MMK 2: Das imaginäre Museum Werke aus dem Centre Pompidou, der Tate und dem MMK
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❣ Chile in a Photography ❣

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Jules of Nature
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MMK 2: Das imaginäre Museum Werke aus dem Centre Pompidou, der Tate und dem MMK
Das imaginäre Museum - MMK 2
Ort: MMK 2
Ausstellung: Das imaginäre Museum Werke aus dem Centre Pompidou, der Tate und dem MMK
Zeitraum: 24. März 2016 - 4. September 2016
Die Ausstellung zeigt eine Vision der Zukunft, genauer: des Jahres 2052. Die Kunst wird immer mehr in den Hintergrund gedrängt und die Museen stehen kurz vor der Schließung. Durch den Besuch im MMK2 soll nun die Kunst bewahrt und im Gedächtnis behalten werden. Hierfür dienen ausgewählte Werke bekannter Künstler wie Andy Warhol und Marcel Duchamp.
Die Werkbeschriftungen kann der Besucher mitnehmen, damit die Kunst nicht völlig in Vergessenheit gerät. Ebenfalls kann der Betrachter sich Skizzen und Notizen machen.
Die Ausstellung der Zukunftsvision wird in neun Stationen unterteilt. Behandelte Themen: Wahrnehmung, Raum & Zeit, verschlüsselte Botschaften.
Die Stationen sind nach weit verbreiteten literarischen Werken benannt, so zeigt beispielsweise “Die Verwandlung” Gegenstände wie Warhols “100 Campbell’s Soup Cans” wie alltägliche Gegenstände in einen anderen Kontext gebracht werden.
Städel Museum Gegenwartskunst
Städel Gegenwartskunst
Ort; Städel Gegenwartskunst
Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main
Im Untergeschoss des Städels wird die Gegenwartskunst ausgestellt. Es ist eine vielschichtige Ausstellung, die von abstrakten Installationen, über atemberaubende Fotografien bis hin zu politisch kritischen Arbeiten reicht.
Interessant sind die unterschiedlichen Veredelungstechniken, so bietet dieser Bereich des Städels nicht nur differierende Kunst, sondern auch eine technikorientierte Sammlung. So bedient sich beispielsweise Wolf Yostell dem Siebdruckverfahren auf Stoff. Seine Ausstellungsplakate/Collagen zeigen einen Kapitalistischen Realismus und sind aus vielen verschiedenen Plakaten die miteinander sehr gut harmonieren.
Darüber hinaus ist eine beeindruckende Arbeit Anselm Kiefers ausgestellt die aus Blei gemacht wurde. In dieser Arbeit verarbeitet Kiefer seine eigene Vergangenheit im Bezug auf den Nationalsozialismus. Unter dem Blei wird an einer Stelle eine Fotografie freigelegt die einen Mann in Rückenansicht zeigt. Panzer- und Reifenspuren sind ebenfalls zu sehen, was die durch den 2. Weltkrieg traumatisierte Gesellschaft darstellen soll. Das Bleib stellt einen Mantel des Vergessens dar, der aufgerissen wird um sich mit dem Erlebten auseinander zu setzen.
Besonders im Kopf geblieben sind ebenfalls die Arbeiten des sozialdokumentarischen Magnum-Fotografien Sebastião Salgados, der mit seinen Arbeiter-Fotografien, sowie mit Fotografien ökologischer und menschlicher Katastrophen in die Geschichte der Fotografie eingegangen ist. In seiner Fotografie der Arbeiter werden klassische Bildelemente der Malerei aufgegriffen, was für den Betrachter spannend ist.
Eine herausragende Sammlung, die immer wieder erweitert und umgehängt wird und definitiv einen Besuch wert ist.
Maniera - Ein Stil im Florenz der Medici
Ort: Städel Museum | Schaumainkai 63 | 60596 Frankfurt am Main
Ausstellung: Maniera - Ein Stil im Florenz der Medici
Zeitraum: 24.Februar - 05.Juni 2016
Die italienische Spätrenaissance ist ins Städels Museum eingetroffen - und zwar in Form von der “Maniera”-Ausstellung. Das 16.Jh. ist eine Zeit des Aufbruchs und des Handels mit der Welt. Um diesen Aufbruch zu kennzeichnen hielten sich die Künstler nicht mehr an Vorgaben, wodurch die Proportionen der Figuren nicht mehr der Realität entsprachen.
