4 Szenarien am Vorabend der Bundestagswahl 2025
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Nachsatz - ErlĂ€uterung - âGebrauchsempfehlungâ:
KIROKAZE

if i look back, i am lost
The Bright Sessions
đȘŒ
Today's Document

shark vs the universe
hello vonnie

oozey mess

titsay
almost home

Love Begins

Origami Around
RMH
No title available

pixel skylines
â
Cosimo Galluzzi
Aqua Utopiaïœæ”·ăźćșă§èšæ¶ă玥ă
EXPECTATIONS

Product Placement

seen from Germany

seen from Venezuela
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4 Szenarien am Vorabend der Bundestagswahl 2025
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Nachsatz - ErlĂ€uterung - âGebrauchsempfehlungâ:
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Nachsatz - ErlĂ€uterung - âGebrauchsempfehlungâ zu den 4 Szenarien folgen.
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4 Szenarien am Vorabend der Bundestagswahl 2025
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4 Szenarien am Vorabend der Bundestagswahl 2025
Szenario 1:
Fragen eines lesenden Arbeitersohns 201_
Das abtrĂŒnnige Syrien wurde von Zenobia von Palmyra aus beherrscht. Aurelian besiegte die palmyrenischen Truppen und fĂŒhrte Zenobia als Gefangene nach Rom. WĂ€hrend der römischen Besatzung gab es erneute AufstĂ€nde â nach dem zweiten wurde Palmyra von den Römern zerstört. Kehrten die StĂ€mme Syriens nun bereitwillig gerne âheim ins Reichâ?Â
Jahrelang galt Sparen als eisernes Prinzip der AusteritĂ€t in Europa. Man wehrte sich gegen âEinwanderung in Sozialsystemeâ â an dĂŒnn und zerschlissen gewaschenen Decken wurde gezogen und gezerrt. Immer mehr Löcher traten auf â immer mehr FĂŒĂe und andere GliedmaĂen erfroren. Dann plötzlich sollten alle kommen. Woher kommt die plötzliche gutmenschliche Freundlichkeit? Steht nicht ein baldiger Herbst â gar ein Winter ins Haus? Wer soll die Decken so schnell flicken â gar neue Decken weben, wo der Hinweis auf den Zustand der Decke schon ein Verbrechen zu sein scheint?Â
Der Oberkommandierende des chilenischen Heeres, RenĂ© Schneider war verfassungstreuer US-Freund. Im Oktober 1970 wurde er bei seiner EntfĂŒhrung angeschossen und verstarb bald darauf. Hohe chilenische Offiziere waren in die Tat verstrickt - Maschinengewehre und TrĂ€nengasgranaten stammten vom US-Auslandsgeheimdienst CIA. Am 11. September 1973 wurde der drei Jahre zuvor demokratisch gewĂ€hlte PrĂ€sident Chiles gestĂŒrzt durch einen MilitĂ€rputsch. Bis 1990 war das Land â und mit ihm viele andere LĂ€nder Lateinamerikas eine MilitĂ€rdiktatur.  Die Geheimhaltung auf allen Ebenen der US-Administration im Zuge der misslungenen Destabilisierung Chiles 1970 war groĂ. Wie viele Geheimaktionen gibt es heute â am vermeintlichen Ende der Geschichte, in dem jeder Mensch stetig irgendwie âim wahren falschen Lichtkegel der Ăffentlichkeitâ tĂ€tig zu sein scheint?Â
Nach dem Fall des âEisernen Vorhangsâ 1989 gab es schnell informelle Netzwerke, die sich bildeten. Die zersplitterten Enden suchten nach neuen AnknĂŒpfungspunkten und fanden sie bald. Roberto Saviano, in âGomorrhaâ Beschreiber der napoletanischen âCamorraâ spricht unverhohlen von âMafia-Kartellenâ, die als erste die zerstörten Grenzanlagen ĂŒberwinden. Wie weit sind die physischen Staats- und Systemgrenzen wirklich aufgelöst? Wie weit geht die Assimilation von Wirtschaft und Schattenwirtschaft? Wo liegen die vermeintlich verschwundenen Grenzen zwischen legalen und illegalen GeschĂ€ften wirklich?Â
Die Kriegskassen sind gefĂŒllt. Die Notenpressen arbeiten unter Hochdruck. Im âGlobalisierungâ genannten âGlobalismusâ wird alle âSchuldâ im stetigen institutionellen Umbau ausgegliedert â âoutgesourcedâ. Auch De- und Inflation. Die stetigen WechselbĂ€der lassen die modrigen Decken im Schatten weiter zerreiĂen. Es wird zunehmend kĂ€lter im Zwielicht des deutschen Herbstes. Manches Messer wird da gewetzt â nur, um St. Martins Mantel zu teilen? Hat, wer seinen Schatten verkauft noch Möglichkeiten, wirklich ein Licht am Ende eines Tunnels zu erspĂ€hen? Nimmt der Nachbar in eng besiedelten RĂ€umen im allgemeinen Sprachgewirr den Verkauf wahr? Ist er selber gar â KĂ€ufer â oder VerkĂ€ufer â nicht nur seines Schattens?Â
Als am 27. Jahrestag des Putschs in Chile zwei markante, ein weniger markantes Hochhaus in New York City zerstört werden, ein Flugkörper ins FĂŒnfeck des US-Verteidigungsministeriums in Arlington just dort einschlĂ€gt, wo die Akten zur Untersuchungskommission fĂŒr das gigantische Loch im Verteidigungsetat deponiert sind â wer weiĂ da wann was ĂŒber den Hergang dieser Ereignisse? Wie weit ist die BĂŒchse der Pandora nun geöffnet?Â
Auch bei der erneuten Zerstörung Palmyras durch den primĂ€r von âwestlichen Freundenâ am Golf und in Saudi-Arabien hochwertig ausgestatteten âIslamischen Staatâ geht es wie bei der Zerstörung der Buddhas von Bamiyan im afghanischen Hazaragat durch die Taliban 2001 um Spuren einer VorgĂ€ngerkultur, die per se Ausgleich und Vielfalt abbilden. Spuren, die vernichtet werden sollen. Ein totalitĂ€rer Machtanspruch ĂŒber das Kollektive GedĂ€chtnis - ĂŒber Vergangenheit und Zukunft soll so dargestellt und verewigt werden. Sicher erfordert all dies endlich auch Handeln â auch von uns. Drei Wochen, nachdem im Jahre siebeneinhalb nach der US-amerikanischen Notrufnummer 911 ein deutscher, in einer britisch-amerikanischen âNicht-Regierungs-Organisationâ arbeitender âAufbauhelferâ in Kabul angekommen war, erlebte er dort den ersten Anschlag von Seiten der Taliban nach ĂŒber drei Monaten âwinterlicher Stille und Friedenâ in der Altstadt der afghanischen Hauptstadt. Auch einer seiner liebsten afghanischen Ingenieurskollegen erlebte diesen Angriff wenige Meter von unserem Arbeitsplatz entfernt. Die zusammengekauerte Haltung des Freundes wird der Mann aus dem Westen niemals vergessen. Die zischenden Laute, mit denen der Freund den Gewehrkolben des vermeintlichen âKoranschĂŒlersâ beschreibt, der ihn zuerst im Bauch, dann ĂŒber den SchĂ€del trifft - die den schmerzenden Kopf schĂŒtzen wollenden HĂ€nde in Erwartung des fĂŒrchterlichen Hiebes - die kaum hörbar geflĂŒsterte Angst des gleichaltrigen Vaters dreier kleiner Töchter, dass die Taliban, wenn sie wiederkommen ihn töten werden wird der Freund aus dem Westen niemals vergessen. War die westliche Invasion 2001 also die richtige Entscheidung gewesen, um das Land von einem grausamen und menschenverachtenden Diktat zu befreien? Ist âder Westenâ dieser Verantwortung fĂŒr die Freiheit der Völker Afghanistans in den folgenden 14 Jahren gerecht geworden?
Als im Jahre 8 nach der US-amerikanischen Notrufnummer 911 besagter deutscher âAufbauhelferâ in der Hubschrauberschule in Kabul auf einen US-Trainer, der dort auf altem sowjetischen FluggerĂ€t afghanische Piloten schult trifft, sagt der US-amerikanische Freund irgendwann, dass man sich mehr Leistung beim âWiederaufbauâ von Seiten âder Deutschenâ erhofft hatte. Wenn nun im Jahre 14 nach 911 vielerorts die Kriegstrommeln lauter werden und man in Deutschland sich vieler FlĂŒchtlinge annimmt â erinnert man sich hier dann auch des nach der Kapitulation der braunen Schergen schmerzhaft erworbenen Wissens â der Erfahrungen des Phoenix, der da aus der Asche wieder geboren wurde? Vermag man dieses endlich wieder anzuwenden oder - wer webt da wessen Leichentuch in diesen Tagen in Europa? Wer vernĂ€ht da welche Decke? Wer wetzt da welches Messer â wessen Flanken sind da völlig ungeschĂŒtzt? Und â wie gilt es, diese Flanken zu schĂŒtzen â und die Kinder, die dahinter Schutz suchen â unsere und die der vielen âanderenâ Hoffnung und Schutz Suchenden? So viele Berichte. So viele Fragen.
Haben wir unsere Freiheit am Hindukusch verloren?
