Junghundetraining
Die Ontogenese (=Individualentwicklung oder persönlichen Entwicklung eines Lebewesens) gliedert die Entwicklung eines Hundes in verschiedene aufeinander folgende Phasen. Als „Junghundephase“ wird hier die juvenile Phase beschrieben, die mit Abschluss der Sozialisierungsphase beginnt und mit der Geschlechtsreife endet. In dieser Phase ist der „Junghund“ immer noch ausgesprochen offen und lernfähig, damit die in den vorangegangenen Phasen stattgefundenen Lernprozesse vertieft, verfestigt und verfeinert werden können. Kleinere Erfahrungsdefizite der früheren Phasen können jetzt noch ausgeglichen werden. Deswegen ist es wichtig, dass Hunde bestimmten sozialen Reizen in ausreichender Weise ausgesetzt werden, damit sie keine Schäden in ihrer sozialen Entwicklung nehmen. Am Ende der Junghundephase – in der Pubertät – tritt zudem meistens eine Verhaltensänderung ein. Bereits Erlerntes scheint vergessen, bei bereits Gefestigtem treten wieder Unsicherheiten auf, die Orientierung nach außen erhöht sich, …Das Junghundetraining begleitet in diesem Abschnitt die Entwicklung des Hundes und des Halters. Eine zeitliche Eingliederung des Junghundetrainings könnte somit im Anschluss an die Welpenzeit (8.-16. Woche) - bestenfalls in zwei Abschnitten erfolgen: ca. 17.-24. Woche - Junghundetraining 1 ca. 6. – 8. Monat - Junghundetraining 2
Hundeschule Daxhunde begleitet Sie und Ihren Hund in dieser wichtigen Lernphase auf dem Weg zum Erwachsenwerden.
Voraussetzungen für den Junghundekurs
Im Welpenkurs werden die Voraussetzungen für aufeinanderfolgende Kurse geschaffen. Hundebesitzer, die keinen Welpenkurs besucht haben, sollten vor der Aufnahme in den Junghundekurs mit Einzelunterricht auf den Junghundekurs vorbereitet werden (zum Beispiel An- und Ableinen, Ranholen, …), da im Junghundekurs vor allem die Prioritäten aus dem Welpenkurs wiederholt und gefestigt werden. Dafür benötigt und besitzt der Welpen-/Jundhunde-Trainer bestenfalls genügend Geduld, Dinge zu weiderholen. Inhaltlich wichtig und entscheidend ist im Junghundekurs, dass jetzt das bereits Erlernte wiederholt, ernsthaft durchgesetzt und damit für die Zukunft gefestigt wird. Grundsätzlich gilt, dem Welpen Freiraum/-lauf zu gewähren um viel kennenlernen zu können und nachher den Junghund zu sichern (und eher reizärmer zu erziehen). „In der Natur“ des Hundebesitzers liegt es jedoch, den Welpen anzuleinen (aus Angst, er könne weglaufen) und den Junghund abzuleinen („Da er ja nicht mehr wegläuft“) Deswegen ist es ratsam, den Hundebesitzer in der Welpenzeit zu animieren, den Hund öfter abzuleinen und während der Junghundezeit – wenn der Hund expandiert, das heißt seine Orientierung nach außen erhöht – öfter anzuleinen.
Inhalte Jundhundekurs
- Inhalte aus dem Welpenkurs festigen und ausbauen durch mehr Ablenkung und/oder größere Distanz - Grundgehorsam (Kommandos) - Leinenführigkeit - Orientierung am Menschen - Abbruch (auch Kommandos „Nein“, „Aus“) - Rückruf - Sozialverhalten (kontrollieren) - Frustrationstoleranz ausbauen - Konzentrationsfähigkeit ausbauen - Gewöhnung an Umweltreize - es kommt in der Junghundephase oft vor, dass bekannte Sachen plötzlich wieder ungewohnt erscheinen - Impulskontrolle (=Bewegungsreize nicht annehmen) - Distanzarbeit - Hier am Anfang beachten, zum Hund hinzugehen und ihn zu belohnen, damit er die Übung nicht wegen der Belohnung abbricht, später kann der Hund abgerufen werden. - Gegen die Genetik trainieren => Extreme abtrainieren (Wenn der Hund als „Familienhund“ gehalten wird.) - Hundehalter soll selbstständiger werden, Trainer immer weniger helfen müssen - Abbau von Futter als Belohnung
Vor dem Beginn des Junghundekurses legen wir die Kursziele fest und benennen Schwerpunkte.
In der Regel können nicht alle oben genannten Inhalte in einen Junghundekurs abgedeckt werden. Ist man sich über Inhalte und Schwerpunkte einig, werden diese vorab auf die zur Verfügung stehende Zeit (Junghundestunden) aufgeteilen und die Übungen festgelegen. So entsteht ein Konzept für die Durchführung.
Abschluss Junghundekurs
Zum Abschluss des Junghundekurses hat der Hund die wichtigsten Inhalte erlernt und das Erlernte ist bereits gefestigt. In der Anwendung und für die weitere „Alltagstauglichkeit“ ist es jedoch wichtig, dass auch der Hundehalter sich entsprechendes Wissen und Können angeeignet hat: - Handlungsfähigkeit und –bereitschaft - Durchsetzungsvermögen - Sicherheit/Gelassenheit - Hunde/Hundeverhalten lesen und einschätzen können (nicht nur den eigenen Hund) - Allgemeine Informationen/Aufgeklärtheit über rassespezifische Besonderheiten, soziale Phasen, Pubertät, Läufigkeit, Kastration, … - Wirkung der eigenen Körpersprache - Sinnvolle Beschäftigung („weniger ist mehr“) -> Erziehung vor Beschäftigung - Ruhe halten („Langeweile lernen“) - Rücksichtnahme auf die Umwelt (Hundekot wegräumen, den Hund nicht überall frei laufen lassen, …) - Hund im Haus (Alleinebleiben, Hund und Kind, …) - Lerntheorie und Übungsaufbau und Übertrag in den Alltag (Wo kann ich welche Übung einsetzen?) - Ab-/Umlenkung (zum Beispiel mit Leckerchen) - Konfliktverhalten/-management (durch Unterbrechung) - Beziehungsstruktur (Häusliches Programm) - Gefühl für Verhältnismäßigkeit und Timing Der Hundehalter hat den Erziehungsauftrag, dem ihm anvertrauten Lebewesen zu helfen in der (Um-)Welt zurecht zu kommen. Daxhun.de Hundetraining bietet individuelle Lösungen in der Junghundeerziehung. Themen für das Training werden in der Gruppe bzw. mit dem Einzelnen erarbeitet. Für alle Mensch-Hund-Teams im Einzugsgebiet Eiterfeld – Hünfeld - Fulda – Bad Hersfeld – Geisa - Rhön und den Orten des Hessischen Kegelspiels an.








