemacht habe.
Hier paar Bilder, welche beim Iwataki Schrein entstanden sind. Entnommen von meinem Instagram: adrianobanani.
Mittlerweile fange ich an immer mehr Ecken zu entdecken, besonders die, die man als Tourist sonst nicht sieht. Mann Kann sagen das ich hier in Hiroshima immer mehr einheimisch werde. Ich habe mich mittlerweile auch ganz gut mit einem Mitarbeiter der noch recht jung ist angefreundet. Wir haben uns vorgenommen im Winter gemeinsam in den Bergen die Hiroshima umgeben Ski fahren zu gehen. Er hat mir außerdem ein Paar coole Ecken in meinem nähren Umkreis gezeigt. Darunter ein echt gutes Okonomiyaki Restaurant und den Strand bei Mizushiri. Meine Japanisch Lehrerin meinte jedoch dass man hier nicht Schwimmen sollte, besonders nicht zu dieser Jahreszeit. Es soll Hier viele, extrem Schmerzhafte, Quallen geben. Sie meinte zum Schluss, dass diese natürlich auch eine Interessante Erfahrung sein kann. am Wochenende davor war ich mit meinen Chef und meinen Freunden (ich habe sie vorher immer Mitfreiwillige genannt aber Freunde passt besser) bei einem Matsuri beim Shintoistischem Iwataki Schrein, welcher bei mir in der nähe, auf einem Berg liegt. Von dort oben hat man eine Super Aussicht über meinen Stadtteil von Hiroshima. Der Schrein selbst war nicht Weniger schön. Dort sahen wir ein Kagura, Wobei es sich um eine Aufführung von traditionellen Tanzen und Musik handelt. Es war echt beeindruckend und jede Bewegung war bis ins Detail perfektioniert. Eine Freundin (Natalie) hat das Kagura teilweise gefilmt und Hochgeladen ich werde das Video hier teilen.
Auf einmal höre ich ganz viel Japanischen und Koreanischen Trap
Ich habe Ja neulich den Sake hier angepriesen, dazu muss man sagen das ich verwirrende Informationen gegeben habe. Das Getränk mit 50% Alkohol war zwar Sake (酒), jedoch ist Sake in Japan der allgemeine Begriff für Alkohol. Der Sake von dem man im Deutschen Spricht ist eine Art Reiswein und heißt: Nihonshu (日本酒), der ist auch sehr lecker. Ich habe jedoch von dem Shochu (焼酎) geredet, wobei es sich um einen Japanischen Schnaps handelt.