Wir kehren dann mal zurück… Obwohl diese Überschrift zwar an die unseres Statements anknüpft, in welchem wir vor gut sieben Jahren unser Fernbleiben von den Spielen der Bayreuth Tigers GmbH angekündigt hatten, trifft sie auf die jetzige Situation nicht ganz zu. Denn von einer "Rückkehr" unsererseits im eigentlichen Sinne möchten wir an dieser Stelle nicht sprechen, denn die nun geschaffenen Voraussetzungen haben in unseren Augen kaum noch etwas mit den Gegebenheiten gemein, wie sie bis vor einigen Monaten in Bayreuth vorzufinden waren.
Die "alte" GmbH, mitsamt ihrer fragwürdigen Geschäftsführung, das grau-schwarze Totengräberlogo und auch das haarsträubende Verhalten der Verantwortlichen gegenüber dem Stammverein, das diesen mehrmals nahezu in Pleite getrieben hat - all dies ist seit einiger Zeit glücklicherweise Geschichte. Die Zeichen stehen vollständig auf Neuanfang. Eine neue Geschäftsführung hat das Ruder übernommen und umgehend viele Fehler der Vergangenheit korrigiert, die uns und viele andere in den letzten Jahren auf die Barrikaden getrieben hatten. Das Logo hat seine angestammte Farbgebung zurückerhalten und der EHC kann sich dem Vernehmen nach inzwischen auf einen vertrauenswürdigen Partner an seiner Seite verlassen, dem eine gute Zusammenarbeit wichtig ist. Wir waren zugegebenermaßen angenehm überrascht, denn nachdem verkündet worden war, dass ein Investor sich dem Bayreuther Eishockey anzunehmen gedenkt, herrschte in unseren Kreisen zunächst einmal große Skepsis. Auch der Umstand, dass der Investor seinen Firmennamen einbauen möchte, löste nicht gerade Jubelstürme aus. Doch die Entwicklungen im Frühjahr, in Verbindung mit dem Auftreten des neuen Geschäftsführers Thomas Lünenborg bei einigen Terminen und Veranstaltungen, veranlassten uns dazu, mit ihm ins Gespräch zu gehen. Diese Gespräche verliefen überaus offen und auf Augenhöhe, so dass schnell eine angenehme Atmosphäre entstand, die letztlich zu positiven Ergebnissen führte.
Klar, so ein Firmenname im Vereinsnamen ist gewiss nicht jedermanns Sache, unsere schon gar nicht. Doch verglichen mit dem, was sich in den letzten Jahren hier abgespielt hat, ist dies selbst in unseren Augen akzeptabel, wenn man dem gegenüber bedenkt, dass unser Bayreuther Eishockey nun endlich wieder auf gesunde Füße gestellt, seriös geführt wird und auch der EHC mit all seinen Abteilungen nicht mehr jedes Jahr auf´s Neue um die Existenz bangen braucht. Es scheint also endlich wieder ein faires und funktionierendes Miteinander zu geben, von dem beide Seiten profitieren.
Stichwort Bayreuther Eishockey: Da nun wieder von „einem“ Bayreuther Eishockey gesprochen werden kann, gibt es für uns demzufolge auch keine Veranlassung, die Spiele in der Oberliga weiterhin zu boykottieren. Konkret bedeutet dies, dass ab dem ersten Punktspiel in der Oberliga im September unsere Zaunfahne wieder über der Hintertortribüne hängen wird und der Block auf der Mainseite das Stimmungszentrum bei Heimspielen sein wird. So wie es vor 2017 der Fall war und seither bei Heimspielen in der BZL/LL, wird es nun wieder sein.
Wenn man so will, kann man dann wohl doch von einer Rückkehr sprechen. Nicht unbedingt nur in Bezug auf uns, denn so richtig weg waren wir ja eigentlich nie, sondern ganz allgemein von einer Rückkehr zur Normalität am nie langweiligen Eishockeystandort Bayreuth.
Mainkurve Bayreuth im August 2024


















