Argentinien - Buenos Aires
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Argentinien - Buenos Aires
Argentinien -Puerto Madryn
ARGENTINIEN
18.02.17-26.02.17 – Puerto Madryn-Buenos Aires
Hallo ihr Lieben,
nach zwei Wochen Abstinenz melden wir uns mal wieder. Der Inhalt dieses Blogposts handelt von unserer ersten Langstreckenbusfahrt, vielen Tieren, Kraft und Reisefreude wiedergewinnen in Puerto Madryn, unserer zweiten Busfahrt und letztendlich von der Hauptstadt Argentiniens, BUENOS AIRES!
Geendet hat der letzte Eintrag mit der Angst vor unserer ersten Busfahrt. Von Bariloche nach Puerto Madryn, einmal quer durchs Land. Vom bergigen Patagonien bis an die Atlantikküste. 15 Stunden in einem Semi-Cama („halbes Bett“) Bus. Widererwarten war die Strecke nicht so lang, die Sitze nicht so unbequem, das servierte Essen gar nicht schlecht und unsere Laune auch nach 15 Stunden noch nicht im Eimer. Morgens um acht sind wir schließlich im Hostel (La Casa de Tounes) angekommen. Ein sehr familiäres, auf den ersten Blick etwas modriges kleines Hostel. Den Tag haben wir gut überstanden. Die Küste von Puerto Madryn erinnert sehr an die Ostsee, nicht sonderlich warm, aber für einen Spaziergang am Strand gerade richtig. Nach einem Mittagsschlaf ging es dann abends nochmal zum Strand - Livemusik und Zuckerwatte.
Der nächste Tag ist wie ein Umbruch. Die Sonne scheint, bei fast 30 Grad geht es wieder an den Strand, lange Spaziergänge mit den Füßen im Wasser, Badewannentemperatur. Wir genießen das Wetter und die Ruhe von Puerto Madryn. Sophia, eine Berlinerin in unserem Alter gibt mir das Gefühl: Reisen ist schön! Endlich mal wieder Unterhaltungen mit Gleichaltrigen. Der Innenhof des Hostels hat etwas magisches. So ruhig und entspannt, einfach mal nichts tun. Langsam geht es mir gesundheitlich wieder besser. Moritz kocht ein fabelhaftes Abendessen, wir spielen Karten und buchen eine Tour ins Naturschutzgebiet Península Valdés. Das Wissen, die nächsten zwei Nächte einen Schlafplatz zu haben, super nette Menschen um mich herum, das gute Wetter und die Vorfreude auf ein nächstes Highlight, bringen die Freude am Reisen zurück!
Die Halbinsel Península Valdés, ein Paradies für unzählige Tierarten. Wir haben eine Tour gebucht, mit der wir einen Tag lang die gesamte Insel mit dem Bus erkundeten. Insgesamt waren es ca 400 Kilometer, also viel Zeit im Bus und dann jeweils eine Stunde Aufenthalt an den Tierbeobachtungsstellen. Gesehen haben wir gefühlt eine Millionen Seelöwen, Seeelefanten und ihre Babys, die sich im seichten, geschützten Wasser an der Küste tummelten. Sie sahen super süß aus, die ausgewachsenen Tiere gaben allerdings sehr merkwürdiges Gebrüll von sich. Der nächste Stopp war eine Pinguinbrutstelle. Unterwegs sahen wir unzählige Guanakos, Pampashasen und sogar zwei super winzige Gürteltiere liefen uns über den Weg… (…und in ein Haus rein… :D). Orcas, Wale und Delfine blieben wie zu erwarten leider unentdeckt.
