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Cape forchu with a little breeze #wonderfulcanada #domiontour #blowininthewind (en Cape Forchu Lighthouse)
View from our hotel room in Sydney. Game day today at CBU #wonderfulcanada #domiontour #acadiau #axemen (en Comfort Inn Sydney)
Good Canadian football at Acadia. In style with an airforce fly over. #acadiau #domiontour (en Raymond Field)
The internationals send their greetings from Cape split! #marco #wonderfulcanada #acadiau #domiontour (at Cape Split, NS)
Beautiful hiking in Nova Scotia#domiontour #wonderfulcanada #novascotia (at Cape Split, NS)
First pictures taken from the dykes. I might fall in love with this place. #domiontour #wonderfulcanada #wolfville #acadiau (at Town of Wolfville)
A few impressions from my journey to Halifax#domiontour #wonderfulcanada #viarail
Logbuch die zweite
Ihr Lieben Leute,
The eagle has landed, die Kuh ist im Gatter, der Domi ist in Wolfville. In meiner zweiten Episode möchte ich euch ein wenig etwas ĂŒber das Tuff-Tuff-Fahren in Kanada erzĂ€hlen. Enjoy!
Via Rail â Der Weg ist das Ziel
Via Rail, das kanadische Pendant zur Deutschen Bahn. Nach insgesamt knapp 2000 km Reise mit Via Rail traue ich mich in einem Blogeintrag ĂŒber diesen Eisenbahnerverein zu berichten.
ZunÀchst ein paar Besonderheiten zum Zug und zum Prozedere.
Nach der Ankunft in der Union Station, dem Hauptbahnhof Torontos, wurde ich mit meinem GepĂ€ck in bester Boxermanier zum Wiegen geschickt. Jedes GepĂ€ckstĂŒck muss gewogen und angemeldet werden. Da ich ĂŒber den erlaubten 40 lb (ca. drölfzig Kilo) in meinem einen GepĂ€ckstĂŒck hatte, durfte ich einen kleinen Aufpreis bezahlen. Auf meinem Weg zum Gleis bemerkte ich jedoch, dass die anderen Passagiere alle brav in Reih und Glied auf das Boarding warteten. Dies dĂŒrfte ein Ăberbleibsel aus der britischen Kolonialzeit sein, denn vordrĂ€ngeln ist nicht drin. AuĂer bei der U-Bahn. Dort herrschen eher deutsche VerhĂ€ltnisse. Das ganze Ă€hnelt sehr dem Ablauf am Flughafen. Das Ganze hat dann selbstverstĂ€ndlich völlig verwaiste Gleise zur Folge. WĂ€ren die beiden lautstark ĂŒber, man glaubt es kaum, surfen diskutierenden Australier nicht gewesen, hĂ€tte man vermutlich einen Floh sich erleichtern hören können.
Die ZĂŒge werden mit Diesel betrieben, was ĂŒber die Distanzen und die Frequenz mit der die ZĂŒge diese Strecken bedienen vermutlich mehr Sinn macht, denn so sonderlich viele ZĂŒge fahren hier nicht.
Kanada ist nicht gerade bekannt fĂŒr seine glorreichen öffentlichen Verkehrsmittel (auĂer in Montreal). Man muss sich also auch in diesem Bereich der kanadischen Lockerheit hingeben. Man bekommt hier leicht das GefĂŒhl, dass VerspĂ€tung zum guten Ton gehört. Mich wĂŒrde in diesem Zusammenhang interessieren, ob sich Kanadier dann fĂŒr PĂŒnktlichkeit entschuldigen? Egal, weiter im Text. Auf meiner Fahrt von Toronto nach Montreal stoppte der Zug (anscheinend der Zug mit der höchsten Geschwindigkeit in Kanada) auch in der Hauptstadt Ottawa. Hier wurde mir zum ersten Mal bewusst, wie unwichtig der Personenzugverkehr fĂŒr Kanada tatsĂ€chlich ist. Mit knapp 900.000 Einwohnern ist Ottawa nicht gerade ein Fleck auf der Landkarte. In der Bahnhofshalle, die ungefĂ€hr so groĂ ist wie die am Pforzheimer Hauptbahnhof, hielten sich ganze 10 Passagiere auf.[1] Gleise gab es ganze 3. Gleichzeitig gab es auf der Stadtautobahn in Richtung Montreal ĂŒbrigens einen Stau von 10 km LĂ€ngeâŠKarma is a bitch.
Die Geschwindigkeit der ZĂŒge variierte zwischen IC- Tempo und Eisenbahn-Draisine. Gerade bei Zugeinfahrten in einen Bahnhof drosselte der ZugfĂŒhrer das Tempo vorsichtshalber 10 â 12 Minuten vor der Einfahrt.