Besagte Frage hat ja einst Peter Struck, damals Verteidigungsminister der Bundesrepublik als Behauptung in den Raum gestellt. Er wurde daraufhin ĂŒberall heftig angefeindet. Der hohe Anspruch jedoch, der eigentlich hinter der Behauptung steht, dass unsere Freiheit in einem fernen Land, das immer gute Verbindungen nach Deutschland hatte verteidigt wird â auch der langjĂ€hrige SPD-Vorsitzende scheiterte persönlich an diesem Thema und seiner Vermittlung. Nirgends wird dies so deutlich wie in einem Interview, das Roger Willemsen 2009 mit Heike Groos, Ex-Bundeswehr-StabsĂ€rztin, die mehrmals in Afghanistan im Einsatz war fĂŒhrte. Die mehrfache Mutter bezeichnet einige Parlamentarier zu Besuch bei der Truppe darin als âGefechtsfeldtouristenâ. Auch eine Episode mit Peter Struck beschreibt sie. Die völlige Ăberforderung des Ministers mit der Situation vor Ort wird sehr deutlich. Viele sagen, der von 2001 bis 2014 andauernde militĂ€rische Einsatz auch der Bundeswehr innerhalb der âInternationalen SicherheitsunterstĂŒtzungstruppeâ (ISAF) fĂŒr Afghanistan habe auch Deutschland sehr verĂ€ndert. "Nach der RĂŒckkehr aus Afghanistan in den Westen kann nichts mehr so sein wie es war." Diesen Satz können wahrscheinlich sehr viele Afghanistan-Heimkehrer - und ihre Angehörigen unterschreiben. Warum ist das so und â hatte Herr Struck, der mich in seinem wĂŒrdevollen Auftreten immer an Bismarck erinnerte vielleicht gar Recht und â muss jetzt eher die Frage nach der âverlorenen Freiheitâ gestellt werden? Und â was ist da wie versĂ€umt worden? Oder besser â wie kommen wir da wieder heraus?
Gestern noch kommentierte ich jenes Bild von einem toten DreijĂ€hrigen aus Kobane, der am Strand vom tĂŒrkischen Bodrum aufgefunden worden war und das âals visuelles Geschoss... mĂŒhelos unseren Wahrnehmungspanzer durchschlĂ€gt und ins Herz trifftâ: âWer selber Kinder in diese Welt gesetzt hat kann dieses Bild kaum ertragen. âš Wer noch dazu in Afghanistan gelebt und gearbeitet hat und die völlige VerdrĂ€ngung dieses Krieges hier am eigenen Leib, der eigenen Seele tĂ€glich spĂŒrt kann bei so etwas sich kaum der TrĂ€nen erwehren.âš "Refugees welcome" heiĂt's hier öfters - in Anbetracht völlig ĂŒberforderter Behörden, die die SchĂŒsse des seit 2001 schwelenden 3. Weltkrieges stetig ĂŒberhören weiĂ man nicht, ob man zynisch lachen oder verzweifelt weinen soll.âš Als vor ca. 2 Jahren eine Anfrage von einem Freund kam, einen ehemaligen Ăbersetzer fĂŒr die Deutschen in Afghanistan in seinem Asylverfahren zu unterstĂŒtzen schaltete ich einen deutschen Ordensbruder, der seit ĂŒber 40 Jahren in Afghanistan lebt und arbeitet ein. Er konnte fĂŒr den Mann, dessen Vater bereits von Taliban ermordet worden war und der sich von seiner Familie abgesetzt hatte, um sie zu schĂŒtzen nichts tun. Botschaft und Konsulat der Deutschen in Kabul waren noch stĂ€rker abgeschottet als 2009 / 10, als ich dort meinen neuen Pass erhielt.âš ...â
Ulli Ladurner, den ich mehrmals in Kabul traf sagt: âDie EU hat das Thema Migration völlig unterschĂ€tzt.â  Aber â ist es nicht in erster Linie Deutschland, das da stĂ€ndig abbremst â wo âvon Amts wegenâ alles abgeschottet wird? Und â ist das Land, das JĂŒrgen Habermas vor der Bundestagswahl 2013 als âauf einem Vulkan dösendâ beschreibt inzwischen entschlafen?
Werden die ArbeitsmĂ€rkte die FlĂŒchtlingsströme verkraften oder â wird der deutsche Arbeitnehmer den âFremdenâ als Konkurrenten â als VerdrĂ€nger erleben? Also â noch mehr âPrekarisierungâ auf allen Ebenen? Werden die Mieten in âattraktiven StĂ€dtenâ weiter durch die Decke schieĂen oder - werden endlich auch Regulationsmechanismen wirksam (eingesetzt)? Werden âUmsetzungsdefiziteâ bei allen Themen der âDaseinsvorsorgeâ behoben â neue Jobs geschaffen â faire Bedingungen fĂŒr kleine Dienstleister und SelbststĂ€ndige wie fĂŒr âNeustarterâ  - im ânachhaltigen Sinneâ erreicht oder - wird es also einen entschiedenen Rechtsruck in der Gesellschaft als Antwort geben?
Anders herum gefragt: Schickt man hier die Mahner in die WĂŒste - und auf âfreien MĂ€rktenâ ans Messer ĂŒberforderter Behörden? Denn â dass ist es eigentlich, was man als Afghanistan-Heimkehrer erlebt in einem Land, in dem die Gesetzeshierarchien mit Art. 1 GG: âDie WĂŒrde des Menschen ist unantastbarâ zuoberst zu dysfunktionalen TrĂŒmmerkaskaden von âGesetzenâ pulverisiert worden sind.
Ein âAbbild tĂ€glicher VergĂ€nglichkeitâ nach ĂŒber drei Jahrzehnten VernachlĂ€ssigung, Krieg und Zerstörung â eine allgemein âMaidanâ genannte FreiflĂ€che im ursprĂŒnglich dichten Geviert der Altstadt Kabuls â hier im sĂŒdlich des Kabulflusses gelegenen Viertel Ashaqan wa Arafan. Die Stadt wurde primĂ€r im BĂŒrgerkrieg nach Abzug der Sowjets 1990-1992 zerstört. Die KĂ€mpfe hielten jedoch bis zur Machtergreifung der Taliban 1996 an. âWarlordsâ â oder auch â StammesfĂŒhrer und Feudalherren lieferten sich in diesen Jahren erbitterte KĂ€mpfe und hinterlieĂen so die Altstadt mit einem Zerstörungsgrad von ca. 60 %. Die völlige Konzeptionslosigkeit, wie man da den âLandlordsâ â also eigentlich auch potentiellen âWarlordsâ gegenĂŒbertreten solle bewahrt so das Bild kompletter stĂ€dtischer VerwĂŒstung auch noch im FrĂŒhjahr 2009. Die Menschen sind so einmal mehr sich selbst ĂŒberlassen â auch dieses Kind, das da schĂŒtzenden Schatten vor der gleiĂenden Mittagssonne unter der Burka der Mutter sucht. Etwas Schutz vor feindlichen Elementen, den sonst die traditionell dichte Bebauung des Gassen- und Hofhausgeviertes der Altstadt bieten sollte.
âFolge dem langen Transsibirischen Marsch!â (1989) â 3/3
Es ist eine bunte Gesellschaft, die da Anfang Oktober 1989 den Zug in Peking anfĂŒllt. Ich teile mein Schlafwagenabteil mit einem chinesischen Bergbau-Ingenieur, der in der Sowjetunion studiert hat und auch flieĂend Englisch spricht und zwei chinesischen Studenten, die Stipendien fĂŒr technische StudiengĂ€nge an der Uni Hamburg-Harburg erhalten haben. Eine Uni, die spĂ€ter irgendwann berĂŒhmt werden wird durch einen Kollegen von mir, der als grottenschlechter Pilot mit einem gewagten Flugmanöver ein Hochhaus in NYC zum Einsturz gebracht haben soll. Die in einem Volks Eigenen Betrieb der DDR hergestellten Wagons empfangen die Reisenden fĂŒr die fĂŒnftĂ€gige Fahrt nach Moskau in fein aufgerĂ€umtem und sauberen Zustand.  Auch viele andere Reisende aus dem Westen bewegen sich mit diesem Zug dorthin zurĂŒck.
Der chinesische Speisewagen ist eher durchwachsen â kein so groĂes Angebot. Bald sind das zĂ€he Schweinefleisch und das fade GemĂŒse und alles andere ausverkauft. An der ersten Grenze, in Eeren Hot dann werden die Wagons auf neue Fahrgestelle gehoben, um den Spurwechsel von den chinesischen 1435 mm auf die mongolischen und russischen 1520 mm zu meistern. Ein spannendes abendliches Schauspiel, das wir dort am Rande des Umspurbahnhofes erleben. Am folgenden Tag die Gobi â die mongolische Steppe â vereinzelte Jurten. In Ulan Batur steigt die mongolische Ringermannschaft ein, die auf WettkĂ€mpfe nach Europa fĂ€hrt. Nette, sehr aufgeschlossene junge MĂ€nner. Auch der mongolische Speisewagen ist unsere Rettung. Die Speisekarte ist wieder viel bunter und vielfĂ€ltiger â so wie die Trachten der Reitervölker. Auch das GetrĂ€nkeangebot stimmt wieder.
