„Es bist nicht du, der über die Liebe entscheidet, es ist deine Seele. "
--GiulyanaBlue--
2025 on Tumblr: Trends That Defined the Year
$LAYYYTER
art blog(derogatory)

tannertan36
macklin celebrini has autism

ellievsbear
Claire Keane
No title available

❣ Chile in a Photography ❣

oozey mess
One Nice Bug Per Day
Xuebing Du

Kiana Khansmith

No title available
No title available
🪼
tumblr dot com
let's talk about Bridgerton tea, my ask is open
I'd rather be in outer space 🛸
Show & Tell

seen from Hong Kong SAR China

seen from United States

seen from Singapore

seen from United States

seen from United States

seen from Canada
seen from Indonesia

seen from United States

seen from Germany

seen from United States
seen from United States
seen from United States

seen from Venezuela

seen from Malaysia
seen from Chile
seen from United Kingdom
seen from Colombia
seen from Iraq
seen from Brazil
seen from Bolivia
@giulyanablue-blog
„Es bist nicht du, der über die Liebe entscheidet, es ist deine Seele. "
--GiulyanaBlue--
2.Kapitel - Voices
Miranda
Kaum klingelte der Wecker um Punkt 5:15 Uhr am Morgen, war ich auch schon aus dem Bett gesprungen und unter die Dusche gehüpft.
Es war einer der wenigen Augenblicke des Tages, an dem ich keine Angst vor einem Anfall zu haben brauchte, sondern einfach nur das Gefühl des heißen Wassers, welches an meinem Körper hinablief und dabei kleine Rinnsale bildete, genießen konnte.
Als ich noch klein war und meine Eltern noch gelebt haben, hatte ich diese Beschwerden noch nicht. Es fing alles erst nach dem Vorfall an, der mein Leben und meine Weltvorstellung für immer veränderte. Und meinen Körper.
Bis dahin schien alles wie in rosarote Zuckerwatte gehüllt. Ich wurde umsorgt und geliebt, beschützt und wahrscheinlich auch ein kleines bisschen verhätschelt.
Aber welche Tochter würde das nicht von sich behaupten?
Jedenfalls hatte sich auf einen Schlag alles verändert. Im Alter von 5 Jahren wurde mir die rosarote Brille von den Augen gerissen.
Denn als ich 5 war starben meine Eltern.
Glücklicherweise befand ich mich zu diesem Zeitpunkt nicht bei ihnen. Wo genau ich mich zu diesem Zeitpunkt aufhielt, war mir unklar. Ich wusste nur, ich war nicht zuhause, wo ich eigentlich friedlich in meinem hübschen, himmelblauen Bett schlafen sollte.
Stattdessen erinnerte ich mich an Kälte und an eine raue Stimme, die mir befahl leise zu sein.
Es könnte die Stimme meiner Mutter gewesen sein. Allerdings glaubte ich nicht daran.
Mamas Stimme hätte ich überall wiedererkannt.
Diese Stimme konnte ich bis heute nicht zuordnen, keine Stimme glich ihr auch nur annähernd. Dennoch verspürte ich nicht das Gefühl, dass die Person hinter der Stimme mir etwas Böses antun wollte, ganz im Gegenteil, sie schien um meinen Schutz bemüht und klang nur rau, nicht harsch oder anderweitig bedrohlich.
Damals war ich der felsenfesten Überzeugung, dass meine Mama und mein Papa ausgezogen waren, um mich vor einer Gefahr zu beschützen. Und dass sie jeden Moment zurückkehren würden, um mich abzuholen.
Doch dies war nie der Fall.
Nachdem die Leichen meiner Eltern gefunden und ihre nunmehr kalten seelenlose Körper abtransportiert wurden, fragte man mich, ob ich etwas wüsste, was die Lage in ein klareres Licht tauchen würde. Ich erinnerte mich noch jetzt daran, dass ich antwortete, ein böser Mann mit Klauen und Reißzähnen wäre hinter uns her gewesen. Und dass meine Mami und mein Papi den bösen Mann zur Strecke bringen würden.
