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@dark-esthetics
Fall in North Oakland by Melanie Stangl
- by anete pole on Flickr.
ππππ, πππππππππππ
happy pride month. π
jason scottish
Du siehst nur, wie ich festhalte.
Du siehst nicht, wie oft ich loslassen will.
Wie oft ich mir schwor, nicht jedes Schweigen zu deuten, nicht jeden Abstand zu messen, nicht jede VerΓ€nderung zu fΓΌrchten.
Doch mein Herz ist kein vernΓΌnftiger Ort.
Es baut aus Sekunden Geschichten, aus Blicken Gewissheiten und aus Verlusten Katastrophen.
Es ist nicht die Liebe, die mich mΓΌde macht.
Es ist die Angst, sie ΓΌbernimmt so oft die Macht.
Die Angst, ersetzt zu werden. Vergessen zu werden. Zu viel zu sein.
Die Angst, aufzuwachen und zu merken, er fΓΌhlt nicht mehr, was er gestern noch versprach.
So stehe ich oft zwischen Hoffnung und Flucht, will bleiben und weglaufen zugleich.
Und niemand sieht, wie laut ein Herz werden kann, wenn es Angst hat, bloΓ zu sein.
Mein Herz baut aus Blicken Gewissheiten und aus Verlusten Katastrophen.
In mir wohnt keine Ruhe, nur Gezeiten.
Was andere als Welle kaum berΓΌhrt,
wird mich als Sturm begleiten.
Ich liebe mit der Angst zu verlieren,
und verlier' die Liebe an die Angst.
Die Menschen sehen nur das kranke Festhalten.
Nicht die Panik, die in mir wohnt, wie Gezeiten.
Ich trage Ozeane in mir wΓ€hrend die Welt nur einen Tropfen sieht...
Es sitzt die Einsamkeit an meinem Tisch
und kennt inzwischen jeden Blick von mir.
Sie wartet still, sie fordert nichts,
und bleibt doch nΓ€her als die Menschen hier.
Zu viel' GefΓΌhle wohnen in mir drin,
sie drΓ€ngen gegen jede Wand zugleich.
Ein einziger Gedanke wird zur Flut ohne Sinn,
und jede kleine Wunde wird zum Deich.
Ich fΓΌhle mehr, als gut fΓΌr mich wohl wΓ€r,
und schweige, weil mir Worte oft entgleiten.
Wie soll man jemandem erklΓ€ren,
dass tausend StΓΌrme durch Sekunden schreiten?
So steh ich zwischen Sehnsucht und Verzicht,
will NΓ€he finden, doch verlier ich bloΓ nur mich.
Die Welt erscheint fΓΌr andere so leicht,
fΓΌr mich wird selbst das Atmen zum brechenden Deich.
Ich will nicht die Welt sehen.
Ich will sie mit dir verlassen, fΓΌr eine Nacht, und irgendwo ankommen, wo nur wir existieren.
"Total Eclipse, June 8, 1937" by D. Owen Stephens