So erscheinen die dargestellten Figuren des Manierismus mit beispielsweise langem Hals und kleinem Kopf im Vergleich zum restlichen Körper. Die Benutzung von Komplementärfarben war ebenfalls ein Merkmal dieser Zeit, wodurch die Gemälde eine gewisse Spannung bekommen. Ein wichtiger Künstler dieser Zeit war Jacopo Pontormo, der seine Figuren verdreht darstellte.
Ein weiteres Merkmal dieser Zeit ist die Mode, auf die die Künstler viel Wert gelegt haben und diese detailgetreu in den Bildern darstellten. So erkennt der Betrachter in vielen Damen-Darstellungen die so genannten Wulsthauben als Kopfbedeckung, was der Mode der Zeit entsprach.
Die Architektur der damaligen Zeit wird ebenfalls behandelt und an einer gigantischen Miniaturansicht von Michelangelos Treppenhaus der Biblioteca Laurenziana gezeigt - Säulen hatten keine stützende Funktion mehr, sondern galten nur als verzierendes Element.
Typisch für den Manierismus waren ebenfalls klare Farben und kein großer Gebrauch von Helldunkel. Eine wirklich umfangreiche Ausstellung einer künstlerisch prägenden Zeit der einflussreichen italienischen Dynastie der Medici.
Pioniere des Comics - Schirn Kunsthalle
Pioniere des Comics
Ort: Schirn Kunsthalle | Römerberg, 60311 Frankfurt am Main
Ausstellung: Pioniere des Comics
Zeitraum: bis 18. September 2016
Die Anfänge des Comics ab dem Jahre 1897 werden in dieser Ausstellung behandelt. Was waren damals die Maßstäbe eines Comics, sowohl auf inhaltlicher als auch künstlerischen Ebene? Genau das wird in dieser umfangreichen Ausstellung behandelt. Sie ist wie ein Gang in U-Form aufgebaut. Die “engeren” Gänge bauen eine private Atmosphäre auf, sodass der Betrachter sich schnell in den einzelnen Comics verlieren und sich auch viel Zeit nehmen kann.
Zwischendurch werden neben den gedruckten Comics auch Filme gezeigt, die die Entstehung der Comics behandeln. Die Arbeiten der Comic-Zeichner sind sehr experimentierfreudig und farbenfroh. Sie lassen sich in Zeitungsartikel die an bestimmte Themen gebunden sind, aber auch in freie Arbeiten unterteilen.
Die Ausstellung behandelt ausschließlich sechs Künstler die für die Kulturgeschichte des Comics als Pioniere gesehen wurden. Darunter zählen: Winsor McCay, Charles Forbell, Frank King, Cliff Sterrett, Lyonel Feininger und George Herriman.
Deutsches Architekturmuseum
Ort: Schaumainkai 43, 60596 Frankfurt am Main
Ausstellung: Zukunft Von Gestern. Visionäre Entwürfe von Future Systems und Archigram
Zeitraum: 14.Mai - 23.Oktober 2016
Die Ausstellung zeigt utopische Entwürfe der Architekturgruppen “Future Systems” und “Archigram”. Zu sehen sind Collagen als auch Miniaturbauten die jedoch größtenteils nicht praktisch umgesetzt wurden.
Der kleine Ausstellungsraum ist durch die zwei kräftigen Farben Blau und Pink unterstrichen und die Entwürfe entführen den Betrachter in eine utopische Zukunft in Bezug auf die Architektur - Eine Ausstellung zum Staunen!
Installation - The Happy Show
The Happy Show - MAK
The Happy Show
Ort: Museum für angewandte Kunst
Ausstellung: The Happy Show von Stefan Sagmeister
Zeitraum: 23. April – 25. September 2016
Wer interaktive Ausstellungen mag, der ist hier genau richtig. Die ganze Ausstellung dreht sich um das Wort “Happy”. Was macht Menschen glücklich, wie kann man Statistiken schaffen wie glücklich Menschen von 1-10 sind und was sind die Lebensereignisse die uns glücklich machen?
