“Die Ananas ist eine Frucht, die sich der Verwertungslogik des Kapitalismus zu entziehen versucht”
träfe es wohl besser, berücksichtigt eine solche Formulierung doch die nicht immer einwandfrei feststellbare - jedenfalls nicht vor Aufkündigung des bereits abgeschlossenen Kaufvertrages qua Beschädigung der Fruchtaußenhülle zur Probenentnahme - Ausprägung des Reifegrades, in dessen Fortschreiten wiederum die Grundlage für den Mehrwert der (eben, so hofft der Käufer: reifen!) Frucht bildet.
In der zwangsläufigen Reifung der Frucht liegt denn auch der Grund für die in letzter Konsequenz sich erweisende Erfolglosigkeit ihres Unterfangens. Denn keine Frucht kann sich der kapitalistischen Verwertungslogik entziehen, ohne dass ihr dabei das eigene Frucht- bzw. Obstsein abhanden käme. Wird die übermäßige Reife der Frucht rechtzeitig erkannt, bietet der Verkäufer sie zu reduziertem Preise an, in der Hoffnung, einen Profit noch vor der endgültigen Entwertung der Frucht durch die bereits in ihrem Innern einsetzenden Gärprozesse zu erwirtschaften.
Jedoch gelingt die Verschleierung des eigenen Reifegrades der Ananas weitaus besser als beispielsweise dem Apfel, der Birne, dem Pfirsich, Rhabarber oder der Kirsche. Hierin ähnelt sie übrigens auch anderen Südfrüchten (etwa: Honigmelone, Avocado), die das Auge, aber auch andere Sinne des Konsumenten unter Zuhilfenahme zahlreicher Tücken zu täuschen wissen.











