--- Eine kleine Trigger Warnung, es geht um Misshandlung, lesen auf eigene Verantwortung ---
Ohne Ausweg
Draußen tobte ein Sturm, als er gerade aus seinem Auto stieg. Die Tür flog ein wenig zu heftig zu, was man durch den tosenden Wind aber kaum hörte. Er schloss seinen Wagen ab und ging über die Straße.
Außer ihm war niemand mehr unterwegs, obwohl es noch recht früh war. Es begann erst dunkel zu werden. Fluchend öffnete er die Haustür, ging durchs Treppenhaus in das zweite Stockwerk. Seine Schlüssel rasselten, als er die Wohnungstür aufschloss.
Er streifte die Schuhe ab und ging tiefer in die Wohnung.
“Du bist schon da?”
“Siehst du doch. Warum ist das Essen noch nicht fertig?”
“Ich wollte gleich damit anfangen.”
“Du hast noch gar nicht angefangen!” Es war mehr eine Feststellung als eine Frage.
“Nein. Nein, ich wusste nicht - “
Es klatschte.
Sie wurde unterbrochen, da er ihr ins Gesicht schlug.
“Wenn ich nach Hause komme, hat das Essen bereits auf dem Tisch zu stehen! Hast du das verstanden?” Er wurde laut.
“Ja, .. es.. es tut mir Leid.” Sie wurde hysterisch, unwissend was sie fühlte.
Ungewollt wurde auch sie lauter.
“Ich, ich mache jetzt dein Essen.”
“Beeil dich!”
Schnell eilte sie in die Küche, fing an alles zusammen zutragen was sie brauchte und holte gerade einen Teller aus dem Schrank.
Dieser rutschte ihr aus der Hand und klirrend kam er auf dem Boden auf, zerbrach.
Sofort stand er von seinem Sessel auf, stellte sich in den Türrahmen und verschränkte die Arme.
“Ich gehe nicht dafür arbeiten, dass du mit Tellern um dich wirfst!”
Sie hockte bereits am Boden und sammelte sie Scherben auf.
“Tut mir Leid, ich- “
“Tut mir Leid, tut mir Leid. Ich kann dein Gejammer nicht mehr hören!”
Er rempelte sie grob an, sodass sie gegen den Küchenschrank fiel, dabei schnitt sie sich mit einer der Scherben in ihrer Hand und ihre Handfläche auf. Sie fing an zu weinen.
“Theo… bitte. “
“Selbst Schuld, pass gefälligst besser auf und hör auf zu flennen! Und wehe ich sehe dein scheiß Blut in meinem Essen! Hast du gehört?”
“Ja.”
Ihre Hand zitterte durch den Adrenalinschub, sie spülte die Wunde aus und verarztete sich dann.
Ungeduldig sah er ihr dabei zu, bis es ihm reichte, er griff ihre Hand. Sie schrie schmerzerfüllt auf.
“Du bist zu nichts zu gebrauchen! Dein scheiß Geheule treibt mich in den Wahnsinn! Los verschwinde! Bevor du angefangen hast, mir Essen auf den Tisch zu stellen, bin ich schon verhungert!”
Er schlug sie erneut.
Mit einem dumpfen Aufprall kam sie auf dem Boden auf.