Bald passieren wir die Grenze zur Sowjetunion. Lange fĂŒhrt uns die Bahnstrecke am Baikalsee, dem tiefsten und Ă€ltesten SĂŒĂwassersee der Welt entlang. Wie an jedem Bahnhof, so ist auch der Halt in Irkutsk auf 15 Minuten begrenzt. Der See befindet sich gleich hinter dem Bahnhof. Drei verrĂŒckte Reisende aus dem Westen laufen kurz hinĂŒber ans Ufer und springen in den See. Man weiĂ ja nie, ob und wann man hier wieder hinkommt. Eine Geschichte, die man den Enkeln noch erzĂ€hlen kann. Als der Zug nach 13 Minuten bereits anfĂ€hrt, ist der Schrecken unter uns groĂ. Aber â im letzten Moment kommen die drei noch herbeigerannt und Iwan, der Kellner und HĂŒter des Speisewagens öffnet die TĂŒre des letzten Wagons, damit die drei noch auf den langsam anrollenden Zug aufspringen können.
An jedem Bahnhof nutzen wir die Viertelstunde, um zu sehen, was es auf dem Bahnsteig oder unten in der Halle zu kaufen gibt. In Nowosibirsk ersteht einer eine Flasche Wodka fĂŒr einen Dollar â auf einem anderen Bahnhof gibt es Eiscreme. John aus San Francisco kauft den halben Bestand auf und verteilt die schnell dahinschmelzende Ware im Zug.
Von Osten her auf der eurasischen Scholle dem Schienenstrom folgend nĂ€hern wir uns Europa. âDen Staaten des Warschauer Paktes liefen die Menschen davonâ â so wird immer wieder von Historikerseite gesagt.âš Die ungarische Grenze â die Prager Botschaft der DDR â der von der Peripherie ausgehende Exodus aus den Fesseln des zerfallenden Systems des Sowjetkommunismus schreitet unaufhaltsam voran. Der âeiserne Vorhangâ, der die Systemgrenzen zwischen den Machtblöcken des nach dem zweiten Weltkrieg 1945 installierten WeltgefĂŒges des âKalten Kriegesâ der Systemfeinde definiert â er erhĂ€lt immer mehr Schlupflöcher.âš
Auch der ostdeutsche Schriftsteller Ingo Schulz misst 25 Jahre spĂ€ter dem 9. Oktober 1989 gröĂere Bedeutung bei als dem Mauerfall einen Monat spĂ€ter: âDer 9. Oktober war jener Tag, an dem sich womöglich alles entschied, jener erste Montag nach dem 40. Jahrestag der DDR am 7. Oktober, als die StaatsgĂ€ste abgereist waren und die Drohung einer âchinesischen Lösungâ ĂŒber Leipzig lag. Trotz aller EinschĂŒchterungsversuche kamen 70.000 Demonstranten in der Innenstadt zusammen. ...â 8
Irgendwo in der Mitte Sibiriens höre ich mit einer Frau aus Leipzig am 7. Oktober von den Demonstrationen am 40. Jahrestag der DDR ĂŒber Deutschlandfunk und BBC-Worldservice. Die Frau aus Leipzig â eine Halbchinesin hat mit ihrem Vater die Familie ihrer Mutter in China besucht. Die Frau aus Leipzig feiert zum ersten Mal in ihrem Leben einen Jahrestag der DDR dort in der transsibirischen Eisenbahn â gemeinsam mit einem HollĂ€nder mit ungarischem Vater, einem jungen Mann aus Boston/ Massachusetts, einem Texaner aus Austin, der bei einem christlichen US-Radiosender in China gearbeitet hat, Tom aus London, einem jungen Franzosen aus Paris, einem Mann aus San Francisco/ Kalifornien, der den Namen des Filmregisseurs John Huston trĂ€gt, einem Mann aus Kiew, der (Noch-) Sowjetrepublik der Ukraine, der vorher insbesondere seinem neu hinzu gewonnenen westdeutschen Freund Stepantschik â oder Stjopushka, oder einfach Stjopa â man hat groĂen SpaĂ mit den russischen Diminuitiven - der also diesem Freund aus dem Westen Gorbi-Sticker geschenkt hat, einem Mann aus Usbekistan und einigen chinesischen Studenten, die nach der Niederschlagung der Studentenbewegung in China das Land verlassen wollen und besonders nach Passieren der chinesisch-mongolischen Grenze sehr viel ĂŒber die Ereignisse in ihrer jeweiligen Stadt, an ihrer jeweiligen Uni erzĂ€hlt haben.
Neben vielen anderen FahrgĂ€sten gibt es auch jenen Westdeutschen also, der drei Monate durch das Mutterland der DDR-BĂŒrgerin â durch China und zuvor weitere drei Monate von Thailand aus durch Indonesien, das gröĂte muslimische Land der Welt gereist ist â jenes Land, in dem alle Weltreligionen sich auf dem tief verwurzelten âAdatâ, dem animistischen Glauben an Erd- , Wasser- und Luftgeister aufgesetzt und â sodann diesen Glauben in ihr Weltbild integriert haben. Welcher Glaube dann in einem solchen GefĂŒge âder neueâ oder - âder alteâ ist â das ist in der âewigen Gegenwartâ eines solchermaĂen tief verwurzelten Integrations- und dann eben auch - Assimilationsprozesses bald völlig unerheblich. Grundvoraussetzung dafĂŒr ist die unbedingte GewĂ€hrung der Religionsfreiheit, die die friedliche Koexistenz der Menschen verschiedensten Glaubens ĂŒberhaupt erst ermöglicht â und die entsprechend den Menschen daselbst abgeforderte Toleranz, die sich aber eben auch auf die gemeinsamen Nenner â die gemeinsamen Wurzeln begrĂŒndet.
Die Halbchinesin aus der DDR feiert diesen letzten Jahrestag der DDR also mit all diesen Menschen. Die Flasche Wodka aus Novosibirsk ist bald leer â der Mann aus Usbekistan verfĂ€llt in eine tiefe Melancholie und umarmt unter TrĂ€nen seine BrĂŒderchen aus Ost und West. Bald ist auch der chinesische Brandy, den einige der westlichen BrĂŒderchen noch im GepĂ€ck haben geleert.âš Am nĂ€chsten Tag, Sonntag, der 8. Oktober also stehen der westdeutsche Verfasser dieser Zeilen, der auf Bali noch sein Vierteljahrhundert gefeiert hat und die wenig Ă€ltere Dame aus Leipzig auf dem Flur des in der DDR gefertigten Schlafwagenzuges. Sibirische Steppe â BirkenwĂ€lder und einzelne, aus Holzdatschen bestehende Dörfer ziehen vorbei. Iwan, der russische Kellner im Speisewagen hat immer weniger zu tun â fast alle VorrĂ€te sind aufgebraucht. Bald gesellt sich John Huston, der kalifornische Sonnenschein zu uns. Plötzlich fragt der bĂ€rtige, etwas Ă€ltere und erfahrenere Mann aus San Francisco die beiden Deutschen aus Ost und West: âWas wĂŒrdet Ihr sagen, wenn Deutschland morgen wiedervereinigt wĂ€re ?ââš
Die sibirische SpĂ€tsommersonne scheint durch die groĂen Zugfenster auf den Flur. Verdutzt sehen die beiden Mitte der 1960er Jahre geborenen jungen Menschen den Mann von der anderen Seite des Atlantiks â der ja gar von der pazifischen Seite desselben Landes dort kommt und dann â einander selbst an. âšNach kurzem Zögern antworten beide Deutschen unisono â wie aus einem Munde: âNein â das geht nicht. Das sind zwei zu verschiedenartige Systeme. â Das sind zwei ganz unterschiedlich gewachsene Gesellschaften.ââš So oder so Ă€hnlich sagen es beide fast gleichzeitig und nicken sich â ihre völlige Verunsicherung ob dieser Frage verbergend einander bestĂ€tigend zu.âš Als man am folgenden Tag die Quasi-Wiedervereinigung auf sehr persönliche Weise im Zug zelebrieren will, sichert Iwan, der russische Kellner des Speisewagens den RĂŒckzugsweg ab.
Der Westdeutsche steigt also nach einem mehrtĂ€gigen Aufenthalt in Moskau und einer kurzen Fahrt nach Leningrad, dem heutigen St.Petersburg â Glasnost machtâs möglich - und einem weiteren Aufenthalt in Warschau, wo er die Altstadt und das Mahnmal am zerstörten Ghetto besucht in Ost-Berlin aus dem Zug. Seine letzten Begleiter sind der Texaner aus Austin und der Mann aus London, die beide unbedingt Checkpoint Charly sehen wollen.âš Schwer bepackt von ihrer langen Reise gehen sie durch das herbstlich graue, im tristen Nebel daliegende Ost-Berlin dorthin.âš
Die Volkspolizisten weisen den Westdeutschen darauf hin, dass es sich hier um den Alliierten-Kontrollpunkt handelt und er als Westdeutscher hier nicht hindurch könne.âš Er erklĂ€rt dies also seinen Begleitern und â die drei begeben sich mĂŒrrisch hinĂŒber zum Grenzkontrollpunkt Friedrichstrasse, wo sie von sehr angespannten, noch viel mĂŒrrischeren Volkspolizisten durch einen eher provisorisch erscheinenden FuĂgĂ€ngertunnel nach West-Berlin durchgelassen werden.
Die Staatssicherheit hatte sich in ihrer völligen Selbstbespitzelung und Aushöhlung des Privatlebens bis ins kleinste Detail viele sehr - man ist versucht zu sagen â âurdeutsche Eigenschaftenâ zu Nutze gemacht â oder â Eigenschaften, die der âDeutsche an sichâ in seiner Sucht nach Perfektion eben vollendet inhaliert â die Befehlshörigkeit â also â Heinrich Manns Untertanengeist â die völlige deutsche Perfektion und GrĂŒndlichkeit â die Liebe fĂŒrs Detail â und â den daraus allzu hĂ€ufig resultierenden Verlust des Gesichtsfeldes fĂŒr das GroĂe und Ganze â aber auch â das Denunziantentum. Die Selbstblockade â das Ausbremsen allen Fortschritts - die Auslöschung aller Potentiale - sind perfekt.
