ich
ich lese noch immer den ersten text den ich damals unbedingt schreiben musste. er trieft von mir. ich habe es nicht geschafft etwas das ich denke oder fühle in einen text zu verwandeln der sich so anfühlt wie er. egal was.

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ich
ich lese noch immer den ersten text den ich damals unbedingt schreiben musste. er trieft von mir. ich habe es nicht geschafft etwas das ich denke oder fühle in einen text zu verwandeln der sich so anfühlt wie er. egal was.
I’ll never forget it
I have two friends in my life, and I love both of them.
every summer, when we were at that magical age, he drove his mother to the airport, and his doors opened up to have one big LAN party. I remember packing my desktop and my CRT into my sister's stroller, feeling like it's finally time to have fun. it felt like my second home. my friends and I played together, we went grocery shopping together, we talked about steam sales, watched movies and laughed. it really was the best.
during winter season, we had LAN parties at my other friends house, five minutes into the other direction. they generally were a tiny bit smaller, but all I cared about was that my two friends were there. for weeks we played and played and played. people came and went, everyone of them bringing their own little magic to the LAN.
I don't know when we stopped, or why, but we did. But in the magical years, there was nothing I would've liked to do more.
now, my two friends come to my place, to play boardgames. I try to make it fun for them, to pay them back a bit. I don't think they know what they have done for me, or us.
I'll never forget it.
dreams today
es ist spät.
ich sitze beim meinem schreibtisch, den kopf in der linken hand gestützt. es spielt alte musik.
ich habe diesen moment schon so oft erlebt. andere themen im kopf, aber eigentlich genau die gleichen. was wird, wie's is, und so. dieses jahr fange ich wieder an. so hab ich's mir zumindest versprochen. mit allem.
aber hier sitzen, musik zu hören und den kopf in der linken hand stützen, das mache ich mit viel mehr routine und sicherheit. was ist es eigentlich, mit der nacht. ich fühl mich oft inspirierter, voller tatendrang, mit dem hintergedanken, dass es eh viel zu spät ist heut, um etwas zu machen. dann leg ich mich hin und mache im kopf all das, was ich machen will.
ich schaue den monitor an. er ist das einzige licht in meiner wohnung. ich hab mir überlegt hier ein versprechen aufzuschreiben, aber du weißt eh, tun>reden.
vielleicht mach ich's, aber melancholie wird immer mein heimliches ding sein.
gute nacht.
wenn es draussen still ist
in den nachrichten hat er gesagt, dass man nicht mehr raus darf. oder nur halb.
eigentlich hab ich geglaubt das mir zu hause sein wenig probleme bereitet, aber das ist nicht so. die tage sind voll von gleichheit. ich mache irgendwas anderes und es ist das selbe. mein vater hat gesagt, dass ich blass geworden bin.
es ist alles betäubt, und ich weiß nicht was ich darüber denken soll. so eine quarantäne, dass gabs noch nicht in meinem leben. ich habe noch nie eine revolution in diesen vier wänden begonnen, dabei wüsste ich schon welches lied wir als hymne hätten.
heut hab ich den zwei hobbits zugeschaut wie sie den ring zerstören. ich hab dabei geweint.
mehr fallt mir nicht mehr ein.
es glitzert
da draussn, da fliegen die raketen. ein schönes glitzern.
manchmal frag ich mich wie die zeit vergeht. woran merk ich das, wenn sie schneller oder langsamer verstreicht?
ich muss lächeln.
zeit und musik, die sind irgendwie ähnlich. ich fülle meine zeit mit musik. 7 mal "never meant", dass ist einmal duschen. in den letzten tagen und wochen, bin ich mit der musik etwas durchgehangen. viel neues, aber irgendwie nichts besonderes.
dann ist mir "heute" passiert. was neues von der 8. lane, ein abschiedslied von cow chop, und ein pixeliger sänger songwriter der "never meant" aufgenommen hat.
die drei werd ich wieder spielen, und die zeit wird etwas schneller vergehen. happy new year.
ich wollte etwas schreiben
ich wollte etwas schreiben.
wie sie sich anfühlt, wie mein körper sich ändert, wie es ist zu verlassen.
wie das neue jahr schön ist, und mir solche angst macht, wie mein blutdruck ist, wie es ist allein zu sein, und zu lachen.
ich habe nichts davon vergessen, aber ich hab's nicht niedergeschrieben.
ich weiß nicht wie?
