27. Brief - An Schiller
02. Dezember 1794
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27. Brief - An Schiller
02. Dezember 1794
26. Brief - An Goethe
29. November 1794
22. Brief - An Schiller
27. Oktober 1794
21. Brief - An Goethe
28. Oktober 1794
20. Brief - An Schiller
26. Oktober 1794
19. Brief - An Goethe
20. Oktober 1794
Ich weià gar nicht, ob das Portrait zu diesem Brief gehört, aber ich hÀnge es einfach mit hier an.
Randnotiz: Bitte ignoriert diese schiefen Linien. Zum einen möchte ich das Buch nicht noch weiter unnötig knicken, weswegen es vorkommt, das ich abrutsche. Zum anderen erschweren die Pagemarker auf den vorherigen Seiten das Linieziehen, weswegen ab der Mitte diese weiter höher sind als der Rest.
18. Brief - An Schiller [Konzept]
Zwischen dem 08. und 19. Oktober 1794
Von Goethes Brief ĂŒber das Schöne.
13. Brief - An Schiller
01. Oktober 1794
12. Brief - An Goethe
29. September 1794
10. Brief - An Schiller
10. September 1794
9. Brief - An Goethe
07. September 1794
,,Mit Freuden nehme ich Ihre gĂŒtige Einladung nach W. an, doch mit der ernstlichen Bitte, daĂ Sie in keinem einzigen StĂŒck Ihrer hĂ€uslichen Ordnung auf mich rechnen mögen [âŠ]. Ich bitte bloĂ um die leidige Freiheit, bei Ihnen krank sein zu dĂŒrfen.â
Man mag sich gar nicht vorstellen, wie sehr von Schiller unter den Krankheiten gelitten und sich davon eingeschrĂ€nkt gefĂŒhlt haben muss. Aber diese Ehrlichkeit gegenĂŒber von Goethe und die Achtung vor der eigenen Gesundheit sind schön zu lesen.
8. Brief - An Schiller
04. September 1794
7. Brief - An Goethe
31. August 1794
Off Topic Notiz:
Leider war ich doch lÀnger abwesend als gedacht, doch nun sollte es mir möglich sein, dass ich öfter von mir hören lasse.
âThe world is so empty if one thinks only of mountains, rivers and cities; but to know someone here and there who thinks and feels with us, and though distant, is close to us in spirit â this makes the earth for us an inhabited garden.â
- Johann Wolfgang von Goethe
5. Brief - An Schiller
27. August 1794
4. Brief - An Goethe
23. August 1794
Kaum haben die beiden schriftlichen Kontakt aufgenommen, ĂŒberhĂ€uft von Schiller von Goethe mit vielen poetischen Komplimenten. Allein die Art, wie er Komplimente verfasst und wie viele, lĂ€sst mich immer wieder sagen, dass wir alle einen Friedrich von Schiller in unserem Leben brauchen. Es wĂ€re doch allzu schön, wenn uns eine Person auf so einem Niveau Komplimente machen wĂŒrde. Auch wenn einem das schon fast ĂŒbertrieben vorkommt.
Off Topic Notiz:
Da ich leider zurzeit zeitlich sehr eingespannt bin, kommen von mir kaum bis keine neuen BeitrĂ€ge. Das dĂŒrfte sich aber (hoffentlich) in den nĂ€chsten Wochen bessern. Aber die Briefe laufen uns ja nicht weg.
1. Brief - An Goethe
13. Juni 1794
Eine Sache die mir sofort an den Briefen gefallen hat, sind die Verabschiedungen. Heutzutage wĂŒrde man angeschaut werden als ob man vom Pluto kommt, was schade ist, denn "TschĂŒss", "Schönen Tag noch", etc. sind auf Dauer irgendwie zu langweilig.
