Dieser Eintrag mag etwas geballt wirken. Aber dieser Tag war so unfassbar voll mit Eindrücken und Bildern, dass es kaum möglich ist zu differenzieren. Allein die Auswahl der Bilder die ich hier zeigen möchte war wahnsinnig schwer, da ich vermutlich gute 500 Bilder gemacht habe. Kurz gesagt: Der Geirangerfjord ist absolut überwältigend und unser Tag war enorm voll gepackt.
Daher lasst mich etwas davon erzählen:
Erneut hatten wir eine Einladung von Heike bekommen, die Einfahrt in den Fjord in ihrer Balkonkabine vorn heraus zu verfolgen. Da jenes ein wirkliches Privileg darstellt, und nur die Wenigsten diesen Blick genießen können, haben wir das natürlich dankend angenommen.
Hieß aber auch sehr früh aufstehen. Schon ab 06:45 Uhr standen wir auf dem Balkon.
Wir waren alle recht müde. Zwar schien die Sonne, das Wetter war gut. Aber ja, es war kalt. Aber das was wir zu sehen bekamen, entschädigte für absolut alles.
Die norwegische Natur ist so eindrücklich, so unberührt und zum teil so rau, dass man gar nicht anders kann als fasziniert zu sein. Besonders beeindruckt mich dabei dass diese großteils unberührte Natur (In ganz Norwegen leben kaum 6 Mio Menschen) im Verhältnis betrachtet gar nicht mal so weit von zuhause entfernt ist.
Aber im Ernst - Das sollte jeder einmal gesehen haben!
Ich habe in meinen vorherigen Einträgen immer wieder erwähnt wie groß und absolut gewaltig dieses riesige Schiff ist.
Und dann fährt es in diesen Fjord ein und ist plötzlich winzig klein.
Und wir, auf diesem Schiff, fühlen uns wie Ameisen. Einfach irre.
Auf den Fotos wird das sicher nicht annähernd so überwältigend rüberkommen wie es war. Aber man glaube mir, wenn ich das so eindrücklich betone.
So standen wir also etwa zwei Stunden in der Kälte und genossen die Einfahrt. Vorbei ging es auch an immer mehr Wasserfällen.
Auf den Bildern zu sehen, die bekanntesten: Die sieben Schwestern und der gegenüberliegende Freier.
Hierzu gibt es eine interessante Geschichte. Wer näheres dazu wissen mag, findet im Internet sicher genügend Quellen.
Geiranger selbst ist ein winziger Ort mit weniger als 250 Einwohnern, der aber allsommerlich zum Ausflugsziel zahlreicher Touristen, entweder zum Camping oder eben durch die Kreuzfahrtschiffe avanciert. Und ich kann es wahrlich verstehen. Ich habe noch nie so ein schönes kleines Örtchen umgeben von unfassbar hohen Felswänden und direkt am Wasser bestaunen dürfen.
Tatsächlich blieb uns aber gar nicht so viel Zeit den kleinen Ort auf eigene Faust zu erkunden. Es reichte grade für ein Souvenir, eine heiße/kalte Schokolade und ein kurzes Fußbad im Fjord. Denn dann folgte schon unser erster über AIDA gebuchter Ausflug. Eine 5 (!) stündige Tour zu diversen Ausflugszielen rund um Geiranger.
Der erste Stopp war Flydalsjuvet. Was sich kaum aussprechen lässt, ist tatsächlich eigentlich nichts weiter als eine Aussparung an einer Straße in der die Busse halten können. Aber was für einen Blick man von dort genießt. Direkt unter einem führt ein recht lauter und starker Wasserfall entlang während man einen herrlichen Blick auf den Ort, die Feldwände, den Fjord und die darin vor Anker liegenden Schiffe genießt. Herrlich.
Jedoch ist der Flydalsjuvet nur der Zwischenstopp zum eigentlichen Ziel. Dem Dalsnibba. Der etwa 1.800 Meter Hohe Berggipfel thront über Geiranger. Und eben dort gibt es eine Aussichtsplattform. Die sollte unser zweiter Stopp sein.
Die Aussicht von dort auf den Fjord ist weder zu beschreiben, noch wirklich dem Foto zu entnehmen. Mann muss einfach dort gewesen sein um es zu begreifen.
Nach einem kurzen Besuch im dortigen Souvenirshop ging es dann auch schon weiter zum Bergsee Djupvatnet.
Hier ist das erste was einen beeindruckt die unglaublich tiefe dunkel blaue Farbe die ganz plötzlich zwischen all den graubraunen und teils schneebedeckten Felswänden auftaucht.
Am Ufer des Sees steht eine kleine Unterkunft in der wir einen kleinen Imbiss zu uns nehmen konnten. Wir hatten etwa eine Stunde Aufenthalt. Genug um den See etwas zu erkunden. Ein klareres Wasser habe ich noch in keinem See vorher gesehen. Bis weit in den See hinein war der Boden klar zu erkennen. Laut der Scoutin die uns begleitete hat das Wasser dort wohl Trinkwasserqualität.
Von dort aus ging es dann ins norwegische Fjordzentrum. Hier konnten wir in einer kurzen Slideshow sowie einer Rundausstellung viel über die Vergangenheit des Geirangerfjord sowie des Lebens am Selbigen erfahren.
Leider drehte sich während unseres Aufenthaltes dort das Wetter. War es vorher wunderbar klar und sonnig, wurde es nun diesig und es fing immer heftiger an zu regnen.
Wir hatten jedoch noch einen weiteren Stopp vor uns. Die Adlerkehren.
Eine Serpentinenstraße von deren oberster Stelle man ebenfalls einen wunderbaren Ausblick über den Fjord und den Ort genießt.
Zudem gab es auch hier wieder einen Wasserfall (Hiervon gibt es übrigens in Norwegen wirklich viele).
Nach so einem Tag waren wir ziemlich ko. Wir haben uns lediglich ein leckeres Abendessen im französischen Lokal French Kiss gegönnt und anschließend das Auslaufen sowie die Ausfahrt aus dem Geirangerfjord wieder gemeinsam mit Heike verfolgt.
Danach sind wir bloß noch völlig fertig in die Kojen gefallen.
Und es geht schließlich auch Schlag auf Schlag. Der folgende Tag bot gleich zwei Häfen und wieder massig an Programm.
Dazu dann aber im nächsten Post mehr :)
Ein Tag voller Superlativen geht zu Ende.