Fennesz
ich betrachte einen von den kronleuchtern, wie sein licht langsam erlischt, und sich der konzertraum langsam mit einem lauten ton füllt. er tritt auf die bühne, und verschwindet im grün gefärbtem rauch. ich habe das gefühl, dass das niemandem auffällt. sie sind zu beschäfigt die laute tonkulisse zu durchschauen. zumindest denke ich mir das so. es ist ein konzert, bei dem es ein einziges lied spielt. es hat einen anfang und ein ende, streckt sich aber über eine gute stunde.
ich sitze da und schaue ihm, oder den bildern die auf die bühnenwand projiziert werden, zu. es ist eigenartig. von der ersten minute an wusste ich, dass ich das alles noch eintausendmal hören werde, aber ich kann nichts sagen, dass das beschreibt. es gibt ihn nur einmal, was er macht gibt es nur einmal. es ist atemberaubend. das sage ich oft, als floskel. aber diesmal, und ich glaube zum ersten mal, war es so.
es fällt mir schwer von zeit zu sprechen, aber etwa bei der hälfte des liedes habe ich ihre hand genommen. wir haben uns ertastet, gedrückt, und gehalten. es ist unfair das zu sagen, aber ihre hand ist das einzige was der tonfolge zum perfekt sein gefehlt hat.
ich werde nichts davon vergessen.
still
als ich klein war, da hab ich immer die selben lieder gehört. ich bin im bett gelegen, sie hat gesungen, und ich hab's toll gefunden. ich weiß nicht warum, aber ich bin froh, dass ich das immer noch mache.
mein tag heute war still. das irgendwieschonältere ich hat gewaschen, gekocht, die neue episode geschaut. vielleicht bin ich nostalgisch, aber früher war es seltener still.
sie ist heute müde. erzählt mir davon, dass sie bei einer rasttätte kurz halt gemacht hat, um kurz zu schlafen. ich habe ihr gesagt, dass sie ins bett gehen soll, aber das weiß sie schon. eine "gute nacht", und dazu etwas woran sie gebastelt hat: "eventuell entspannend für ihn, eventuell nicht"
ich hänge beim ersten lied. ich liege im bett und höre zu wie es sich wieder und wieder wiederholt. es ist schön, dass meine nacht nicht mehr still ist.
Hicari
ich kann nicht sagen was es ist, dass sein klavier so klingen lässt. ich weiß nichtmal in welchem raum er seine stücke aufnimmt, und ob er da alleine ist, oder nicht. aber das ist auch nicht so wichtig. ich hör's trotzdem.
sie hat mir das lied geschickt.
ich habe schon lang keine musik mehr geteilt. ich hab’s versucht, bin dabei aber immer ohren gestoßen, die ganz anders sind als meine. die menschen die zu ihnen gehören hatte ich trotzdem gern. ich glaube so bastelt man sich seine lebensweisheiten zusammen. aber es ist schön jemandem zu sagen "schick mir drei lieder", und man bekommt was, das man liebt.
ich weiß nicht wer sie ist, oder was sie macht. aber wenigstens hab ich ihre musik.
das größte abenteuer
der sonnenuntergang kitzelt dir in der nase, und du setzt dich ans abendfeuer. ruh duh dich noch ein bisschen aus, denn auf dich wartet das größte abenteuer.
(zum 10. geburtstag)
It'll never be the same again
ich drehe den sessel nach links, und höre ihm beim singen zu. ich kann mich erinnern, als bei mir nichts das selbe war wie zuvor. sie ist gegangen, und ich hab geweint. ich schaue mir beim weinen zu, und muss leicht schmunzeln.
er singt es schon wieder.
mein blick wandert, und ich überlege wann noch. am zweiundzwanzigsten zwölften, zweitausendundsiebzehn. ich würde es gerne in meinen fingern finden, diesen tag zu beschreiben. aber irgendwie ist da nix.
es hat nicht wehgehtan, gar nicht. dann bin ich aufgewacht, und mein rechtes ich wollte nicht mehr.
als sie gegangen ist, köntte ich weiterschreiben, und es würde was schönes draus werden. als meine rechte seite nicht wollte, geht das nicht.
It'll never be the same again.
gestern und heute
die lieder sind alle von gestern, aber ich mag gestern. das gestrige ich das durch die straßen wandert, dabei die kunstbücherei entdeckt, und durch ein kochbuch über offal blättert. der gestrige besuch beim merkur, der mich hauptspeise und nachspeise für sie kochen lässt. ein wunderschönes gespräch mit ende, und in einem fremden bett gut einschlafen. am nächsten, gestrigen, morgen aufwachen, und mit dem mietwagen nach irgendwo fahren.
das gestrige ich find ich toll.
laufen und reden
ich laufe zu fuß durch die welt, kein drache oder mechanischer schädel trägt mich. es hat keinen grund warum ich laufen will, aber es fühlt sich gut an, die lieblichen ecken und enden der welt zu sehen.
"ich könnte dir jetzt von diesem priester erzählen" sage ich, ohne rüberzuschauen. "ach halt die fresse." antwortet er. wir fangen beide an zu lachen. es ist schön ihn lachen zu hören. es sind jahre vergangen, und seine abenteuer wurden anders als meine. umso schöner ist es daran festzuhalten das wir reden können, wie kaum andere. ich bleibe stehen und schaue dem see, der eigenlich kein see ist, beim see sein zu, und höre Ihm beim Ihm-sein zu. das abendlicht licht ist so gemütlich.
das jahr, auf das wir zurückschauen, war kein leichtes. "es ist lustig. du kannst sagen "ich hab eine hirnblutung ghabt" und ich bringe "mein vater hat sich erschossen", weißt? wenn man das bringt, geht immer was!" ich lache, und ehrlich zu viel. er hat recht.