25 Jahre â ein weiteres Vierteljahrhundert Lebenszeit weiter scheint die Zeit erneut â oder immer noch â völlig eingefroren. Ein neuer âKalter Kriegâ? Eine âbleierne Zeitâ â angehalten im âRasenden Stillstandâ kinematographisch verzerrter Raumzeit.
Vermeintliche âFreiheitâ und "VerdrĂ€ngung"âš von Freiheit scheinen einander zu bedingen in diesen Tagen. âWenn 60 Prozent der Umweltzerstörung, die die Schweizer anrichten, im Ausland stattfindet (bei den Deutschen wird es nicht anders sein), dann zeigt das, dass wir von der VerdrĂ€ngung im wortwörtlichen Sinne leben. Es ist kaum möglich, eine Woche lang einkaufen zu gehen, ohne irgendeine Schweinerei zu begehen, die, wĂŒrden wir unmittelbar damit konfrontiert, unsere Abscheu hervorrufen wĂŒrde.ââš 8 sagt der âOssiâ Ingo Schulz weiter zur Wiedervereinigung Deutschlands und den Folgen. Viele andere SĂ€tze von ihm sprechen mir als tiefwestlich sozialisiertem âWessiâ aus der Seele: âDenn was die VerĂ€nderungen von damals tatsĂ€chlich bewirkten, beginne ich erst allmĂ€hlich zu begreifen.ââš 8 Das gilt in Anbetracht vieler Dinge, die eigentlich nur als âStellvertreterkriegeâ irgendwie angegangen werden im Zuge einer alles andere als âdemokratischâ strukturierten verfahrenen âGlobalisierungâ sowohl fĂŒr den âOssiâ als auch fĂŒr den âWessiâ hier.
Wie jedoch sind wir da hingekommen, wo wir jetzt sind â auf der Suche nach einem Glas Wasser â mit tastenden, vorsichtigen Schritten in die nĂ€chtlich dunkle KĂŒche?Â
Die Antworten darauf sind eigentlich nicht schwer â ein jeder mag die Last auf seinen Schultern zu ermessen und zu fragen, was wir davon wie abtragen können.
Anmerkungen: 1Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â http://www.zeit.de/freitext/2014/10/16/ingo-schulze-mauerfall/comment-page-6/#comment-7651
âDo the Trans-Siberian Shuffleâ - (1989) â 3/3
Part 2 is here
Itâs a multi colored bunch of people filling up the train at Beijing in these early days of October 1989. I share my sleeper cabin with a Chinese mining engineer, who has studied in the Soviet Union and also speaks a fluent English and two Chinese students, who have received scholarships for technical studies at the University Hamburg-Harburg. A university, which later becomes famous, because a colleague of mine has studied there and - as quite a bad pilot he is supposed to have caused the collapse of a high riser at NYC with a risky flight maneuver. The cars of the train, which have been produced in a factory in GDR welcome travellers on the five day ride to Moscow in a tidy and clean state. There are also many other travellers from the West moving back there on the train.
The Chinese Dining car is rather so-so â not the best offers. Soon the chewy pork and the tasteless vegetables and all other food is sold out. At the first border, at Eeren Hot the cars are lifted on new carriages for mastering the lane change from the Chinese 1435 millimeters to the Mongolian and Russian 1520 millimeters. A thrilling evening spectacle we witness there at the edge of the station, where the lane change takes place. Next day then the Gobi â the Mongolian steppe â some singular jurts. At Ulan Batur a Mongolian Wrestling team gets on the train. They are going for some contests in Europe. Nice and open young men.
Also the Mongolian dining car saves our lives. The menu is much nicer and manifold again â similar to the cloths of the horse people. Also the selection of drinks is much better again.
Soon we cross the border to the Soviet Union. For quite some time the tracks take us along lake Baikal, the worldâs deepest and oldest fresh water lake. Also at Irkutsk the stop at the station is like at any other station limited to 15 minutes. The lake is located just behind the station. Three crazy Westerners quickly run over to the beach and jump into the lake. Youâll never know, if and when you ever will come again to that place. A story, you might still tell your grandchildren. When the train already starts moving after 13 minutes weâre all quite scared. But â just in the last moment the three guys arrive and Ivan, the waiter and chief of the dining car opens the door of the last car and that way enables the three guys to jump on the slowly starting train.
At every station we use the quarter of an hour for taking a look at the platform or at the station hall for checking, what there is available. At Novosibirsk one buys a bottle of vodka for one dollar â at another station thereâs ice cream. John from San Francisco almost buys the whole stock and distributes the rapidly melting good in the train.
Following the stream of railroad tracks on the Eurasian massif weâre coming closer to Europe. âPeople ran away from the Warsaw Pact statesâ â that way itâs always described from the side of many historians.âš The Hungarian border â the GDR embassy at Prague â the exodus out of the bonds of the Soviet Communist system in decline starting from the periphery is proceeding irresistibly.âš The âiron curtainâ, defining the system frontiers between the power blocs of the cold war World order of system enemies, that has been installed after World War II ended in 1945 â it receives more and more loop holes.
Also the East German author Ingo Schulz ascribes October 9th 1989 more importance than the fall of the wall one month later. âOctober 9th was the day, when perhaps everything was decided. The first Monday following the 40th anniversary of GDR on October 7th, after the official state guests had left and the threat of a âChinese solutionâ was laying above Leipzig. Despite of all attempts to intimidate people 70.000 demonstrators came together in the city center. ...â 8
Somewhere in the midst of Siberia I hear together with a woman from Leipzig from the demonstrations of GDRâs 40th anniversary via German Worldwide Broadcasting- and BBC-World service. The woman from Leipzig â a Half-Chinese has visited her Momâs family in China together with her Dad. The woman from Leipzig celebrates for the first time an anniversary of GDR there in the Trans-Siberian Train â together with a Dutch guy with a Hungarian father, a young man from Boston/MA, a Texas guy from Austin, who has worked at a Christian US-radio station in China, Tom from London, a young French man from Paris, a man from San Francisco/CA, sharing the name with the filmmaker John Huston, a man from Kiev - these days still the Soviet Republic of Ukraine, who before has donated Gorbi-stickers and buttons to his new West German friend Stepantschik â or Stjopushka, or just simply Stjopa â they are having a lot of fun with Russian diminutive forms â a man from Uzbekistan and some Chinese students, who want to leave the country after the crackdown of the studentsâ movements there in China and who particularly after having passed the Chinese-Mongolian border feel like needing to report a lot about the events, that have happened in their town, at their university at that time.
Apart from many other passengers thereâs also this West German, who has traveled for three months through the motherland of the GDR-citizen â through China and, who before that starting from Thailand has travelled for three more months through Indonesia, the Worldâs biggest Muslim country â that country, where all World religions have been settled upon the deeply rooted âAdatâ, the animist belief in gnomes, nymphs and sylphs and then have integrated that belief into their view of the world. Which belief then in such a structural fabric is the ânewâ one or the âoldâ one â that soon doesnât really matter any more in the âeternal presenceâ of an in such a way deeply rooted integration and then even assimilation process. Basic requirement for that is the unconditional grant of freedom of religion, which in the first place does enable the peaceful coexistence of people of different beliefs â and the tolerance claimed accordingly from the people themselves â the tolerance, which is based upon the common denominator â the common roots.
The Half-Chinese woman from GDR celebrates the last anniversary of GDR with all these people. Soon the bottle of vodka from Novosibirsk is emptied â the man from Uzbekistan falls into a deep melancholy and hugs with tears in his eyes his brothers from East and West. Soon the Chinese brandy, some Western brothers still have in their luggage is emptied as well.âš
Next day then, Sunday October 8th  the West-German author of these lines, who on Bali has just celebrated his quarter of a century and the slightly older woman from Leipzig are standing in the gangway of the sleeper train produced in GDR. The Siberian steppe â birch tree forests and single villages, consisting of wooden cottages â dachas are passing by. Ivan, the Russian waiter of the dining car has always less work â almost all stocks are consumed. Soon John Huston, the Californian sunshine joins them. All of a sudden the bearded, slightly older and more experienced man from San Francisco asks the two Germans from East and West: âWhat would you say, if Germany was reunited tomorrow ?ââš The Siberian late summer sun shines through the huge train windows into the gangway. Baffled and deranged the two humans, who both were born in the midst of the 1960s look at the man from the other side of the Atlantic Ocean - who actually even comes from the Pacific Ocean side of that huge country over there. Then they look at each other.âš After some short moments of hesitation both Germans are answering unanimously â as one â in one breath: âNo â thatâs impossible. Those are two much too different systems. â Those are two societies, which have grown into two completely different directions.ââš This way or similar the two are speaking almost simultaneously and they are nodding at the other one for searching some confirmation â trying to hide their total uncertainty caused by that question.  âšWhen next day then they want to celebrate the as it were-reunion on a very personal level in the train Ivan, the Russian waiter of the now emptied diner assures the return path â the retraction distance. Â
The West German guy then gets off the train in East-Berlin. After a several days stay at Moscow and a short trip to Leningrad, which is nowadays again St. Petersburg â Glasnost renders things possible â and after another short stay at Warsaw, where he visits the Old Town and the memorial of the destroyed Ghetto heâs almost back. His last companions are the Texas guy from Austin and the guy from London, who both urgently want to see Checkpoint Charly.âš Heavily loaded from their long journey they walk through the autumnal greyish, dismal foggy East-Berlin.âš
The members of the Peopleâs police point out to the West-German, that this is an allied forces and citizensâ checkpoint and that he canât get through here as a West-German citizen.âš Thus he explains that to his companions and â the three grumbly move over to the checkpoint FriedrichstraĂe, where some tense and even more grumpy members of the Peopleâs police let them pass through a seemingly provisional foot tunnel to West-Berlin.
