Nicht meine Augen sind das Problem
Nicht meine Augen sind das Problem,
es sind die Gedanken, die niemals gehen.
Sie ziehen ihre Kreise, während draußen alles schweigt,
bis sich hinter meinen Fenstern langsam der Morgen zeigt.
Das Einzige, was in der Nacht bleibt, ist der Mond.
Vielleicht ist er der Einzige, der weiß, warum sich Warten lohnt.
Er hat das System vielleicht verstanden,
doch wann werde ich belohnt?
Vielleicht weiß er längst,
dass nicht jede Antwort in den Sternen wohnt.
Ich suche nach Antworten
irgendwo zwischen gestern und heute.
Doch noch immer frag ich mich:
Wie sehen mich die Leute?
Und während ich mich frage,
welches Bild von mir wohl bleibt,
vergesse ich manchmal,
wer meine Geschichte eigentlich schreibt.
Vielleicht such ich in fremden Augen
viel zu oft nach meinem Wert
und merke nicht,
wie meine eigene Stimme dabei leiser wird.
Doch wie überstehe ich diese Zeit?
Wer hilft mir dabei?
Wie wachse ich über all das hinaus?
Und wer zeigt mir, was am Ende bleibt?
Meine Hand tut langsam weh,
selbst die Tinte geht mir aus.
Sag mir, wie lange schreibe ich noch
gegen diese Mauern an?
Wann finde ich aus diesem Gefängnis
endlich wieder raus?
Vielleicht schreibe ich weiter,
bis selbst die letzte Seite mich kennt.
Bis zwischen all meinen Zeilen
irgendwann etwas Neues beginnt.
Und wenn die Nacht dann wiederkommt
und meine Gedanken nicht gehen,
weiß ich vielleicht noch keine Antwort.
Doch vielleicht kann ich mich
bis dahin selbst ein bisschen besser sehen.
















