Online Album
Endlich ist auch das Online Album von meiner zweiten Pilgerreise fertig.
https://bit.ly/Jakobsweg2020
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Finally the Online Photo Album or my second pilgrimage is done and ready for viewing.
https://bit.ly/Jakobsweg2020

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Genussvoller Abschied Video.
Zweiter Versuch mit besserer WLAN Verbindung.
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A delightful farewell video
Second attempt with a better Wi-Fi connection.
Genussvoller Abschied.
Heute war der letzte Tag von einer ganzen Serie von Tagen, an denen ich fast jeden Tag einen neuen See besucht habe. Oder wie es der Reiseführer ausdrückt: wir verabschieden uns von einer Region, "in der sich die Seen wie Perlen an einer Kette aneinandergereiht haben."
Für mich war es aber auch der letzte Tag meines diesjährigen Camino (Jakobsweg), denn morgen fahre ich wieder heim. Lange wusste ich nicht, wie weit ich dieses Jahr gehen werde. Als dann Ende letzter Woche eine tragende Naht am Rucksack anfing aufzugehen, beschloss ich, nur bis Thun zu gehen. Das Profil meiner Schuhe habe ich schon länger mit Sorgen beobachtet. Ausserdem fangen manche Kleidungsstücke an, kaputt zu gehen.
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Pleasant farewell.
Today was the last day of a whole series of days in which I visited a new lake almost every day. Or as the guidebook puts it: we say goodbye to a region "where the lakes are strung together like pearls on a necklace." But for me it was also the last day of my Camino (Way of St. James) this year, because tomorrow I'm going back home. For a long time I didn't know how far I would go this year. Then, at the end of last week, when a load-bearing seam on my backpack started to open, I decided to go only as far as Thun. I have been watching the profile of my shoes with worry for some time. In addition, some pieces of clothing are starting to break.
Dazu kam dann noch der Wetterbericht, dass die nächsten drei Tage über 25 Grad haben werden. Mehrere heiße Tage hintereinander habe ich schon länger als Grund gesehen, aufzuhören.
Außerdem findet eine der (abgesagten) Gruppen-Ausstellungen doch schon diese Woche statt. Das erfuhr ich erst, als ich die Fahrkarte bereits gebucht hatte. Nun hoffe ich, dass ich am Donnerstag meine Bilder aufhängen kann, bevor die Ausstellung am Freitag eröffnet wird. Aber alles in allem fühlt sich das sehr nach Gottes Führung und Timing an.
Die letzten zwei Etappen waren relativ kurz und so konnte ich sehr gemütlich gehen und mir viele Foto- und anderen Pausen erlauben.
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In addition, there was the weather report indicating that the next three days will have more than 25 degrees. Several hot days in a row I have long seen as a reason to stop.
In addition, one of the (canceled) group exhibitions will take place this week. I only found out about that when I had already booked the return ticket. Now I hope to hang my paintings on Thursday before the exhibition opens on Friday. But all in all, it feels very much like God's guidance and timing.
The last two legs were relatively short and so I was able to walk very comfortably and allow myself lots of photo and other breaks.
Die letzte Nacht verbrachte ich am Zentrum der Christusträger, das sich für eine abschließende Einkehr und Auswertung anbietet.
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The last night I spent at the Center of the Christusträger, which is ideal for a final retreat and evaluation.
Heute habe ich die 700 Kilometer Marke überschritten und gestern waren es fünf Wochen seit ich in Salzburg losging. Schon ein besonderes Gefühl, auch wenn ich es nach wie vor nicht als besondere Leistung empfinde (siehe letzter Eintrag).
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Today I passed the 700 kilometer mark and yesterday it was five weeks since I started in Salzburg. Already a special feeling, even if I still don't consider it a special achievement (see last entry).
P.S. Ein Video liefere ich nach, aber es scheint zu groß zu sein.
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P.S. I'll provide a video later, which seems to be too big.
Einfach Gehen. Einen Schritt nach dem anderen.
Unlängst meinte jemand, dass es schon eine tolle Leistung ist, wenn man so viele Kilometer geht. Irgendwie schien mir das nicht ganz der richtige Ausdruck zu sein.
Als ich darüber nachdachte, wurde mir bewusst, dass ich es nicht als besondere Leistung empfinde, weil es einfach daraus besteht, einen Schritt nach dem anderen zu machen. Jeden Tag neu.
Das macht gleichzeitig auch die Einfachheit der Sache aus. Eine Mitpilgerin meinte letztes Jahr, wie herrlich befreiend es ist, nur zu gehen, nicht den ganzen Tag lang 1000 Entscheidungen wie im Beruf treffen zu müssen, sondern einfach zu gehen.
Gerade wenn ich den Jakobsweg gehe, muss ich nicht dauernd entscheiden, wohin ich als nächstes gehe, sondern ich kann einfach den Wegweisern folgen.
Einen Schritt nach dem anderen gehen.
Auch bei schwierigen Stellen ist es wichtig, nicht darauf zu schauen, wie viele Kilometer oder Stunden es noch so weiter geht, sondern einen Schritt nach dem anderen zu gehen. Das gleiche gilt für das Ende der täglichen Strecke, wenn man schon müde ist. Einfach einen Schritt nach dem anderen. Und dann ist man irgendwann am Ziel, selbst wenn man denkt, man schafft es nicht mehr.
Im Grunde gilt das auch für andere schwierige Lebenssituationen: nicht zu weit in die Zukunft schauen (obwohl das auch motivieren kann, sich das Ziel vor Augen zu halten) sondern auf den nächsten Schritt, die nächste Aktion, das was ich im Jetzt tun kann, um ans Ziel zu kommen oder ein Problem zu lösen.
Genau das habe ich nun fünf Wochen lang gemacht, jeden Tag einen Fuß vor den anderen gesetzt, einen Schritt nach dem anderen gemacht, und empfinde es deswegen nicht als besondere Leistung.
Ich habe auch beobachtet, dass es mir hilft, wenn ich mich daran erinnere, etwas Ähnliches schon einmal geschafft zu haben. Wenn ich z.B. versucht bin, nicht weiterzugehen weil es regnet, dann kann ich mich daran erinnern, dass ich das schon einmal gemacht habe, und dann fühlt es sich gleich nicht mehr so überwältigend an. Oder wenn ich im Reiseführer lese, dass der nächste Aufstieg 600 Höhenmeter sein wird, dann erinnere ich mich daran, dass ich so einen Höhenunterschied schon einmal am Arlberg bewältigt habe, sogar im Regen, und dann fühlt es sich gleich nicht mehr so schlimm an.
Jede Herausforderung die ich bewältige, gibt mir also mehr Selbstvertrauen für ähnliche Situationen in der Zukunft.
Was mir vor einem Jahr noch so unmöglich schien, habe ich inzwischen in die Tat umgesetzt, mich diversen Herausforderungen gestellt und bin daran gewachsen.
So bin ich auch Gott von Herzen dankbar, dass ich knapp 700 Kilometer ohne Umknicken, Stürze, größere Ausrutscher oder sonstige Unfälle hinter mich gebracht habe. Aber auf manchen Strecken, besonders bei steilen Abstiegen, habe ich viel um Gottes Bewahrung gebetet. Dass ich sie ohne Unfall bewältigt habe, ist für mich nicht selbstverständlich.
Gott sei Lob und Dank!
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Simply Walk. One step after the other.
Recently someone said that it is a great achievement to walk so many kilometres. Somehow that didn't seem to be the right expression.
When I thought about it, I realized that I don't consider it a special achievement because it simply consists of taking one step at a time. Every day again.
At the same time, this is what makes it so simple. One fellow pilgrim said last year how wonderfully liberating it is to just walk, not to have to make a thousand decisions all day long like at work, but just to walk.