National security â the âStasiâ had taken advantage of many very â one is tempted to say - âthoroughly archetypal German characteristicsâ within its complete self-spying and its underground erosion of any private life until the most intimate detail. Features, âthe German of his ownâ in his addiction to perfection just completely inhales â the obedience - almost bondage â thus â Heinrich Mannâs âsubservienceâ â the accomplished German perfection and thoroughness â âGerman Gruendlichkeitâ â the love for any kind of detail â and â the loss of any field of vision for the big picture then resulting from that pretty often â but also â the culture of denunciation.âš The âself-blockadeâ â thwarting any progresses â erasing all potentials was perfect.
25 years â another quarter of a century of life time further time seems to be deeply frozen again â or still. A new âCold Warâ? A âleaden timeâ â stopped in âfrantic stagnationâ of cinematographically distorted space time. Assumed âfreedomâ and âsuppressionâ of freedom seem to condition each other these days. âWhen 60 % of environmental destruction caused by Swiss people takes place outside of Switzerland (with Germans it wonât be different) then this shows, that we live from suppression in its literal sense. Itâs almost impossible to go shopping for one week without committing any mess, which, if we were confronted with it directly would cause our deepest disgust.â 8 The East German âOssiâ Ingo Schulz continues about the German reunion and its consequences. With many others of his phrases he takes the words right out of my mouth - the mouth of a deeply Western socialized âWessiâ â a West German: âBecause, what the changes that happened then really have effectuated I slowly start to understand these days.â 8 Thatâs valid in consideration of many things, which are tackled just in the way of âProxy warsâ somehow in the course of a kind of âglobalizationâ, which is anything else but âdemocraticallyâ structured. A course of âglobalizationâ, which apparently leads us into a dead end street â the âOssiâ as much as the âWessiâ here.
How did we get here, where we are now â looking for a glass of water â feeling our way with careful steps into the nightly dark kitchen? The answers on that arenât too difficult â anyone might measure the burden on his or her shoulders and might ask, what we are able to discharge from that.
Notes: 1Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â http://www.zeit.de/freitext/2014/10/16/ingo-schulze-mauerfall/comment-page-6/#comment-7651
âFolge dem langen Transsibirischen Marsch!â (1989) â 2/3
Je tiefer ich im SpĂ€tsommer 1989 nach China vordringe, desto mehr zeigt sich, wie zerrissen das Land einmal mehr ist. Im feucht heiĂ tropischen SĂŒden mit seinen weit verzweigten FlusslĂ€ufen â da, wo auch die eher flieĂenden Kampftechniken herkommen, wie mein Karate-Sensei sagt â dort zeigt sich immer wieder das lĂ€chelnde Gesicht unter dem Reisstrohhut. Und das in der Stadt wie auf dem Land. Weiter im Norden, in gemĂ€Ăigteren und kĂ€lteren Breiten â da, wo eher die harten Bruchtechniken in den KampfkĂŒnsten herkommen zeigt sich immer mehr, wie verzweifelt das Reich, das da die Ă€lteste auf dem Planeten Erde mit allen BrĂŒchen fort bestehende Hochkultur beheimatet um seine Mitte ringt.
Immer wieder werde ich auf langen Fahrten auf harten BĂ€nken in ĂŒberfĂŒllten ZĂŒgen von Studenten angesprochen. Manchmal treffen wir uns spĂ€ter am Ankunftsort an einer diskreten Stelle und die jungen, Englisch sprechenden MĂ€nner erzĂ€hlen mir aufgebracht, was in ihrer Stadt, an ihrer Uni geschehen ist. Die pulsierenden StĂ€dte â Deng Xiao Pings Reformen haben geschĂ€ftiges Treiben gerade dort hervorgebracht. Aber ĂŒber allem liegend stellt sich mir eine Decke aus tiefer lĂ€hmender Angst â Angst vor BĂŒrgerkrieg und anderen Ungewissheiten nach der Niederschlagung der Studentenbewegung auf Pekings Platz des Himmlischen Friedens dar.
Eine lange Wegstrecke lege ich zusammen mit einem Sinologiestudenten aus SĂŒddeutschland, der gerade ein Jahr in Taipeh studiert hat und seiner irischen Freundin zurĂŒck. Selbst seine Versuche, sich auf Chinesisch zu verstĂ€ndigen werden oft mit Hohn und Spott ĂŒberzogen, wenn er vielleicht den Ton nicht richtig trifft. Ăberall auf der Welt öffnen sich viele TĂŒren, wenn man den Small-Talk und mehr in der Landessprache beherrscht. Hier scheint dies nicht zu stimmen. âLangnasen!â â âWai guo renâ oder âMei guo renâ 5 â âIhr könnt unsere groĂe und schwere Sprache nie beherrschen!â â so signalisiert man uns. Vielleicht kann man das als âRassismusâ oder âFremdenfeindlichkeitâ bezeichnen, was wir da verspĂŒren. Aber â was ist das anderes als Ausdruck tiefster Unsicherheit und Angst? Ein hybrider, Fremdes und als bedrohlich Wahrgenommenes ausgrenzender Stolz, der letztlich den Anderen herablassend behandelt. Nicht mehr â nicht weniger. Angst â pure Angst â das einzige wirkliche Motiv von jeglichem Rassismus.
Auf der dreitĂ€gigen Schiffsreise von Chongqing nach Wuhan auf dem Yangtse mit Passage der drei malerischen Schluchten lernen wir eine frisch emeritierte Medizin-Professorin aus Peking kennen. Auch zwei ihrer Studenten sind auf dem Tienanmen-Platz umgekommen. Die rundliche Ă€ltere Dame spricht offen und frei ĂŒber das, was sie bei Besuchen auf dem Platz erlebt hat. Ihr faltenfrei lĂ€chelndes Gesicht erinnert mich an meine GroĂmutter, die im 2. Weltkrieg in der örtlichen KrankenhauskĂŒche und der WĂ€scherei dort arbeitend mit den beiden Ă€ltesten Schwestern meines Vaters weitere fĂŒnf Kinder groĂ gezogen hat. SpĂ€ter in ihrer Souterrain-Wohnung schildert sie immer wieder ihrem Enkel, dessen Kopf sie zur BegrĂŒĂung zwischen ihren groĂen, weichen BrĂŒsten bettet und ihn danach mit feuchten Oma-KĂŒssen herzt ihr Lebensmotto: âManchmal muss man sich eben auch selber kitzeln, um zum Lachen zu kommen!â Im Zug nach Shanghai und wenige Tage spĂ€ter auf einer geschĂ€ftigen StraĂe in der NĂ€he des YĂčfĂł ChĂĄn SĂŹ - des Jadebuddha-Chan-Tempels wieder begegne ich auch einem immer wieder freundlich mich anlĂ€chelnden grauhaarigen Mann, der geradezu eine chinesische Version meines Vaters zu sein scheint.
Das Land â seine vielen verschiedenen Menschen â seine bunten Völker â von den Dschungelgebieten Yunnans mit den dortigen vielfarbigen HĂŒgelvölkern zu den Han-Chinesen des immer mehr prosperierenden Ostens und den Uyguren in der Gobi, den Lamaisten und Tibetern in einem Kloster bei Xining, also am Rande des fĂŒr Reisende geschlossenen Tibet â es fasziniert mich in seiner unergrĂŒndlichen Tiefe in gleicher Weise wie es mich immer wieder abstöĂt damals im SpĂ€tsommer und FrĂŒhherbst 1989.
"Und meine Reisen in China haben wahrhaftig wenig Bedeutung, verglichen mit den tastenden Schritten im Dunkeln vom Bett zur KĂŒche, auf der Suche nach einem Glas Wasser." â dieser Ausspruch von Ennio Flaiano 6, der auch viele DrehbĂŒcher fĂŒr den groĂen Fellini geschrieben hat kommt mir immer wieder in den Sinn.
In Peking teilen sich zwei Freunde und ich in der Verbotenen Stadt einen Walkman, um Sir Peter Ustinovs FĂŒhrung durch das kĂŒrzlich im Westen durch Bernardo Bertoluccis âLetzten Kaiserâ 7 bekannter gewordene Monument gemeinsam zu lauschen. Ohrstöpsel haben wir alle â iphones gibtâs noch nicht, wohl aber analoge MagnetbĂ€nder und die entsprechenden âWalkmenâ zum Abspulen von âKompakt-Cassettenâ fĂŒr nomadisierende Stadt- und Landreisende. Meinen habe ich in Hongkong erstanden â so wie auch das Ticket fĂŒr die Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn von Peking nach Ost-Berlin. Ein ungarisches RĂŒckfahrticket â diese werden am höchsten subventioniert und sind insofern bevorzugt auf dem Schwarzmarkt zu erhalten. So manches Mal bleiben wir lĂ€nger an einer Stelle und hören auch Peter Ustinovs ErzĂ€hlung darĂŒber, welche Filmszene an diesem Ort zwischen ochsenblutrot geschlĂ€mmten WĂ€nden hier gedreht wurde. Die Welt ist ein wunderschöner Ort.