Am nächsten Tag wurde die zweite lange Busfahrt angetreten. Nur diesmal waren es nicht nur 15, sondern gleich mal 22 Stunden. Wahrscheinlich hätten wir auch doppelt so lange ausgehalten, denn kurz vor der Abfahrt, bei einem letzten Spaziergang am Meer, entschieden Moritz und ich uns das Atlantikwasser zu testen und sind, in Unterwäsche, da es wirklich sehr spontan war, baden gegangen. Glücklich und entspannt konnten wir also in den Bus steigen. Wir hatten wieder eine Nachtfahrt gebucht und diesmal sogar mit „Cama“, was bedeutete, dass wir super breite Sitze hatten, die sich fast komplett nach hinten verstellen ließen. Außerdem haben wir zwei Mal angehalten um Abend zu essen und zu frühstücken (beides inklusive). Während der Fahrt haben wir eine Argentinierin kennengelernt. Sie war super freundlich und hilfsbereit und wir haben uns gleich für den nächsten Tag mit ihr verabredet. Da sie aus Buenos Aires kommt und auch dort studiert, konnte sie uns super viel zeigen und wir waren richtig froh, einerseits einen Touriguide zu haben :D, andererseits aber auch Kontakte zu Einheimischen knüpfen zu können!
Wir reisen über schon einen Monat, haben zwei gesamte Länder durchquert, so viel gesehen, dennoch lernt man nicht wirklich die Bewohner des Landes kennen und Unterhaltungen beschränken sich meist auf ein freundliches „Bitte“, „Danke“ oder „Wo ist der nächste Supermarkt?“. Umso glücklicher sind wir also, Paula kennengelernt zu haben!
RIESIG-VOLL-HEIß – Das sind die drei Worte, die Buenos Aires für uns am besten beschreiben. Wir hatten 35 Grad, doch mit dem überfüllten Verkehr, den Menschenmassen und der hohen Luftfeuchtigkeit waren es gefühlt mindestens 45! Das anfängliche Gefühl von Unsicherheit ist schnell dem Charme dieser beeindruckenden Stadt gewichen! Wunderschöne alte Häuser, niedliche Gassen und riesen Plätze voller Menschen.
Nach drei Tagen Buenos Aires, mit Besuch des wunderschönen botanischen Gartens, einer Stadtführung durch das Viertel La Boca, vielen Tangovorführungen, einem tollen Tag mit Paula und einer, dank fehlender Klimaanlage, schlaflosen letzten Nacht, geht der Aufenthalt in Argentiniens Hauptstadt auch schon zu Ende.
Argentinien - El Perito Moreno
ARGENTINIEN
08.02.17-17.02.17 – El Calafate - Bariloche
Hallo ihr Lieben🌞💕,
die letzten Tage waren ziemlich stressig und anstrengend, trotz unseres Besuchs beim größten Gletscher Südamerikas (später mehr dazu), konnte ich nichts wirklich genießen. Warum es mir so schlecht geht und so weiter, erzähle ich euch jetzt kurz in diesem kleinen Travel-Update:
Los ging es in Puerto Natales (Chile) vor einer Woche. Wir hatten ein Busticket nach El Calafate in Argentinien…
ARGENTINIEN! Das zweites Land, das wir besuchen, die erste Grenze, der zweite Stempel aus Südamerika in unseren Reisepässen. Wir waren total gespannt, unter anderem, was die Sprach-, Währungs- und Kulturunterschiede angeht.
Am Grenzübergang verlief alles wie am Schnürchen, wir mussten austeigen und unsere Pässe der chilenischen Polizei vorzeigen, nach zehn Minuten Fahrt nochmal alle raus und die argentinischen Grenzbeamten anlächeln. Dann ging es vier Stunden bis nach El Calafate, eine Stadt mitten im Nichts, in der wir vorwiegend waren, um uns einen großen Gletscher anzusehen.