Especially when I walk the Way of St. James, I don't have to constantly decide where I'm going next, I can just follow the signs.
Walk one step at a time.
Even in difficult stretches, it is important not to look at how many kilometres or hours it will take, but to take one step at a time. The same applies towards the end of the daily walk when you are already tired. Just take one step after the other. And then at some point you reach your goal, even if you think you won't make it.
Basically, this also applies to other difficult situations in life: not looking too far into the future (although this can also motivate you to keep the goal in mind) but looking at the next step, the next action, what I can do in the now to get to the goal or solve a problem.
This is exactly what I have been doing for five weeks now, putting one foot in front of the other, one step after the other each day, and therefore I do not consider it a special achievement.
I have also observed that it helps me when I remember having done something similar before. For example, if I am tempted not to go on because it is raining, then I can remember that I have done this before, and then it doesn't feel so overwhelming anymore. Or when I read in the travel guide that the next ascent will be 600 metres in altitude, then I remember that I have already mastered such a difference in altitude once at the Arlberg, even in the rain, and then it immediately doesn't feel so bad anymore.
So every challenge I master gives me more self-confidence for similar situations in the future.
What seemed so impossible a year ago, I have now put into practice, faced up to various challenges and have grown with them.
I am also grateful to God from the bottom of my heart that I have completed almost 700 kilometres without twisting my ankle, falling, no major slips or other accidents. But on some stretches, especially on steep descents, I have prayed a lot for God's protection. That I managed them without an accidents is no small matter of course for me.
Praise and thanks to God!
Viele Genuss-Momente.
Gestern verlief meine Etappe über den letzten höheren Punkt, zuerst den Brünigpass mit knapp über 1000 Meter und kurz darauf den Uochwald mit 1080 Meter. Danach kam wieder ein sehr steiler und rutschiger Abstieg.
Am Nachmittag hatte ich endlich wieder einmal Gelegenheit zum Schwimmen, auch wenn der Brienzer See sehr kalt war. Und am Abend genoss ich mein abendliches Picknick am Ufer.
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Many moments of pleasure. Yesterday my stage was over the last higher point, first the Brünigpass with just over 1000 meters and shortly after the Uochwald with 1080 meters. Then came another very steep and slippery descent. In the afternoon I finally had the opportunity to swim again, even though Lake Brienz was very cold. And in the evening I enjoyed my evening picnic at the shore.
Die heutige Etappe führte mich zu ganz tollen Wasserfällen an denen ich mich gar nicht satt sehen konnte. Und zig Fotos machte.
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Today's stage led me to really great waterfalls of which I could not get enough. And I took countless photos.
Auf den weiteren Weg kam ich zu einer netten Sitzmöglichkeit am Wasser wo ich eine Pause mit Tagebuch schreiben genoss.
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On the further way I came to a nice sitting place at the water where I enjoyed a time of journalling.
Rechtzeitig schaffte ich es dann zur Schiffsstation, wo ich einen altertümlichen Raddampfer bestieg und damit den See überquerte.
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Just in time I made it to the boat station, where I boarded an old-fashioned paddle steamer and crossed the lake with it.
Am Nachmittag genoss ich schließlich das Treffen und den ausgiebigen Austausch mit einem ehemaligen Kollegen. Zwischendrin haben wir immer wieder gestaunt über die Schönheit der schneebedeckte Berge.
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In the afternoon I then enjoyed the meeting and the extensive exchange with a former colleague. In between, we marveled again and again at the beauty of the snow-covered mountains.
Vorausplanen ist schwierig.
Immer wieder merke ich wie schwierig es ist wenn man zu Fuß unterwegs ist, langfristig zu planen. Es gibt zwar Pilger, die alle Details vorher durchplanen und auch die Übernachtungen reservieren, aber ich kann mir das für mich nicht vorstellen.
Ein paar Beispiele aus den letzten Tagen:
Vor drei Tagen war einer der heißesten Tage vorher gesagt. Darum habe ich überlegt einen Pausentag zu mache. Aber da ich keine geeignete Unterkunft fand, überlegte ich einfach eine kürzere Strecke zu gehen. Als ich dann unterwegs war, stellte ich fest, dass es zum einen angenehm bedeckt war am Vormittag und zum anderen der Großteil der Strecke im Wald verlief. Dadurch war es für mich kein Problem auch am Nachmittag noch einige Stunden zu gehen.
Vor zwei Tagen dagegen habe ich nicht mit heissem Wetter gerechnet und dann hat die Sonne am Vormittag ziemlich herunter gebrannt. Da fragte ich mich, wie weit ich es wohl an dem Tag schaffen würde. Doch dann war ab Mittag bewölkt und das Weitergehen war kein Problem.
Allerdings hatten mir am Nachmittag einige Regen- und Gewitterfronten fast einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Immer wieder musste ich versuchen abzuschätzen, wann es sinnvoll ist, sich unter zu stellen und wann im Regen weitergehen kein Problem ist. Bei der vierten Regenfront zeigte der Wetter Radar, dass viele Blitze auf mich zu komme. Es war schon spät am Nachmittag und ich war bereits sehr müde. Schließlich mobilisierte ich meine letzten Kräfte, um so schnell wie möglich an mein Ziel zu kommen, bevor die Gewitterfront mich erreicht.
Gestern verlief der erste Teil des Weges nicht so unkompliziert wie erwartet: durch die vielen Regenfälle vom Vortag war alles sehr nass. Der Weg verlief steil abwärts über schlammige und rutschige Wiesen. Das ging langsamer als geplant und kostete mehr Kraft. Schließlich kam ich um einiges später als gedacht in mein Quartier.
Aus diesen Gründen, entscheide ich oft erst zu Mittag, wie weit ich noch gehen werde.
An manchen Tagen habe ich mich provisorisch in einer Unterkunft angemeldet, nur um am Nachmittag festzustellen, dass meine Füße mich nicht mehr so weit tragen wollen. Also musste ich wieder absagen.
Es gab auch Situationen, wo ich gedacht hatte, an einem bestimmten Ort zu übernachten, nur um dann festzustellen, dass z.B. eine Herberge nicht mehr existiert oder schon belegt war. Dann musste ich eine längere oder kürzere Strecke gehen.
Manchmal wurde meine provisorische Planung auch über den Haufen geworfen, weil das heiße Wetter mehr Pausen erfordern, die Steigung mehr Kraft erforderte, oder weil mich der Regen übermäßig durchnässte.
So entwickelt sich jeder Tag anders und ich weiß nie welche unbekannten Faktoren meinen provisorischen Tagesplan durcheinander bringen werde. Aber sich darauf einzulassen gehört für mich zum Pilgern.
Kleine Auswahl von Fotos der letzten Tage:
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Planning ahead is difficult.
Again and again I realize how difficult it is when you are on foot to make long-term plans. There are pilgrims who plan all the details in advance and also reserve accommodation, but I can not imagine doing that.
A few examples from the last few days:
Three days ago, one of the hottest days was forecast. Therefore I considered taking a break day. But since I didn't find a suitable accommodation, I just thought about walking a shorter distance. When I was on the way, I found out that it was pleasantly overcast in the morning and that most of the route was in the forest. So it was no problem for me to walk some hours in the afternoon.
Two days ago, on the other hand, I didn't expect hot weather and then the sun burned down quite a bit in the morning. I wondered how far I would make it that day. But then from noon on it was cloudy and going on was no problem.
However, in the afternoon some rain and thunderstorm fronts almost put a damper on my plans.
Again and again I had to try to estimate whether it would make sense to shelter or whether walking on in the rain would be no problem. At the fourth rain front the weather radar showed that many lightnings were coming towards me. It was late in the afternoon and I was already very tired. Finally, I mobilized my last energies to get to my destination as fast as possible before the thunderstorm front reached me.
