Nicht WIR haben uns verloren. Ich habe mich verloren, in etwas, das die gestalt von Liebe besaß, doch in Wahrheit teuflisch war. Giftig. Ungesund. In etwas, dass mir jedewn Tag weismachen wollte, dass ich ohne ihn nicht "sein" kann. ICh war nur gut genuf fuer dich, wenn ich dir gehorcht habe. Nur gut genug, wenn ich dir Fehler fuer Fehler verzieh. DAbei schlug jeder einzelne ein Loch in meine Seele und brauchte mich so weit, dass ich begann, an mir und meinen guten Eigenschaften als Menschen zu zweifeln. Depressive Verstimmungen suchten mich nachts heim. Tränen legten sich sanft auf meine Augen. Mein Lächeln hatte nicht mehr dieses besonder Etwas, was mich vor unserer Zeit so auszeichnete. So fuehlte es sich also an, wenn Menschen davon sprachen, dass sie der Liebe keinen Glauben mehr schenkten. Schrecklich. Bitter. Enttäuschend. Doch ich gebe nicht einzig und allein dir die Schuld, dass ich mich so haben blenden lassen. Ich habe ebenso einen Teil dazu beigetragen. Denn ich blieb länger, als ich eigentlich verkraften konnte und liebte so ehrlich, dass es mir immer noch nicht moeglich ist, zu verstehen, mit welcher Gutgläubigkeit ich all deine Worte in mich aufsog. Doch ich verzeihe dir und auch mir selbst. Sie her, ich befinde mich aktuell im größten Heilungsprozess meines Lebens. In der größten Weiterentwicklung meines Lebens - nicht im tiefsten Loch, falls du das denken solltest. Wir hatten unsere schöne Zeit gehabt - anfangs. Doch der Verlauf unserer bittersüßen Lovestory machte mir eine Sache deutlich bewusst: Ich brauche dich nicht, um gluecklich sein zu können. Weder, um zu verstehen, wie wertvoll ich fuer diese Welt bin, noch um zu verstehen, dass ich immer gut genug sein werde. Vor allem fuer die Menschen, die mich mit "gesunder Liebe" aufnehmen und mir zeigen, dass mit mir immer alles in Ordnung war.