Heute wusste ich, dass dies Blödsinn war.
Die Hirngespinste eines kleinen, traumatisierten Mädchens, welches der Wahrheit einfach nicht in die Augen blicken wollte. Der Wahrheit, dass ihre Eltern sie für immer verlassen hatten und das Mädchen nun ganz alleine war.
Wohin seid ihr nur gegangen?
Doch nun, im Alter von 24 Jahren, wusste ich es besser. Es war genau wie der Polizeibeamte mir versucht hatte zu erklären. Ich hatte mir alles nur eingebildet, reine Fantasy.
Als kleines Kind konnte ich die Realität noch nicht von meinen Vorstellungen unterscheiden. Dabei hatte ich zwar schon immer eine blühende Fantasy gehabt, wusste aber normalerweise immer, wo meine Grenzen lagen und wann die Realität den Vorrang besaß. Außerdem wusste ich bis heute nicht, wie genau der Tod meiner Eltern verursacht worden war. Diese Informationen hielt die Polizei seitdem streng unter Verschluss, genau wie ihre Leichen und alles Hab und Gut.
Nachdem meine Eltern also tot aufgefunden wurden, brachte man mich zu einem meiner engeren Verwandten. Zu meinem Onkel Benjamin. Bei ihm sollte ich leben bis ich meine Volljährigkeit erreicht hatte und wusste, was ich mit meinem Leben anfangen wollte.
Zunächst verlief auch alles der Situation entsprechen gut. Ja, es verlief gut. Immerhin hatte mein Onkel auf einen Schlag seine Schwester und seinen Schwager verloren. Da kann man nicht gleich erwarten, dass er mich ohne Vorbehalte und mit offenen Armen aufnimmt. Manchmal denke ich sogar, er trauert noch heute um die Beiden.
Dann kam jedoch der nächste Schicksalsschlag. Im zarten Alter von 6 Jahren zeigten sich die ersten Symptome. Bis zu diesem Zeitpunkt hielt ich mich für ein Kind, wie jedes andere auch. Ich irrte mich.
Zunächst einmal kamen die Geräusche. Furchtbar lautes Geflüster, was mich tagsüber am Lernen und nachts am Schlafen hinderte.
Jeden Abend, wenn mir die Geräusche wieder einmal zu viel wurden, tapste ich hinüber zu Onkel Benjamin, der mir jedes Mal einen Tee aus irgendwelchen exotischen Kräutern machte und mich zu sich ins Bett holte. Der Tee bewirte damals wie heute wahre Wunder. Meine Rettung! Ich trank und das Geflüster ließ nach, von jetzt auf gleich. Es fühlte sich an, als würde eine weiche Decke über meine Sinne gelegt, die alles Fremde fernhielt und mich tief und fest schlafen ließ.
Ein paar Wochen später ließ das Geflüster plötzlich nach. Zunächst erfasste mich helle Freude. Ich war den Schmerz endlich los!
Diese Freude wurde sogar noch größer als ich herausfand, dass ich es nun steuern konnte. Je länger und stärker ich mich konzentrierte und dabei an nichts Bestimmtes dachte, dann konnte ich die Stimmen heraufbeschwören. Ich sah mich gerne selbst als eine Art Radiostation, welche die verschiedensten Frequenzen empfangen konnte.
Wandte ich diese Methode an, so waren die Stimmen laut und deutlich in meinem Kopf zu hören, zwar noch nicht verständlich aber ich machte mich.
Nach einiger Zeit konnte ich einzelne Stimmen sogar herausfiltern und kanalisieren.
Eine kurze Weile hörte ich einer ganz besonders reinen Stimme zu, die sich heftig über ein ungemachtes Bett aufzuregen schien, dessen Unordentlichkeit in keinster Weise zu ihrem Auftreten passte.
Ich musste kichern. Die Stimme verstummte - Ein Kreischen. Ich fiel auf die Knie, hielt mir den Kopf, als mich eine Druckwelle frontal erwichte. Wimmerte.
Das Kreischen verstummte abrupt.