Yesterday, the first part of the trail was not as easy as expected: everything was very wet due to the many rains from the day before. The trail went steeply downhill over muddy and slippery meadows. This went slower than planned and cost more energy.Finally, I arrived at my lodgings a lot later than expected.
For these reasons, I often decide only at noon, how far I will still be walking.
Some days I have tentatively checked into lodging, only to find out in the afternoon that my feet don't want to carry me that far. So I had to cancel again.
There were also situations where I had thought I would stay at a certain place, only to find that, for example, a hostel no longer existed or was already occupied. Then I had to walk a longer or shorter distance.
Sometimes my tentative plan was thrown out because the hot weather required more breaks, the incline required more strength, or because the rain drenched me excessively.
So every day turns out differently and I never know which unknown factors will mess up my provisional daily plan. But to get involved in it belongs for me to the pilgrimage.
Small selection of photos from the last days:
Tour der Schweizer Seen.
Der Schweizer Jakobsweg führt an sehr vielen Seen vorbei und das macht ihn mir sehr sympatisch, da ich Seen liebe.
Beim ersten Aufstieg in der Schweiz habe ich angeblich den Bodensee gesehen. Ob das stimmt werde ich dann erst beim Vergrößern der Fotos daheim am Computer feststellen können.
Vor drei Tagen kam ich dann an den
(1) Obersee, wo ich den Uferweg entlang ging, und dann zum
(2) Zürichsee, wo ich über den Holzsteg zwischen den beiden Seen von Rapperswil nach Pfäffikon ging.
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Tour of the Swiss Lakes.
The Swiss Way of St. James passes by a lot of lakes and that makes it very appealing to me, because I love lakes.
On the first ascent in Switzerland I have allegedly seen Lake Constance. Whether that is true I will only be able to determine when enlarging the photos at home on the computer.
Three days ago I arrived at the
(1) Obersee, where I walked along the shore path, and then to the
(2) Lake Zurich, where I walked over the wooden footbridge between the two lakes from Rapperswil to Pfäffikon.
Vor zwei Tage nahm ich dann im Regen und Nebel von diesen beiden Seen Abschied.
Unterwegs sah ich den
(3) Sihlsee aus etwas Entfernung.
Gestern sah ich bereits vom Berg aus den
(4) Lauerzersee und den
(5) Vierwaldstättersee.
Heute überquerte ich dann den Vierwaldstättersee mit dem Schiff bzw. die Enge zwischen Vierwaldstättersee und
(6) Urnersee.
Sowohl vom Berg aus, wie vom Schiff gab es viele tolle Aussichten.
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Then two days ago I said goodbye to these two lakes in the rain and fog.
On the way I saw the
(3) Sihlsee from some distance.
Yesterday I already had a from the mountain to the
(4) Lake Lauerz and the
(5) Lake Lucerne.
Today I crossed the Lake Lucerne by boat and the narrow passage between the Lake Lucerne and the
(6) Lake of Uri.
Both from the mountain and from the ship there were many great views.
Die heutige Etappe begann nach der Schifffahrt mit einem Aufstieg über steile und sehr schmale Felspfade, die volle Konzentration erforderten. Aber wie meistens lohnte sich die Mühe - von oben gab es dann atemberaubende Aussichten auf Berge und den See, der teilweise in einem tiefen Türkis schimmerte.
Nach der Mittagspause ging es dann wieder steil bergab und auch da war volle Konzentration nötig. Unten angenommen ging es dann gemütlich auf der Uferstraße entlang. Beim dritten Anlauf fand ich dann ein Quartier. Es war zwar für mich das teuerste bisher aber billiger als die anderen hier. Als ich eincheckte fielen ein paar Tropfen und sehr dunkle Wolken kamen auf. Trotzdem ging mein Wunsch in Erfüllung - ich könnte noch eine kleine Runde im See schwimmen, bevor das Unwetter losbrach. Auf den Weg zurück zum Haus fielen die ersten Hagelkörner und schon bald waren weder Berge noch See zu sehen. Es schüttete in Strömen und ich war sehr froh, bereits in der Unterkunft zu sein und nicht irgendwo unterwegs. Nach einer Stunde kam die Sonne wieder heraus.
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Today's leg began after the boat ride with an ascent over steep and very narrow rocky paths that required full concentration. But as usually, the effort was worth it – from the top there were breathtaking views of mountains and the lake, which partly shimmered in a deep turquoise.
After the lunch break, the route went steeply downhill again and full concentration was required there as well. Once I had reached the bottom, the path continued leisurely along the shore road. At the third attempt I found then a quarter. It was the most expensive for me so far but cheaper than the others here. When I checked in a few drops fell and very dark clouds came up. Still, my wish came true – I could swim a little lap in the lake before the storm broke. On the way back to the house the first hailstones fell and soon neither mountains nor lake were visible. It was pouring and I was very glad to be already in the accommodation and not somewhere on the way. After an hour the sun came out again.
Auf dem weiteren Weg werde ich noch einige Seen sehen, manche direkt am Ufer, andere nur aus Entfernung:
(7) Alpnacher See
(8) Sarner See
(9) Lungerersee
(10) Brienzersee
(11) Thunersee
Danach liegen noch einige kleinere Seen entlang vom Jakobsweg. Und falls ich so weit komme, verläuft die letzte Schweizer Etappe am Ufer vom
(12) Genfer See.
Viele gute Gründe also den Schweizer Jakobsweg zu gehen.
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On the further route I will see several more lakes, some directly on the shore, others only from a distance:
(7) Lake Alpnach
(8) Sarner Lake
(9) Lake Lunger
(10) Lake Brienz
(11) Lake Thun
After that there are some smaller lakes along the Jakobsweg. And if I get this far, the last Swiss stage runs along the shore of the
(12) Lake Geneva.
Thus there are many good reasons to walk the Swiss Way of St. James.
Hoch hinaus - die Schweizer Königsetappe.
Auch wenn der Arlberg der höchste Punkt bis Santiago ist, bieten die Schweizer Berge natürlich auch einige Herausforderungen. Es gab immer wieder Strecken mit 400-700 Meter Höhenunterschied.
Die heutige Etappe führte zum höchsten Punkt des Schweizer Jakobswegs, mit einem Aufstieg von mehr als 400 Höhenmeter und einem Abstieg von rund 1000 Höhenmeter. Beide Abschnitte waren zum Teil extrem steil. Und wenn es steil wird, egal ob aufwärts oder abwärts bin ich meist viel langsamer als andere (aber bekanntlich haben sogar die Schnecken die Arche Noah rechtzeitig erreicht). Beim Abwärtsgehen muss ich viele kleine Schritte machen und mich mit den Wanderstöcke abstützen, um meine Knie zu schonen. Beim Aufwärtsgehen bin ich vermutlich so langsam wegen meiner Herzrhythmusstörungen.
Kein Wunder also, dass ich beim heutigen Aufstieg für die ersten zwei Kilometer eine ganze Stunde brauchte. Allerdings war ich sehr überrascht, als ich den höchsten Punkt in den angegebenen knapp zwei Stunden erreichte. Auch den Abstieg schaffte ich in den angegebenen zwei Stunden.
Die damit verbundene Anstrengung hat sich auf jeden Fall gelohnt - eine traumhafte Aussicht auf die Schweizer Berge und Seen.
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High up – the Swiss royal stage.
Even though the Arlberg is the highest point to Santiago, the Swiss mountains naturally offer some challenges. There were always stretches with 400-700 meters altitude difference.