Angekommen in El Calafate, haben wir uns schwerbepackt mit unseren Rucksäcken auf die Suche nach einer Bank gemacht, um das erste argentinische Geld abzuheben. Das stellte sicher leider schwieriger heraus, als erwartet. Nachdem wir alle Banken abgeklappert hatten und keine unserer Karten funktionierte, sind wir etwas ratlos zum Hostel (America del Sur Hostel) gelaufen, in der Hoffnung dort wenigstens mit Karte zahlen zu können. Dies war leider nicht der Fall - wir beschlossen am nächsten Tag zu bezahlen, somit auch das Geldproblem zu vertagen und uns lieber einem leckeren Abendessen zu widmen. Reis, Zwiebeln, Champions und sogar Würstchen, unser erstes richtiges selbstgekochtes Essen auf der gesamten Reise. Wir waren begeistert - von der Küche, dem Essen, der Atmosphäre, dem Hostel im Allgemeinen. Mein bisheriger Favorit, die Lage ist zwar mittelmäßig, dafür aber der Blick atemberaubend. Durch riesige Fenster kann man auf den Lago Argentino gucken, super Frühstück inklusive. Außerdem moderne, helle, saubere Zimmer mit eigenem Bad und großem Spiegel 😉.
Am nächsten Tag hatten wir gegen Mittag einen Bus zum Gletscher gebucht. Vorher wollten wir noch zu einer Bank, um direkt vom Schalter Geld abzuheben. Da auch das wieder nicht funktionierte, klapperten wir erneut sämtliche Banken ab. Zum Glück waren diese morgens etwas voller und mit der Hilfe eines Sicherheitsbeamten, gelang es uns dann letztendlich etwas Geld abzuheben (5% draufgezahlt). Sehr beruhigt konnten wir in den Bus steigen, der uns nach zwei Stunden Fahrt beim Nationalpark absetzte. Natürlich zahlten wir hier wieder ordentlich Geld für den Einlass (wir haben die Vermutung, Nationalparks werden hier nur zu solchen ernannt, um Eintritt für das Gebiet einnehmen zu können :D). Als wir dann aber den Gletscher sahen, waren kurzfristig alle Geldsorgen vergessen.
EL PERITO MORENO, der größte Gletscher in südamerikas Andengebiet, 30km lang, 2km breit, 60m hoch - wir waren sprachlos. Sooo viel Eis, ohrenbetäubende gewitterartige Geräusche, immer wieder abbrechende Eisbrocken. Auf jeden Fall eines der Highlights unserer Reise. Moritz und ich waren sehr fasziniert und so sind wir noch etwas länger als geplant auf dem stegartigen Gerüst entlang des Gletschers rumspaziert, zum Glück hatten wir uns dafür entschieden, denn in dem Moment ist ein riesiges Stück vom Gletscher abgebrochen. Es sah unbeschreiblich aus. Eine große Welle aus Eis schwappte bis zum Ufer, das Wasser sah danach komplett verändert aus. Die zwanzig Euro Eintritt waren es also vollkommen wert gewesen.
Wieder im Hostel angekommen und nach einem leckeren Zucchininudelabendessen, merkte ich wie es mir immer schlechter ging. Wir entschieden uns also, noch einen Tag länger in El Calafate zu bleiben, um zu planen, wo wir als nächstes hinreisen wollten und um uns einfach mal auszuruhen. Bisher haben wir so gut wie jeden Tag etwas Neues angeschaut bzw. erlebt und so langsam merke ich, wie mir die Kraft ausgeht. Also noch eine Nacht hier bleiben - leider mussten wir mangels Platz unser tolles Hostel verlassen und sind in das nicht weit entfernte Pioneros Hostel, (ohne bezaubernde Aussicht) umgezogen. Das Hostel war in Ordnung und hatte einen großzügigem Aufenthaltsraum (nur dort funktionierte das Internet). Statt zu planen lag ich den gesamten Tag im Bett. Außer einer leichten Erkältung und etwas Fieber konnte ich nicht sagen, was genau ich eigentlich hatte. Doch je mehr ich schlief, desto müder wurde ich. Zwischendurch buchte Moritz mal eben einen Flug nach Bariloche, unsrem nächsten Ziel in Argentinien. Eigentlich hatten wir vorgehabt