Du legst mich in deine Schublade, manchmal auch noch mal extra eingepackt in eine kleine Kiste. Wenn ich Glück habe, vergisst du manchmal nicht Löcher reinzumachen, dass etwas Luft durchkommt. Aber das kannst du nicht garantieren, weil die Zeit dafür nicht immer reicht und die Schublade dich unter Druck setzt. Die will geschlossen werden, lieber zu früh als zu spät. Und naja, die lässt dich auch was kosten. Jede vergehende Sekunde kostet. Sowieso kostet das alles: Muskelkraft, Herz, Hirn und so dieses ganze Zeug was zu deinem Körper sonst dazu gehört. Wärst du nur ein Millionär, dann hätte ich Luft zum Atmen. Dann dürfte ich vielleicht sein, mit all diesem Zeug - mit meinem Körper, der riecht, schmeckt, sich bewegt, verlangt und sowas. Manchmal auch viel Platz dafür braucht, aber eigentlich nie zu viel davon einnimmt. Wieso können wir dieses Zeug nicht einfach miteinander verbinden? Dann brauchst du die Schublade nicht mehr, weil wir da gar nicht zusammen reinpassen würden. Du schickst mich in ein Mauseloch, weil du denkst da komme ich her. Wenn ich Glück habe, denkst du dran ein Stück Käse davor zu legen. Aber manchmal ist der Käse aus, und der Supermarkt ist zu weit weg. Und es kostet. Bewegung, Voraus- und Rücksicht und dieses Zeug, was wir als Subjekte brauchen. Manchmal bewege ich mich zu schnell, vor allem wenn ich hungrig bin. Diesen Hunger, den du auch kennst und den wir gemeinsam stillen könnten, wenn du mich nicht lieber ins Mauseloch schicken würdest. Weil du leider noch immer ratlos nach der Möglichkeit suchst reich zu werden. Du gehst weg, nicht wegen mir. Sondern weil ich dich daran erinnere, was es heißen könnte nicht diese Person zu sein, die andere in die Enge schickt, die in dir steckt und dich so klein und arm fühlen lässt. Weil ich lebe und das manchmal zu viel, als dass das deine Enge aushalten könnte.