Today's stage led to the highest point of the Swiss Way of St. James, with an ascent of more than 400 meters in altitude and a descent of about 1000 meters in altitude. Both sections were extremely steep in parts. And when it gets steep, whether up or down, I'm usually much slower than others (but as we know, even the snails reached Noah's Ark in time). When going downhill, I have to take lots of small steps and brace myself with walking poles to protect my knees. Walking uphill, I'm probably so slow because of my heart arrhythmia.
So it's no wonder that today's ascent took me a whole hour for the first two kilometers. However, I was very surprised when I reached the highest point in the stated just under two hours. I also managed the descent in the specified two hours.
The effort involved was definitely worth it – a fantastic view of the Swiss mountains and lakes.
Am höchsten Punkt gab es sogar ein Berggasthaus, wo man bei einem Getränk die Aussicht noch besser geniessen konnte. Leider habe ich einen berühmten Gast knapp verpasst: Goethe war auch mal hier, am 12. Juni 1775.
Der letzte Teil heute nach der Mittagspause war dann wieder nicht so toll - die Sonne zeigte was sie kann und es gab wenig Schatten. Außerdem habe ich eine Abzweigung verpasst und bin neben der Hauptstraße gegangen. Zumindest war dieser Weg kürzer. Auf jeden Fall war ich dann sehr froh als ich mein Ziel erreichte und raus aus der Sonne kam.
Im übrigen bin ich heute vor vier Wochen losgegangen und habe inzwischen über 550 km zurückgelegt. Meinen Füßen geht es immer besser (ich habe schon mehrere Tage keine Blasenpflaster gebraucht), aber das Profil meiner Schuhsohlen schaut sehr mitgekommen aus.
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At the highest point there was even a mountain inn where you could enjoy the view with a drink. Unfortunately, I just missed a famous guest: Goethe was also here once, on June 12, 1775.
The last part today after the lunch break was then again not so great – the sun showed off and there was little shade. In addition, I missed a turnoff and went next to the main road. At least this way was shorter. In any case, I was very happy when I reached my destination and got out of the sun.
By the way, I started four weeks ago today and have covered more than 550 km in the meantime. My feet are getting better and better (I did not need blister plasters for several days), but the profiles of my shoe soles look very worn out.
Panta Rhei - alles fließt.
Seit gestern Abend hat es geschüttet und auch heute Vormittag ging das die meiste Zeit so weiter. Im Wald war es entsprechend nass und rutschig. Zum Teil fühlte sich der Boden an wie ein vollgesogener Schwamm - wenn man drauf stieg, ging er mehrere Zentimeter runter. Erst gegen Mittag ließ der Regen nach und am Nachmittag kam sogar die Sonne heraus.
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Panta Rhei – everything flows.
Since yesterday evening it has poured and also this morning it continued most of the time. In the woods it was correspondingly wet and slippery. Partly the ground felt like a soaked sponge – when you stepped on it, it went down several centimeters. Only around noon the rain subsided and in the afternoon even the sun came out.
Am Vormittag war wieder ein kräftiger Aufstieg am Programm. Das war keine gute Kombination mit dem Regen. Aus diesem Grund bin ich heute Vormittag öfter auf die Straße ausgewichen. Als ich dachte, ich hatte die schlimmste Steigung geschafft, ging es wieder begab. Und das gleich mehrmals.
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In the morning, another strong climb was on the program. That was not a good combination with the rain. For this reason, I switched to the road more often this morning. When I thought I had made the worst climb, it went downhill again. And that even several times.
Dafür war der Nachmittag sehr unkompliziert entlang eines rauschenden Baches.
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In exchange, the path in the afternoon was very uncomplicated running alongside a rushing brook.
Und dann am Zielort der erste Blick auf den Großen Mythen.
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And then at the destination the first view of the Great Mythen.
Wegweiser zum zweiten.
Jede Region hat andere Arten von Wegweiser für den Jakobsweg. Manche davon sind gewöhnungsbedürftig.
Nachdem ich mit denen in Tirol sehr gut klar kam, fand ich jene in Vorarlberg ungewohnt. Meist waren es nur zwei Balken in weiß und gelb. Wenn ich dann vor einem Pfosten mit so einer Markierung stand, wusste ich nicht ob ich links oder rechts davon weitergehen soll.
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Signposts, the second.
Each region has different types of signposts for the Way of St. James. Some of them take some getting used to.
After I got along very well with those in Tyrol, I found those in Vorarlberg unfamiliar. Mostly there were only two bars in white and yellow. When I then stood in front of a post with such a markings, I did not know whether I should walk left or right of it.
Mit der Zeit gewöhnte ich mich daran. Allerdings fragte ich mich auch manchmal, ob nicht alle (oder viele) Wanderwege auf diese Weise gekennzeichnet sind. Ich sah solche Markierungen auch dort wo meines Wissens kein Jakobsweg verlief. Und so habe ich kurz vor Feldkirch auch den falschen Weg genommen. Ich kam dann an der falschen Stelle aus dem Wald und weit und breit war kein Jakobsweg.
Auch in der Schweiz war es erst gewöhnungsbedürftig. Hier wird der Jakobsweg mit einer 4 bzw. zwischen der Grenze und Sankt Peterzell mit einer 44 markiert. Das ist sehr eindeutig. Allerdings kam es vor, dass ich lange Strecken gegangen bin und keine solche Markierung zu sehen war. Oft sieht man nur Wegweiser mit der Aufschrift "Wanderweg" oder die gelben Rauten. Dann dachte ich mir manchmal: "Schön, dass hier ein Wanderweg verläuft, aber ist es auch ein Jakobsweg?" Inzwischen habe ich mich auch daran gewöhnt und weiß in den meisten Fällen, wo ich weitergehen muss.
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Over time, I got used to it. However, I also wondered sometimes if not all (or many) trails are marked in this way. I saw such markings even where, to my knowledge, no Way of St. James ran. And so I took shortly before Feldkirch the wrong way. I came then out of the forest at the wrong place and far and wide was no Way of St. James.
Also in Switzerland it took some getting used to. Here, the Way of St. James is marked with a 4 or between the border and Sankt Peterzell with a 44. This is very clear. However, it happened that I walked long distances and no such markings were to be seen. Often you only see signposts with the inscription " Hiking trail" or the yellow rhombuses. Then I sometimes thought to myself, "It's nice that there's a hiking trail here, but is it also a Way of St. James?" In the meantime, I have also gotten used to it and in most cases I know where to continue.
Heute habe ich die Markierungen wohl falsch interpretiert und kam dann wieder einmal an der falschen Stelle aus dem Wald. Leider merkte ich es erst sehr spät. Das Ergebnis war, dass ich mehrere Kilometer entlang der Hauptstraße auf Asphalt gegen musste, bevor ich wieder zum eigentlichen Jakobsweg zurück fand.
Das Wetter war heute für mich sehr angenehm - meist bedeckt und nicht zu heiß. Außerdem verlief ein längeres Stück durch den Wald was ich immer sehr genieße. Trotzdem melden sich meine verbrannten Körperteile wieder mehr als gestern (vor allem die Rückseite der Oberarme). Ich habe wohl doch wieder zuviel Sonne abgekriegt.
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Today I probably misinterpreted the markings and then once again came out of the forest in the wrong place. Unfortunately, I noticed it very late. The result was that I had to go several kilometers along the main road on asphalt, before I found back to the originally Way of St. James.
The weather was very pleasant for me today – mostly overcast and not too hot. In addition, a longer stretch ran through the forest which I always enjoy very much. Nevertheless, my burned body parts are more present than yesterday (especially the back of the upper arms). I probably got too much sun again.
Donner und Blitz.
Der gestrige Tag begann mit Donner und Blitz und endete damit.
