RĂŒckblick auf das Seminar
Das Seminar âWissensökologien in musealen HybridrĂ€umenâ war wahrscheinlich eine der interessantesten und vielschichtigsten Veranstaltungen, die ich in diesem Semester besucht habe.
Mich hat insbesondere die Frage interessiert, ob Kunst als Selbstzweck im Kampf gegen den Klimawandel konstruktiv sein kann. SelbstverstĂ€ndlich gibt es auf diese Frage keine definitive Antwort, dennoch wird deutlich, dass neue Weltanschauungen visualisiert werden mĂŒssen bevor sie realisiert werden können.
Ebenso interessant ist die Reibung, die entsteht wenn Klimawandel kĂŒnstlerisch dargestellt wird. Es stellt sich die Frage, wie genau Klimawandel dargestellt werden soll, da nie alle Aspekte zur gleichen Zeit berĂŒcksichtigt und visualisiert werden können. Allerdings ist unumstritten, dass historisch gesehen nicht alle Perspektiven in gleichem MaĂe in Betracht gezogen wurden, wie beispielsweise die Stimmen indigener Völker, die gegenwĂ€rtig in unverhĂ€ltnismĂ€Ăig hohem MaĂe vom Klimawandel betroffen sind. Es geht also nicht nur um die Frage, was dargestellt werden soll, darf und kann, sondern auch wessen Stimmen gehört werden und wer entscheidet wessen Perspektiven gesehen werden. Wer hat das Recht gesehen zu werden, selbst zu sehen oder unsichtbar zu bleiben?
Anhand der Field Trips und Mappings wurde mir bewusst wie einfach es ist seine eigene Wahrnehmung der Umwelt und Natur zu verÀndern. Meine Meinung zu botanischen GÀrten hat sich durch meinen Besuch der GewÀchshÀuser der UniversitÀt Potsdam grundlegend geÀndert. Auf die gleiche Art und Weise hat much das Konzept der Immersive Cartography dazu veranlasst bewusster durch LebensrÀume zu schreiten.
Was am Ende des Seminars verbleibt, ist die Frage, ob Kunst der Weg aus der Krise sein kann oder ob die kĂŒnstlerische Aufarbeitung des Klimawandels diesen nicht in das Reich der Imagination und den Menschen in einen Zustand der lĂ€hmenden Ehrfurcht versetzt.














