club mate schmeckt wie geschredderte feministische literatur

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club mate schmeckt wie geschredderte feministische literatur
Willkommen im Postfeminismus - Marktlogik & Individualisierung
Die Wut, die bleibt
"Und wie praktisch, nicht wahr, dass die Menschen ein System geschaffen haben, in dem Arbeitenmüssen über allem steht. Männer können zum Beispiel nicht zu einer Beerdigung mitgehen, weil sie arbeiten müssen. Männer können im Haushalt nicht so viel übernehmen, weil sie arbeiten müssen. Und Männer können ihrer Frau, die mit drei Kindern im Lockdown sitzt, nicht helfen, weil sie arbeiten müssen." [S. 22]
"Sie spaziert die kurze Strecke zurück. Unauffällig streicht sie über ihre Brüste, die beim Sprinten trotz Sport-BH jedes Mal heftig hüpfen. Das ist ein Schmerz, den ein Mann sich nicht vorstellen kann. Einer der vielen Schmerzen, die Männer nicht spüren, von denen Männer nicht wissen, dass sie existieren, und wie gut wäre es, ihnen einen Frauenkörper geben zu können, für Stunden nur. Damit sie die Last der Erwartungen tragen müssten, den Kummer in jeder Zelle, diese tiefgehende, von außen hineingepresste Enttäuschung, nicht zu entsprechen, nicht zu genügen, ein jeden Bereich des Frauenlebens betreffender Vorwurf, vor dem man nie davonlaufen kann, dem man überall begegnet, egal, wie schnell man rennt." [S. 43-44]
"Denn das Problem, wenn man jemanden liebt, der einen nicht zurückliebt, ist, dass man sich nie sicher sein kann. Dass man sich ständig fragen muss, ob man womöglich bloß zu negativ denkt, ob die Liebesbeweise des anderen eventuell nur nicht aussehen wie erwartet, dass man permanent auf der Lauer liegt, Sätze durchleuchtet, jede, die ausgesprochen werden, und jede, die ungesagt bleiben." [S. 65]
"Sobald sie mich kurz nicht sehen, sobald ich einen Moment allein bin. Sie muss die Arme um sich schlingen, sich selbst umarmen, um zu spüren, dass die eine Grenze hat, eine fühlbare Körpergrenze, die niemand überschreiten darf. Eine derartige Belagerung, eine solche Ausweglosigkeit hat sie noch nie gefühlt, oder nein, das ist nicht wahr. Es gab Männer, die diese Grenze nicht eingehalten haben, aber da war der Kontext anders und das Empfinden auch. Die Berührungsbedürftigkeit der Kinder hat etwas verstörend Invasives und ist gleichzeitig so entwaffnend, dass man sich ihr nicht verweigern kann. Weil jedes Wegschubsen einen feinen Riss hinterlässt auf der Kinderseele." [S. 105]
-- "Die Wut, die bleibt" von Mareike Fallwickl
Frausein
"Ich hatte das Gefühl, dass ich es nicht schaffen würde. Dass ich mich nicht schaffte. Für das Alte war ich zu klug und reflektiert, für das Neue zu ungeübt und, ja, auch zu blöd. Die alte Tür hatte ich geschlossen, die neue blieb mir verschlossen. Dazwischen steckte ich. Gefangen in Freiheit." [S. 67-68]
"Wieder schaute ich mich mir Frauen meiner Umgebung an, Frauen, die es "geschafft" hatten. Was ich sah, fand ich beunruhigend. Überall traurige Frauen. Mit Traurigkeit zugedeckte Frauen. Frauen […] deren Zweisamkeit mit ihren Männern aus nichts anderem mehr besteht, als dass zwei Leute eine Wohnung, ein Auto, ein Konto, die Erziehung gemeinsamer Kinder und den Zahnputzbecher miteinander teilen. Frauen, denen die Trauer darüber ins Gemüt und ins Gesicht eingezeichnet ist. Die wissen, dass kein Urlaub, keine Anschaffung das je wieder gutmachen kann. Frauen, die ihre Traurigkeit aushalten, weil sie ihnen von ihren Müttern bekannt ist. Weil die unverwirklichten Träume übertragen werden auf die nächste Generation. Wo auch die Söhne sich an ihre traurigen Mütter gewöhnen und deshalb nur noch halb so erschrocken sind, wenn sie dreißig Jahre später selber so eine traurige Frau haben. Und Töchter erkennen sich in ihren Müttern wieder und fühlen als trauriges Kontinuum in einer traurigen Welt. Und alle hatten sie immer Pläne. Immer sollte irgendwann etwas anders werden. Besser. Leichter. Schöner. Irgendwann." [S. 109]
-- "Frausein" von Mely Kiyak
an die Feminist/innen, die nicht vegan sind: wollt ihr auch männliche Tiere melken?
Die 5 Besten Body Horror Filme
Die 5 besten Body Horror Filme 🩸 Wir tauchen in körperliche Veränderungen ein und widmen uns Horror, der unter die Haut geht.
Heute wird es körperlich! Nein wir tauchen nicht in die Tiefen der Schmuddelfilmchen ab, das wäre wohl ein zu kontroverses Thema. Wir beschäftigen uns heute mit körperlichen Veränderungen und suchen die 5 besten Body Horror Filme. Körperhorror ist eines der ehrlichsten und zugleich unbequemsten Subgenres, weil es uns direkt dort trifft, wo wir am verletzlichsten sind. Der Horror kommt nicht von außen, nicht durch Monster, Geister oder Serienkiller, sondern aus dem eigenen Körper. Plötzlich wird das Vertraute fremd, das Eigene unheimlich. Organe wachsen, wo keine sein sollten, Haut verändert sich, Knochen knacken in Richtungen, die die Natur so nie vorgesehen hat. Und manchmal verschmelzen wir sogar mit Dingen, die eigentlich nichts im Körper zu suchen haben.
Body Horror erzählt immer auch von Identität, von Angst, von Scham und von dem Gefühl, die Kontrolle zu verlieren. Er zeigt, wie nah Faszination und Ekel beieinander liegen und wie sehr der Körper ein Spiegel unserer inneren Konflikte sein kann. Manche Filme nutzen das als Metapher für Erwachsenwerden, andere für Trauma, Sexualität oder gesellschaftliche Erwartungen. Und manche wollen uns einfach nur zeigen, wie fragil wir eigentlich sind.
Also schnallt euch an, atmet tief durch und haltet euren Magen fest. Wir steigen ein in die Welt der Körpermutationen, Parasiten, Transformationen und all der Dinge, die uns gleichzeitig erschaudern und faszinieren. Heute entdecken wir die 5 besten Body Horror Filme, die euch garantiert unter die Haut gehen.
„mimimimi aber die male loneliness epidemic“ JA DANN HÖRT DOCH VIELLEICHT MAL AUF FRAUEN UMZUBRINGEN