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Dialektik
â1. Die Herkunft des Wortes âDialektikâ Das Wort âDialektikâ hat seinen Ursprung in der frĂŒhgriechischen Alltagssprache und weist auf die beiden zugrunde liegenden Wortbestandteile dia und lĂ©gein zurĂŒck, die selbst eine Vielzahl von Bedeutungen haben. Das Wort dia wird einerseits als PrĂ€position gebraucht und hat dann die Bedeutung von durch, hindurch und vermittels. Andererseits kann es auch als Adverb im Sinne von auseinander und entzwei verwendet werden. Das Wort lĂ©gein ist ein Verb. Es hatte zunĂ€chst einen ganz konkreten, praktischen Sinn; denn es bedeutete ursprĂŒnglich (ein)sammeln, (auf)lesen oder zusammenlegen (z. B. von verstreut liegenden Holzzweigen oder Steinen). In dieser Grundbedeutung stimmt das griechische lĂ©gein sowohl mit dem lateinischen Verb legere als auch mit dem deutschen Wort lesen ĂŒberein. Alle drei Verben sind wortverwandt und bezeichneten primĂ€r die manuelle TĂ€tigkeit des Sammelns, welche aber zunehmend als zielgerichtetes Aussuchen von GegenstĂ€nden begriffen wurde. Demnach hatte das Verb lĂ©gein auch die Bedeutung von aussuchen, auswĂ€hlen und auslesen. SpĂ€ter wurde es © www.reiner-winter.de 3 im ĂŒbertragenden Wortsinn gebraucht, um geistige Akte zu bezeichnen. Es erhielt dann die Bedeutung von (auf)zĂ€hlen, darlegen, erklĂ€ren, aber auch rechnen und lesen (âeinen Text lesenâ heiĂt ursprĂŒnglich: Buchstaben zusammenfassen und auslegen). Diese Bedeutungen des Verbs lĂ©gein ĂŒbertrugen sich auf das von ihm abgeleitete Substantiv logos, welches einerseits Wort, Rede und Satz, andererseits aber auch Rechnung, BegrĂŒndung, GesetzmĂ€Ăigkeit und VernĂŒnftigkeit bedeutete. Von dem Ausdruck logos ist auch das Wort Logik als Bezeichnung fĂŒr die Lehre vom folgerichtigen (gesetzmĂ€Ăigen) Denken hergeleitet. Bei der Zusammensetzung der Wörter dia und lĂ©gein entstand das Verb dialĂ©gein, also wörtlich: durch-lesen, welches nach dem bisher Besprochenen ursprĂŒnglich auch eine TĂ€tigkeit bezeichnete, wie wir sie uns heute z. B. bei der Beeren(aus)lese vorstellen: es ist ein prĂŒfendes, nach âgutâ und âschlechtâ sortierendes, auswĂ€hlendes Sammeln. â
 Q: http://hegel.net/Hegelfunde2014-01/Winter-dialektik-Versuch_einer_Annaeherung.pdf
Deontologie
Deontologische Ethik oder Deontologie (griechisch: ÎŽÎÎżÎœ (deon) das Erforderliche, das Gesollte, die Pflicht, daher auch Pflichtethik) bezeichnet eine Klasse von ethischen Theorien, die den moralischen Status einer Handlung nicht nur anhand ihrer Konsequenzen bestimmen.[1][2] Bestimmte Handlungen können daher als intrinsisch gut oder schlecht bezeichnet werden (siehe moralischer Absolutismus weiter unten). Entscheidend ist dabei, ob die Handlung einer verpflichtenden Regel gemÀà ist und ob sie aufgrund dieser Verpflichtung begangen wird.
Deontologische Theorien unterscheidet man innerhalb der Ethik gewöhnlich von konsequentialistischen Theorien, die nicht den intrinsischen Charakter einer Handlung selbst, sondern ausschlieĂlich ihre Konsequenzen fĂŒr moralisch relevant ansehen. Innerhalb der Deontologie gibt es verschiedene AusprĂ€gungen: WĂ€hrend moderate Deontologen Konsequenzen auch eine moralische Relevanz zugestehen, sind im moralischen Absolutismus bestimmte Handlungen unter allen UmstĂ€nden und ungeachtet ihrer Konsequenzen verboten.
