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@gebrocheneseeleeinesidioten
Mittlerweile haben wir uns so oft getrennt, dass ich gar nicht wirklich weiß, welches die richtige Trennung war. Aber ich weiß, dass es heute vor einem Jahr eine richtige und schlimme Trennung war. Ich denke nicht, dass du dir das gemerkt oder in deinem Kalender gespeichert hast, so wie ich. Heute vor einem Jahr ging das mit dir und M los. Mehr oder weniger. Ich weiß nach wie vor nicht, was das sein soll und ich weiß auch nicht, ob es noch besteht, weil er dich vor ein paar Tagen so verletzt hat. Aber ich hoffe noch immer, dass du irgendwann mit der ganzen Scheiße aufhörst und zu mir zurückkommst…
Ich würde dir gerne schreiben, irgendeinen emotionalen Text. Oder zumindest, wie es dir geht, ob mit Oma alles in Ordnung ist und dass ich so viel abgenommen hab‘, wie schon lange nicht mehr. Aber dich würde das nicht interessieren. Ich weiß nicht, warum du dich jetzt gar nicht mehr bei mir meldest, aber eben weil du das nicht machst, mach‘ ich es auch nicht. Obwohl du mir so sehr fehlst…
Egal, wie es ist, pass bitte einfach auf dich auf…
Ich weiß nicht, wie das „passieren“ konnte, dass wir nicht mehr reden und schreiben…
… aber ich würde dir so gerne erzählen, dass ich zum ersten Mal seit vielen Jahren unter 90 kg bin. Ich weiß, nichts weltbewegendes oder besonderes, aber für mich eigentlich schon. Das letzte Mal, dass ich vorne eine 8 gesehen hab‘, ist sicher 10 Jahre her…
Und ganz egal, wie fett mein Körper trotzdem noch aussieht, ich bin stolz auf mich, dass ich es doch geschafft hab‘.
Es ist einfach so beschissen. Warum muss das Hin und Her sein? Warum musst du einen Tag so reden, als wäre ich wirklich eine Option und am nächsten Tag sagst du, dass es ausgeschlossen ist? Wieso hältst du mich grade so nah, dass ich mir Hoffnungen mache, aber stößt mich auch immer wieder weg?
Ich will dich zurück. Uns. Aber nicht so, wie es war. Ich will es anders machen. Besser. Ehrlicher. Durchdachter. Ich will mit dir alt werden. Also wieso bin ich nur die letzte Rettung, wenn du sonst niemanden findest?
Ich hab‘ grade Wäsche gewaschen. Und ich trag‘ noch immer die Unterhosen, die du mir damals gekauft hast. Die sind mir die liebsten.
Im Nachtdienst hab‘ ich meinen Bruder angerufen, weil mir langweilig war und ich reden wollte. Und wenn ich jemand nachäffe, red‘ ich noch immer mit „unserer“ Stimme.
Vorgestern hab‘ ich mir Tee gekocht. Mit dem Honig, den wir damals beim Weihnachtsmarkt gekauft haben. Genauso süß, wie du ihn immer trinkst.
Vorhin hab‘ ich meinen Laptop eingeschaltet, weil ich meine Dienstzeiten kontrollieren wollte. Und du bist noch immer mein Passwort dafür. Weil ich es einfach nicht übers Herz bring’ es zu ändern.
Letzte Woche hab‘ ich eine Kollegin im Nachtdienst eingeschult und ihre Art hat mich so stark an dich erinnert. Genauso süß und verspielt.
Am Samstag hatte ich die theoretische „Testprüfung“ für den A-Schein. 100%. Als Geschenk hab‘ ich ein RedBull bekommen. Am Montag war die richtige Theorieprüfung und ich hab‘ sie bestanden. Am Donnerstag sind die ersten Fahrstunden und ich bin nervös.
Am Sonntag waren mein Bruder und ich wieder trainieren und ich hab‘ heute noch Muskelkater. Ich hab‘ das so vermisst und versteh bis heute nicht, warum ich schon so lange nicht mehr trainieren war.
Ich würd‘ dir das alles so gerne erzählen… Warum sind manche Tage einfach so unerträglich ohne dich?
Heute ist der Schmerz und deine Abwesenheit richtig schlimm. Ich hab‘ Angst, dass ich nie drüber hinwegkommen werd‘, ganz egal wie viel Zeit noch vergehen wird…
Du kannst niemanden ändern, der in seinen Aktionen kein Problem sieht.
“Healing begins when you share your story with safe people.”
— Unknown
Und manchmal hoffen wir entgegen aller Wahrscheinlichkeit, entgegen jeder Logik.
Zwei Dinge solltest du niemals verlieren:
Die Hoffnung, dass alles irgendwann besser wird und die Kraft, bis dahin durchzuhalten.
Naja, vielleicht wird 2027 mal ein gutes Jahr…
Congrats if you survived this year because what the fuck was that
Irgendwie bin ich verloren, aber zu schwach um mich selbst zu retten.
Ich hab‘ keine Ahnung, warum dich das SO aus der Bahn geworfen hat, dass wir uns gesehen haben. Du wolltest doch die Trennung und „sehen, ob andere auch so schwierig sind“. War wohl doch „anders gemeint“, hm? Oder kommst du nicht damit klar, dass ich wohl doch ohne dich leben kann? Oder bereust du deine Entscheidungen schon wieder? Oder waren „die anderen“ doch nur auf Sex aus? Darum geht‘s doch ausschließlich in deinem Leben, also warum macht dich das so fertig?
Ich vermisse dich, N. Sehr. Aber ich lauf dir nicht mehr hinterher. Ich hab‘ oft genug irgendwas versucht. Und Scheiße haben wir beide gebaut, ja. Vermutlich mit dem Unterschied, dass ich mit meiner Scheiße leben kann, weil die nicht so schlimm wie deine war. Wenn du was ändern willst, dann muss der erste Schritt von dir kommen. Ich bleib dabei, ich wäre theoretisch bereit dazu. Ich könnte aber nicht garantieren, dass ich das aktuell wirklich könnte.
Es ist süß, dass du dich um mich sorgst, aber ich werd‘ nicht irgendwas über‘s Handy ansprechen. Wenn überhaupt, dann bei einem Treffen. Gestaltet sich nur leider schwierig, wenn immer „abgesagt“ wird…
Warum mach‘ ich meine Laune schon wieder von dir abhängig, obwohl da noch nicht mal wirklich etwas ist…?