Diese Ausstellung vereint diese genannten Punkte miteinander. Zu Beginn befindet sich ein Kartenautomat noch vor der eigentlichen Ausstellung. Der Button wird gedrückt und eine Karte mit Aufgaben die im Museum zu erledigen sind wird ausgegeben. Dies schafft eine spielerische Betrachtungsweise der “Happy Show” und durch die lustigen Fragestellungen und Aufgaben muss der Besucher automatisch grinsen und Spaß haben.
Besonders auffallend waren 10 nebeneinander platzierte Kaugummiautomaten, aus denen sich jeder Besucher Kaugummis ziehen kann. Aus welchem Automaten dieser gezogen werden muss soll man von der eigenen Stimmung abhängig machen. So wurden die meisten aus Automat 7 gezogen, was eine doch heitere Stimmung widerspiegelt.
Darüber hinaus haben andere Interaktionen, beispielsweise das Zeichnen fröhlicher Tiere, so laut man kann in einen Rahmen lachen, damit ein Lichtspiel erscheint und viele weiteren, den Zeitgeist getroffen. Die Ausstellung ist wie eine Art Themenpark aufgebaut und für jedermann, von jung bis alt, interessant.
Deutsches Filmmuseum - Ausstellung “Zusammen sammeln, wie wir uns an Filme erinnern” ( 2. März bis 16. Mai 2016 )
Deutsches Filmmuseum - Ausstellung “Zusammen sammeln, wie wir uns an Filme erinnern” ( 2. März bis 16. Mai 2016 )
Deutsches Filmmuseum
Ort: Deutsches Filmmuseum | Schaumainkai 41, 60596 Frankfurt am Main
Ausstellung: “Zusammen sammeln, wie wir uns an Filme erinnern”
Zeitraum: 2. März bis 16. Mai 2016
Das Frankfurter Filmmuseum am Museumsufer zeigt eine Ausstellung Rund um das Sammeln diverser Filmutensilien, Requisiten und Andenken privater Personen. Am Eingang werden kleine Herzen verteilt, die an das Social Media Phänomen “Likes” erinnern. Diese haben den Zweck bestimmte ausgestellte Arbeiten mit einem “Like” zu verzieren, die den Besucher am besten gefallen haben.
Die Ausstellung regt zum Interagieren an, da vor dem offiziellen Eingang der Ausstellung eine große Tafelwand aufgestellt ist, auf der sich die Besucher mit Kreide verewigen können. Betritt man nun den Ausstellungsraum findet der Besucher sich in einer kinoähnlichen Situation wieder. Dunkle Gänge die nur von den Arbeiten beleuchtet werden. In dem ersten Bereich werden Andenken wie alte Kinotickets, Poster, Fan-Collagen ehemaliger bekannter Schauspieler und Requisiten wie ein altes Schachbrett gezeigt. Diese Arbeiten sind mit kleinen Texten und Passbildern der Besitzer unterlegt. Ein Modell eines Filmsets von 1997 wird anfangs ebenfalls gezeigt, um in das Thema Film einzuführen.
An diesen dunklen Gang der hauptsächlich Fan-Collagen enthält knüpft ein etwas größerer Raum, in dem Filmkulissen nachgebaut wurden. So findet sich der Besucher beispielsweise in Paris (Montmatre) im Moulin Rouge-Café wieder, welches ein Standort des Filmes “Die fabelhafte Welt der Amélie” darstellt.
Der nächste Raum entführt den Besucher in den Bereich des “Bewahrens”. In diesem werden alte Filmmasken und Utensilien aufbewahrt, ebenfalls mit Informationskarten der Sammler gekennzeichnet.
Die Ausstellung ist im Gegensatz zu üblichen Ausstellungen in Museen eine Übermittlung von Betrachter zu Betrachter. Nicht ein Künstler stellt seine Arbeit aus, sondern persönliche Sammelstücke werden vermittelt, um die Zeit wieder ins Gedächtnis zu rufen. Eine tolle Hommage an die alten Filme - ein “Herzchen” dafür!
