Hallo nicht vorhandene Leser. Heute mal relativ früh und das hat tatsächlich einen Grund. Da bin ich vorhin so durch Facebook gesurft und bin über einen Artikel über Cannabis und die Frage nach dessen Legalisierung gestoßen. Neugierig wie ich bin hab ich mir den Artikel durchgelesen, sowie die Kommentare. Hätte ich nicht im Bus gesessen hätte ich am liebsten laut losgelacht. Die Diskussion unter dem Post war, wie bei jedem Thema, das irgendwie provokativ ist oder mehrere Meinungen zulässt sehr zwiegespalten. Oder auch driegespalten? Zum einen gab es da die "Gegner" nach dem Motto "Mimimi Cannabis ist so böse, Psychosen blablabla.. voll schlecht für die Gesundheit!" Dann gab es da die Fraktion aller "Digga geil, Dope für alle!" Um es mal überspitzt zu sagen und als drittes gab es diejenigen, die auf dem Standpunkt beharrten, dass es auf die Personen ankommt, die konsumieren und das man es nicht pauschalisieren soll. Ich muss sagen ich persönlich bin irgendwo zwischen "Dope für alle" und "Pauschalisiert den Mist nicht!" Ich meine natürlich ist Cannabis in Deutschland illegal und bevor jemand auf die Idee kommt ich würde kiffen, nein, davon wird mir nur schwindelig, gibt ja aber auch andere Formen zu konsumieren, auch wenn ich darauf verzichte! Ich muss ehrlich sagen ich empfinde dieses Argument des Missbrauchs und des Schädlichseins als absoluten Dummrotz! Jetzt mal ohne Spaß, wie viele 13-jährige saufen sich jedes Wochenende ins Koma? Wie viele Leute sterben jedes Jahr an durch Tabak verursachtem Lungenkrebs? Sind schon ein paar! Die in Deutschland legalen Drogen sind auch verdammt gefährlich, vielleicht sogar noch gefährlicher als Cannabis. Da stellt sich die Frage, warum werden die eigentlich nicht verboten? Die Antwort ist simpel: Die ganzen Lobbyisten haben nicht nur ihre Finger sondern ganz andere längliche Körperteile aus denen zur Abwechslung statt weißem Glibber lila Scheine rauskommen ganz tief im Arsch der Regierung stecken. Schade, dass man in einem Staat lebt in dem Alkohol und Nikotin legal sind, THC hingegen nicht. Wenn man es so betrachtet ist das eigentlich auch ein ganz schön dummer Schachzug derer die in Deutschland was zu sagen haben. Betrachte man mal die Niederlande, in denen Cannabis für den Privatgebrauch in geringen Mengen legal ist. Habt ihr euch mal Gedanken darüber gemacht, was die an Steuern durch das Zeug einnehmen? Ich kann euch sagen, das ist nicht wenig! Die Konsumenten von Cannabis sind natürlich sowieso für die Legalisierung und sehen, selbstverständlich, nur die Vorteile. Doch würde irgendwer in Führungspositionen Deutschlands sich mal nicht vom geldschießenden Schwanz der Lobbyisten benebeln lassen sollte schnell klar werden, dass die Legalisierung von Cannabis besonders für die Wirtschaft und den Staatshaushalt enorme Vorteile hätte. In Deutschland wird doch eh alles völlig übersteuert. Zucker, Tabak, Alkohol. Im Prinzip können wir froh sein, dass wir noch umsonst atmen dürfen! Das gleiche könnte man doch auch mit Cannabis machen, oder? Aber über sowas macht sich natürlich niemand Gedanken. Außerdem hätte die Legalisierung noch einen weiteren Vorteil. Gras ist jetzt nicht schwer zu bekommen, stell dich irgendwo in ner Großstadt an nem Brennpunkt hin, guck dich suchend um und schon hast du drei Angebote von drei Dealern! Doch obwohl es nicht schwer zu bekommen ist, ist der Verkauf dennoch illegal und der Kauf zählt irgendwo zur Beschaffungskriminalität. Würde man Cannabis nun also erlauben würde es deutlich weniger Beschaffungskriminalität geben, außerdem hätte der Staat einen besseren Einfluss auf die Qualität, denn ich weiß, dass das Zeug bei uns in der Nachbarstadt zwischenzeitlich ganz schön gestreckt werden soll. Auf sowas hätte man dann einen viel besseren Einfluss, denn ich glaube, dass die Qualität des Stoffes einen hohen Einfluss darauf hat, was mit dir und deinem Körper geschieht. Außerdem der richtig gefährliche Stoff sind doch eh die künstlichen Cannabinoide, auf die dann auch keiner mehr zurückgreifen müsste. Des weiteren ist die Gefahr auf einem Cannabistrip "hängen zu bleiben" viel geringer als die bei einem LSD-Trip. Außerdem schiebt man bei anderen Drogen, wie LSD viel krassere Effekte. Mein Papa hat mir mal erzählt, der hatte nen Kumpel, der hat einmal LSD genommen. Während seines Trips hat er Panikattacken geschoben, weil er dachte er wäre eine Mandarine und man wolle ihn schälen und essen. Von sowas hört man bei Cannabis ja eigentlich eher selten. Spinnt man das ganze noch mal weiter hat Cannabis ja eigentlich noch einen großen Vorteil. Es wird in der Medizin schon lange wirkungsvoll eingesetzt. Zum Beispiel bei Schmerzpatienten. Ich hab noch nie mitbekommen, dass einem chronischen Schmerzpatienten oder Tourettekranken Alkohol als Heilmittel gegen seine Schmerzen oder Anfälle verschrieben wurde. Nun mögen vielleicht einige ankommen, dass Cannabis ja für viele eine Einstiegsdroge ist. Dazu hab ich ein schönes Zitat eines Users gelesen "Cannabis gilt nur als Einstiegsdroge, weil es illegal ist. Alkohol sieht man schließlich auch nicht als solche." Und genau das stimmt. Im Prinzip hängt es von der Person ab. Jemand der sowieso anfällig für sowas ist, der wird vermutlich so oder so irgendwann anfangen Drogen zu nehmen, ob er nun mit Nikotin, Alkohol oder Cannabis anfängt. Es würde alles aufs Gleiche hinaus kommen und wäre Cannabis legal wäre es sowas wie das Normalste der Welt dieses zu konsumieren. Das wäre wie Zigarettenrauchen oder sich ein Bierchen zum Feierabend gönnen. Naja, ich glaube mein Punkt wird deutlich. Ich habe eine relativ rationale Sichtweise zu dem Thema, einfach weil man doch immer davon spricht, dass es Deutschland so schlecht, das würde zumindest ein bisschen mehr Geld in die Staatskasse bringen. Und für diejenigen, die der Meinung sind man würde durch sowas Shizophrenie oder Psychosen bekommen: die Veranlagung für sowas ist häufig erblich bedingt, ist die "Grundlage" nicht da, so wird es vermutlich durch den Konsum "leichter" Drogen wie Cannabis keine solche ausgelöst, dies ist eher bei härteren Drogen der Fall. Außerdem ist oft exzessiver Cannabiskonsum, oder der Konsum anderer Drogen, nur der Tropfen, der das "Psychosenfass" zum Überlaufen bringt.