„Liliana Elfenstein, was schreist du hier so herum?“ Diese Stimme hatte ich vorher noch nie gehört. Sie klang ähnlich wie die der unmenschlich Reinen, der ich bis eben noch gelauscht hatte.
„Mama, hast du es nicht gemerkt?“, erklang die Reine.
„Was soll ich bitte gemerkt haben?“, konterte die Fremde.
„Das Mädchen hat gekichert. Aber hier ist weit und breit niemand zu sehen. Sie hat mich bestimmt gehört“
Ein Schnauben war zu vernehmen. „Liebchen, du weißt doch, dass uns Menschen nicht hören können. Sie sind einfach zu sehr an sich selbst gebunden, um uns wahrzunehmen.“
Mittlerweile hatte ich mich aufrecht hingesetzt. Ich fand, dass es Zeit war, mich in das Gespräch einzugliedern.
„Entschuldigung, ich kann euch sehr wohl hören, auch wenn ich euch nicht sehen kann. Seid ihr wirklich da?“
Jetzt war es an der fremden, eindeutig älteren Stimme zu schreien. „Beim allerheiligsten Elfenstaub, die Kleine hat doch tatsächlich gesprochen!“
„Das habe ich dir doch gesagt! Die ist nicht normal. Die riecht auch nicht normal…“
Mit sechs fiel es mir noch schwer einer Unterhaltung länger als ein paar Sätze zu folgen, was mir eine Teestunde mit meinem Onkel und seinen überaus nervenaufreibenden Tanten gezeigt hatte. So war auch diese Unterhaltung keine Ausnahme. Ziemlich schnell widmete ich mich den Einrichtungsgegenständen des Raumes, anstatt weiter dem angeregten Gespräch der unsichtbaren Stimmen zu lauschen. So war es kein Wunder, dass ich nur das Ende der Unterhaltung mitbekam.
„…nicht normal sein. Dagegen spricht zu viel.“
„Dann kann ich in ihrer Nähe bleiben?“ Im reinen Klang der Stimme schwang so etwas wie kindliche Hoffnung mit.
„Nun gut. Du verstößt genau genommen gegen keines unserer Gesetzte, was spricht also dagegen? Aber hüte dich vor den Menschen, wenn du dich sichtbar machst.“ Der besorgte Unterton der älteren Stimme war nicht zu überhören. Selbst der kleinen Version von mir war klar, wie sehr die reine Stimme geliebt wurde.
Daraufhin fühlte ich einen Stich der Eifersucht, welcher aber sofort von Staunen ersetzt wurde, als sich vor meinen Augen etwas Unmögliches abspielte. So schön.
Ein faustgroßes weißes Licht schwebte vor meinem Kopf, direkt gegenüber meiner Nase.
Langsam nahm das Licht Gestalt an. Zuerst kamen die Umrisse eines zierlichen Körpers zum Vorschein. Danach ein durchscheinendes Gewand und Flügel, so filigran, dass sie aussahen, als könnte der kleinste Windhauch sie zerreißen.
Das Haar des kleinen Wesens war schneeweiß und wehte im Wind einer nicht vorhandenen Briese. Sie schwebte vor meinen Augen. So etwas Zartes und Wunderschönes hatte ich noch nie zuvor erblickt. Ich war von ihrem wundersamen Anblick völlig verzaubert, ja geradezu in den Bann geschlagen.
Ganz automatisch streckte ich meine Hand nach ihr aus, als sich auch schon die Tür zu meinem Zimmer öffnete…
My other Half - Panther’s chains
1.Kapitel - Prisoner
Seth
Der Schmerz war einfach überall. Er fraß sich durch meinen Körper und durch jede Faser, bis hin in den allerletzten Winkel. Ich rang um Atem, während es sich anfühlte, als würden ich von innen heraus verglühen.
Mein Signum, das der Wild Cats, eine komplett schwarze, an den Seiten ausgefranste Katzensilhouette, brannte, während mein Körper mit eisernen Hand -und Fußschellen an einer alten, feuchten Wand befestigt war, die nur so vor Dreck und Ungeziefer strotzte - sodass mein Körper mittlerweile ebenfalls als Unreinheit gelten konnte.