Schirn Kunsthalle - Ausstellung “ICH - EGO” ( bis 29. Mai 2016 )
Schirn Kunsthalle - Ausstellung “ICH - EGO” ( bis 29. Mai 2016 )
ICH - EGO - Schirn Ausstellung
Ort: Schirn Kunsthalle | Römerberg, 60311 Frankfurt am Main
Ausstellung: ICH-EGO
Zeitraum: bis 29. Mai 2016
Die Schirn Kunsthalle zeigt neben Joan Miró eine Ausstellung mit dem Namen “ICH”, in der die Form der Selbstdarstellung im Vordergrund steht. Viele verschiedene Künstler wie Erwin Wurm, Jonathan Monk, Rosemarie Trocke, Thorsten Brinkmann, Jack Pierson uvm. sind hier vertreten. Von großformatigen Installationen, über skulpturelle Arbeiten bis hin zur Malerei und Videokunst ist alles im Sinne des Selbstporträts ausgelegt.
Vor der eigentlichen Ausstellung befindet sich am Eingang eine ausführliche Einführung in das Thema des Selbstporträts. Die Definition des Begriffs und geschichtliche Veränderungen werden vorab aufgegriffen. Die Einführung wird durch unzählige Zitate unterstrichen, um den Betrachter mit dem Thema vertraut zu machen.
Betritt man nun den Ausstellungsraum fällt zunächst der Blick auf ein riesiges hängendes Ei, auf dem eine sitzende Person abgebildet ist dessen Fuß ihr Gesicht verdeckt. Der Betrachter wird somit durch diese prägnante Arbeit an das Thema des Selbstporträts herangeführt. So kommt zunächst die Frage nach der Aufhängung auf. Wie sind die Werke angeordnet und hängen sie in irgendeiner Weise zusammen, oder sind sie einem untergeordneten Thema untergeordnet?
Die Arbeiten sind unterschiedlich präsentiert. Die gerahmten Werke sind sowohl hinter Glasscheiben, in Distanzrahmen oder auch hinter Diasec veredelt und die Rahmenprofile unterscheiden sich ebenfalls in der Dicke, Farbe und Form. So bleibt jedes Werk individuell und der Künstler kann sich und das Selbstporträt nach eigenen Vorstellungen präsentieren - Der Bildraum öffnet sich im Ausstellungsraum.
Dies ist vor allem an Jack Piersons “Selfportraits” zu sehen. Diese Arbeiten sind durch einen Doppelten Rahmen veredelt und zeigen Männer und einen Jungen in unterschiedlichen Lebensjahren. Hier scheint es nicht der Künstler zu sein, der ein Selbstporträt zeigt, sondern jungen Männern die Aufgabe stellt ein Selbstporträt herzustellen.
Eine Videoinstallation aus dem Jahr 1995 von Gillian Wearing zeigt eine andere Selbstdarstellung. Die Künstlerin entdeckt auf der Straße eine Frau, die eine bandagierte Maske auf ihrem Gesicht trägt. Sie fertigt als Hommage an die maskierte Frau eine ähnliche Maske an, mit der sie auf die Straße geht um die Reaktion der Passanten zu filmen. Der positive Gedanke der Künstlerin, dieser Frau einen Tribut zu leisten steht somit der mimiklosen Gestalt gegenüber die sie verkörpert und schon fast gruselig erscheinen lässt. Wearing spielt demnach mit Gegensätzen die das Selbstporträt in einem ganz anderen Licht zeigen.
Das Selbstporträt wird in dieser Ausstellung auf unterschiedliche Weisen präsentiert, ob durch eine übermalte Zeichnung des Selbst, durch Ausschnitte des eigenen Körpers, oder auch anhand einer Installation die das Smartphone des Künstlers mit Live View zeigt.
Eine wunderbare Ausstellung, die die Konfrontation mit dem Selbst beabsichtigt und breit gefächert umsetzt wurde.