Anfangs war ich sehr froh, denn ich hatte mir ja ein mehr bedecktes Wetter gewünscht.
Ein paar Kilometer nach meinem Aufbruch fing es dann an zu donnern. Das würde mich nicht weiter stören, aber dann war es doch mehr als ein Trockengewitter. Ich stellte mich wo unter und ging dann mit Poncho weiter als ich dachte es wäre großteils vorbei. Allerdings schien das Gewitter nach kurzer Zeit wieder näher zu kommen. Ich war bereits außerhalb der Ortschaft mitten auf einer feuchten Blumenwiese als ich merkte, dass der Abstand zwischen Donner und Blitz weniger als eine Sekunde war. Ich hatte keine Lust auszuprobieren ob mein Poncho genügend isoliert im Fall eines Blitzschlags. Also drehte ich um und suchte den nächsten Unterstand.
Dort waren bereits zwei andere Wanderer, die zwar nicht am Jakobsweg unterwegs waren, ihn aber bereits mehrmals bis Santiago gegangen sind. Es war eine interessante Unterhaltung während wir auf das Ende des Gewitter warteten.
Schließlich war es soweit, dass ich mit Poncho weitergehen konnte. Der Pilgerführer hat nicht zu viel versprochen - es war eine wunderschöne Strecke. Der Himmel war großteils bedeckt und das machte das Wandern sehr angenehm.
Erst zu Mittag verschwand ein Großteil der Bewölkung.
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Thunder and lightning.
Yesterday started with thunder and lightning and ended with it.
At first I was very happy, because I had wished for more overcast weather.
Then a few miles after I left, it started to thunder. That wouldn't bother me much, but then it turned out to be more than a dry thunderstorm. I sheltered and then went on with poncho when I thought it was mostly over. However, after a short time the thunderstorm seemed to come closer again. I was already outside the village in the middle of a wet flower meadow when I noticed that the distance between thunder and lightning was less than a second. I didn't feel like trying out if my poncho would insulate enough in case of a lightning strike. So I turned around and looked for the next shelter.
There were already two other hikers who were not on the Way of St. James, but had already walked it several times to Santiago. It was an interesting conversation while we waited for the thunderstorm to end.
Finally, it got to the point where I could continue with my poncho on. The pilgrim guide didn't promise too much – it was a beautiful route. The sky was mostly overcast and that made walking very pleasant.
It wasn't until noon that much of the cloud cover disappeared.
Nach der Mittagspause war wieder eine größere Steigung auf dem Programm. Und die Sonne zeigte was sie kann. Als ich den höchsten Punkt erreichte, sah ich eine Regenfront, die genau in meine Richtung kam. Ein Blick auf den Wetter Radar machte deutlich, dass ich es nicht bis zum Zielort schaffen würde, bevor die Gewitterfront mich erreicht.
So beschloss ich an Ort und Stelle ein Zimmer zu nehmen. Am Abend nach dem Gewitter gab es noch ein paar traumhafte Ausblicke auf die Schweizer Berge in der Abendsonne.
Auch der heutige Tag begann und endete mit Gewitter.
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After the lunch break, there was another major climb on the program. And the sun showed off again. When I reached the highest point, I saw a rain front coming right in my direction. A look at the weather radar made it clear that I would not make it to my destination before the storm front reached me.
So I decided to take a room there and then. In the evening after the thunderstorm we had some fantastic views of the Swiss mountains in the evening sun.
Today also began and ended with thunderstorms.
Das Gewitter heute früh war bereits vorbei als ich losging. Wieder waren die ersten Stunden besonders angenehm, da der Himmel bedeckt war.
Der steile Abstieg gelang mir in der angegeben einen Stunde mit nur einem Ausrutscher. Meine Füße rutschten auf dem feuchten Geröll unter mir weg. Ich konnte mich zwar gut fangen, aber dann kam ich nicht mehr auf, weil mein Rucksack mich nach hinten zog. Schließlich schaffte ich es mit seitlich abrollen.
Nach ein paar Einkäufen kam wieder eine größere Steigung. Aus der angegeben Stunde wurden 1 3/4 Stunden. Der Ausblick dort oben war traumhaft. Wie schön, dass es dort sogar ein kleines Selbstbedienungs- "Lädili" mit gekühlten Getränken gab. Nach einem kurzen Abstieg kam eine zweite kürzere Steigung. Dort fand ich endlich ein schattiges Plätzchen für eine längere Pause. Aber ich hörte bereits das erste Donnergrollen. Allerdings sah es zuerst nicht so aus, als ob es in meine Richtung kommen würde. Nach einer weiteren Stunde sah ich eine zweite Gewitterfront, die sehr wohl in meine Richtung kam. Es war ein Wettlauf gegen die Zeit, aber schlussendlich erreichte ich den Zielort bevor es zu regnen begann. (Das Gewitter schien dann eine Zeit lang nicht näher zu kommen und schließlich erreichten uns nur die Ausläufer.)
Allerdings hatte ich noch kein Quartier. Im Pilgerführer standen zwei günstige Unterkünfte. Bei beiden Telefonnummern antwortete niemand. Die erste Adresse schien nicht mehr zu existieren. Die zweite Adresse schien nach wie vor Pilger zu beherbergen, aber keiner war daheim. Ich wartete länger vor der Tür. Nach einer Zeit telefonierte ich mit diversen anderen Unterkünften, die alle ein Vielfaches davon kosten würden.
Was tun? Vielleicht sollte ich auf die Suche nach dem Geschäft im Ort gehen und wenn bis zum Ausbruch des Gewitters niemand daheim ist, muss ich doch in eines der teuren Hotels gehen. Auf dem Weg zum Geschäft spricht mich eine Frau an, die selber schon den Jakobsweg gegangen ist und mit einem Steirer verheiratet ist. Sie lädt mich auf einen Kaffee ein. Wir plaudern auf ihrer überdachten Terrasse während das Gewitter losbricht.
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The thunderstorm this morning was already over when I left. Again, the first hours were particularly pleasant because the sky was overcast.
The steep descent I managed in the given one hour with only one slip. My feet slipped away on the wet scree below me. I managed to catch myself, but then I couldn't get up because my backpack was pulling me backwards. Finally, I managed to roll sideways.
After a couple of purchases, there was another major climb. The stated hour became 1 3/4 hours. The view up there was fantastic. How nice that there was even a small self-service "Lädili" with chilled drinks. After a short descent came a second shorter climb. There I finally found a shady spot for a longer break. But I already heard the first rumble of thunder. However, at first it didn't look like it was coming in my direction. After another hour I saw a second thunderstorm front, which was very much coming my way. It was a race against time, but finally I reached my destination before it started to rain. (The thunderstorm then didn't seem to get any closer for a while and finally only the fringes reached us).
However, I did not have a place to stay yet. In the pilgrim's guidebook there were two cheap accommodations. At both phone numbers no one answered. The first address seemed to no longer exist. The second address still seemed to house pilgrims, but no one was home. I waited at the door for some more time. After a while I phoned various other accommodations, all of which would cost many times more.
What to do? Maybe I should go in search of the store in town and if no one is home by the time the thunderstorm breaks out, I will have to go to one of the expensive hotels after all. On the way to the store I was approached by a woman who had already walked the Way of St. James herself and was married to a Styrian. She invites me for a coffee. We chat on her covered terrace while the thunderstorm breaks loose.
Sie kennt die Familie vor deren Haus ich bereits war. Sie ruft an und erreicht sie. Ja, sie sind daheim und ich kann bei ihnen übernachten. Gerade dann hört es auf zu regnen. Ich gehe im Trockenen zu der zweiten Adresse und staune wieder einmal über Gottes Führungen.
