Als er den Strand erreicht, färbt sich der Himmel bereits in sanften Orangetönen, sie sich auf dem feuchten Sand spiegeln. Ki-Moon lächelt, denn er freut sich. Er freut sich auf einen entspannten Abend, auf die Gespräche, von denen er weiß, dass sie schnell tiefer gehend werden, sobald er erst einmal den richtigen Ansatzpunkt findet - und das tut er relativ oft, so sein Eindruck. Entspannt und mit dieser gewissen Vorfreude bereitet er das Lagerfeuer vor. Eine Mulde im Sand dient als Platz für die Holzscheite, die er fein säuberlich aufstellt, damit das Feuer so schnell wie möglich auf volle Größe heran wächst. Dies getan, entzündet er es. Nur wenig später lodern die Flammen auf und spenden eine Wärme, die jetzt beinahe noch etwas zu viel ist, für die sie später aber sicherlich dankbar sein werden. Kurz darauf trifft Ezra ein. Während Ki-Moon sich um das Feuer, Sitzunterlagen und Pullover gekümmert hat, bringt der Freund dafür den Wein und die Gläser mit. Erfreut lächelt der Größere auf und mit einer sanften Umarmung begrüßt er den Anderen.
Es dauert nicht lange und der Himmel ist dunkel. Die Sonne ist längst untergegangen und das einzige Licht, das ihre Gesichter erhellt, ist das des Feuers. Zufrieden seufzend gräbt der Koreaner seine inzwischen nackten Füße in den Sand, der trotz der Dunkelheit noch immer von der Wärme des Tages strahlt, und stößt mit Ezra an. "Ich bin froh, dass wir das endlich geschafft haben", lächelt er dabei gelöst und locker. Vielleicht hilft der süße Weißwein etwas dabei, sich in dieser Stimmung zu halten, vielleicht reicht aber auch die Situation an sich bereits aus, damit er es genießt. Den Abend, die Gesellschaft und die Gespräche, die genauso verlaufen wie er sich bereits gedacht hat. Immer noch lächelnd richtet er den Blick kurz auf das Feuer, dann wieder auf Ezra. "Ich hoffe, das hier hilft nicht nur mir, den Kopf etwas frei zu bekommen, sondern auch dir, Prinzessin." Der Taotwierte neben ihm nippt ruhig an seinem Glas und nickt dann bedächtig. "Wie ich bereits sagte... Bei dir kann man gut zur Ruhe kommen, Starbie." Für einen Moment treffen sich ihre Blicke und beide Männer lächeln eine Spur breiter. Entspannt, für einen Augenblick zufrieden mit sich und der Welt, während sie sich einfach auf das Rauschen der Wellen konzentrieren und nicht darüber nachdenken, was zurück in der Stadt noch alles auf sie wartet. "Das ist gut. Sehr gut. Dafür ist das alles hier auch gedacht; abschalten, ausspannen, einfach mal genießen. Weißt du... Das tun wir unserer Gesellschaft viel zu selten." Und schon haben sie ein neues Thema, einen neuen Punkt, um den sich ihr Gespräch drehen kann und so zieht die Zeit ins Land, ohne dass sie es bemerken. Ohne eine Uhr, auf die sie schauen und mit dem einzigen Anhaltspunkt für die verstrichene Zeit, dass auch die zweite Flasche Wein irgendwann leer ist. Doch genau so ein Abend - so eine Nacht - ist schon längst überfällig gewesen. Einfach nur reden und genießen.