ganz langsam und per Bus den argentinischen Teil Patagoniens hochzufahren, aber da uns verschiedene Reisebüros, viele andere Leute, sowie der Lonely Planet, mit Berichten von langweiligen Dörfern, keinen Naturspecials und überteuerten Hostels vom Gegenteil überzeugten, würden wir nun also eineinhalb Stunden hoch fliegen. Zum Glück konnten wir erst für zwei Tage später einen Flug buchen, was hieß, dass ich Zeit hatte, mich zu erholen. In der Nacht vor der Abreise konnten ich jedoch kaum schlafen, ich fror fürchterlich, hatte hohes Fieber und konnte meinen Kopf nicht richtig bewegen. Nach einem Telefonat mit einer deutschen Auslandsnotfallärztin ging es dann auch schon ins örtliche Krankenhaus.(Wenn irgendjemand vorhat nach Südamerika zu reisen, wartet mit dem Krank werden bis ihr in El Calafate seid – top Krankenhaus, schnelle Notaufnahme, kostenlose Untersuchung, einfach spitze 😅).Es war zum Glück nicht die vermutete Meningitis, sondern nur eine aggressive Form der Grippe. Sehr beruhigende Nachrichten, vor allem hieß das: wir konnten fliegen.
Der schlimmste Flug meines Lebens, mein Kopf platze fast vor Kopfweh und mir war abwechselnd heiß und kalt.
In Bariloche angekommen, ging es mit dem Taxi zum Hostel (Achalay Hostel). Ich war nicht mal im Stande, meinen Rucksack aus dem Flughafen bis zum Auto zu tragen – im Hostel angekommen, ging es direkt ins Bett. Bariloche hat wirklich gute Bettwäsche… das ist aber auch das Einzige was ich hier gesehen habe…
Morgen geht es weiter, 15 Stunden mit dem Bus nach Puerto Madryn, an die Atlantikküste Argentiniens. Ich bin mal gespannt, wie sehr die Busfahrt meinem immer noch komplett erschöpften Körper schaden wird…
So das wars auch schon wieder, wie man sieht, ist seit dem letzten Blogpost nicht sonderlich viel passiert. Ich hoffe, dass ich schnell wieder fit bin, denn im aktuellen Zustand vermisst man doch sehr das eigene Bett und Mama, die für einen Tee kocht (das soll nicht heißen, dass Moritz nicht der beste und heißeste 😉 Krankenpfleger ist, den es gibt! ). Ich hoffe, dass wir mit dieser Krankheit, das Kranksein auf Reisen abgehakt haben und es ab Puerto Madryn nur noch schöne, entspannte und vor allem gesunde Tage geben wird!
Liebe Grüße LiMo🌸💕🌎
Chile - Torres del Paine
Chile - Torres del Paine
Chile - Torres del Paine
CHILE
|| SANTIAGO - PUNTA ARENAS - PUERTO NATALES || ‘unplaned things are always better than planed things’
04.02.2017-07.02.2017 Nach der letzten Nacht im Hostel und einer wasserlosen Dusche…, sind wir dann noch zwei Stunden in Santiago herumgelaufen, da wir noch Zeit bis zum Flug hatten. Ohne ein wirkliches Ziel sind wir durch die Gegend geschlendert und haben einen super beeindruckenden Markt gefunden. Von Alpacapullis bis Erdbeeren - das Obst und Gemüse war super günstig. Moritz und ich haben ein halbes Kilo Heidelbeeren für einen Euro gekauft, natürlich viel zu viel für uns beide, aber kleinere Mengen konnte man einfach nicht kaufen. 😅
Auf dem Rückweg zum Hostel hatte ich langsam das Gefühl, die Zeit bis zum Abflug werde knapp, wir haben uns sehr beeilt, sind in die falsche Richtung gefahren, haben eine Bahn verpasst, der Shuttlebus zum Flughafen hat andauernd angehalten, um noch mehr Leute einzusammeln, und ich wurde immer hektischer… Im Endeffekt haben wir es natürlich rechtzeitig geschafft, aber die zwei Stunden bis wir endlich im Flugzeug saßen, waren furchtbar! 😅 Schon beim Verlassen des Flugzeugs, nach dem vierstündigen Flug, haben wir gemerkt wie gut das kühle Wetter, die klare, frische Luft und die Ruhe tut. Punta Arenas ist das komplette Gegenteil von Santiago.