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She knows the family in front of whose house I was earlier. She calls and reaches them. Yes, they are home and I can spend the night with them. Just then it stops raining. I walk in the dry to the second address and am once again amazed at God's guidance.
Lernprozess Genießen.
Seit einer Woche spricht Gott zu mir über das Thema Genießen. Wie passt das denn zum Pilgern?
Wie in meinem Eintrag über Freudenfunken u.a. deutlich wird, gibt es vieles, das ich auf dem Jakobsweg genieße.
Es gibt natürlich Pilger, die meinen, dass die Pilgerreise mehr zählt, wenn man Blasen oder andere Schmerzen hat, einen schwereren Rucksack trägt oder Steine zu einem Gipfel trägt, usw.
Aber zu denen gehöre ich sicher nicht. Ich glaube nicht, dass ich mir durch Anstrengung oder Schmerzen Gottes Liebe und Vergebung verdienen könnte. Dieses Denken ist mir fremd, unter anderem weil ich nicht katholisch aufgewachsen bin. Aber auch durch meine persönliche Beziehung zu Jesus, die ich mit 18 Jahren bewusst begonnen habe und die seither immer tiefer wurde.
Ich habe auch vor vielen Jahren gelernt, dass nichts was ich tue (oder nicht tue) Gottes Liebe zu mir erhöhen oder vermindern kann. Ich weiß, dass Jesus für alle meine Sünden gestorben ist und dass er mir vergeben hat. Keine Pilgerreise oder Ankunft in Santiago im Heiligen Jahr (2021) kann das verbessern. Darum muss ich auch die Pilgerreise nicht unnötig erschweren, Steine einen Berg hinauf tragen oder glauben, dass die Pilgerreise mehr zählt, wenn ich Blasen habe.
Vor einigen Tagen schien Gott mir zu sagen: "Geh so, dass du es genießen kannst." Hmmm? Interessant!
Im Nachdenken darüber merkte ich dann, dass ich trotz allem die Tendenz habe, mich unter Druck zu setzen. An dem betreffenden Tag, zum Beispiel, hatte ich provisorisch eine Übernachtung ausgemacht. Dadurch fühle ich mich verpflichtet, auch wirklich diesen Zielort der Etappe zu erreichen. Aber meine Füße machten immer mehr Probleme. Die Blase auf einer Zehe fühlte sich entzündet an. Was nun? "Jesus, wie soll ich das genießen?" Langsam würde mir bewusst, dass ich vielleicht die Etappe früher beenden sollte. Also suchte ich nach einem Quartier. Ich fand einen Camping Platz, aber musste dafür ein ganzes Stück zurückgehen. Gerade als ich mich auf den Weg machte, sprach mich eine Frau an. Ob ich auf dem Jakobsweg unterwegs bin. Ob ich schon eine Unterkunft habe. Schließlich bot sie mir ein Zimmer bei sich an. Ihr Haus war nur wenige Meter entfernt. Diese Frau schien mir wie ein Engel. Was für ein Geschenk!
In den nächsten Tagen dachte ich immer wieder darüber nach, was mir Gott damit sagen will.
Ein paar Tage später, sagte ich zu Gott: "Also im Moment fällt es mir schwer das Gehen zu genießen, weil ich so müde bin." Als ich um die nächste Biegung kam, stand da ein Bankerl mitten im Wald und ich konnte eine Rast einlegen. Die hat mir sehr gut getan.
So habe ich in den letzten Tagen immer wieder bewusst Genuss-Pausen eingelegt, bzw. hingehört, wo ich mich unnötig unter Druck setze. Dazu gehört vermutlich auch das schlechte Gewissen, wenn ich zu oft stehen bleibe, um zu fotografieren oder Pausen zu machen. Oder auch ein übermäßiges Bemühen sparsam zu sein und so wenig wie möglich auszugeben. Oder da Gefühl, ich sollte die vorgegebene Strecke schaffen. Auch wenn ich inzwischen weiß, dass ich durchaus auch 30 km am Tag schaffe, habe ich in den wenigsten Fällen die vorgeschlagenen Etappen geschafft. Aber das muss ich ja auch nicht.
Obwohl ich mich von Anfang an gegen alles Leistungsdenken gewehrt habe, scheine ich doch nicht ganz frei davon zu sein. Anscheinend will Gott nun in diesem Bereich an mir arbeiten.
Vielleicht war es auch ein Stück Vorbereitung auf die Schweiz. Es ist immer wieder schockierend, wie teuer hier alles ist. Es widerstrebt mir zutiefst, so viel mehr für ein Bett oder ein einfaches Mittagessen auszugeben.
Ich bemühe mich, die Situation zu akzeptieren und nicht innerlich bei jeder Ausgabe zu rebellieren.
Mal sehen, ob ich lernen kann, trotzdem zu genießen. Und ich bin schon neugierig, was Gott mir sonst noch sagen möchte auf dieser Pilgerreise.
Dazu passend ein Schild am gestrigen Besinnungsweg:
Learning to Enjoy.
For a week now, God has been speaking to me about the subject of enjoyment. How does that fit with a pilgrimage?
As is clear in my entry about sparks of joy, there are many things that I enjoy on the Way of St. James.
There are, of course, pilgrims who think their pilgrimage counts more if you have blisters or other aches and pains, carry a heavier backpack, or carry rocks to a summit, etc.
But I am certainly not one of those. I don't think I could earn God's love and forgiveness through effort or pain. This thinking is foreign to me, partly because I did not grow up Catholic. But also because of my personal relationship with Jesus, which I consciously began when I was 18 and which has deepened ever since.
I also learned many years ago that nothing I do (or don't do) can increase or decrease God's love for me. I know that Jesus died for all my sins and that He has forgiven me. No pilgrimage or arrival in Santiago in the Holy Year (2021) can enhance that. That's why I don't need to make the pilgrimage unnecessarily difficult, carry stones up a mountain, or think that the pilgrimage counts more when I have blisters.
A few days ago, God seemed to say to me, "Walk in such a way that you can enjoy it." Hmmm? Interesting!
In thinking about it, I then realized that despite everything, I have a tendency to put pressure on myself. On the day in question, for example, I had tentatively scheduled an accommodation. This made me feel obligated to actually reach this destination. But my feet were causing more and more problems. The blister on one toe felt inflamed. What now? "Jesus, how am I supposed to enjoy this?" Slowly I realized that I should perhaps end today's leg earlier. So I started looking for a place to stay. I found a camping site, but would have to backtrack quite a bit to get there. Just as I was getting ready to leave, a woman approached me. Whether I am on the Way of St. James. Whether I already have a place to stay. Finally, she offered me a room at her place. Her house was only a few meters away. This woman seemed like an angel to me. What a gift!
Over the next few days, I kept thinking about what God was trying to tell me.
A few days later, I said to God, "Right now I'm having a hard time enjoying walking because I'm so tired." Immediately afterwards, when I came around the next bend, there was a bench in the middle of the forest and I was able to take a rest. It did me a lot of good.
So in the last few days, I have always consciously taken breaks of enjoyment, or watched out for where I put myself under unnecessary pressure. This probably includes a guilty conscience when I stop too often for taking pictures or other breaks. Or even an excessive effort to be frugal and spend as little as possible. Or feeling like I should be able to make the given distance. Even though I know in the meantime that I can do 30 km a day if necessary, I have rarely done the suggested distances of the guidebook. I know I don't have to.
Although I have resisted all performance thinking from the beginning, I do not seem to be completely free of it. Apparently, God now wants to work on me in this area.
Maybe it was also a part of the preparation for Switzerland. There it is always shocking for me how expensive everything is. I am very reluctant to spend so much more for a bed or a simple lunch.
I am trying to accept the situation and not rebel inwardly at every expense.
