Erfahrungsbericht.#wbc20 #latergram #12von12 (hier: Die Genossenschaft)
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@etterelkniw
Erfahrungsbericht.#wbc20 #latergram #12von12 (hier: Die Genossenschaft)
Erfahrungsbericht.#wbc25 #latergram #12von12 (hier: Die Genossenschaft)
goldene zukunft ↔ widerspruch[?!?]
heute habe ich mir mein xing-profil vorgenommen und etwas aktualisiert. xing ist ein soziales netzwerk, welches darauf ausgelegt ist, kontakte, die ein mensch im leben so sammelt, zu vernetzen, vor allem im beruflichen leben und neue kontakte innerhalb dieses kosmos zu finden. networking heißt hier das stichwort. mensch kann tolle profile anlegen, die eigenen arbeiten ausstellen, einen lebenslauf anlegen, nach stellen suchen. alles total super, wenn mensch geld hinlegt, damit einen premium-account erhält, kann mensch tolle sachen machen, zum beispiel überprüfen, wer das profil angeguckt hat, tolle angebote nutzen etc.. sicherlich ist auch zu erwähnen, dass menschen in meinem umfeld davon profitieren, denn sie haben so wertvolle kontakte gefunden und sicherlich kann es wertvoll sein, sich mit so etwas zu beschäftigen. aber: ich bin eigentlich gegen fotos von mir in sozialen netzwerken, auf denen ich ganz zu sehen bin. ich finde das schwierig, es reproduziert ausserdem alle möglichen *ismen, ich frage mich zunehmend, welchen zweck bewerbungsfotos erfüllen sollen. teilen sie den verantwortlichen menschen mit, wie der mensch wirklich ist? wie mensch arbeitet_"gut" die arbeit macht_erledigt? wieviel mensch "wert"[sic!] ist? bei xing auf jeden fall. mensch kann so viele dinge eingeben, wie mensch möchte, die aktivität [was heißt das in diesem kontext?], bleibt bei 0%. was macht ein mensch, die*der von der norm [wie auch immer, ich rede nicht nur von mir] abweicht, die*der nicht dem bild der whgms [weißen heterosexuellen gesunden mannes] entspricht? wenn sie*er ernsthaft auf der suche ist und gern über xing gefunden werden will, muss sie*er das. sie*er muss sich auch in arbeitsvermittlungen gefallen lassen, sich wegen eines kopftuchs auf dem foto beleidigen lassen zu müssen. sie*er muss sich damit abfinden[sic!], dass die bewerbung evtl auf dem stapel derjenigen landet, die immer eine absage erhalten. menschen werden also immer noch und immer wieder diskriminiert, weil sie nicht der norm entsprechen und bewerbungsfotos tragen ihren ganz entscheidenden teil dazu bei, das es so bleibt. aber: ich finde dieses system "karrierenetzwerk" schwierig. nicht jede*r hat die möglichkeiten so zu netzwerken, wie die menschen im netz es nun mal tun. nicht jede*r ist kontaktfreudig, will ihr*sein leben dort ausstellen [hat u.u. auch was mit datenschutz_privatsphäre zu tun], nicht jede*r kann ohne hindernisse[oder auch hemmnisse] kommunizieren. stellenangebote mit forderungen nach exzellenten leistungen, kenntnisse da und dort [die mensch im zweifel nicht hat, weil kein zugang dazu], einem alter, was für menschen, die ein leben führen, welches nebenerwerbstätigkeiten nicht auslassen kann, weil sie*er sonst nicht über die runden kommt, völlig utopisch ist_sein muss. ja, manche menschen bekommen einfach keine chance, werden immer wieder - im wahrsten sinne des wortes - aussortiert ohne rücksicht auf verluste. menschen, abseits des whgms, sind nicht selten weg vom fenster, wenn nicht, dann bekommen sie statistisch weniger geld, was in unserer gesellschaft als non-plus-ultra gilt, möglichst viel davon zu besitzen. aber: studiert mensch ein fach, welches abseits des typischen mint-ingenieur-krams liegt, hat sie*er wenig chancen auf eine karriere, es sei denn, sie*er sticht aus der menge heraus. oft wird das mit kommentaren wie "dann studiert halt was andres" oder "kein wunder" begleitet. ich studiere selber ein mint-fach, bin davon nicht betroffen. ich finde es trotzdem schwierig, dass menschen nicht das