Q:Â https://de.wikipedia.org/wiki/Deontologische_Ethik
Signifikat & Signifikant
âAls Signifikant (französisch signifiant) oder Signans, deutsch auch Bezeichnendes oder Bezeichner, wird in der strukturalistischen Linguistik und Semiotik die Ausdrucksseite eines sprachlichen Zeichens (frz. âsigne linguistiqueâ) bezeichnet, also die materielle oder quasi-materielle Form, in der beispielsweise ein Schriftzeichen oder ein Lautzeichen (als Formativ) ausgedrĂŒckt und (als Zeichenkörper) wahrnehmbar wird â und damit auf eine Bedeutung oder einen Begriff verweist, das Signifikat (frz. âsignifiĂ©â) auf der Inhaltsseite eines Zeichens.â
Quellen: https://de.wikipedia.org/wiki/Signifikant & https://de.wikipedia.org/wiki/Signifikat
Denotation & Konnotation
Die denotative Bedeutung ist die konventionelle, von subjektiven Assoziationen lösgelöste rein lexikalische Bedeutung eines Begriffes, wÀhrend die konnotative Bedeutung die subjektive Bedeutung eines Begriffes darstellt.
Denotation // Konnotation
1. konventionell // gemeinsam oder privat 2. objektiv // subjektiv 3. konzeptuell // assoziativ 4. neutral // gefĂ€rbt 5. intellektuell // emotional 6. deskriptiv // evaluativ 7. Grund-/Hauptbedeutung // NebenbedeutungÂ
-> Neben- und Grundbedeutung des selben Begriffes. Es handelt sich also nicht um ein polysemes Wort (= Wort/Ausdruck, mit dem mehrere Begriffe verbunden werden).
Quelle:Â https://www.christianlehmann.eu/ling/lg_system/sem/index.html?https://www.christianlehmann.eu/ling/lg_system/sem/konnotative_bedeutung.html
âWĂŒssed sie, Frisch-Zitat mached mich immer nervös. Entweder ĂŒberzĂŒged sie mich ĂŒberhaupt nĂŒme, oder wĂ€nn sie mich ĂŒberzĂŒged, dĂ€nn heisst das, dass ich sither nöd wiiterdĂ€nkt han, und dasch au wieder truurig.â - Max Frisch
Ăberlegungen zu Intension & Extension
Extension: Die Extension eines Begriffes umfasst die Gesamtheit aller einzelnen Dinge (Besonderheiten), die mit diesem bezeichnet werden. Es handelt sich demzufolge um das, worauf sich ein Begriff bezieht â namentlich in irgend einer Form Erfahrbares. Intension: Die Intension eines Begriffes ist die Gesamtheit aller Merkmale, welche einem bestimmten Begriff beziehungsweise den damit bezeichneten Besonderheiten zukommt.Â
What is a poet
âWhat is a poet? An unhappy man who in his heart harbors a deep anguish, but whose lips are so fashioned that the moans and cries which pass over them are transformed into ravishing music. His fate is like that of the unfortunate victims whom the tyrant Phalaris imprisoned in a brazen bull, and slowly tortured over a steady fire; their cries could not reach the tyrant's ears so as to strike terror into his heart; when they reached his ears they sounded like sweet music. And men crowd about the poet and say to him, âSing for us soon againâ - which is as much as to say, âMay new sufferings torment your soul, but may your lips be fashioned as before; for the cries would only distress us, but the music, the music, is delightful.â And the critics come forward and say, âThat is perfectly done - just as it should be, according to the rules of aesthetics.â Now it is understood that a critic resembles a poet to a hair; he only lacks the anguish in his heart and the music upon his lips. I tell you, I would rather be a swineherd, understood by the swine, than a poet misunderstood by menâÂ
-Â Soren Kierkegaard, from âEither, Orâ (1843)
All testing, all confirmation and disconfirmation of a hypothesis takes place already within a system. And this system is not a more or less arbitrary and doubtful point of departure for all our arguments; no it belongs to the essence of what we call an argument. The system is not so much the point of departure, as the element in which our arguments have their life.
Ludwig Wittgenstein, On Certainty (via philosophybits)