Solipsismus
Philosophie: erkenntnistheoretische Position, die annimmt: Nur ich selbst allein existiere; es gibt weder andere Subjekte noch andere Körper auĂer mir.
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Der Ausdruck Solipsismus (lat. solus: âalleinâ und ipse: âselbstâ) wird in der Philosophie in unterschiedlichem Sinne gebraucht, unter anderem fĂŒr Thesen folgender Art:
metaphysischer Solipsismus: Nur das eigene Ich existiert. Nichts auĂerhalb des eigenen Bewusstseins existiert, auch kein anderes Bewusstsein.
methodologischer Solipsismus: Die Bedeutung konzipierter Begriffe hÀngt einzig von BewusstseinszustÀnden des denkenden Subjekts ab.
ethischer Solipsismus bzw. âEgoismusâ: Es ist rational, das eigene Handeln nur danach zu beurteilen und auszurichten, dass die eigenen PrĂ€ferenzen (etwa eigenes körperliches Wohlergehen usw.) weitestmöglich erfĂŒllt werden (und PrĂ€ferenzen anderer ĂŒberhaupt nicht mit in Betracht zu ziehen).
Alle drei Arten von Solipsismus wurden und werden in unterschiedlichsten AusprÀgungen entwickelt, verteidigt und von anderen Philosophen angegriffen.
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Noch im 19. Jahrhundert wurde der Begriff âSolipsismusâ ungefĂ€hr gleichbedeutend verwendet mit âSelbstsuchtâ. Was heute meist âmetaphysischer Solipsismusâ genannt wird (nichts auĂer dem eigenen Bewusstsein existiert), wird zumeist â(logischer) Egoismusâ genannt.[2] Eine solche Position wird von Johann Burkhard Mencke beschrieben: Die âEgoistasâ wĂŒrden vertreten:
âquod soli sint in mundo, cetera omnia tantum in ipsorum cogitationibus existant (dass sie die Einzigen in der Welt sind, jedwede anderen wĂŒrden nur existieren in den eigenen Gedanken)â
Menckes Bericht liegt eine jesuitische Polemik zugrunde, welche sich gegen die Positionen von Descartes, George Berkeley und deren SchĂŒler richtet.