Nach einer sündhaft teuren, halbstündigen Busfahrt vom Flughafen, sind wir super glücklich über unser Hostels (Patagonia House) gewesen. Unser Mehrbettzimmer war sehr sauber und hatte ein eigenes Bad. Die Duschen waren einfach wunderbar – ich wäre vor lauter Wasser fast ertrunken :D.
Leider hatten wir nicht so richtig geplant wie es weiter gehen sollte. Ohne etwas zu Essen und ohne Plan, wie wir die nächsten Tage verbringen würden, sind wir dann hungrig und etwas hektisch ins Bett gegangen. Wir hatten uns vorgenommen den nächsten Tag mit Einkaufen und Planen zu verbringen… Leider hat sich ganz unerwartet herausgestellt, dass Sonntag war 😅 …Nach mehrstündiger vergeblicher Essensuche und erfolglosen Anrufen bei geschlossenen Tourveranstaltungsbüros, sind wir ziemlich ratlos in unseren, glücklicherweise schon vorher gebuchten, Bus nach Puerto Natales gestiegen.
Wir haben die meiste Zeit damit verbracht aus dem Fenster zu schauen! Die Natur hier ist so merkwürdig. Hauptsächlich Pampa, niedrige Büsche, Felsen und tote Bäume, aber zwischendurch kommt plötzlich eine knall grüne Wiese, Berge, oder ein riesiger See. Mittendrin unzählige Schafe, Wildpferde und enorm große Kühe. Des Weiteren haben wir Guanakos (chilenische Lamas), große Raubvögel und Ñandús (chilenische Straußenart) gesehen. Die fast unendlich scheinende Weite wird von Schnee bedeckten Bergen eingegrenzt. Eine sehr beeindruckende Busfahrt
Puerto Natales liegt ca zwei Stunden Busfahrt von dem Nationalpark Torres del Paine entfernt, unserem eigentlichen Ziel im Süden Patagoniens. Leider haben wir aber von vielen Seiten gehört, dass man monatelang vorher buchen muss, um überhaupt in den Park reinzukommen, der zudem noch extrem teuer ist. Moritz und ich wollten allerdings schon am nächsten Tag früh morgens in den Park.
Als wir in unserem Hostel (W-Circuit Hostal) angekommen sind, hat sich herausgestellt, dass dieses gleichzeitig auch ein Tourveranstalter ist. Ohne also irgendetwas reserviert zu haben, konnten Moritz und ich direkt für zwei Tage zwei verschiedene Touren buchen, die nicht mal die Hälfte von dem eigentlich angedachten Budget kosteten.
-unplaned things are always better than planed things-
Abends haben wir dann noch für den nächsten Tag vorgekocht und sind relativ früh und super aufgeregt ins Bett gegangen, da es am nächsten Morgen schon um 6:30 Uhr los gehen sollte.
Der Tag war einfach unbeschreiblich.
WANDERN: 10 Stunden - 20 Kilometer - 800 Höhenmeter – es ging die ganze Zeit bergauf-bergab, teilweise mussten wir klettern, die Landschaft war einfach unglaublich, alle 10 Meter hat sich ein komplett neuer Ausblick ergeben. Von rauschenden Flüssen, über grüne Wälder, schroffe Felsen, bis hin zu Schnee bedeckten Bergen. Und zum Schluss das Highlight: die Torres del Paine, drei Felstürme, eingebettet in einen eisblauen See. Wir hatten widererwartend perfektes Wetter, fast nur Sonne, kein Wind, kein Regen. Es war einfach perfekt.
