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Lustige, alternative Denkweisen....
Von Scherzen und der Verantwortung dahinter
Heute wurde der YouTuber ApoRed dafür verurteilt, das er vor einiger Zeit einen Bombenprank gedreht und veröffentlicht hat. Wo sind da die Grenzen?
Nun, ich würde sagen, der Spaß hört da auf, wo man die Folgen nicht mehr verantworten kann. Es ist ok, einen Spaß zu treiben, auch mal auf Kosten anderer (Sachen wie versteckte Kamera wären sonst nicht möglich), diesen Punkt sehe ich anders als die Staatsanwaltschaft, aber wie gesagt, man muss es verantworten können. Wenn man wie z.B. bei Verstehen die Spaß ein Video dreht, wo sich jemand blamiert, aber hinterher über sich selbst lachen kann, ist das in Ordnung. Und wenn derjenige das nicht kann, kann er der Veröffentlichung seines Materials eben auch widersprechen, darum hat sich ApoRed erst gar nicht gekümmert.
Aber es gibt auch noch einen anderen Unterschied: ApoRed hat etwas getan, wo die Opfer um ihr Leben gefürchtet haben. Das sowas kein Spaß ist, und auch nicht vorbei ist, wenn man den Menschen sagt, das es einer war (kam ja auch erst viel später), sollte doch klar sein. Psychische Folgen sollte man nie unterschätzen. Posttraumatische Belastungsstörungen, Angstzustände, Albträume oder Panikattacken ist nur ein Teil der möglichen Folgen. Jenachdem wie die Person reagiert, kann es auch durchaus sein, das sie es lange in sich reinfrisst, lange darunter leidet, es singt ihre Lebensqualität. So etwas kann und darf man nicht Verantworten. Und wer keine Rücksicht auf Verluste nimmt, wenn er sich sowas ausdenkt, den sollten dann auch die Strafe dafür entsprechend härter treffen.
Mein persönliches Fazit: Ich habe damals das Originalvideo nicht gesehen, aber so wie die Durchführung beschrieben wurde, kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Sicher, es ist nicht die Aufgabe der Justiz in solchen Fällen ein Exempel zu statuieren, zumal es auch nicht Gerecht wäre, da dies implizieren würde, das manche stärker bestraft werden würden als andere, aber in so einem Fall wo nicht mal Einsicht gezeigt wurde (ApoRed hat gelacht während das Video gezeigt wurde), er es am Ende wohl dann doch mit Reue versucht hat (war die echt, wenn er vorher gelacht hat? Ich weiß es nicht.), da hätte ich es nicht schlimm gefunden wenn zumindest in seinem Fall die Strafe dann doch etwas höher gewesen wäre. Sein Freund hat wenigstens seinen Fehler verstanden.
Ob ihn sowas in die Realität zurückholt und Nachahmer abschreckt? Ich hoffe es. "Scherze" die verantwortungslos sind, sind kein Spaß, es ist daher wünscheswert, das es welche wie da möglichst gar nicht mehr gibt. Hoffen wir das beste.
Link zum Artikel: https://www.welt.de/regionales/hamburg/article169750585/Als-das-Bomben-Video-gezeigt-wird-lacht-ApoRed-noch-immer.html
Die Kunst in der Politik ist es, den Wähler so über den Tisch zu ziehen, das die dabei entstehende Reibungswärme als Nestwärme abgetan wird
Ein Zitat von Arnulf Rating das den Sachverhalt durchaus öfter beschreibt, als man es gerne hätte.
Die Wahlentscheidung
Ich denke man muss manchen Menschen durchaus Recht geben: Es ist schwer eine Wahlentscheidung zu treffen. Welche Optionen habe denn da?
Der Gewohnheitswähler
Ich kann natürlich einfach Stur das selbe wählen, jedes mal. Einfach ist es, aber ob ich mich dann aus repräsentiert fühle?
Entscheidung nach Wahlprogrammen?
Nun, ich kann mir natürlich auch alle Wahlprogramme der Parteien durchlesen die für mich in Frage kommen. Das ist theoretisch gesehen erstmal die beste Variante, aber die Programme sind nun mal sehr lang, und das größere Problem: Viele Parteien halten sich nach der Wahl nicht mehr an einigen Stellen an ihr Programm, man kann sich nicht sicher sein, ob sie ihr Versprechen auch halten.
Entscheidung durch den Wahl-o-mat?
Naja, dieser gibt erstmal einen Überblick, aber man sollte ihn nicht als einzige Entscheidungsquelle nutzen, längst nicht. Es sind nicht alle Themen vertreten, und man kann ja auch in der Wirklichkeit nicht allen Themen mit "Ja" oder "Nein" beantworten.