machen können, was sie ihnen liegt, dass sie dafür gerade stehen müssen, damit niemals einen job zu finden. aber: die diskussionen, die bei mir echten brechreiz auslösen, sind folgende, die ich auch selbst erlebt habe: in kommentaren unter artikeln, die sich mit der regelstudienzeit beschäftigen, die nur "erlesene" menschen einhalten können, kommentare a la "dann dürfen eben nicht alle studieren...". bei sowas schwillt der kloß in meinem hals an, mir wird heiß und ich will schreien. warum darf nicht jede*r das machen, was sie*er möchte? das ist doch die frage. warum wird bestimmten menschen alles ermöglicht, warum anderen wieder nicht? im übrigen zählt das argument "dann versuchs mal mit nem stipendium..." meiner einschätzung nach nicht, da diese finanzierungsmöglichkeit eliten in der gesellschaft fördert. um wieder zu meinem ausgangspunkt zurückzukommen: auch mich hat das thema zukunft gepackt. ich muss mir nach meinem studium einen job suchen. das wird sicherlich weniger problematisch, jedoch widerstrebt es mir, wenn ich daran denke, dass nicht alle menschen meine chancen haben. wenn ich daran denke, dass bewerbungen, die nicht dem whgm entsprechen, immer noch auf stapeln landen, an denen "fliegt raus" steht, weil irgendein merkmal anders ist, weil mensch anders aussieht, weil irgendwas anders ist. mir widerstrebt es, arbeiten zu gehen, wenn ich weisz, dass menschen nicht den gleichen, privilegierten zugang zu bildung und wissen haben, wie meine wenigkeit. dennoch muss ich mit den widersprüchen, mit mir und meiner umgebung leben. ich muss mit dem widerspruch leben, arbeiten zu gehen, obwohl ich dinge im system gruselig finde. vielleicht ist das aber auch der widerspruch, mit dem alle leben, ohne sich dessen bewusst zu sein. na dann, auf [in] die zukunft. standing in the edge of a twilight future. [fortsetzung folgt.]
habt ihr euch damit schon beschäftigt? wie lebt ihr mit dem widerspruch?
nein, das ist nicht der feminismus!
[triggerwarnung: klassismus]
die jusos münster haben zum frauen*kampftag '14 auf facebook eine aktion gestartet mit dem motto "say the dirty word:feminism", in der alle, die wollen, ein schild mit begründung, warum sie feminist*innen sind, in die kamera halten [davon kann mensch halten, was mensch will...]. daraufhin entlud sich unter einigen bildern eine art shitstorm , bei der einige kommentator*innen sofort männerhass aus der aktion schlossen und die behauptung aussprachen, dass in einer feministischen gesellschaft männer automatisch benachteiligt würden, dass männer dann diskriminiert würden....#mimimi [sic!] etc. pp. [ich führe das hier nicht weiter aus....] natürlich gab es auch unter dem post selbst wieder #derailing (=ablenken/ entgleisen) ohne ende [für viedos in den kommentaren setze ich hier mal eine triggerwarnung], auch mit antisemitismus wird nicht gespart. die junge alternative für deutschland hat daraufhin eine "gegenaktion" gestartet, sie mutet putzig an, ist aber eigentlich nur grundlegend falsch. da mir das heute auf die facebook-pinnwand gepostet wurde, möchte ich euch einige dieser thesen nicht vorenthalten [auch weil ich zu faul bin, alles bei facebook in die kommentare zu setzen...]: "gleichberechtigung statt gleichmacherei"
"ich bin keine feministin, weil "hausfrau[*]" sein auch ein beruf ist." eigentlich eine tiefgreifende feministische forderung: reproduktionsarbeit [also im weitesten sinne auch unter carework[kindererziehung, pflege] zu verstehen] war schon immer ein thema. die forderung ist aber durchaus diese gewesen, männer* an dieser arbeit zu beteiligen. allerdings, und das ist meine sicht der sache: wenn eine frau* gern dieser tätigkeit nachgeht, soll sie das tun, allerdings sollte sich die*der andere mensch*en in dieser*diesen beziehungen genauso, eben "gleichberechtigt" beteiligen. [feminismus: auch gleichberechtigung, u know?]