Das Brennen war kein gutes Zeichen. Es bedeutete Ärger. Und noch mehr davon konnte ich im Moment wirklich nicht gebrauchen, vor allem, da mein Signum das Einzige war, das sich momentan auf oder an meinem geschundenen Körper befand. Kurzum, meine Lage war beschissen. Wirklich, wirklich beschissen.
Und natürlich behielt ich Recht, wie ich immer Recht behielt – eine Art Talent. Ärger war im Anmarsch. Ärger in Form einer Person, eines Wesens, welches sich durch und durch der Dunkelheit verschrieben hatte.
Schon nach kurzer Zeit hörte ich die sich nähernden Schritte, dessen hallenden Klang mir bereits in den Ohren schmerzte. Wer auch immer mich gefangen hielt, wollte mich wohl von seiner Anwesenheit in Kenntnis setzten. Wieso sollte er sonst wie ein übergewichtiger Tourist in meine Richtung stampfen? Oder waren es nur meine Ohren, die wieder einmal verrücktspielten? In letzter Zeit misslang es mir immer wieder, die Stärke meines Gehörs zu regulieren. Mal hörte ich nichts, mal sehr schlecht, fast menschenmäßig und dann waren da noch die Zeiten wie jetzt, wo ich alles in doppelter, bis zu tausendfacher Intensität wahrnahm.
Das sieht mir nicht ähnlich. Ich lasse mir von etwas Schmerz doch nicht die Kontrolle nehmen! Komm schon Feuerklinge, reiß dich am Riemen!
Die Tür zu meinem Raum wurde geöffnet und Licht durchflutete meine Zelle. Und Zelle war wirklich das richtige Wort, um meine Behausung zu beschreiben. Der komplette Raum bestand aus nichts als nackten Wänden, wo hier und da vereinzelte Kettenglieder aus dem Gestein herausragten, die nur so vor Rost und schimmeligem Moos strotzten.
Niemand hätte behaupten können, dass ich freiwillig hier war. Nein, ganz bestimmt war ich das nicht. Würden mich diese Ketten nicht so verdammt müde machen, ich hätte mit Sicherheit schon längst einen Versuch gestartet, zu entkommen.
Die Tür öffnete sich weiter, gefolgt von einem lauten Quietschen, bis mein liebenswerter Gastgeber endlich voll zu sehen war.
Ein Nox! Schoss es mir durch den Kopf. Vor mir stand doch allen Ernstes ein Nox.
Scheiße, das könnte brenzlig werden.
Die Nox galten als die Niedersten der orbis alius. Ihr Signum bildeten zwei ineinander verschlungene Totenschädel – groteske Gebilde.
Um ihre Opfer zu zerfleischen und zu jagen, nahmen sie entweder die Gestalt von Kojoten oder Hyänen an. Manche von ihnen sollen sogar in Gestalt einer Fledermaus gesehen worden sein, obwohl dies schon sehr ungewöhnlich wäre, sind das doch verhältnismäßig schwache, unauffällige Kreaturen. Gerüchten zufolge soll der Anführer der Nox sich in ein komplett anderes Individuum transferieren können, ähnlich wie einer der ausgestorbenen Skinwalker. Einen Beweis dafür wurde jedoch noch nicht erbracht. Oder es hatte nur keiner ein Zusammentreffen überlebt.
Klar war nur eines: Sie waren keine angenehmen Zeitgenossen, weder als Tiere, noch als Menschen.
Genauso wenig, wie ich einer bin.
Man ging ihnen, wenn möglich aus dem Weg oder tötete sie gleich bei Sichtung.
Dass ich mich ausgerechnet von einem der Ihrigen gefangen nehmen lassen musste, würde mir meine 100 prozentige Erfolgsrate zerstören, die mir gewisse Freiheiten zusprach, von denen ich gerne Gebrauch machte. Außerdem wäre mein Ruf unweigerlich geschädigt, was mir in keinster Weise am Arsch vorbei ging. Es war inakzeptabel!