Insgesamt denke ich, das die beste Variante der politischen Einflussnahme die Einfürhung von Volksentscheiden auf Bundesebene wäre. Wenn ich eine Partei wähle, wähle ich immer ein Gesamtpacket, das in einzelnen Punkten nicht mit mir übereinstimmt. Und ob die das halten, was sie mir vorher gesagt haben, steht in den Sternen.
Wählen gehen?
Heute ist ja mal wieder Wahl. Viele sagen ja immer, man soll unter allen Umständen wählen gehen. Hier ein paar Gedanken darüber:
Wählen ist eine Bürgerpflicht
Sagt man immer, ja. Vor einigen Jahrzehnten bis Jahrhunderten sind Menschen für das Recht der Wahl gestorben, es also einfach wegzuwerfen wäre also sehr unachtsam und auch nicht fair.
Nichtwählen?
Ist es immer schlecht nicht zu wählen? Nun, man kann es auch mal von einer anderen Seite sehen.
Die, die nicht wählen sollten, oder die man nicht wählen sehen möchte, oder....?
Hier möchte ich mal einen Sketch zitieren:
"Von den Nichtwählern sind viele politisch rechts."
"Na, dann ist es doch gut wenn sie nicht wählen gehen?"
Man muss das ja nicht auf eine politische Ausrichtung begrenzen, aber wenn Personen, die poltisch desinteressiert sind, sich nicht auskennen nicht wählen gehen, anstatt irgendetwas zu wählen muss das nicht schlecht sein. Das Kernproblem hier ist dann nicht das nichtwählen, sondern das Desintresse. Es sind Themen die uns alle angehen, man sollte sich also auch damit beschäftigen.
Zu wenig informiert?
Wie oben gesagt, man sollte nicht einfach irgendetwas wählen. Aber das Kernproblem ist, das man nicht informiert ist.
Nichtwählen aus Protest?
Nein, ist es nicht. Zumal man nicht von "Protestnichtwählern" und "Ich-habe-keine-Lust-zum-Wahllokal-zu-gehen" oder "Ich-bin-zu-verkatert" Nichtwählern machen kann, wenn man es etwas überzeichnen möchte.
Was man denke ich aber immer sagen kann ist: Wer nicht wählt darf hinterher auch nicht meckern!
Unterlassene Hilfeleistung
Wie der Focus gestern (18.09.17) berichtet starb ein Motoradfahrer, und ein Gaffer filmte das ganze lieber, anstatt zu helfen. Die Rettungskräfte hat er dann auch noch behindert, nun wird wegen unterlassener Hilfeleistung ermittelt.
So weit so gut. Was treibt diese Menschen an so etwas zu tun? Ebenfalls am selben Tag begann der Gerichtsprozess gegen Menschen die in einer Bank über einen umgekippten Senior gestiegen sind, anstatt zu helfen. Drei Menschen. Erst der vierte hat geholfen. Das traurige: Hätte der erste bereits geholfen, wäre der Mensch vielleicht noch am Leben. Bei sowas kommt es auf jede Sekunde an.
Aber warum hilft niemand? Ist es die Angst, etwas falsch zu machen? Die Panik? Den aktiven Schock gibt es ja, wenn jemand mit der Situation überfordert ist, aber (ich kein Psychologe) ich würde sagen wenn derjenige mit der Situation überfordert ist steigt man nicht über jemanden drüber oder filmt, sondern rennt eher panisch durch die Gegend. Hier ist also ein Vorsatz erkennbar. Die Menschen die über den Senior in der Bank gestiegen sind haben ihn ja wahrgenommen, weil sie sind ja rübergestiegen, und der, der den Motorradfahrer gefilmt hat, wusste ja auch das er was zu filmen hat. Dennoch tut man nichts, was demjenigen zu gute käme.
Warum? Angst was falsch zu machen? Es gibt ja einige Ausnahmen im Geset der unterlassenen Hilfeleistung, z.B. wenn ich eine Aufsichtspflicht habe (z.B. betreue eine Gruppe Kinder), oder eigene Gefährdung (ich brauche nicht in ein brennendes Haus zu rennen wenn ich mich dabei gefährde). Was ich aber selbst in den Fällen tun kann, ist den Notruf rufen. Heutzutage hat eigetlich jeder ein Handy, und selbst wenn nicht kann ich anderen Menschen informieren, um Hilfe bitten, ihnen Anweisungen geben. Warum wird das nicht getan? Anscheinend muss unterlassene Hilfeleistung noch stärker bestraft werden, wenn ein Vorsatz erkennbar ist, oder wie kann man da sonst noch gegenwirken?