ich wringe mein gewand aus, und gehe weiter richtung süden. seine geschichten begleiten mich, und ich stelle fragen, die ich schon lange nicht stellen konnte. seine freundin ist heim gefahren, und ich fülle ein bisschen seiner zeit gerne mit ein bisschen gemeinschaft. ich bin angekommen. ich setze mich hin, schaue mir die ruinen an, und ziehe mit meiner hand kreise durch den sand. "wir waren oft waren hier, weißt du? woche für woche abfarmen." murmle ich in mich rein, und schmunzle dabei. "ich glaub ich werd noch auf ein bier gehn, kommst du mit? fragt er. "nein. ich glaub ich kann mein bett schon hören."
man verabschiedet sich, sagt sich was liebes. ich logge mich aus, und wandere ins bett. noch bevor ich eingeschlafen bin, muss ich an das eine denken, was er mir immer gegeben hat: das recht, ich zu sein. ich hoffe, dass er dasselbe fühlt.
(für martin, 2018)
eine zigarette
der himmel ist grau. es ist nacht. es nieselt, und ab und zu geht ein mensch, verpackt, nach hause. das wetter ist beschissen. ich stehe an meinem fenster. barfuß, tshirt und jogginghose. ich muss mich zusammenreißen, dass ich diese zigarette nicht total verhuste. meine finger sind eisig kalt.
noch vielleicht vier züge. ich habe daran gezweifelt, ob ich den winter noch liebe. aber ich liebe dieses wetter.
wenn ich
ich werde langsam wieder ich. da sind sachen, die vorher nicht da waren. ich habe sachen auf die ich mich freue. ungute sachen, die ich lieber erst morgen mache. spannende sachen, die mich denken lassen, dass es gut ist, dass sie meins sind. das wird niemand merken, weil sie mich zu oft sehen, und ich nicht drüber spreche.
aber wenn ich wieder ich bin, dann lad ich mich auf was zu trinken sein. es wird niemand merken, aber dann werd ich mit der luft anstoßen. so mach ich das. wenn ich wieder ich bin.
japan und seine animationen
ich sitze jetzt schon zwei stunden, und mir ist noch immer nicht langweilig, noch bin ich müde. die menschen gehen vorbei, bleiben stehen und stöbern, oder müssen ihren freunden genau erzählen, woran sie das eine stück, dass sie dort gefunden haben, erinnert. ich sitze da, und hab auf dem tisch vor mir fünfzehn jahre meines kleinen lebens preisgegeben. da liegen manga, letzte fantasien, bücher die dir sagen wo link wann sein muss, folien auf die ein japanischer zeichner ein frame eines animes gezeichnet hat, und mir fällt auf, dass ich über jedes dieser dinge eine kurze geschichte erzählen kann. aber ich sitze da, lächle die menschen an, und frage, ob ich ihnen helfen kann.
ich zähle mich eigentlich zu denen, die die animationen geliebt haben, aber eigentlich bin ich mir da gar nicht mehr so sicher. ich hab mir gestern was angeschaut, das hieß "the garden of words". das war toll.
ganz zum schluss sind zwei an meinem tisch gekommen, mit denen ich mich über Berserk unterhalten konnte. was es kosten solle, hab ich gefragt. und so weiter. fünfundvierzig minuten später, und ohne glück beim bankomaten, haben sie mir das geld per paypal geschickt. man hat gesehen wie ihre augen gefunkelt haben, glaube ich. zumindest waren die zwei die einzigen, die meine hand schütteln wollten, bevor sie gegangen sind. das war auch toll.
der animarket ist ein flohmarkt für menschen die japan und seine animationen lieben, oder geliebt haben.
danke
es ist dienstag, früh. während ich verschlafen die richtige playlist suche, läutet es an der tür. ich hab eine ergotherapeutin, die bald das land verlässt. ich läute, und mache meine tür einen spalt auf. während ich mich in ein lied vertiefe, höre ich einen leichtes stapfen aus meinem vorzimmer. ich strecke mich noch ein letztes mal, sammle mich, und dann ist sie hier. wenn sie hier ist, dann passiert etwas. man spricht vom reisen, warum ich so zittere, oder ob "lieb" auch einen gegenstand beschreiben kann. gleichzeitig massiert sie mir die hand, sagt wenn ich drücken oder ziehen soll. ich weiß schon länger, dass sie nach südamerika geht. sie war nervös, dann wieder nicht, aber eigentlich schon. ich war interessiert, dann eigentlich traurig, und dann wieder nicht. sie zieht dort hin, und macht etwas tolles. sie hat mir jemanden empfohlen, der sich, nach ihr, um meine hand kümmert. ich bin gespannt, was uns beide diesmal verbindet. zum abschied unterhalten wir uns kurz im vorzimmer, schütteln uns die hände, dann schließe ich die tür. an den tagen an denen sie da war, hat sich die welt um mich herum neu geordnet. ich glaube, dass ich diesmal zum biomarkt gehen werde.