Moin moin alle zusammen!
Nun habt ihr seit bald 4 Wochen nichts mehr von mir gehört während ich auf Rundreise war und deshalb möchte ich euch nun kurz auf den allerneuesten Stand bringen.
Seit gestern bin ich wieder in Shanghai und werde hier noch bis übermorgen Mittag bleiben, dann geht es wieder weiter zu meiner letzten Station in Mainland China: Guangzhou. Die 4 Tage in Shanghai nutze ich, um mal wieder auszuschlafen (und die vielen verpassten Stunden Schlaf der letzten Wochen ein klein wenig nachzuholen), Organisatorisches zu erledigen, alte und neue Freunde, die sich noch in Shanghai aufhalten, zu treffen und euch zu berichten. Seit dem 10. Januar bin ich nun auf Reisen mit wechselnder Gruppenzusammensetzung - einzig Eike blieb mein steter Reisebegleiter. Eine Warnung: der folgende Reiseplan ist möglicherweise etwas verwirrend, aber versucht euch mal dran.. :D
Zusmmengefasst sah meine Reiseroute wie folgt aus: Am 10. ging es von Shanghai nach Chengdu, Chongqing, Yichang, Shiyan, Xi’an, Peking (Beijing), Jinan, Beijing, Pingyao, Beijing, Nanjing und zurück nach Shanghai, wo ich seit dem 01. Februar wieder bin. So viel habe ich in den 3 Wochen erlebt, dass kann ich hier nicht zusammenfassen. Lediglich ein paar Schlaglichter möchte ich geben.
In Chengdu besuchte ich die Pandazuchtstation und ihr werdet die Pandas lieben wie ich sie auch zum knuddeln finde. In Chongqing entdecke ich das China - dreckig, verfallen, schön, vielfältig - wie ich es vergeblich in Shanghai gesucht habe. Der 3-Schluchten-Staudamm in Yichang, ein beeindruckendes Bauwerk. In Shiyan wurde der Wudangshan (Wudang Mountain) bestiegen - ein wichtiger Berg in der taoistischen Religion mit vielen Tempeln. In Xi’an gab es eine hervorragend erhaltene Stadtmauer und die Terracotta-Armee zu bestaunen. Peking offerierte mir das typische Touristenprogramm: Verbotene Stadt, Tian’anmen Platz, Große Mauer, Sommerpalast und nicht zu vergessen, das Künstlerviertel District 798. In Jinan erklomm ich den Taishan mit seinen mehr als 7000 Stufen und in Pingyao sollte uns die schönste und traditionellste Stadt Chinas erwarten. Schließlich entdeckten wir noch die bedrückende Geschichte des Nanjing Massakers in der dafür gebauten Gedenkstätte in Nanjing, bis wir schließlich wieder in Shanghai ankamen.
Ein paar Mal wurde ich nun schon gefragt, was die größten Erfahrungen und die wichtigsten Lektionen waren - beantworte konnte ich das bisher nie ernsthaft. Während der vergangenen 21 Tage habe ich viel gesehen, viel erlebt und viel gelernt - über mich, über China, ganz Allgemeines und sehr Spezielles. Ich habe mich gefreut und hätte heulen können, fühlte mich bedrückt und befreit, sah Schönes und Schreckliches. Was ich jetzt schon weiß ist, dass China mich geprägt hat. Nicht nur habe ich vieles gelernt und lernen müssen, auch vollkommen neue Sichtweisen auf die Welt wurden mir von der gänzlich andere Kultur offenbart.
Im Moment freue ich mich erstmal auf die anstehende letzte Etappe meiner Reise - Guangzhou, Philippinen und Hong Kong - und bin in freudiger Erwartung, wieder nach Deutschland zu Familie und Freunden zurück zu kehren. Bis dies am 23. Februar soweit ist, werde ich euch noch viele meiner Erlebnisse hier präsentieren - zumindest wenn Internet und Zeit mitspielen.