They gave me technically correct, but completely useless answer.
A Programmer
Immer weniger Kinder können schwimmen
Die DLRG in Deutschland mangelt es jedes jahr wieder an, aber ändern tut sich nichts. Woran kann das liegen?
An der Schule?
Jein. Einerseits, ja: Es machen immer mehr Lehrschwimmbecken zu, die Fahrzeiten werden länger so das letzendlich weniger Zeit für Schwimmen selbst übrigbleibt. Kinder können in der Schule schwimmen lernen, aber darauf sollte man sich nicht verlassen.
An dem Staat bzw den Städten?
Ja. Es werden immer mehr öffentliche Bäder zugemacht, was es zum einen den Vereinen wie der DLRG schwerer macht Training durchzuführen, zum anderen sehen dann Eltern weniger den Bedarf den Kindern schwimmen beizubringen, weil letzendlich können die es ja in der Umgebung eh nicht anwenden. Und schwimmen braucht Übung, nicht wenig. Je mehr desto besser. Geht natürlich schlecht wenn man Ewigkeiten zu dem nächsten Bad fahren muss.
An den Eltern?
Auch, ja. Die Kinder werden mittlerweile zu so vielem geschickt, Fußball, Handball, Musikunterricht usw. Hat ja auch seine Berechtigung, nur im schwimmen hat den Unterschied das es Überlebenswichtig werden kann, was ich jetzt von Fußball und anderem nicht behaupten könnte.
Was ist jetzt die Lösung?
Nun, meiner Meinung nach sollten sich Eltern selbst darum kümmern, das ihr Nachwuchs schwimmen lernt. Um andere Sachen die die Kinder lernen müssen kümmern sich die Eltern ja auch. Ab 3 Jahren kann man mit Wassergewöhnung anfangen, ab 4 mit Seepferchen. Suchen sollte man sich am besten einen Verein seines Vertrauens, wie z.B. die DLRG. Dort gibt es mehrere Betreuer für einen Schwimmkurs als im Schwimmbad, es ist billiger, weil der Kurs von Ehrenamtlichen geleitet wird, und das Geld geht für einen guten Zweck im Verein drauf. Man kann dem Kind es natürlich auch selbst beibringen, aber Vorsicht: Sitzt es erstmal falsch drinne, ist es deutlich schwerer das zu korrgieren. Ebenso kann einmal eingeflöste Angst vor z.B. dem Wasser lange bleiben, also lieber nicht das Kind ins Wasser werfen wenn es nicht will.
Reicht denn Seepferchen?
Nein, längst nicht. Seepferchen heißt nur, das das Kind bei guten Bedingungen sich etwas über Wasser halten kann. Da muss man das Kind nur das erste mal in das Meer schicken, und es kann sein das es in den Wellen nicht klar kommt, also immer schön im Auge behalten, wenn man das schon macht. Ertrinken ist ein stiller Tod, wer keine Luft mehr zum Atmen hat hat auch keine zum Schreien. Wirklich sicher können Kinder erst ab Bronze schwimmen, und auch hier gilt weiter: Üben, üben, üben.
Was sonst?
Nun, wer im Kindesalter nicht schwimmen gelernt hat, tut es später immer schwerer. Irgendwann geht man doch ins Wasser, zu tief rein, ggf. auch wegen Alkohol, und dann beginnt das Problem. Es ist kein Problem nicht schwimmen zu können, wenn man erwachsen ist, es ist nur ein Problem wenn man nichts daran ändert. Die Vereine bieten auch Schwimmkurse für Erwachsene an. Besser spät als nie.
Der aktuelle Wahlkampf
Im Normalfall ist es ja eigentlich immer so, das die Parteien die nicht in der Regierung sind, sich beschweren können das alles nicht so ist wie es sein soll, und das sie es ändern wollen.
Sobald wie jetzt das aber die Parteien tun, die aktuell in der Regierung sind, wird es komisch. Da heißt es dann “Gleiche Bezahlung für alle”, was ja an sich auch ein wichtiges Thema sein mag, aber wenn sowohl die SPD als auch die CDU das schreiben, dann denke ich mir doch einfach: Ihr hattet nun fast vier Jahre Zeit, warum habt ihr das denn nicht schon gemacht? So schwer kann das auch nicht sein, das man da vier Jahre mehr für braucht. Gleichberechtigung ist nun mal nicht ein Thema das erst in den letzten vier Jahren entstanden ist.