Für den nächsten Tag hatten wir eine Tour mit dem Bus gebucht. Die Wanderung zu den Torres war das absolutes Highlight der gesamten Reise, dennoch hatten wir noch nicht alles vom Park gesehen. So ging es also mit dem Bus von einem Aussichtspunkt zum nächsten. Es sind wirklich tolle Fotos entstanden, aber Moritz und ich waren so erschöpft von der Wanderung dass wir die Tour nicht in vollen Zügen genießen konnten.
Dies war auch schon der letzte Tag, den wir in Chile verbringen wollten, am nächsten Tag ging es weiter nach Argentinien. (Blogpost folgt :) )
Chile - Santiago
CHILE - BACKPACKING STARTS NOW
Santiago
01.02.2017-03.02.2017 - FEBRUAR!
Hallo Februar, Hallo Backpacking! Mit Beginn des zweiten Monats startet auch unsere Reise. Die Ankunft und die ersten neun Tage in Viña waren wunderbar, entspannend und ein super Ort um detaillierter in unsere Reiseplanung zu starten. Wir mussten uns um nichts kümmern, es gab immer etwas zu Essen, Andrea war eine erstklassige Reiseführerin und wir hatten so richtig viel Zeit um die ersten Schritte zu organisieren!
Die eigentliche Reise und vor allem der Grund warum wir hier sind, das Backpacking, beginnt allerdings erst jetzt! Am 01.02. ging es frühmorgens zur Busstation in Viña. Es ist echt verblüffend, welch gut ausgebautes Fernbusnetz es in Chile gibt. Für 5 Euro pro Person haben Moritz und ich vor Ort ein Ticket gekauft (Viña - Santiago ~120km), der Bus war super komfortabel und sauber!
In Santiago angekommen, haben wir mit viel Durchfragen auch endlich unser Hostel gefunden! Mit den super schweren Rucksäcken, in der komplett überfüllten Metro und bei 35 Grad waren die paar Meter zum Hostel dann doch ganz schön anstrengend... Das Plaza de Armas Hostal liegt mitten im Zentrum von Santiago am gleichnamigen Platz. Moritz und ich haben uns anlässlich seines Geburtstags ein Zweierzimmer gegönnt und zahlen 18.000 chilenische Pesos (umgerechnet 25 Euro) pro Nacht, was echt super günstig ist. Und deshalb will ich auch nicht so pingelig sein, aber bei einer Bewertung von 7.3 und 9 von 10 Punkten auf die Sauberkeit haben wir einfach etwas Anderes erwartet! Es ist wirklich super dreckig. Überall liegen Haarbüschel, alles klebt, die Toiletten funktionieren nicht, aus den Duschen tröpfelt wenn überhaupt eiskaltes Wasser, einen Tag hatten wir komplett Stromausfall, überall riecht es nach Schimmel ... Kein besonders schöner Start in unser erstes Hostel ...
Etwas Gutes hat das Hostel allerdings, es befindet sich im sechsten Stock (inklusive Aufzug 😉), was einen super schönen Ausblick mit sich bringt. Es gibt eine riesige Dachterasse, von der aus man einen wunderschönen Blick über den Plaza de Armas und die Skyline der Hauptstadt hat. Am Ankunftstag gab es abends Livemusik und kostenlose Choripan (Chilenische Bratwurst im Brötchen). Die Atmosphäre war einfach unbeschreiblich, Moritz und ich saßen den ganzen Abend auf der Terrasse, haben Karten gespielt und den Sonnenuntergang über den Dächern von Santiago genossen!
Am nächsten Morgen, dem 2. Februar, Moritz' Geburtstag, wurde ich gegen sechs Uhr von ihm geweckt, er hatte die halbe Nacht vor Übelkeit nicht geschlafen ... Den ganzen Tag konnte er sich kaum bewegen, musste sich immer wieder übergeben ...