Obwohl, wahrscheinlich war es gerade mein Ruf, der mich überhaupt in diese Lage gebracht hat. Ich war bekannt dafür, für Geld, Gesindel und vor allem Nox auszuschalten. Und es war bekannt, dass ich alleine arbeitete, immer. Ich habe eindeutig zu viele Feinde. Oder zu wenig Freunde.
Es gab also drei Möglichkeiten: Erstens, jemand wollte mich tot sehen. Sehr wahrscheinlich. Zweitens, ich war das Ziel eines Racheaktes. Ebenfalls wahrscheinlich. Zu guter Letzt drittens, jemand wollte, dass ich etwas für ihn erledigte. Nicht empfehlenswert.
So einfach würde ich mit mir nicht spielen lassen. Schließlich hatte auch ich meine Grundsätze. Einen Ehrenkodex, wenn ihr ihn so nennen wollt:
Ein Punkt, der wichtigste von allen, lautete, dass ich niemals einer Frau oder einem Kind etwas zuleide tat. Außerdem würde ich niemals einen Auftrag annehmen, dessen Ausgang mir zuwider oder dessen Auftragsgeber nicht vertrauenswürdig war.
Jedenfalls so weit vertrauenswürdig, dass ich nicht hinterrücks erstochen werde.
Das führte dazu, dass die Anzahl an Klienten, die für mich infrage kamen, nur aus einem sehr kleinen Kreis bestanden, perfekt abgestimmt auf meine Bedürfnisse und Anforderungen.
Natürlich machte mich das noch lange nicht zu einem der Guten, das ganz bestimmt nicht. Jedoch hielt ich mich noch nicht für komplett verloren.
Ich hatte mir heimlich ein Bankkonto angelegt, unter falschem Namen versteht sich und hatte dieses beständig gefüllt, sodass ich mich jederzeit, für einen längeren Zeitraum, in den Untergrund verziehen konnte, sollte mir alles einmal zu Kopf steigen. Doch im Moment hatte ich weit größere Probleme.
Der Nox war eingetreten und fixierte mich mit einem verächtlichen Blick.
„Wen haben wir denn da? Den großen Seth Domane! Ich hätte mir nie träumen lassen, der Feuerklinge einmal selbst zu begegnen, geschweige denn, ihn hier bei mir bewirten zu dürfen.“ Mit einem Lachen auf den Lippen, das seine Augen nicht einmal annähernd erreichte und voller Ironie, fügte er noch hinzu: „Ich hoffe du hattest einen angenehmen Aufenthalt.“
Als ob du das nicht bereits wüsstest!
„Ich hatte schon Bessere. Aber es freut mich, dass sie mich hier unten noch nicht vergessen haben.“ In meinen Worten schwang eine Belustigung mit, die ich nicht wirklich empfand, eine Ruhe, die mir über die Jahre antrainiert wurde. Na also, geht doch.
Er hatte wohl nicht erwartet, mich nach all der Folter noch sprechen zu hören, denn er kniff die Augen zusammen, so als hätte er etwas überaus Widerwärtiges erblickt. Gleichzeitig ballte er seine Hand so stark zur Faust, dass seine Fingerknöchel weiß hervortraten.
„Es ist schön zu hören, dass du deinen Aufenthalt so sehr genießt, Seth. Aber mach es dir nicht zu gemütlich. Immerhin steht uns noch eine großartige, wahrhaft nervenaufreibende Zeit bevor.“
Sein Blick, während er dies sagte, versprach Qualen. Qualen, die ich mir nicht einmal im schlimmsten Albtraum auszumalen gedachte. Qualen, die mein Innerstes nach außen stülpen und damit mein Ende einleiten würden.
Er gab mir keine Chance zu zweifeln, nicht eine Sekunde lang, denn er würde seine unterschwellige Drohung wahrmachen, so viel war mir klar.
„Du kennst zwar meinen Namen, ich kann mich aber nicht erinnern, dass du deinen genannt hast.“
Meine ausgetrockneten Lippen hatten Mühe, alle Worte auf einmal hervorzubringen, wodurch sie sich angestrengt und verzerrt anhörten.
