Ich passe nicht in diese Welt. Ich bin zu poetisch, zu verträumt. Ich bin im falschen Jahrhundert geboren. Ich Gehör hier nicht hin. Ich Gehör in eine Welt wo alte Dinge noch wertvoll sind, in der man Nachmittags Tee trinkt, im Regen tanzt, Nachts Klavier spielt, um Stunden lang den zarten Klängen zu lauschen, die Sterne zählt und im Schein des Mondes Tränen fallen lässt, weil man in Melancholie ertrinkt. Ich gehör in eine Welt, in der man einmal im Leben die große Liebe findet, und nicht 10000 mal, in der man der großen Liebe noch lange Briefe schreibt und keine kurzen Whatsapp Nachrichten in der nur ein langweiliges dahingetipptes “Ich liebe dich steht”, das man nicht ernst meint. Ich Gehör in einer Welt in der man draußen auf Heuballen Sex hat und zusammen die ganze Nacht draußen verbringt, nur um gemeinsam der Sonne morgens um 5 beim Aufgehen zuzusehen. Ich gehöre in einer Welt, in der Beziehungen und Freundschaften ein ganzes Leben lang halten. In der man alte Dinge repariert, wenn sie kaputt gehen, und nicht gleich wegschmeißt. Aber nein, ich lebe in einer Welt in der sowas heutzutage als gay abgestempelt wird. In der man lieber die große Liebe auf irgendeiner Party im betrunken Zustand in einem fremden Bett fickt. In der die Worte “ich liebe dich" keinen Wert mehr haben. In der man keine Zeit hat, um Momente zu genießen, da man sie mit seinen fake Freunden auf snabchat teilen muss. Ich gehöre, in einer Welt, in der man nicht sein ganzes Leben damit verschwendet für die Rente zu sparen und es im hohen Alter dann eh nicht ausgeben kann. Ich brauch keinen Pool und kein Smartphone, das mich fast 1000 € kostet, um mich besonders zu fühlen. Ich will mich nicht dem Trends und den Macken dem Geschaft anpassen, um akzeptiert zu werden. Ich will keine 1,0 Abiturzeugnis, um einen tollen Job zu bekommen. Ich will niemandem klein machen müssen, um mich selbst groß zu fühlen. Ich will mit offenen Armen dutch die Welt rennen können und mein Herz auf der Zunge tragen. Alles was ich will ist eine kleine Handvoll Menschen, die mich liebt und braucht. Eine kleine Hütte in Island fernab jeder Zivilisation, jedem Druck, niemand da, der mich versucht in eine Form zu pressen für die ich zu groß bin. Ich brauch nur das nötige und eine klitzekleine Familie, die ich stolz als mein Zuhause bezeichnen kann. Ich will nur mein Leben fernab von eurem Leistungsdruck leben. Ich bin es leid mir in eurem Wettbewerb die Lunge aus dem leib zu laufen, alles zu geben und trotzdem jedesmal der letzte zu sein. Ich will endlich mal ankommen.Ich bin es leid mich an euren Regeln znd Werten und Normen zu halten, um dazugehörig zu sein, mich aber trotzdem einsam zu fühlen. Ich will atmen können. Stattdessen sitze ich im Falschen Fluss und merke wie die Strömung an mir reißt. Je stärker ich mich gegen sie whre desto tiefer drückt sie meinen kopf ins Wasser und meine Lungen drohnen zu explodieren und so lassse ich mich wehrlos treiben.