Auch wenn es frĂŒher vermutlich normal war sich so zu verabschieden, finde ich, hat diese Art der Verabschiedung einen Hauch von Einschleimen an sich. Aber nicht mal im negativen Sinne. WĂ€re ich an von Schillers Stelle gewesen, hĂ€tte ich allein aus Respekt auch diese Wortwahl dafĂŒr gewĂ€hlt.
Also erst das wichtigste: ich liebe deinen Blog und ich muss mir unbedingt das Buch auch besorgen <3Â
Dann, was mir auch bei den Briefen von Goethe und Schiller aufgefallen ist das Schiller immer sehr sĂŒĂe Verabschiedung geschrieben hat. Auch wenn der ganze Brief sich nur um die Arbeit gedreht hat und alles ganz sachlich geschrieben war, kam am Schluss dann noch die herzerwĂ€rmenden VerabschiedungenâŠ
Und um keinen von beiden zu vernachlĂ€ssigen, Goethe war natĂŒrlich genauso sĂŒĂ mit seinen VerabschiedungenâŠ
Und dann noch eine Frage ans schoethe fandom: Weimar und Jena waren nicht weit voneinander entferntâŠwarum haben sich dann Goethe und Schiller so selten besucht, wenn offensichtlich sich beide gefĂŒhlt andauernd sehen wollten?
#gehorsamster diener und aufrichtigster verehrer ich glaub ich heul gleich, Schiller war so ein darling #ich finde kaum noch Worte #schoethe #goethe #schiller #german literaturÂ
Vielen lieben dank! <3
Ich selbst wĂŒrde ja das Buch so oder so empfehlen, wenn man sich fĂŒr den Briefwechsel interessiert, allerdings kostet das Buch ordentliche 28⏠(neu).
Aber Ja, die Verabschiedungen sind einfach nur unfassbar sĂŒĂ und es werden definitiv mehr Bilder dazu von mir folgen. WĂ€re sonst schade, wenn man diese nicht postet. :D
Zu deiner Frage, selbst habe ich absolut keine Ahnung, ich kann daher nur Vermutungen aufstellen. Ich könnte mir vorstellen, dass z.B. von Schillers Arbeit als Professor, Dichter, Schriftsteller, seine Familie aber auch seine Krankheit ihn oft daran gehindert haben von Goethe zu besuchen. Andersrum vermutlich (bis auf Krankheit) das gleiche, wobei v.G. sich ja auch noch recht vielen anderen Themenbereichen wie z.B. der Naturforschung, gewidmet hat, was entsprechend auch noch mal Zeit beansprucht. Hinzu kommt ja noch, dass beide Familie, andere Freunde und Co von nah und fern besucht haben und ich denke mit einer Kutsche dauert das seine Zeit und ist zudem anstrengend. Ich den Briefen erfÀhrt man sicherlich den einen oder anderen Grund.
Was ich aber irgendwie witzig finde ist, dass selbst als v.S. nach Weimar gezogen ist, die beiden sich dennoch oft und teils fast tĂ€glich Briefe geschrieben haben, obwohl sie um die 230m auseinander wohnten. Zwar gibt es wochen- bis monatelange Aussetzer, aber eine regelmĂ€Ăige Korrespondenz fand dennoch statt. Daher wĂŒrde ich stark vermuten, dass die beiden sehr beschĂ€ftigt waren und sich somit nicht oft sehen konnten.