Wenige Tage spĂ€ter steigen wir ein in die Transsibirischen Eisenbahn, die uns zurĂŒck bringen soll nach âGood ole f****** Europeâ. Der HollĂ€nder aus Amsterdam mit dem ungarischen Namen, dessen Vater in den 60er Jahren das Ostblockland verlieĂ und Tom aus London, der zwei Jahre unterwegs ist und in Alice Springs im australischen Outback mit der dortigen irischen Community den, wie er sagt âwildesten St-Patrickâs Day seines Lebensâ gefeiert hat â wir haben uns schon in Peking gesucht und gefunden.
 Anmerkungen: 1          âWai guo renâ â Fremder oder abschĂ€tzig: âLangnaseâ - westlicher Mensch in Mandarin âMei guo renâ - auch gebrĂ€uchlich fĂŒr Fremde â vorwiegend fĂŒr Amerikaner 2          http://de.wikipedia.org/wiki/Ennio_Flaiano 3          http://de.wikipedia.org/wiki/Der_letzte_Kaiser und ein Trailer zum Film: http://www.youtube.com/watch?v=jXYIK3KWC94
âDo the Trans-Siberian Shuffleâ - (1989) â 2/3
Part 1 is here
The further I expand into China in late summer 1989, the more it becomes evident, how disrupted the country is once more. In the tropical hot South with its widely ramified river deltas â where according to my Karate-Sensei also the more fluent martial arts techniques come from the smiling face under the hat from rice straw is seen again and again. In the cities as much as on the countryside this is the case. Further on towards the North, in more temperate and colder latitudes â where the harder breaking techniques in martial arts come from itâs getting more and more evident, how desperately the Middle Kingdom, which hosts the oldest continuously existing high culture on planet Earth with all its cracks struggles for keeping its middle.
Again and again on long journeys on hard benches in packed trains students contact me. Sometimes we meet again at the place of our destination at a discrete place and the young English speakers tell me in an excited manner about what happened in their town, at their university. The vibrant cities â Deng Xiao Pingâs reforms particularly there have enabled a lot of business action. But overall a blanket of deeply paralyzed fear â the fear of civil war and other uncertainties following the crackdown of the studentsâ movement on âBeijingâs Square of Heavenly Peaceâ is getting more and more dense. Â
A long stretch of way I travel with a student of Sinology from Southern Germany, who just has studied for one year at Taipei and his Irish girl friend. Even his attempts to communicate in Chinese often are lined with taunt and mockery, when he doesnât match the right tone. Everywhere in the world doors are opened, when someone is able to communicate some small talk and more in the local language. Here though this doesnât seem to be the case. âLong noses!â - âWai guo renâ or âMei guo renâ 5 Â - âYou will never ne able to really handle our great and difficult language!â â people are signalizing us. Maybe you can call that âracismâ or âxenophobiaâ what we sense there. But â what is it else than an expression of deep uncertainty and fear? A hybrid kind of pride â segregating everything, that is perceived as strange and as a threat. The result is, that the other one is patronized. No more â no less. Fear â pure fear â thatâs the only true motive for any kind of racism.
On the three day boat trip on the Yangtse from Chongqing to Wuhan with passage of the three gorges weâre meeting a recently retired professor of medicine from Beijing. Also two of her students have been killed on Tiananmen Square. The chubby elder lady speaks frankly and freely about the things, she has witnessed in her visits on the square. Her wrinkle-free smiling face reminds me of my grandma, who in WW 2 worked in the local hospital kitchen and the laundry there and together with my fatherâs oldest two sisters raised five more kids. Later in her basement flat she time and again explains her life motto to her grandchild, she welcomes with bedding his head between her big soft breasts and with moist granny kisses: âSometimes you have to tickle yourself for finding something to laugh about!â In the train to Shanghai and some days later then on a busy street close to the YĂčfĂł ChĂĄn SĂŹ â the Jade Buddha Chan Temple again I meet a time and again friendly smiling grey haired man, who apparently looks like the Chinese version of my father.
The country â its many different people â its multi colored peoples â from the jungles of Yunnan with the colorful hill tribes there to the Han Chinese of the increasingly rich East and the Uygurs in the Gobi desert, the Lamaists and Tibetans in a monastery close by Xining, thus bordering to Tibet, which is closed for travellers these days â it fascinates me in its unfathomable depth in the same way as it time and again pushs me away then in late summer and early fall 1989.
âAnd my travels to China definitely have no significance compared with the steps feeling my way in the darkness on the way from the bed to the kitchen looking for a glass of water.â â this quote by Ennio Flaiano 6, who also has written some scripts for the great Fellini comes into my mind again and again.
At Beijing two friends and me share a Walkman in the Forbidden City for listening together to Sir Peter Ustinovâs guide through that monument, which also has become more famous in the West recently by Bernardo Bertolucciâs âLast Emperorâ 7. We all have earplugs â iphones donât exist yet but analogue magnetic tapes and the equivalent âwalkmenâ for playing âcompact cassettesâ for nomadic travellers in cities and on the countryside do already exist. I myself have bought my Walkman at Hong Kong. Also the ticket for the ride on the train â the Trans-Siberian Railway between Beijing and East-Berlin I have purchased there. A Hungarian return ticket â they are subsidized most and that way are the most preferred tickets to be found on the black market. Several times we stay longer at one place and listen to Peter Ustinovâs narration about the scenes, which were shot there at this special place between walls washed with ox blood red plaster. The Worldâs a beautiful place.
Some days later we enter the Trans-Siberian Train, that shall bring us back to âGood ole f****** Europeâ. The Dutch man from Amsterdam with the Hungarian name, whose father left the Eastern block state in the 1960s and Tom from London, who is travelling since two years and who has celebrated âthe wildest St.Patrickâs Dayâ ever at Alice Springs in the Australian Outback â we have already found each other at Beijing.
 Notes: 1          âWai guo renâ â stranger or depreciatory: âLong noseâ - Western human in Mandarin âMei guo renâ - also used for foreigners â mainly for Americans 2          http://en.wikipedia.org/wiki/Ennio_Flaiano 3          http://en.wikipedia.org/wiki/The_Last_Emperor   and a trailer: http://www.youtube.com/watch?v=PtFrcVjVJBI
Part 3 is here
âFolge dem langen Transsibirischen Marsch!â (1989) â 1/3
So Ă€hnlich betitelt Pepe Escobar noch vor kurzem einen fulminanten Artikel in der Asia Times, in dem er seine Reise in den ersten Monaten des Jahres 1992 mit der Transmandschurischen Eisenbahn von Peking nach Moskau beschreibt. Pepe, das âvagabundierende Augeâ schildert darin, wie der Zug auf dieser fast einwöchigen Route durch die sibirische Taiga zum Bazar mit gewaltigen Umsatzzahlen fĂŒr manchen hungrigen GoldgrĂ€ber auf der Suche nach seinem El Dorado wird. Das letzte Kapitel dann âNichts wird mehr das einseitig Immer-gleiche seinâ bringt es zurĂŒck blickend im Oktober 2014 auf den Punkt: âDas warâs damals. Jenes McDonaldâs Symbol des einseitigen âEndes der Geschichteâ, der Pax Americana â es ist vor kurzem niedergeschlagen worden. Es wird immer schwerer fĂŒr das âImperium des Chaosâ, die Welt alleine zu beherrschen, wĂ€hrend McDonaldâs Burger serviert. GegenĂŒber am Puschkin Platz serviert nun das elegante CafĂ© Pouchkine das Beste aus der höchsten russischen Kochkunst. Und doch â sowohl Russland als auch China werden immer noch als GeĂ€chtete von der unipolaren, imperialen Elite betrachtet. Es ist, als wĂ€ren wir immer noch eingefroren in jenen frĂŒhen Tagen der 1990er Jahre. ...â 1
Meine eigene Reise mit der Transsibirischen â der Transmongolischen Eisenbahn erfolgte Anfang Oktober 1989. Es sind tatsĂ€chlich schon 25 Jahre seitdem vergangen und â wir scheinen wirklich immer noch gefangen im ârasenden Stillstandâ 2 â so möchte man sagen. Aber â das stimmt nur, wenn man nicht etwas genauer hinter die Kulissen an manchen Orten geblickt hat. Anfang Mai 1989 schlendere ich noch am Strand von Koh Samui mit Tom aus der italienischen âEs war einmal in Amerikaâ Community New York Citys entlang und Tom sagt irgendwann unvermittelt: âWir leben in spannenden Zeiten!â Die Insel im Golf von Thailand scheint noch ein beschaulicher Ort â ein kleines Shangri-la fĂŒr manchen auf der Suche danach. Der gerade eröffnete Flughafen indes kĂŒndigt andere, belebtere Zeiten an.
Auf Penang, der malaysischen Insel in der StraĂe von Malakka kaufe ich ein Flugticket von Bali nach Hongkong fĂŒr Mitte Juli. Die Preise sind gut dort â gĂŒnstige Studententickets.
Auf dem indonesischen Sumatra fĂŒhle ich mich manches Mal an europĂ€ische Landschaften erinnert. Die Vegetation, die Menschen, ihre HĂ€user â das macht den Unterschied. Bedrohte Paradiese. âBesuchen Sie die letzten ursprĂŒnglichen Orte Asiens, so lange es noch geht!â denke ich manchmal in Abwandlung eines der vielen eher unklugen AussprĂŒche ĂŒber Europa des vormaligen B-Film-Helden im weiĂen Haus.