„Mein Name ist Siroff der Schreckliche. Ein Liebhaber der Folterkunst, wie es dich hoffentlich interessiert zu erfahren.“, antwortete er mir mit einer Gehässigkeit, die ihm aus allen Poren zu tropfen schien. Als ob! Mach mir die Fesseln ab, dann reiß ich dich in Stücke!
„Mich würde es eher interessieren, wo ich pissen kann, Mr Schrecklich. Auch die großen Jungs müssen mal aufs Klo, wenn du weißt, was ich meine.“
Anscheinend hatte ich einen Nerv getroffen, als ich auf seine Statur hinwies, denn sein Gesicht lief nach meiner Aussage dunkelrot an, sodass es eher einer Tomate ähnelte und ihm einen Großteil seiner bedrohlichen Aura nahm.
„Ich werde dafür sorgen, dass du dir wünschst, tot zu sein“, sagte er mir noch mit so viel Würde, wie er aufbringen konnte, bevor er die Tür zu meiner Zelle hinter sich zuknallte und mich somit wieder in eine alles durchdringende Dunkelheit hüllte.
Ich fand jedoch nicht, dass ich falsch lag. Der Mann, Siroff, besaß alles andere als eine imposante Statur. Er sah aus, als wäre er im Alter von 14 Jahren stehen geblieben und nicht mehr gewachsen. Sein Brustkorb war schmal und kein einziges Barthaar wuchs auf seinem Kinn, dessen spitze Form dem eingefallenen Gesicht, mit den viel zu großen Augen, etwas Surreales verlieh. Auch seine Stimme besaß noch etwas von dem weichen Klang, der sonst nur Kinderstimmen anhaftete, was mir aber erst im Nachhinein klar wurde. Die Haare waren von einem tiefen braun, während meines schwarz glänzte und im Sonnenschein rot aufleuchtete. Auch wenn meine Zelle keinen einzigen Lichtstrahl erreichte.
Alles in allem konnte man uns wirklich nicht vergleichen. Wir waren so verschieden, wie man nur sein konnte und dies bezog sich nicht nur auf unser Äußeres. Unser Inneres konnte sich auf keinen Fall ähneln. Jedenfalls hoffte ich das aus tiefstem Herzen oder was davon noch übrig war.
Als die Nacht Einzug gewann - was ich durch meine Verbindung zur Finsternis spürte - wurde mir eines bewusst: Ich würde hier lebend herauskommen, völlig egal, was ich dafür tun musste. Ich hatte schließlich keine andere Wahl. Um zu überleben, würde ich bis zum Äußersten gehen. Und wie ich leben werde!
______________________________________________
Heyho, sollte es jemand bis ans Ende geschafft haben dann lest ihr momentan meine kleine Anmerkung hier und seid vielleicht sogar daran interessiert, das nächste Kapitel zu lesen^^
Doch erst einmal vieln Dank an alle, die meiner Geschichte eine Chance geben wollen, auch wenn noch viel überarbeitet werden muss; unter anderem die Grammatik und Konstruktion. Ihr seid ein wahrer Segen und ich hoffe auf viele inspirierende Beiträge.
Ich habe bereits auf anderen Plattformen mein Buch reingestellt und würde auch gerne hier damit anfangen. 67 000 Wörter und 25 Kapitel sind bereits geschafft und es folgen weitere. Ich bin gespannt, wie mein Werk hier bei euch ankommen wird...
Noch einen schönen Tag/Abend euch allen
Eure GiulyanaBlue
A wonderful stay and welcome to my profile!
Hey Leute, ich bin das, was man eine Leseratte nennt und wenn ihr mich gefunden habt, seid ihr es auch. Wieso ich sc...
Ich bin eine deutsche Hobbyautorin und würde auch gerne auf Tumblr meine Werke teilen^^. Wie hier alles so genau funktioniert versuche ich gerade herauszufinden, also wäre es schön, etwas hilfe zu erhalten. Das erste Kapitel, bereits auf Wattpad hochgeladen, wird bald von mir reingestellt und ich kann eure Reaktionen kaum noch erwarten!
„Wer sich weigert Neues auszuprobieren, der kann auch keine Veränderung erwarten."
--GiulyanaBlue--