Day 38 - Museum of Immigration in Halifax
Im Hafengelände von Halifax befindet sich das Museum of Immigration. Das ist für heute mein Plan. Vier Stunden werde ich hier immerhin verbringen.
Ich beginne mit einer kostenlosen Führung. Diese starten zu jeder vollen Stunde, auf englisch und französisch, und dauern etwa 30 Minuten. Lorraine, die Museumsführerin, nimmt uns mit auf eine Zeitreise und durch die verschiedenen administrativen, berührenden, schwierigen Etappen eines Einwanderers, der z.B. im 20. Jahrhundert in Halifax ankommt. Eine wirklich exzellente Führung! Die Tour schließt mit einem 10-minütigen Film, für den Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft interviewt wurden. Das Museum vermittelt eindrucksvoll, wie aus Kanada dieses kulturelle Mosaik entstanden ist, in dem jede:r, egal welcher Herkunft, Sprache, Glaubensvorstellung, Genderidentität oder Kultur, ein Recht auf persönliche Freiheit und Entfaltung haben soll.
Anschließend erkunde ich das Museum noch in meinem eigenen Tempo. Zufällig treffe ich in einem der Räume auch wieder auf die drei netten Damen aus UK, die ich vor 3 Tagen im Zug von Québec nach Halifax kennengelernt hatte. In den hinteren Räumen kann man durch die Fensterfront auf die Kreuzfahrtschiffe blicken. Aktuell steht hier auch ein Schiff aus Deutschland, eventuell mit 2500 Passagieren, so meine Recherche. Diese bevölkern gerade die Innenstadt von Halifax - um mich herum höre ich fast nur noch meine Muttersprache.
Am frühen Abend gönne ich mir spontan ein leckeres Essen im Ristorante a mano: Fettuccine mit Gambas in Zitronensauce, Limoncello Créme brûlée und ein Glas Wein aus Nova Scotia. Zum Glück bin ich früh dort, es wird brechend voll. Aber als Einzelperson erhalte ich sowieso nur einen Sitzplatz am Tresen und quatsche ein bisschen mit dem Barmann.













