Unser 5 Fragen Interview mit Timm Süssbrich / Barre Noire
1.) Hat sich etwas für das Label Barre Noire seit der Teilnahme bei Fashion Hero geändert?
FH war nur ein kleiner Zwischenjob meiner Karriere. Ich bin auch gar nicht mit meinem Label Barre Noire angetreten, sondern ich als Person Timm Süssbrich.
Ich habe gezielt mein Label außen vor gelassen, weil es 2 ganz unterschiedliche Bereiche sind. Meine Person kennen einige natürlich aus dem Fernsehen.
Ich bekomme auch gerade durch meine damalige Fernseh-Präsenz den ein oder anderen Job den es davor nicht gab. Aber Barre Noire steht natürlich immer noch ganz eigenständig und wurde von der TV Sendung weder positiv noch negativ belastet.
2.) Was hat dich dazu bewegt dein eigens Label zu gründen?
Eigentlich hab ich mich bereits direkt nach dem Studium mit 24 Jahren selbstständig gemacht. Zum einen aus dem Trotz für niemand anderen arbeiten zu wollen, aber auch
weil ich etwas eigenes kreatives schaffen wollte. Egal ob es funktioniert hätte oder nicht. Es war aber anders als bei anderen Designer aus dem Grund der Langeweile oder dem Überschuss an Geld. Beides wird man nämlich schnell los wenn es funktionieren soll.
3.) Was ist deine Inspirationsquelle?
Keine Künstler, keine Architekten und keine Frauen der Weltgeschichte. Ich "suche" meine Inspiration etwas nahe liegender im Alltag. Meist sind meine Kollektionen aber aus der
vorangegangenen inspiriert. Ich möchte immer eine Geschichte erzählen und am liebsten ein großes zusammenhängendes Stück. Darum findet man immer Elemente aus älteren Kollektionen.
Der Kern meiner Inspiration ist meist der Zeitgeist. Worauf habe ich Bock wenn ich auf der Stoffmesse bin. Was gefällt mir wenn ich die Entwürfe erstelle. Das sind alles Sekundenentscheidungen und greifen letztendlich alle ineinander.
4.) Inwiefern findest du es wichtig, Kollektionen über Events wie „Live Networking Fashion & Art“ zu präsentieren?
Um sein Label und die Kollektionen möglichst einem breiten Publikum vorzustellen sind Events, Ausstellungen und Shows sehr wichtig. Natürlich sind Veranstaltungen immer sehr auswendig und es ist schwierig
eine geeignete Plattform für sich zu finden. Aber solche Präsentationen der Kollektion sind genauso wichtig wie der erste Entwurf in der Entstehungsphase einer Kollektion.
Im Endeffekt möchte jeder Designer mit seiner Mode Geld verdienen. Darum sind Event Plattformen wie LNFA eine gute Möglichkeit die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.
5.) Welchen Beitrag hat und kann „Live Networking Fashion & Art“ zur Ausstellung deiner Arbeit leisten?
LNFA schafft es Publikum aus vielen verschiedenen Bereichen zusammenzuführen. Das Konzept, das gezielt auf dem Mix von junges und etablierten Designern setzt, gefällt mir gut.
Beide Bereiche befruchten sich gegenseitig und schaffen vielleicht ein neues Verständnis von Mode. Manchmal passieren ganz überraschende Konstellationen und man wird plötzlich auf ein bisher unbekanntes Label aufmerksam. Es kann aber auch passieren, dass die Realität zuschlägt und man ein direktes Negativ-Feedback bekommt. Aber auch das trägt der Entwicklung der Modewelt in Berlin bei.