Der positive Effekt: Man konnte die atemberaubende Landschaft vielerorts etwas lĂ€nger genieĂen. Bei meiner insgesamt 24-StĂŒndigen (2 Stunden verspĂ€tung, man hat mir gesagt das sei absolut normal) Reise nach Halifax hĂ€tte ich mir stellenweise gewĂŒnscht endlich anzukommen, andererseits konnte man ein wenig lĂ€nger mit dem Blick bei wilden FlĂŒssen und wunderschönen unberĂŒhrten Sumpflandschaften verweilen. FĂŒr mich persönlich war es eine ganz neue Erfahrung, die Weite dieses Landes durch das Zugfahren wahrzunehmen. Es kam einem zwar durchaus auch lange vor, wenn man allerdings innerhalb von 2 Stunden teilweise 10 -15 HĂ€user sieht, wird einem das bewusst. Obwohl die 3 StĂ€dte Toronto, Montreal und Halifax alle kanadische StĂ€dte sind, unterscheiden sie sich in vielerlei Hinsicht grundlegend voneinander. Kanada ist nicht ĂŒberall gleich Kanada.
 [1] FĂŒr alle, die nicht wissen wie groĂ der Pforzheimer Hauptbahnhof ist: Er ist klein. Die Halle dĂŒrfte ungefĂ€hr ein Drittel so groĂ und dreimal so heruntergekommen wie die Freiburger Halle sein (die eigentlich echt sauber ist!).
Off to Halifax! 22 hours on the train. Let's do it! #domiontour (at Central Station (Montreal))
Off to Halifax! 22 hours on the train. Let's do it! #domiontour (at Central Station (Montreal))
Rails? We dont Need rails! #backtothefuture #montrealmoments #domiontour #wonderfulcanada
Der Planer der Montrealer U-Bahn war ein echter Querdenker. Eine perfekte Symbiose aus Bus und U-Bahn! #montrealmoments #rails?wedontneedrails!#domiontour #wonderfulcanada
Montreal at night #vivelequebec #wonderfulcanada #domiontour #montrealmoments (at Mount Royal - The View)
The other Notre Dame.... #domiontour #wonderfulcanada #vivelequebec#montrealatnight (at Montreal, Qc Canada)
Domi on Tour
Hallo ihr lieben,
Nach meiner ersten kanadischen Episode in Toronto habe ich nun im Zug auf meiner Fahrt in das sagenumwobene Montreal etwas Zeit (de facto 6 Stunden 45 Minuten) um mich dem ersten Eintrag in mein Reiselogbuch zu widmen.
Der Flug
Mein Flug von Frankfurt nach Toronto mit Iceland Air gestaltete sich unterhaltsamer als gedacht. ZugegebenermaĂen tat ich mich schwer der 5-MinĂŒtigen islĂ€ndischen Ansage des KapitĂ€ns vor dem Start Folge zu leisten. Das Ă€nderte sich dann allerdings, als der KapitĂ€n den geschĂ€tzten 98% nicht-islĂ€ndischen Passagieren mit der prĂ€gnanten Aussage âLadies and Gentlemen, Take-Off.â zu verstehen gab, dass der Vogel gleich abhebt. Nach guten 3einhalb Stunden Flug und 2 durchaus passablen Filmen, bekam ich Island zu Gesicht, eine in einen sehr schönen braungrĂŒnen Ton getauchte Insel. Die Aussicht war atemberaubend. Island wird mich nicht zum letzten Mal gesehen haben.
Mein Weiterflug nach Toronto lief reibungslos. Meine Ohren hatten sich mittlerweile in das IslĂ€ndische eingehört und ich war voller Vorfreude auf Kanada. Zuvor galt es jedoch noch Erleuchtung zu vermitteln. Meine beiden Nebensitzerinnen, nennen wir sie Ashley und Britney, Die beiden jungen Damen (ich schĂ€tze 18 Jahre) kamen ihrem Akzent nach zu urteilen aus GroĂbritannien, die wie ich vermute auf dem Weg in ihre Kolonie sind, um sich anzuschauen wie der kanadische Pöbel in diesem Land voller wilden lebt. Nach 2 Stunden bot sich uns ein atemberaubender Anblick ĂŒber die grönlĂ€ndischen Gebirgsketten die sich bis zum Horizont zogen. Als mir dann plötzlich von â ich glaube es war- Ashley eine Frage an das GehörgebĂ€lk gepfeffert wurde: âWo kommt hier denn der ganze Schnee her? Es ist doch Sommer!â (Sinnstiftend von mir Ăbersetzt)Nun sah ich mich gezwungen auch in 11000 Metern Höhe meinem Bildungsauftrag als angehender Lehrer nachzukommen. Als diese HĂŒrde genommen war, stand mir und meinem Abenteuer Kanada nichts mehr im Wege.
6:55 Ortszeit. Nach insgesamt 11 Stunden und einer weiteren 3 MinĂŒtigen islĂ€ndischen Ansage hieĂ es dann: âLadies and Gentlemen we just arrived in Toronto International Airport.â Gut, wĂ€re das auch geklĂ€rt. Nachdem mir das Studentenvisum in meinen Pass getackert wurde, stand die gute Fee Christine, meine ehemalige Mitbewohnerin, bereit um mich abzuholen.