"ich bin kein feminist, weil familie wichtiger ist als karriere und ich den genderwahn stoppen will" hier ein exemplar eines menschen, der wohl gern hausmann* ist
....genderwahn?
[quelle: http://replygif.net/686]
[kommentare enthalten wieder antisemitismus....]
"ich bin keine feministin, weil starke frauen sich nicht hinter ihrem geschlecht verstecken müssen!" [danke, jetzt fehlt ein stück meiner tischplatte...#scnr :D
"ich bin kein feministIn, weil das [pfeil auf I] hier kein deutsch ist...." ist es[also, das was da steht] auch nicht, aber ist der mensch überhaupt zielgruppe der afd? #scnr [das war klassistisch, ich weiß....]
"ich bin keine feministin, weil mein mann mein fels in der brandung ist - und nicht mein klassenfeind!" die*der eigene partner*in_nen bedankt sich sicher, hat aber recht wenig damit zu tun. feminismus ist ja mehr so für alle, gelle?
"ich bin kein feminist, weil ich keine frau kenne, die eine quote braucht!" hachja, die quote. [btw ein instrument, was für seine abschaffung erschaffen wurde, aber good]. dieser satz impliziert, dass dieser mensch* eine quote braucht. ende, gelände.
"ich bin keine feministin, weil ich mir gerne die türe aufhalten und in die jacke helfen lasse!" hat das was mit feminismus zu tun? ich denke doch, eher mit höflichkeit. manche frauen* können sich allerdings auch ohne männliche* hilfe anziehen, bzw. türen öffnen...#scnr!!! [ging nicht anders, sorry!]
"ich stehe auf frauen, die den feminismus ablehnen, weil ich wahre weiblichkeit wunderschön finde!!!" cis - heteronormative kackscheisze! auszerdem: wer sagt, was wirklich weiblich* bzw männlich* ist? [cis: bezeichnet menschen, die sich in dem geschlecht wiederfinden, welches sie bei ihrer geburt zugewiesen bekommen haben]
"ich bin keine feministin, weil ich auch ohne gender eier in der hose habe" döööööööööööt - falsch. da hat ein mensch den begriff gender noch nicht verstanden.... [hier hör ich auf, weil ich beim weiterschreiben kopfschmerzen kriege...] wenigstens hab ich nun genug stoff für nen workshop zusammen. ;) anbei sei euch noch eine kampagne empfohlen, die viele gründe liefert, warum feminismus nötig ist: http://werbrauchtfeminismus.de/die-kampagne/ueber-uns/
[ich benutze bei allem, was beziehungen angeht, auch die plurale form, d.h. das ich nicht monogame, also polyamoure beziehungen mitdenke.]
oh! ein weiteres tumblr!
aller anfang
...ist schwer.
hallo, ich bin 3tt3, das hier ist wohl erstmal der versuch eines tumblrs, ohne garantie, dass es klappt. ich möchte meine gedanken gern mit euch teilen, es soll hier um queer*_feminismus, kritische theorie_n, antifaschismus, kapitalismuskritik gehen, genauer gesagt um menschen, die sich abseits einer normativität begreifen, die heute in der gesellschaft ach so oft vorgelebt wird.
habt geduld, es wird nicht all zu wissenschaftlich, wer einen _ernst gemeinten_ rat hat, erfahrungen gesammelt, ihre*seine kritik loswerden möchte, kann das gern über twitter (dort gibts ja die tolle funktion der privaten nachricht) oder disqus (kommentarfunktion hier) tun. trolle füttere ich nicht, jedweden schwachsinn, den 1 abladen meint zu müssen, werde ich - wenn sich keine besserung einstellt- auch löschen. vielleicht ergibt sich auch die zeit für eine netiquette demnächst, in der ich alles haarklein erkläre.
aufmerksame menschen werden es gemerkt haben, ich gendere mit *. meistens. ich möchte damit, wie oben schon beschrieben, den menschen _raum_ geben, die sich abseits der binären norm des geschlechts definieren. allerdings: auch ich bin ein mensch, ich lerne noch. jeden tag.
so long and thx for all the fish!
3tt3