Ladytron · Paradises · Song · 2026
Life´s too short for weird music Tagesempfehlung 05.04.2026
SAC: Ladytron / Paradises
Track: I see red
Seit fast 30 Jahren liefern Ladytron Synth Pop in hoher Qualität ab. Auch das aktuelle 8 Album Paradise macht da keine Ausnahme. Dabei hat sich das Quartett um Daniel Hunt (synthesizers, guitar, vocals), Reuben Wu (synthesizers), Helen Marnie (lead vocals, synthesizers) und Mira Aroyo (vocals, synthesizers) durchaus ein Alleinstellungsmerkmal in der oft zweidimensional ausgerichteten Synth-Pop Szene erarbeitet. Die Ladytron-Trademark ist insbesondere der Gesang von Helen Marnie und die wuchtigen und doch melodischen Synth-Wälle, die die Band aufbaut. Besonders stark sind Ladytron Arbeiten immer dann wenn die latente Melancholie, die hier und da in fast in morbide Düsternis mündet, wenn das Tempo angezogen ist. Bestes Beispiel ist das fantastische A death in London, welches zu den besten Veröffentlichungen des bisherigen 2026 zählen dürfte. Eleganz ist das Beste, was Ladytron auf Basis solcher Tracks entwickeln. Ahnliches gelingt im Stück Free Free, düster geheimnisvoll und sehr elegant. Die langsamerern Stücke auf Paradise fallen hingegen ein bisschen ab ohne aber zu nerven. Da die Upbeat Nummern auf Paradise überwiegen ist Paradise unterm Strich ein gelungenes Album, welches den Sound von Ladytron zwar nicht entscheidend weiterentwickelt, aber auf hohem Niveau beibehält. Manchmal muss Stillstand kein Fehler sein. Auffällig ist abschließend noch die geniale Produktion – um den kristallklaren Sound von Ladytron auf Paradiseabzugreifen empfielt es daher das Album mit vernünftigen Earphones zu hören.
Anspieltipps: A Death in london, Free Free und I see red
(8 von 10)