A Big Canadian Wedding und Hot Toronto
Die ersten fast 2 Wochen durfte ich bei Christine und ihrer wunderbaren Familie verbringen. Einen besseren Einstieg konnte ich mir kaum wĂŒnschen, denn 2 Tage spĂ€ter stand die Hochzeit ihres Bruders auf dem Programm. Die Hochzeit bestĂ€tigte ein paar der Filmklischees, wie beispielsweise die âWeddingpartyâ. Sie besteht aus Braut, BrĂ€utigam 5 Brautjungfern und den Trauzeugen des BrĂ€utigams, von denen auf der eigentlichen Party nach der Trauung auch fast alle eine Rede gehalten haben. Die Trauung in der Kirche lĂ€sst sich mit dem Slogan: âKurz und Schmerzlosâ betiteln. Nach ca. 30 Minuten in der Kirche, war der Drops gelutscht, die Katze im Sack und die Messe gelesen. Danach fuhren wir âkurzâ (45 Minuten) zu dem Veranstaltungsort der Feier, welche definitiv klar im Vordergrund stand. Frei nach dem Motto â das Beste kommt zum Schlussâ trudelten die anderen Verwandten aus Deutschland und meine Wenigkeit eine Stunde zu spĂ€t ein. Das war aber ĂŒberhaupt kein Problem. Alle waren etwas zu spĂ€t. Was aber keinen störte. Gefiel mir sehr diese Lockerheit. Es wurden im Laufe des Abends viele Reden gehalten, es wurde viel gegessen und viel getrunken. Tipps die ich aufgrund von Erfahrung und/oder Beobachtung weitergeben kann:
1.      Trinken mit Jetlag ist eine Gratwanderung, die gelernt sein will.
2.      Eine Open Bar ist gefÀhrlich. Respekt hat oberste PrioritÀt
3.      Kanadier sind ganz gute Trinker ( oder ich ein schlechter)
Die Tage darauf verbrachte ich in Toronto und der Umgebung. Toronto ist eine typische Nordamerikanische GroĂstadt, die sich vor allem durch den riesigen CN-Tower, mit einer Höhe von 553m auszeichnet. Sie liegt am Lake Ontario, der auch ziemlich riesig istâŠeigentlich ist alles ein bisschen gröĂer hier als in Europa. Das Wetter ist ebenfalls nicht den kanadischen Klischees entsprechend. Es ist durchaus wĂ€rmer, oder es kommt einem wĂ€rmer vor, als in Deutschland. Die Luftfeuchtigkeit, die durch den riesigen See verursacht wird, drĂŒckt ordentlich. So fĂŒhlen sich 29°C auch gerne mal wie 35°C an. Von meinem brĂŒchigen Mandarin konnte ich an meinem letzten Tag in Toronto beim Besuch in Chinatown Gebrauch machen. Wie es sich fĂŒr eine ordentliche Chinatown gehört, gab es Schilder hier immer in chinesischen Schriftzeichen und in englischer Sprache. Bei Kings Noodle an der Spadina Avenue zu essen kann ich nur jedem empfehlen, der mal in Toronto ist. Fantastische chinesische KĂŒche. Im Schaufenster hĂ€ngen bereits gegarte Enten und andere fleischige SpezialitĂ€ten.  Wer also AuthentizitĂ€t in chinesischem Restaurant sucht, die ist eindeutig gegeben.
Cottage Life und Abfahrt!
Nach ein paar hitzigen Tagen in Toronto ging es fĂŒr 5 Tage in das Ferienhaus von Christines Familie. Das HĂ€uschen liegt an einem abgelegenen kleinen See mitten im Hinterland von Toronto, ca. 2 Autostunden nördlich. In Kanada, gerade in dieser Region ist es keine Seltenheit ein Ferienhaus am See zu haben. Einfach deshalb, weil es tausende kleine und groĂe Seen im Hinterland gibt. So fahren viele Kanadier ĂŒber das Wochenende an ihre FerienhĂ€user. Hier durfte ich echte Wildnisluft schnuppern.
Morgendliches Schwimmen, Angelsessions, Kayak- und Kanuausfahrten auf dem See waren an der Tagesordnung. Im hinteren Teil des Sees ist es verboten zu bauen. Dort mit dem Kayak hinzupaddeln und sich einfach den KlÀngen der Natur hinzugeben hat durchaus etwas meditatives und beruhigendes. Auch Besuche in das Umland nach Parry Sound an der Georgian Bay, einer Bucht die zum Huronsee gehört, und nach Gravenhurst am Lake Muskoka haben mir die absolut wunderschöne Natur und Landschaft Ontarios nÀher gebracht.
Nach meiner RĂŒckkehr hieĂ es sofort Sachen packen und weiter gehtâs in Richtung Montreal. So sind wir wieder in der Gegenwart bei mir, der im Zug sitzt und diesen ersten Logbucheintrag verfasst.
Es werden noch einige weitere Folgen. Nicht nur zu meiner Reise sondern auch zu bestimmten Themen. Bilder und Videos wird es wohl auch geben J
Bis zum nÀchsten Mal, Cheers!
Euer Domi
Lovely time at silver sands lake #cottagelife#wonderfulcanada#domiontour