Letzte Nacht
Hab ich geträumt, wir müssten fliehen
Aus dieser viel zu großen Welt
Und ich kann mich nicht erinnern, ob wir entkamen.
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Letzte Nacht
Hab ich geträumt, wir müssten fliehen
Aus dieser viel zu großen Welt
Und ich kann mich nicht erinnern, ob wir entkamen.
My take on the Southport killer Axel Rudakubana
Ich habe noch nicht alles gelesen, was es zu ihm zu sagen gibt, aber mit Sicherheit mehr, als all die "Journalisten", die Islamismus und Rassismus verbreiten.
Deshalb hier mein, no name, take zu dem Ganzen.
Axels Familie (Tutsis) floh aus Ruanda, als es sich anbahnte, dass die Hutus dort einen Völkermord planten. Der Ursprung für den Völkermord lag darin, dass die Kolonialherren (u.a. Belgien) dort Hierarchien und Feindseligkeiten unter den dort verschiedenen ethnischen Gruppen verschärften und so maßgeblich zur Eskalation beitrugen. Axels Vater kämpfte dann in gehobener Position im Widerstand gegen die Hutus, um den Völkermord zu beenden. Die Familie begab sich jedoch danach nach England, vermutlich, um Abstand von den traumatischen Erfahrungen zu nehmen.
Axels Vater wird von einer LBC Hörerin als ruhig, freundlich, hilfsbereit, aber mit einer stets traurigen Ausstrahlung beschrieben. Die Mutter war Hausfrau. Axels älterer Bruder war im Rollstuhl. Zudem musste die Familie wegen der Arbeit des Vaters aus einem Wohnbezirk mit sozialem Halt und Integration durch andere Migranten, in einen anderen umsiedeln. Dort hatten sie diesen Halt nicht mehr.
Axel fing an, auffällig zu werden, als er in die Pubertät kam. Außerdem wurde er in der Schule gemobbt. Ein Foto des Wohnzimmers der Familie, in dem er angeblich wohnte, war verwahrlost.
Meine Vermutungen sind, dass die Eltern, vor allem der Vater, schwer traumatisiert waren und deshalb nicht emotional zugänglich waren. Das bedeutet, dass die Kinder in einer emotionalen Kälte aufgewachsen sind, auch wenn die Eltern ihr bestes gegeben haben. Zudem gab es sicherlich Themen, die entweder zu offen oder gar nicht thematisiert wurden. Wir wissen heutzutage, dass so Traumata von Generation zu Generation unterbewusst weitergegeben werden, wenn sie nicht aufgearbeitet werden. Es kann gut sein, dass das einzige Mal, wenn Axel wirklich emotionalen Zugang zu seinem Vater hatte, es im Zusammenhang mit dem Völkermord in Ruanda war. Dann jedoch vermutlich nicht in positiver Art und Weise. Aber bei vielen Personen, die in einem von Depression und Trauma geprägten Umfeld aufgewachsen sind, ist die einzige positive Stimulation eine, die durch Gewalt erzeugt wird. Die normalen alltäglichen liebevollen Emotionen sind nicht vorhanden, und wenn es aber zum Trigger des Traumas kommt, ist plötzlich eine gewaltige Lebendigkeit und Emotionalität da.
Zudem beschäftigen sich Jugendliche viel mit ihrer Identität. Es muss für diesen Jungen schrecklich gewesen sein, zu wissen, was die Kolonialmächte den Ureinwohnern Afrikas angetan haben. Und nun lebt er in einem dieser Länder und erlebt Alltags- Rassismus in der Schule. Es ist bekannt, dass gerade männliche Jugendliche sehr viel Zeit alleine vorm Computer verbringen. Entweder schauen sie Pornos oder spielen Videospiele. Bei solchen mit vernachlässigendem familiären Umfeld entwickeln sich schnell Süchte. In Axels Fall waren das Gewaltvideos und- Bilder. Sie scheinen in ihm eine starke Emotion hervorgerufen zu haben (so weit normal), von der er sich jedoch nicht distanzieren wollte oder konnte, da sie ihn sich hat lebendig fühlen und mit seinem Vater verbunden lassen. Durch soziale Isolation und diese Sucht und Faszination sowie die Wut wegen Rassismus- Erfahrungen, lebte er mehr und mehr in dieser Welt, sodass es für ihn vertraut wurde. Er radikalisierte sich auch politisch und fühlte sich darin bestätigt, dass es Gerechtigkeit wäre, wenn an den Weißen ein Genozid verübt würde - als Rache. Er muss erlebt haben, wie schwer es seine Familie hatte, und der Schuldige dafür waren für ihn die Weißen.
Er hatte zwar viele Kontakte mit Therapeuten und Sozialarbeitern. Diese konnten aber vermutlich diese Erlebnisse und Gedanken nicht nachvollziehen, da sie selbst weiße Briten waren und sich zwar der Kolonialvergangenheit bewusst sind, es jedoch nie emotional aufgearbeitet, sondern ebenfalls verdrängt haben. Dieser Zustand, dass sowohl (in seinem Kopf) Täter und Opfer keinen emotionalen Zugang zu diesen für ihn so wichtigen Dingen hatten, muss sehr frustrierend gewesen sein.
Es ist auch möglich, dass er unter Schizophrenie litt. Es wurde gesagt, seine Mutter, hätte Kontakt zu einer christlichen Heilerin in den USA aufgenommen und sie um Wunderheilung gebeten (vermutlich für den Sohn im Rollstuhl). Dieser starke Aberglaube könnte ein Zeichen von Schizophrenie bzw. einer Veranlagung dazu sein. Diese könnte sich an den Sohn weiter vererbt haben.
Wieso der Bruder im Rollstuhl saß, habe ich noch nicht recherchiert. Es ist aber durchaus auch psychosomatisch möglich, dass Menschen nicht mehr Gehen können. Diese Krankheit des Bruders muss noch zusätzlich dazu beigetragen haben, dass Axel emotional vernachlässigt wurde.
Kurzum: Die Hauptgründe sind für mich die nicht aufgearbeitete Kolonialgeschichte der Briten und ihr Rassismus, sowie das fehlende Bewusstsein für transgenerationale Traumatisierungen, unauffällige Symptome dessen und die Notwendigkeit ihrer Therapie. Fehlende soziale Achtsamkeit für psychische Befindlichkeiten der Mitmenschen... Nur weil jemand ein geregeltes Leben hat und funktioniert, heißt das nicht, dass er auch emotional dabei ist.
Ich sehe hier große Gemeinsamkeiten mit Jeffrey Dahmer. Auch sein Vater litt unter chronischer emotionaler Distanziertheit und Unzugänglichkeit. Jeffrey entwickelte deshalb eine starke Faszination für eine andere (die für ihn einzig bekannte) Art von Nähe und Wärme: Die, von frisch getöteten menschlichen Körpern.
Michael Sowa (German, b. 1945, Berlin, Germany) - Im Mondschein (In the Moonlight) aka Two Bunnies by Moonlight, Paintings: Acrylics on Canvas
📍Stolberg, Germany
by simeonnijenhuis
Evan Peters in Adult World (2013)
Boris Snauwaert • vogelmuur