Let's see if I can learn to enjoy it anyway. And I'm already curious about what else God wants to tell me on this pilgrimage.
Barfuß Gehen.
Heute war fast den ganzen Vormittag barfuß gehen dran. Zwischen Gontenbad und Jakobsbad ist ein Barfußweg. Den musste ich ausprobieren.
Natürlich ging ich langsamer als sonst und achtsam auf mögliche Bienen im Klee. Gras, frisch gemähtes Heu, Erde, Lehm Boden, Schlamm, Holzplanken, Asphalt, Kies, Sand, … konnten wir alles ausprobieren. Am tollsten war das nasse Gras als ich aus Versehen am Rande vom Golfplatz ging. Nur die steinigen Untergründe waren nicht so mein Fall. Und über den herausstehenden Nagel auf einer Holzbrücke war ich nicht so begeistert.
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Barefoot walking.
Today it was barefoot walking almost the whole morning. Between Gontenbad and Jakobsbad is a barefoot path. I had to try it out.
Of course, I walked slower than usual and mindful of possible bees in the clover. Grass, freshly mowed hay, earth, clay soil, mud, wooden planks, asphalt, gravel, sand, ... we could experience it all. The most amazing part was the wet grass when I accidentally walked on the edge of the golf course. Only the stony surfaces were not my cup of tea. And I was not so enthusiastic about the protruding nail on a wooden bridge.
An dieser Stelle habe ich nach ungefähr 2/3 aufgegeben. Das wären mir eindeutig zu viel Steine.
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At this point I gave up after about 2/3 of the path. There were clearly too many stones for me.
Am Ende gab es einen Bach zum Kneippen und Füße waschen. Dort hatte ich dann auch eine nette Unterhaltung mit zwei Schweizern über den Jakobsweg und meinen Erlebnissen damit.
Am Nachmittag ging es dann auf wunderschönen Wegen bergauf, bergab, durch den Wald und über Viehweiden. Traumhafte Landschaften rundherum.
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At the end there was a stream for kneipping and washing your feet. There I also had a nice conversation with two Swiss about the Way of St. James and my experiences with it.
In the afternoon it went on beautiful paths uphill, downhill, through the forest and across pastures. Fantastic landscapes all around.
Auf dem Barfußweg war ich wohl so aufs Gehen konzentriert, dass ich nicht gemerkt habe, wie sehr die Sonne mich von hinten verbrannt hat. Erst gegen Abend merke ich die hochroten Stellen am Wadl und den Oberarmen von hinten.
Insgesamt war der Tag sehr heiß und ich sehr langsam unterwegs, sodass ich gerade die halbe Strecke schaffte. Ich hoffe sehr, dass morgen wieder bedeckter ist.
Meine heutige Unterkunft ist auch ein Novum: ein Matratzenlager unterm Dach mit maximal 140 cm Raumhöhe, Dachschräge und 120 cm Türhöhe. Hinauf geht es über eine Ausziehleiter.
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On the barefoot path I was probably so focused on walking that I did not notice how much the sun burned me from behind. Only towards the evening I notice the crimson spots on the back of the calf and upper arms.
Overall, the day was very hot and I was walking very slowly, so I just managed half the distance. I really hope that tomorrow will be more overcast.
My accommodation today is also a novelty: a dormitory under the roof with a maximum room height of 140 cm with a sloping roof and 120 cm door height. The way up is via an extension ladder.
Aufdringliche Kühe.
Der erste Teil der heutigen Etappe beinhaltete eine größere Steigung - über 600 Höhenmeter. Es ging zwar nur auf knapp über 1000 Meter, also nicht so hoch wie am Arlberg, aber der Höhenunterschied war ähnlich.
Anfangs verlief die Strecke auf asphaltierten Nebenstraßen und dann nur noch Wald- und Wiesenwege. Zwischendrin schöne Ausblicke auf das Rheintal. Auf dem letzten Stück konnte ich 5-7 Bussarde / Milane (?) beobachten, die hoch oben in den Lüften schwebten.
Am höchsten Punkt wartete ein schönes rotes Bankerl im Schatten auf mich. Toller Ausblick inklusive. Also ideal um eine Mittagspause zu machen. Schuhe aus, Socken aus, Proviant heraus.
In einigen Metern Entfernung standen mehrere Kühe im Schatten, andere grasten in der Sonne. Ich konnte an den Fußspuren und Hinterlassenschaften sehen, dass sie auch manchmal zu der leicht erhöhten Stelle vom Bankerl kamen.
Keine Ahnung, wann sie sich für mich zu interessieren begannen. Vielleicht das Rascheln von meinen Sackerln (Plastiktüten)? Auf jeden Fall fing eine Kuh an, den schmalen Pfad zum Bankerl herauf zu klettern. Zwei weitere drängten hinterher. Aber da wo das Bankerl stand war nicht genug Platz - weder für mehr als eine Kuh, auch nicht für eine Kuh und mich.
Was interessiert sie am mir und meinen Sachen? Wollen sie meine stinkigen Socken fressen? An der Apfelputze waren sie nicht interessiert. Walnüsse? Kann ich mir nicht vorstellen.
Na ja, auf jeden Fall verstecke ich meine Socken und redete ernsthaft zu ihnen. Nach einer Zeit des Überlegens änderte die erste Kuh ihre Richtung und lutschte nur das andere Ende der Bank ab. Die zwei anderen Kühe kletterten wieder hinunter. So konnte ich wenigstens meinen Apfel fertig essen. Aber da ich nicht wusste, ob sie es sich nicht doch anders überlegen, packe ich schon bald zusammen und begann meinen Abstieg ins Tal.
Im nächsten Ort mache ich dann eine ausgiebige Mittagspause. Während es beim Anstieg viel Schatten gab, war der letzte Teil des Weges nur zwischen Feldern in der prallen Sonne. Die Bauern freuen sich natürlich über drei Tage trockenes Wetter und alle waren eifrig mit der Heuernte beschäftigt.
Beim Aufstieg sah ich bereits, dass viele Frauen mit dem Heu Einsammeln beschäftigt sind. Dass sie dafür Laubgebläse verwenden, hat mich schon verwundert - in einem kleinen Dorf zählte ich fünf solcher Krachmacher.
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Pushy cows.
The first part of today's stage included a major climb – over 600 meters in elevation. It went up to just over 1000 meters, so not as high as on the Arlberg, but the difference in altitude was similar.
Initially, the route was on paved side roads and then only forest and meadow paths. In between, beautiful views of the Rhine Valley. On the last stretch I could watch 5-7 kites hovering high up in the skies.
At the highest point, a beautiful red bench was waiting for me in the shade. Great view included. Thus ideally to make a lunch break. Shoes off, socks off, provisions out.
A few meters away were several cows in the shade, others grazing in the sun. I could see from the footprints and scraps that they sometimes came to the slightly elevated spot by the bench.
I don't know when they began to take an interest in me. Maybe the rustling of my plastic bags? In any case, one cow started climbing up the narrow path to the bench. Two more pushed behind. But there was not enough space where the bench was – neither for more than one cow, nor for a cow and me.
Why are they interested in me and my things? Do they want to eat my stinky socks? They were not interested in the apple core. Walnuts? I can't imagine. Well, in any case, I hid my socks and talked seriously to them. After a while of thinking, the first cow changed direction and just sucked the other end of the bench. The other two cows climbed back down. At least that way I could finish my apple. But since I didn't know if they would change their minds, I soon packed up and started my descent into the valley.
In the next village, I then took an extensive lunch break. While there was plenty of shade on the climb, the last part of the trail was just between fields in the blazing sun. The farmers are of course happy about three days of dry weather and all were busy with the hay harvest.
On the ascent I already saw that many women were busy collecting hay. That they use leaf blowers for this, really surprised me – in one small village I counted five such noisemakers.