hii !! also erstmal muss ich mich @annahamiltonsstuff hier anschlieĂen: @gluecklichesereignis dein blog ist super, ich freu mich immer wenn deine kleinen auszĂŒge aus den briefen auf meinem dash auftauchen ! :)
die verabschiedungen der beiden sind herzallerliebst aber es tut (mir zumindest) immer so weh zu sehen dass sie immer nur charlotte erwĂ€hnen (meine frau grĂŒĂt, grĂŒĂen Sie Ihre frau) und nie christiane, was zu erwarten ist weil schiller (und die schillers generell) ihre existenz ignoriert haben aber aua
zu dem besuchen: tatsĂ€chlich liegt es an der fahrt ! obwohl die beiden stĂ€dte fĂŒr heutige verhĂ€ltnisse sehr nah beieinander liegen, musste man damals ungefĂ€hr einen tag fahren, wenn man die pausen fĂŒr die pferde und so mitberechnet. kutschenfahren ist super anstrengend, vor allem durch berge, und wenn man so vielbeschĂ€ftigt ist wie goethe, der als staatsmann ja nicht einfach fĂŒr paar tage/wochen (und wenn man die fahrt schon auf sich nimmt werden es eher wochen) nach jena verschwinden kann (wir ignorieren hier gekonnt seinen italien urlaub haha), kommt so eine fahrt nicht oft zustande.
bei schiller kommt noch ganz richtig dazu, dass er oft krank war. auĂerdem hatte er keine krasse privatkutsche und hĂ€tte von daher (oder hat, wenn er nicht bei freunden mitgefahren ist) die postkutsche nehmen mĂŒssen, was um ein vielfaches anstrengender ist, weil viele andere leute mitfahren, es eng ist, und die achsen nicht so gut gefedert sind (es ruckelt also nochmal mehr).
zu den briefen wĂ€hrend weimar hat ein prof einer freundin einmal gesagt, dass sie wie whatsapp nachrichten sind (im sinne von kurz, keine langen berichte weil man sich ja sowieso sieht und es dann erzĂ€hlen kann, relativ umgangssprachlich, usw.). ich wĂŒrde deswegen nicht vermuten, dass sie viel beschĂ€ftigt waren und sich deswegen nicht geschrieben haben, sondern, dass sie sich so oft gesehen haben, dass sie nicht so viel schreiben mussten. das sieht man tatsĂ€chlich auch in goethes tagebuch ! :)
und zuletzt (weil ich eigentlich echt nicht so viel zeit habe grade haha) zu dem ersten briefauszug mit schillers abschiedsformel: das war wahrscheinlich wirklich eher geschleimt als von herzen haha. die beiden hassten sich ja und schiller musste ihn jetzt auf einmal ĂŒberzeugen in seiner zeitschrift mitzuveröffentlichen + goethe ist ein geheimer rath, also in der sozialen hierarchie weit ĂŒber schiller (+ schiller meinte dass goethe arrogant und egoistisch ist also dachte er sich vielleicht dass eine schleimende gruĂformel goethe erfreut haha)
alles in allem super posts, es freut mich sehr leute mit den quellen interagieren zu sehen ! <3
ahh ich bin die erwĂ€hnte freundin!!Â
also wir haben die weimarer briefe tatsĂ€chlich im semianr untersucht und dann festgestellt, dass sie seehr viele charakteristika teilen mit den gĂ€ngigen textnachrichten von heute, denn die beiden haben die briefe (die mehr wie kleine Zettelchen waren zwischendurch!) auch genau so genutzt :oÂ
ich bin btw voll dafĂŒr diese herzlichen schlussformeln zurĂŒck zu bringen! ist es nicht eine schöne gelegenheit seinen freunden zu sagen wie gerne man sie hat? >~<Â
Toller Post! Agree with everything, aber ich möchte hier noch etwas dazu anmerken, wann sie sich wie oft eigentlich gesehen haben:
WĂ€hrend den 3 Sommern, die Schiller in seinem Gartenhaus in Jena verbracht hat, hat Goethe ihn insgesamt ĂŒber 80 mal besucht!!! also gar nicht so selten wenn man drĂŒber nachdenkt, dass die Fahrt mehrere Stunden gedauert hat. Schiller konnte Goethe in Weimar nicht so oft besuchen, hauptsĂ€chlich wegen seiner Krankheit (die lange Fahrt hĂ€tte ihm nicht gut getan) aber auch wegen seiner Arbeit als Schriftsteller. Schillers Anstellung als Professor hĂ€tte ihn ehrlich gesagt nicht unbedingt davon abgehalten, Goethe zu besuchen, denn er hat in seiner gesamten Anstellungszeit nur eine Handvoll Vorlesungen gegeben und war de facto gar nicht so lange als Professor tĂ€tig. Es war also hauptsĂ€chlich seine Krankheit und sein Schreiben, das ihn in Jena hielt. Dennoch kam er ein paar mal nach Weimar, z.B. auch um ins Theater zu gehen, denn in Jena gab es kein Theaterhaus. In den AnfĂ€ngen ihrer Freundschaft verbrachte er sogar mehrere Wochen am StĂŒck bei Goethe zuhause in Weimar! Goethe ist aber auch nicht nur wegen Schiller nach Jena gefahren, sondern um auf dem Schloss, wo er in Jena gelebt hat, wenn er zugegen war, einfach mal seine Ruhe zu haben. (Er ging oft zum schreiben aus Weimar weg.) AuĂerdem fand in Jena das Treffen der Naturwissenschaftlichen Gesellschaft statt, wo Goethe gerne hinging und wo er ja letztlich auch Schiller âkennenlernteâ.
Irgendwann ist Schiller ja dann nach Weimar gezogen. Das hatte wohl mehrere GrĂŒnde, aber der Hauptgrund wird wohl gewesen sein, dass er nĂ€her an Goethe sein wollte. (WĂ€re fĂŒr die Zusammenarbeit vorteilhaft. Gott, das klingt wie âhat ja auch steuerliche Vorteileâ. đ) Naja, jedenfalls ging das ein bisschen nach hinten los! WĂ€hrend Schiller nĂ€mlich in Weimar wohnte, verbrachte Goethe auf einmal sehr viel Zeit in Jena und auch in anderen Orten, um seine Ruhe zu haben und in Frieden schreiben zu können. (Siehe oben: Er ging gern zum schreiben aus Weimar weg. Vielleicht auch, weil er sich da immer mit der âSocietĂ€tâ rumschlagen musste und mit den Vorurteilen ihm gegenĂŒber.) Kurz gesagt: Obwohl Schiller nach Weimar zog und sie somit nĂ€her beieinander wohnten, sahen sie sich weniger oft. Das werden sie wohl beide suboptimal gefunden haben. Es ist nicht so, als wĂ€re Goethe Schiller irgendwie absichtlich aus dem Weg gegangen, im Gegenteil! Goethe wollte sogar nach Italien auswandern, ist aber extra in Weimar geblieben, wegen seiner Frau und wegen Schiller! (Steht so in einem Brief von ihm.)
Also ja, sie haben sich in Schillers Weimarer Zeit nicht so hÀufig gesehen (teils auch wieder krankheitsbedingt), weshalb sie auch in dieser Zeit Briefchen hin und her schickten. Meist waren diese Briefe auch geschÀftlicher Natur, hÀufig hat Goethe Schiller gebeten, irgendwas durchzulesen und zu korrigieren oder so.
Lange Rede kurzer Sinn: Goethe hat Schiller verhĂ€ltnismĂ€Ăig sehr oft in Jena besucht und als sie dann beide in Weimar wohnten, kamen irgendwie weniger Treffen zu Stande.
Woah, das ist echt viel wissen, um das ich dich schon ein wenig beneide. Selbst bin ich ja froh, wenn ich mir merken kann, wie alt ich bin. xD
Ich kann mir aber auch beim besten Willen nicht vorstellen, dass v. Goethe ihm aus den Weg gehen wollte (oder andersrum), dagegen sprechen diverse ĂuĂerungen und Niederschriften, die er ĂŒber seinen Freund getĂ€tigt hatte. So z.B. dass die Freundschaft als ein ,,glĂŒckliches Ereignisâ bezeichnet wurde.
Ich danke dir vielmals fĂŒr all diese Informationen! <3