Mit einem GefĂ€hrten wandere ich knapp zwei Wochen durch Aceh, die nördlichste Provinz Sumatras. Hier sollen die striktesten Moslems SĂŒdostasiens leben. Ein Bild der Moschee dort in Banda Aceh indes erinnert mich mehr an Rabindranath Takurâs âTrĂ€ne auf der Wange der Zeitâ â das Taj Mahal im indischen Agra.Â
Und â ein Besuch des Dorfkinos von Sabang, dem nordwestlichsten Punkt des indonesischen Archipels verdeutlicht mir erst recht, wie militant âdie Moslemsâ dort wirklich sind: Ein billiges Alien-Remake â das Publikum im Kino zwischen 3 und 85 Jahre alt. Immer, wenn da plötzlich ein Tier aus dem Bauch eines menschlichen Körpers herausschieĂt und das GegenĂŒber angreift und Kunstblut, Sabber und Schleim nur so spritzt sind die Zuschauer zutiefst verschreckt. Mit weit geöffneten Augen und entsetzten Schreien wird das trashige Geschehen verfolgt. Im animistischen Glauben ist alles beseelt â jeder Busch, jede Fliege, jedes Staubkorn. Die Akteure auf der Leinwand sind westliche Menschen â âOrang orang baratâ 3. Was die Einheimischen da ĂŒber die beiden westlichen GĂ€ste in ihrem Filmtheater denken? Mancher verstohlene Blick der Einheimischen auf uns verheiĂt wohl eher Erleichterung â unsere BĂ€uche sind ganz ruhig â keine Aliens, die da herausschieĂen. Alles ist gut.
Auf Nias, sĂŒdwestlich von Sumatra durchwandere ich einige abgelegene Dörfer im Inneren der fĂŒr ihre Megalithkultur bekannten Insel. Ein groĂartiger StĂ€dtebau â Festungen mitten im Dschungel. Vor Betreten eines Dorfes treffe ich auf einige Kinder, die da an einem Bachlauf spielen und entsetzt vor mir davonlaufen. Im Dorf selbst wenig spĂ€ter wissen bereits alle Bescheid, dass da ein âOrang baratâ 3 kommt. Im gröĂten und am aufwendigsten geschmĂŒckten Haus â dem Haus des HĂ€uptlings trinke ich einige Tassen Tee und rauche mehrere Nelkenzigaretten mit ihm. Man sieht nach langem und tiefem Mustern des Fremden, dass der westliche Mensch einfach ein neugieriger Wanderer ist â kein Alien, kein Körperfresser, Predator / Raubritter oder sonst etwas. Alles ist gut.
2004, nachdem ein Tsunami im indischen Ozean gewaltige VerwĂŒstungen dort hinterlassen hat erlangen Aceh und Nias traurige BerĂŒhmtheit. Die Dörfer im Inneren von Nias sind wohl erhalten, wie mir eine befreundete US-Anthropologin der Uni Singapur versichert.
Kurz bevor ich an Bord eines alten deutschen Kreuzfahrtschiffes in Padang gehe, um von dort nach Jakarta, die indonesische Hauptstadt auf der Insel Java zu reisen erfahre ich von der Niederschlagung der Studentenbewegung auf dem Tienanmen-Platz in Peking. In Jakarta dann gibt es Newsweek und Time Magazine. Reisende berichten ĂŒber ein China, das im Aufruhr ist. Was wĂŒrde passieren?
Auf Bali feiere ich meinen 25. Geburtstag. Ein Vierteljahrhundert â ein kleines Licht zwischen all den vielen bunten Tempelfesten auf der hinduistischen Insel. Ein weiteres â fĂŒr manchen das âShangri Laâ 4 Â in verlorenen Horizonten.
Mitte Juli 1989 dann lande ich in Hongkong â auf dem alten Kai Tak-Flughafen mit Anflug durch die Hochhausschluchten, Blick in manche KĂŒche und manchen Wohnraum dort und verschĂ€rfter Vollbremsung, damit der Flieger nicht ins Meer fĂ€llt. Der âduftende Hafenâ ist damals noch britische Kronkolonie. Ob es sicher ist, in die Volksrepublik einzureisen â das wĂŒrde man sehen. Alle staatlichen chinesischen Stellen sagen, dass alles gut sei â dass China ein sicheres Reiseland sei â kein Problem. Alles scheint gut. Irgendwie. Der tropische SĂŒden Chinas â die Reise auf dem Li-FluĂ â der Besuch eines Freundes in Guangzhou / Kanton. Das lĂ€chelnde Gesicht Chinas. Alles ist gut.
âFuckyeahprettyplacesâ â zu Deutsch etwa â âverdammt schöne Orte!â heiĂt ein Blog auf tumblr, auf dem wunderschöne Fotos von schönen Orten gezeigt werden. âDie Welt ist ein wunderschöner Ortâ steht lapidar darunter. Ein anderer tumblr-Blog ist ĂŒberschrieben mit der Weisheit, âDu wirst immer und ĂŒberall mit offenen Armen empfangen werden, wenn Du selber die Welt umarmend in diese hinausgehst. Die Menschen sind gut, wenn Du an die Menschen glaubstâ. Geradezu ÂźevolutionĂ€re Aussagen in Anbetracht des heute scheinbar alles beherrschenden âKampfes der Kulturenâ.
Damals 1989 liegt die (V)ErklĂ€rung dieses Krieges eines jeden gegen jede andere, der ein potenzieller âTerroristâ sein könnte noch weit von uns entfernt. Alles wird gut. Irgendwie scheint es so. Damals. Im Sommer 1989.
 Anmerkungen: 1          http://www.atimes.com/atimes/Central_Asia/CEN-01-171014.html 2          âRasender Stillstandâ â (LâInertie Polaire): ein Essay / Buch von 1990 des französischen Architekten, Stadtplaners und Philosophen Paul Virilio 3          âWestliche Menschenâ in Bahasa Indonesia â der indonesischen Nationalsprache 4          http://de.wikipedia.org/wiki/Shangri-La
âDo the Trans-Siberian Shuffleâ - (1989) â 1/3
That way Pepe Escobar entitles a recently edited stunning article in the Asia Times, where he described his journey in the first months of 1992 with the Trans-Manchurian Train from Beijing to Moscow. Pepe, the âroving Eyeâ therein portrays, how the train on that almost one week journey crossing the Siberian Taiga turns to become a Bazar with enormous profits for quite some hungry gold diggers trying to find their own El Dorado. The last chapter then âNothing will ever be the (unipolar) sameâ comes looking back to these days in October 2014 to the point: âThose were the days. That McDonald's - symbol of unipolar, "end of history", Pax Americana - has been recently shut down. It's harder and harder for the Empire of Chaos to rule the world alone while McDonald's serves burgers. Across Pushkin square, the fashionable Cafe Pouchkine now serves the best of Russian haute cuisine. And still, both Russia and China are seen as pariahs by the unipolar, imperial elite. It's as if we were still frozen in those early1990s days. âŠâ 1
My own travel on the Trans-Siberian â the Trans-Mongolian Train took place at the first days of October 1989. In fact â 25 years have gone by since then and we truly still seem to be trapped in some kind of âFrantic Stagnationâ. 2 But â thatâs only true, if we donât try to look a bit closer behind the curtains at several places.
First days of May 1989 I still maunder along the beach of Ko Samui with Tom from the NYC based Italian âOnce upon a Time in Americaâ community and eventually Tom once says:Â âWeâre living in tense times!â The island off the east coast of the Kra Isthmus in Thailand is still a picturesque place â a small Shangri La for some looking for that. The newly opened airport though announces different, more vivid times.
On Penang, the Malaysian island in the Strait of Malacca I purchase a flight ticket from Bali to Hongkong for the midst of July. Prices are good there â convenient student fares.
On the Indonesian Sumatra I sometimes feel reminded of European landscapes. The vegetation, the people, their homes â thatâs what makes the difference. Endangered paradises. âVisit the last pristine places in Asia as long, as this is still possible!â I sometimes think to myself transforming a rather less intelligent quote regarding Europe of the former B-Film hero in the White House.
With a mate I hike almost two weeks through Aceh, the most Northern province of Sumatra. Here the strictest Muslims of South East Asia are supposed to have their home. An image though of the mosque of Banda Aceh reminds me more of Rabindranath Takurâs âsolitary tear suspended on the cheek of timeâ â the Taj Mahal at the Indian Agra.
And â a visit of the village cinema at Sabang, the most North Western spot of the Indonesian Archipelago shows me even more impressively, how militant âthe Muslimsâ there really are: A cheap Alien-Remake â the audience in the cinema between 3 and 85 years old. Whenever suddenly an animal shoots out of the belly of a human body and attacks its counterpart and artificial blood, slobber and slime are just sloshing around spectators are deeply scared. With their eyes wide open and appalled screams the audience follows the trashy screening.
In animist belief everything has a soul â every bush, every fly, every grain of dust. The actors on the screen are Western people â âOrang orang baratâ 3. What do the locals think about their Western guests in their movie theater? Some hidden glances over there to the Western guests might give them some relief â our bellies are completely quiet â no Aliens shooting out of them. Everythingâs fine.