Wir haben beschlossen seinen Geburtstag auf den nächsten Tag zu verschieben. Zum Glück ging es ihm dann am nächsten Morgen wieder besser und so hatten wir heute einen super schönen Tag in Santiago. Nach der erfolglosen Suche nach einer neuen Jeans im höchsten Kaufhaus Südamerikas (Costanera Center) sind wir zum Cerro San Cristóbal , einem Berg im Stadtteil Bellavista gefahren und sind nach ca 1,5 stündigen 'Spaziergang' oben angekommen. Von dort hat man einen guten Blick über ganz Santiago und auf die riesige Statue der Jungfrau Maria, hunderte von Touristen kommen jeden Tag hier hoch um sie sich anzuschauen. Wieder runter ging es dann mit der Standseilbahn.
Zum Abschluss des Nachholgeburtstags sind wir im Partió Bellavista super lecker Pizza und Ravioli Essen gegangen. Zum Nachtisch gab es noch Churros mit Manjar (eine Art dickflüssige karamellartige Kondensmilch) von einem Straßenstand. Ein sehr gelungener und entspannter Tag - Morgen geht es gegen Mittag zum Flughafen und von dort aus in den Süden nach Punta Arenas!
Chile - Jardín botánico
CHILE
Jardín Botánico
30.01.2017 – Die letzten Tage in Vina del Mar. Wir besuchen den botanischen Garten, picknicken und genießen die Ruhe, bevor es übermorgen nach Santiago geht. Vorfreude und Aufregung steigen. Das Hostel ist gebucht, einen richtigen Plan wie wir die Zeit in der Hauptstadtverbringen wollen, haben wir noch nicht, aber der Lonely Planet gibt super viele Anregungen. Endlich wieder Zeit zu zweit, der erste Schritt vom Backpacking, Santiago erkunden und so weiter. Wir sind sehr gespannt.
Chile - Valparaíso
CHILE
Valparaíso
26.01.2017 - Update: Wir haben ein Flugticket nach Punta Arenas!!! Nach super vielem Hin und Her haben wir nun endlich ein Ticket! Es ist sehr entspannend zu wissen, dass wir einen sicheren nächsten Schritt unserer Reise geplant haben. Die Zeit in Viña ist bisher wirklich wunderschön, trotzdem ist es irgendwie beruhigend ein festes Datum zu haben, an dem es weiter geht. Es hat uns reichlich Mühe aber vor allem Kosten bereitet, ein Flugticket zu kaufen. Die chilenischen Websites wollten nicht wirklich das, was wir wollten, unsere Kreditkarten haben beide nicht funktioniert und letztendlich hat der Flug fast das Doppelte vom eigentlich eingeplanten Preis gekostet. Kein besonders schöner Start unserer Reisplanung…
Um den Tag noch mit etwas Schönerem zu füllen, sind wir gegen 16:00 nach Valparaíso (ca.30 Minuten von Viña entfernt) gefahren. Wir haben den Hafen und anschließend die Straßen von Valpo besichtigt(Valparaíso ist bekannt für seine bunt bemalten Häuser).Außerdem haben wir super viele Touri-Fotos geschossen und abschließend Chorrillana (eine etwas gewöhnungsbedürftige Mischung aus Pommes, Zwiebeln, Ei und Rindfleisch) gegessen. Alles in Allem ein sehr gelungener Nachmittag!
Chile - Viña Del Mar
CHILE
Viña Del Mar
24.01.2017-25.01.2017 – Die ersten Tage beginnen, dank der Unterkunft und Verpflegung bei Andrea, sehr entspannt. Wir erkunden Viña und Umgebung, essen Empanadas in Concón, sonnen uns am Strand und versuchen ein wenig unsere Reise zu planen. Nachdem wir einen Abend Pisco (alkoholisches Nationalgetränk Chiles) probiert und den chilenischen Tanzstil in der Disco in Viña für sehr merkwürdig befunden haben, werden wir heute einen etwas entspannteren Tag in Valparaíso verbringen.