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„Warum bist du so komisch?“
„Autismus“
„Nein, das kann nicht sein. Du bist viel zu normal.“
Warum nicht? Weil ich kein kleiner nonverbaler Junge bin sondern eine erwachsene Frau? Weil ich zu „hübsch“ bin? Weil es deshalb einfacher ist, mir Begriffe wie komisch/arrogant/anstrengend/egoistisch/schüchtern und andere schlechte Charktereigenschaften nachzusagen und es sich nicht eingestehen muss, dass man mir Unrecht getan hat? Weil man mir es nicht gönnt, vor Erleichterung zu weinen und nach über 25 Jahren endlich zu wissen, was los ist?
Über 25 Jahre in denen ich so viel Energie hineingesteckt habe, mich überall anzupassen und es trotzdem nie gereicht hat und ich so viel Ablehnung erfahren musste und nie verstanden habe warum. In denen ich irgendwann dachte, dass mit mir fundamental etwas falsch ist und ich mich jahrelang fast komplett isoliert habe.
Meine gesamte Kindheit und Jugend schreit Autismus, aber das hatte in den 90ern und frühen 2000ern keiner auf dem Schirm. Das Kind war zwar „irgendwie komisch“, aber dann wurde es zu irgendwelchen NewAge-Medizinern geschleppt, die mittels Lichtsprache versucht haben, darauf einzuwirken.
Mit 16 saß ich zum ersten Mal einem Psychotherapeuten gegenüber - Depression und (soziale) Angstsstörung. An diesem Punkt hatte ich die Maske genug perfektioniert, dass es wieder niemandem auffiel. Natürlich ist man dann auch depressiv und hat Angst, wenn alles was man tut und sagt falsch ist.
Die ganze Zeit habe ich damit verbracht, mein autistisches Selbst zu vestecken und mich anzupassen - bloß nicht auffallen und bloß nicht anecken. Jetzt bin ich 27 und habe keine Ahnung, wer ich unter dieser Maske eigentlich bin.
i feel like i don’t really belong here like this world just isn’t for me
Turns out I‘m just autistic - always have been, always will be…
junog007
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at this point i'm holding myself together with glitter glue
I miss when electronics came in at least six colors and none of the colors were beige