On Nias in the South West of Sumatra I hike through some remote villages in the midst of the island, which is well known for its megalith culture. A most stunning urban layout â fortresses in the midst of the jungle. Before entering one village I meet some children playing at a creek and immediately escaping from me. Soon later in the village then everybody already knows, that an âOrang baratâ 3 is coming. In the tallest and most beautifully decorated house â the chiefâs house then I drink some cups of tea and smoke some clove cigarettes with that man. After some long and intense checking of the stranger the locals realize that the Western human is just a curious hiker â no Alien, no cannibal, Predator or something similar. Everythingâs fine.
In 2004, after a Tsunami in the Indian Ocean leaves an enormous disaster there Aceh and Nias gain some notoriety. The villages on the inside of Nias are well kept, a befriended US-anthropologist from University Singapore assures me.
Shortly before I go on board of an old German cruise ship at Padang, which will take me to the Indonesian capital Jakarta on Java I receive the news from the crackdown of the studentsâ movements on Beijingâs Tienanmen Square. In Jakarta then Newsweek and Time Magazine are available. Travellers report about a China in a deuce of a stir. What might happen?
On Bali I celebrate my 25th anniversary. A quarter of a century â a small light amongst all the multi colored temple feasts on the Hindu island. Another â for many just the ultimate âShangri Laâ 4 in lost horizons.
Midst of July 1989 then I land at Hong Kong â on the old Kai Tak Airport with the approach through the high riser gorges, grasping into some kitchens and some living rooms there and an intensified full braking for preventing the plane to fall into the sea. The âFragrant Harborâ still is a British Crown Colony. If it was safe to travel to the Peopleâs Republic â one should see that soon. All official Chinese voices say, that everythingâs fine â Chinaâs a safe country for traveling â no problem. Everything seems to be fine. Somehow. The tropical South of China â the passage on Li River â the visit of a friend at Guangzhou / Canton. Chinaâs smiling face. Everythingâs fine.
âFuckyeahprettyplacesâ a Blog on tumblr is named, where wonderful photos from beautiful places are shown. âThe Worldâs a beautiful placeâ is written underneath. Another tumblr-blog is entitled with the wisdom: â You will always and everywhere be embraced with open arms when you yourself are going out into the world with open arms. Humans are good, when you believe into humans.â Almost Âź evolutionary quotes in consideration of the fact of the âClash of Civilisationsâ apparently dominating everything these days.
Then in 1989 the declaration of the war of everybody against everybody, who might be a potential âterroristâ still is located far away from us. Everything will be fine. Somehow it seems so. Back then. In summer 1989.
 Notes: 1          http://www.atimes.com/atimes/Central_Asia/CEN-01-171014.html 2          âFrantic Stagnationâ â (LâInertie Polaire): an essay / book from 1990 by the French architect, urban planner and philosopher Paul Virilio 3          âWestern people â in Bahasa Indonesia â the Indonesian national language 4          http://en.wikipedia.org/wiki/Shangri-La
Part 2 is here
13 Jahre nachdem "die Wahrheit" auf eine höchst medienwirksame Art und Weise getötet wurde. Ein Meisterwerk an EinschĂŒchterung und Verwirrung der Massen. Bis heute maĂgeblich unser aller Leben beeinflussend - Familien zersplitternd - uns im "Rasenden Stillstand" festhaltend in (eher virtuellen) BĂŒrgerkriegen von 7 Milliarden BĂŒrger gegen 7 Milliarden BĂŒrger - gefolgt von einem (wirklich bewaffneten "heiĂen") Stellvertreterkrieg nach dem anderen - 41 Jahre nach dem Putsch gegen Allende in Chile.
Allen Opfern von 911, von MH 17, der Kriege in Afghanistan, Irak, Somalia, Lybien, Syrien, der Ukraine und so weiter. Sie mögen in Frieden ruhen.
Ein Appell zudem fĂŒr eine neue und unabhĂ€ngige Untersuchung von 911 - zusammen mit mehr als 2000 US-Architekten und Ingenieuren und rund 20.000 internationalen UnterstĂŒtzern aus diesen Berufsfeldern und vielen Feuerwehrleuten, Angehörigen von Opfern und vielen anderen.
https://www.youtube.com/user/ae911truth
HAUS DER LĂGE
Erstes Geschoss: Hier leben die Blinden die glauben was sie sehen und die Tauben die glauben was sie hören festgebunden auf einem KĂŒchenhocker sitzt ein Irrer, der glaubt alles was er anfassen kann (seine HĂ€nde liegen im Schoss)
Zweites Geschoss: Rolle fĂŒr Rolle Bahn fĂŒr Bahn Rauhfaser tapeziert in den GĂ€ngen stehen Mieter herum Betrachten die WĂ€nde aufmerksam suchen darauf Bahn um Bahn nach Druck- und Rechtschreibfehlern könnten nicht mal ihren Namen entziffern
Auf ins nĂ€chste Geschoss: Welches, oh Wunder! nie fertiggestellt nur ĂŒber die Treppe erreicht werden kann â - - - - - - hier lagern IrrtĂŒmer, die gehören der Firma damit kacheln sie die Böden an die darf keiner ran
Viertes Geschoss: Hier wohnt der Architekt er geht auf in seinem Plan dieses GebÀude steckt voller Ideen es reicht von Funda- bis Firmament und vom Fundament bis zur Firma
Im Erdgeschoss: Befinden sich vier TĂŒren die fĂŒhren direkt ins Freie oder besser gesagt. in den Grundstein da kann warten wer will um zwölf kommt Beton Grundsteinlegung! GedankengĂ€nge sind gestrichen in Kopfhöhe braun infam oder katholisch violett zur besseren Orientierung
Dachgeschoss: Es hat einen Schaden im Dachstuhl sitzt ein alter Mann auf dem Boden tote Engel verstreut (deren Gesichter sehen ihm Ă€hnlich) zwischen den Knien hĂ€lt er ein Gewehr er zielt auf seinen Mund und in den SchĂ€del durch den SchĂ€del und aus dem SchĂ€del heraus in den Dachfirst dringt das Geschoss Gott hat sich erschossen ein Dachgeschoss wird ausgebaut Gott hat sich erschossen Ein Dachgeschoss wird ausgebaut LĂŒge, LĂŒge Ein Dachgeschoss wird ausgebaut
13 years after "truth" was killed in a way, that was geared towards the media in the most accurate way. A masterpiece of intimidation and irritation of the masses. Up to now impacting our everyday life - splintering families, holding us in frantic stagnation in (rather virtual) civil wars of 7 billion citizens against 7 billion citizens - followed by one (really armed "hot") proxy war after the other - 41 years after the coup d'etat against Allende in Chile.
To all the victims of 911, of MH 17, of the wars in Afghanistan, Iraq, Somalia, Libya, Syria, Ukraine and so on. RIP.
An appeal for a new independent investigation on 911 - together with 2000+ US-architects and engineers and about 20.000 international supporters from that professional field and many fire fighters, surviving family members of victims and many others.
https://www.youtube.com/user/ae911truth
HOUSE OF LIES
First floor: Here live the blind who believe what they see and the deaf who believe what they hear bound and gagged to kitchen-stool sits a fool, who believes in all he can feel (his hands in his lap)
Second floor: roll after roll length after length in woodchip wallpaper lone tenants stand around observing the walls with frowns searching row by row looking for printing and spelling mistakes they couldn't even decipher their own names
Up to the next floor! Which, oh wonder! Never completed can only be reached by the stairs â - - - - - -
here are stored errors, which belong to the firm and with which they tile the floors upon these none may tread
Fourth floor: here lives the architect immersed in his plan of this building crammed with ideas it stretches from funda- to firmament and from it`s foundations to the firm
In the ground floor. there are four doors they lead directly out-of-doors or more precisely: to the corner-stone he who wants to can wait there the concrete's coming at twelve corner-stone lego thought passages are painted over in head-height brown infamous or catholic purple for better orientation
Top floor: has some damage in the rafters an old man sits dead angels are strewn across the floor (their faces resemble his) between his knees he holds a gun he aims it at his mouth and into the skull and out of the skull and out of the skull's other side into the roof's apex drills that bullet god has shot himself now a topfloor can be renovated god has shot himself now a top floor can be renovated lies, lies a top floor can be renovated
EinstĂŒrzende Neubauten - Haus der LĂŒge
Palast der Republik, 2004
MIST - the Motional Institute of Standards and Technology - bidding for a fine contest: As other organizations - such as NIST - the National Institute of Standards and Technologies have shown expertize in "pancake theories" and other smart ways of bringing houses down to the ground and know better than anyone else how structures built of materials never seen before behave under the impact of office fires in ways never seen before we ask you guys there to collaborate with us : The "ULTIMATE CONTROLLED DEMOLITION REAL ESTATE BUBBLE REFURBISHING CONTEST"Â : - Are there any mostly vacant office buildings in your neighborhood you dislike? Tell us, where they are! - We offer discrete talks with insurance companies for increasing your and our profit margins! - No collateral damage - everything will be cleared!
Our solution, we propose in that contest is the ultimate real estate bubble contraceptive - making smart people rich and doing clean and environmentally friendly jobs in blowing up useless public nuisances erected in your neighborhood!
MIST is calling for that ultimate competition, submission starting from Sept. 11, 2014. Offering smart solutions for getting rid of the rubble!
No deadline, as the Project for a New American Century also doesn't know any deadline in our lifespan!
Thus - more than 2000 US architects and engineers and about 20.000 international supporters and many relatives of victims ask for a new independent investigation about what happened on Sept. 11th, Â 2001 in NYC.
Get some insight through the mist, surrounding us since then -Â letting us stumble from one proxy war to the next one! Rethink 911 for getting a clearer mind of a better future.