Grüezi La Suisse
Nach einer guten Nacht im Pilgerzimmer des Kapuzinerklosters, standen diverse Besorgungen am Programm bevor ich Österreich verließ. Außerdem musste ich mir ein Frühstück suchen. Das war der schwierigste Teil.
Das Zentrum von Feldkirch ist sehr schön, mit vielen netten Gässchen und Schanigärten. Außerdem war heute Wochenmarkt. Nachdem ich in ungefähr 10 Lokalen gefragt habe, ob sie mir eine Eierspeis (Rührei) machen können, bin ich wieder beim Interspar gelandet. Dort kriegte ich endlich ein Frühstück ohne Getreide und Zucker. Schade, dass ich das nicht in einem der Schanigärten genießen konnte.
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Grüezi La Suisse After a good night's sleep in the pilgrimage room of the Capuchin monastery, various errands were on the agenda before I left Austria. I also had to find breakfast. That was the most difficult part. The center of Feldkirch is very nice, with many nice alleys and Schanigärten (sidewalk cafés). Today was also the weekly market. After asking in about 10 places if they could make me an egg dish (scrambled eggs), I ended up at the Interspar again. There I finally got a breakfast without cereals and sugar. Too bad I couldn't enjoy it in one of the Schanigärten.
Für heute habe ich bewusst eine kürzere Etappe geplant, nachdem ich gestern wieder einmal ungeplant 30 km gegangen bin. In den Ortschaften vor Feldkirch war kein Bett zu finden. Das wurde mir aber erst gegen 15h deutlich und so musste ich einen Zahn zulegen, um die restlichen 10 km bis zum Abend zu schaffen. Dafür konnte ich mir heute Früh etwas Zeit lassen.
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For today I have deliberately planned a shorter leg, after I went yesterday once again an unplanned 30 km. In the villages before Feldkirch was no bed to be found. But that became clear to me only around 3 pm and so I had to step up a gear to achieve the remaining 10 km until the evening. In exchange, I was able to take my time this morning.
Der Weg war relativ unkompliziert und verlief großteils entlang der Ill bis sie in den Rhein mündete. Da es heute knapp 30 Grad hatte, war es wieder ein "Schatten-Jäger-Tag". Wie gut, dass die Schatten am Damm relativ häufig waren. Leider waren alle Bankerl in der Sonne und so machte ich meine Pause auf einem Baumstumpf. Kurze Zeit danach ergab sich die Gelegenheit die Füße ins kühlende Nass zu stecken, als ich zu einem kleinen Seitenarm der Ill kam. Allerdings war das Wasser so kalt, dass mir die Lust aufs Schwimmen verging. Aber es war eine erholsame Genuss-Pause.
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The path was fairly uncomplicated and ran largely along the Ill River until it flowed into the Rhine. Since it was almost 30 degrees today, it was again a "shade hunter day". How good that the shadows at the dam were relatively frequent. Unfortunately, all the benches were in the sun and so I took my break on a tree stump. Shortly thereafter, the opportunity arose to put my feet in the cooling water when I came to a small tributary of the Ill. However, the water was so cold that I lost the desire to swim. But it was a relaxing pleasure break.
Bald nach dem Zusammenfluss von Ill und Rhein kam die Brücke, die mich in die Schweiz brachte. Wenige Kilometer danach erwartete mich mein Quartier.
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Soon after the confluence of the Ill and Rhine rivers came the bridge that took me into Switzerland. A few kilometers after that, my lodgings awaited me.
Das hatte ich bewusst hier ausgewählt, da das nächste Stück des Weges wieder sehr steil ist. Solche Steigungen bewältige ich lieber am Vormittag als am Nachmittag.
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I had deliberately chosen this here, because the next part of the path is again very steep. I prefer to master such climbs in the morning than in the afternoon.
Gottesdienst unter dem Vordach.
Unterwegs höre ich mir selten etwas auf dem Handy an. Gestern habe ich um 10h kurz überlegt, ob ich mir die Kopfhörer aufsetzen soll und den Gottesdienst anhören. Aber dann hätte ich das tolle Konzert der Vögel im Wald verpasst.
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Church service under the canopy.
On the road, I rarely listen to anything on my phone. Yesterday at 10am I briefly considered whether I should put on the headphones and listen to the church service. But then I would have missed the great concert of birds in the forest.
Kurz darauf verließ ich den Wald und es begann zu regnen. Als der Regen immer stärker wurde, überlege ich, was ich tun soll. Da tauchte vor mir eine kleine Kirche auf. Sie war zwar versperrt, aber hatte eine großes Vordach mit Wänden. Dort wartete ich den Regenguss ab und konnte in der Zeit den Gottesdienst meiner Gemeinde anhören.
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Shortly after, I left the forest and it began to rain. As the rain became heavier and heavier, I wondered what to do. Then a small church appeared in front of me. It was locked, but had a large canopy with walls. There I waited out the downpour and in the meantime I could listen to the service of my congregation.
Als der Gottesdienst vorbei war, hatte auch der Regen aufgehört. Also wanderte ich weiter.
Der nächste Abschnitt war relativ steil, aber wunderschön. Es ging durch sehr hohe Wiesen mit einer bunten Mischung aus Blumen. Der Weg war ziemlich zugewachsen und ich vermute, dass da schon länger keine Pilger gegangen sind.
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When the service was over, the rain had also stopped. So I walked on.
The next section was relatively steep, but beautiful. It went through very high meadows with a colorful mix of flowers. The path was quite overgrown and I suspect that no pilgrims have walked there for a long time.
Bald schon war die Sonne wieder da und der blaue Himmel war mit schönen Wolken verziert.
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Soon the sun was back and the blue sky was decorated with beautiful clouds.
Eigentlich wollte ich an dem Tag bis hinter diese markante Felsnase gehen, aber alle Unterkünfte in den Dörfern dahinter waren nicht erreichbar oder belegt. So ging ich ein Stück zurück und quartierte mich am Camping Platz ein. In einem Blockhaus war ein Matratzenlager, das ich ganz für mich alleine hatte.
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Originally I wanted to walk that day until behind this prominent rock outcrop, but all accommodations in the villages behind it were not accessible or taken. So I went back a bit and stayed at a camping site. In a log cabin was a dormitory, which I had all to myself.
Am Abend wurden wird dann durch ein Ständchen mit Alphörnern überrascht und einem tollen Sonnenuntergang.
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In the evening we were surprised by a serenade of alphorns and a magnificent sunset.
Tiroler Bauernhäuser
Über die Tiroler Bauernhäuser gibt es sogar ein Freiluftmuseum. Als ich dort vorbei ging, hat es leider geregnet und es waren noch viele Kilometer bis zum Quartier. Also keine gute Gelegenheit, das Museum zu besichtigen.
Obiges Foto habe ich über den Zaun geschossen und mir nur gedacht, ich hoffe, ich werde am Jakobsweg nicht in so etwas übernachten müssen. 😉
Unterwegs habe ich immer wieder sehr schöne Gebäude mit Malerei und Verzierungen an der Hauswand gesehen. Auch wenn ich Tirol bereits verlassen habe, wollte ich euch eine kleine Auswahl zeigen.
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Tyrolean farmhouses
There is even an open-air museum about the Tyrolean farmhouses. Unfortunately, when I walked by there, it was raining and there were still many kilometers to my lodging. So not a good opportunity to visit the museum.
Above photo I shot over the fence and just thought to myself, I hope I will not have to spend the night in something like this on the Way of St. James 😉.
On the way I have seen again and again very beautiful buildings with paintwork and decorations on the wall of the house. Even though I have already left Tyrol, I wanted to show you a small selection.