Die journalistische Integrität der Stuttgarter-Zeitung
Ich lese täglich so einiges von dem was die Deutsche und internationale Presse so herausgibt.
Seit einigen Jahren nimmt die Qualität der Inhalte stetig ab. Mittlerweile teilt es sich auf in drei Genera: - Der gewöhnliche DPA bzw. Reuters Inhalt "Syndicated Content", einfach kopiert und in der Regel wissentlich ungeprüft veröffentlicht. - Die von großen Unternehmen geförderte Schrift "Sponsored Content", wie zB im Time Magazine, welches wöchentlich auf meinem Schreibtisch liegt. - Letztendlich, das Giftmittel für die Integrität unserer Journalisten: ideologisch geprägter Non-Sense.
In der dt. Presse sind kritische und inhaltlich solide geprüfte Artikel ein seltenes Biest geworden. Carum est, quod rarum est. Teuer ist, was selten ist.
Aber was hat das mit der Stuttgarter-Zeitung zu tun? Von einem befreundeten Dozenten aus Stuttgart wurde ich auf einen Artikel aufmerksam gemacht, welcher sich selbst in einem derart gravierenden Ausmaß widerspricht, dass mich meine Bürgerliche Pflicht auffordert, dies für die Ewigkeit festhaltzuhalten: Der, von der DPA übernommene, Artikel erklärt wie "Klebe-Tattoos" badende Kinder und Frauen vor Asylanten Vergewaltigern schützen wird:
Nicht glotzen und vor allem: Finger weg. In vielen Schwimmbädern am Bodensee sollen zwei kleine Flügel und der Schriftzug „No“ auf der Haut künftig genau das ausdrücken. Ein kleines Klebe-Tattoo - aufkleb- und abwaschbar - soll eine Warnung sein an potenzielle Grapscher, zugleich aber auch eine Bestärkung für Kinder und Jugendliche, sich zu wehren, wenn ihnen jemand zu nahe tritt.
Ob das bei kriegsgeschulten Analphabeten aus Syrien Wirkung zeigen wird? Ich wage es zu bezweifeln. Aber tatsächlich ist das nicht mein Anliegen im Bezug auf diesen Artikel. Etwas weiter im Text erläutert der Artikel, den starken Anstieg der Sexuellen Gewalt in Freibädern, welcher die Kommunen dazu bewegt hat im Sommer 2016 Sicherheitspersonal in den Freibädern zu installieren.
Schwimmbäder und auch Flüchtlinge stehen besonders im Fokus. Sicherheitsdienste patrouillieren über Liegewiesen, regelmäßig gibt es Berichte von Fällen, in denen Mädchen und junge Frauen im Wasser begrapscht und bedrängt werden. Nach mehreren sexuellen Übergriffen in einem Freibad in Kirchheim/Teck (Kreis Esslingen) engagierte die Kommune private Sicherheitsleute, auch in Stuttgarter Bädern sind jetzt welche unterwegs.
In meinen mehr als 30 Jahren in Deutschland, habe ich noch nie Sicherheitspersonal in einem Deutschen Bad gesehen - für kommende Generationen wird dieser Anblick allerdings mit Sicherheit zur Norm gehören. Genauso wie die onanierenden Araber am Beckenrand. Die Zahl der Meldungen über sexuelle Übergriffe in Freibädern dieses Jahr ist eklatant gestiegen. Generell erinnere ich mich nicht vor der Flüchtlingskriese solche Meldungen gelesen zu haben. Aber auch das ist nicht der Punkt meines Artikels, der Anstieg der Gewalt in Deutschland ist ein statischer Fakt mit dem man sich als Deutscher letztendlich abfinden muss - dies ist unumkehrbar, auch wenn die Politik etwas anderes behauptet. Zurück zum Beitrag in der StZ. Dieser erläutert in der ersten Hälfte die Notwendigkeit zweierlei Dinge als Reaktion auf die Flüchtlingskriese: die magischen Klebe-Tattoos zum Schutz vor sexuellen Übergriffen, sowie das neue Sicherheitspersonal, ebenfalls zum Schutz vor sexuellen Übergriffen. Die zweite Hälfte des Artikel sieht allerdings ganz anders aus. Dieser wird beginnt mit der in Fett gesetzten Überschrift "Zahl der Übergriffe in Schwimmbädern nicht gestiegen". In den letzten vier Absätzen geht es dann nur noch um die Beschwichtigung der Situation und der absurden Behauptung, dass die Anzahl der (sexuellen) Delikte in Freibäder nicht gestiegen ist. Fragwürdig, denn im SZ-Artikel geht es ja eigentlich um die Vergewaltigung von Kindern, die ja solch ein Ausmaß angenommen hat, dass sowohl Klebe-Tattoos, sowie Sicherheitspersonal notwendig seien. Welche Klasse von Journalist gibt so einen rückgratlosen Text zum Druck frei? Wie schmutzig fühlt man sich beim Schreiben, wenn man den Leser wissentlich belügt. Ich weiß es nicht, aber eines weiß ich: beim Besuch der StZ benutz ich einen Werbeblocker, denn mit meinen Klicks möchte ich diesen Journalismus nicht auch noch unterstützen.














