In diesem Blog werde ich berichten, wie ein grosser deutscher Mobilfunk- und DSL-Anbieter gezielt versucht, Kuendigungen durch fragwuerdige Aktionen zu vermeiden. Als Marketing-Professor mit Social Media Schwerpunkt nutze ich natuerlich diese Form der Kommunikation.
Was passiert? Da "kommen Faxe nicht an" (die laut Faxbestaetigung ankamen), Mitarbeiter wimmeln einen im Chat ab (gut, dass es Copy & Paste gibt) und Kommunikation findet via Fax und Brief statt - wohlgemerkt, bei einem INTERNETanbieter.
Ich werde in diesem Blog jegliche Korrespondenz mit dem besagten Anbieter darlegen.
Um was es ging? Ich habe im Sommer 2014 meine DSL-Vertrag gekuendigt, da ich einen Ruf an eine amerikanische Universitaet angenommen habe. Gekuendigt wurde 'fachgerecht' per Fax - Bestaetigung liegt im Emailpostfach. Das DSL-Modem wurde zurueckgeschickt - Nachweis gibt es. Und meine Nachmieter haben seit September einen neuen DSL Anbieter am gleichen (sogar am selben) Telefonanschluss. Eigentlich sollte die Situation klar sein.
Trotzdem werden mir weiterhin monatliche Gebuehren abgebucht. Im Dezember habe ich das gleiche Fax noch einmal hingeschickt INKL. einer Erklaerung des Sachverhaltes. Darauf kam keine Reaktion. Aber es wurde eine Kuendigung abgebucht. Also mal den Chatverlauf genommen. Das ist nur ein grober Ausschnitt. Uebrigens wurde ich nach dem Chat gesperrt und konnte nicht mehr mit der Abteilung schreiben.
J.K.: Der Anschluss wurde erst zu gestern gekündigt
J.K.: daher ist bis dahin die Grundgebühr fällig
Ich: der wurde zum 30.8. gekuendigt
Ich: Ich habe auf keine Faxe (Emails werden bei einem Internet(!)-Anbieter ja nicht akzeptiert) eine Rueckmeldung erhalten
J.K.: Und darüber wurden Sie ja jetzt auch schon mehrfach informiert.
Ich: Dann liegt das daran, dass bei Ihnen jemand das falsch eingetragen hat
Ich: nein wurde ich nicht
J.K.: Steht ja auch in unseren AGB´s wie gekündigt werden kann
J.K.: und die Kündigung kam erst am 22.12.2014 an
Ich: Dann lesen Sie mal mein Fax
J.K.: ich sehe doch die Telefonkontakte
Ich: das war das 2. weil nach der Kuendigung im August nichts kam
Ich: Ja im Dezember habe ich Aerger gemacht weil weiterhin abgebucht wurde
Ich: das war das erste mal seit August, dass ich in Deutschland war
Ich: Lesen Sie bitte das Fax dann wissen Sie, worum es geht
J.K.: Das habe ich gelesen
Ich: Ausserdem ist ist in der Wohnung seit September ein neuer Anschluss und das Modem wurde zurueckgeschickt
J.K.: Ja aber wenn man 4 Monate nichts hört dann meldet man sich früher und nicht erst dann im Dezember
J.K.: Ok Kündigung ist zum 14.01.2015 wirksam
Nun verlangt der besagt Anbieter, dass ich alle Dinge aus den USA per Post nach Deutschland schicke. Ein Fax habe ich noch immer nicht - daran wird sich auch im Jahr 2015 nichts mehr aendern. Ich hingegen, der seit 10 Jahren Kunde ist, erwarte aber einfach eine Antwort per Email auf die in meinem Fax angegebene .edu-Emailadresse. Kann doch nicht so schwer sein, oder?
Ein neuer Einzelfall? Who knows! A propos - wie und warum der "Einzelfall" entstanden ist, haben wir hier mit Kollegen aus St. Gallen und Bamberg untersucht.
Nachtrag: Name ist unkenntlich gemacht. Die besagte Mitarbeiterin wusste aber, dass ich den Verlauf online stellen werde - sie hat nicht widersprochen. Wie dem auch sei, ich bin an der Loesung des Problems interessiert. Bekomme ich nun eine Antwort?
@o2de Twittern geht, aber Emails lesen nicht? Dann oeffentlich: http://t.co/7Q5vfAZ5l1 - FB-Gruppe folgt #o2 #Einzelfall #Saftladen
— Philipp Rauschnabel (@PRauschnabel) 16. Januar 2015
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(bitte runterscrollen)
Weiteres Beispiels zu Erfahrungen mit schlechten Service: Der Hausmeister bei der KWG Hausverwaltung Erlangen bei Bamberg. Hier gibt es einen Erfahrungsbericht.
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