Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen.
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Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen.
Johann Wolfgang von Goethe
Moi Freunde!
Gestern Nacht sind wir voller Vorfreude in unserem Apartment in Helsinki/Vantaa angekommen. Die Zimmer waren schnell verteilt und so konnte die kurze Ruhepause vor unserem ersten morgigen actionreichen Tag beginnen.
Diesen begannen wir (Jasmin, Sabrina, Marcel und Amadeus) mit einem kurzen Trip an den nahegelegenen See "Lammaslampi" bei idyllischem Wetter.
Tag 1: Short Sightseeing in Helsinki
Moi Nicht-Elche!
Nachdem wir den See auf seine Temperatur geprüft haben (um gegenseitiges Vertauen aufzubauen, haben wir VORERST darauf verzichtet, die Messenden ins Wasser zu schubsen), setzten wir uns in den nächsten Bus nach Leppävaara/Espoo.
Dort angekommen wurde uns der Weg zum morgigen Treffpunkt gezeigt. Dieser ist Omnia (Joint Authority of Education in the Espoo Region), eine Schule, an der technische Berufe ausgebildet werden und an welcher Jasmin ihr Praktikum absolvieren wird.
Nach der Arbeit dann das Vergnügen – Ab in den Zug nach Helsinki, wo wir im wunderschönen, mit Stuck versehenen, alten Bahnhof der Stadt angekommen sind.
Von dort aus ging unsere Reise weiter zum Dom “Helsingin tuomiokirkko”. Wow!
Nachdem wir wieder Luft zum Atmen hatten (-> atemberaubender Anblick) machten wir uns auf Essenssuche. Auf dieser fanden wir einen Hamburgerstand am Hafen Helsinkis. So weit so gut, wären da nicht die habgierigen RIESENMöwen gewesen (Originalfoto!!!).
Frisch gestärkt stiegen wir in eine Fähre, verliesen das Festland und setzen “Segel” gen Suomenlinna, eine alte Festung welche auf mehreren Inseln vor der Küste Helsinkis errichtet wurde.
Dort erschloss sich uns ein wundervoller Blick auf die Ostsee. Jedoch begann hier sofort unser erstes Seminar: Praktizierendes Chillaxen (Chillen + Relaxen). Man glaubt es kaum, aber wie man sieht, kann es ziemlich anstregend und kräftezehrend sein.
Nach erfolgreichem Abschluss unseres Seminars setzen wir unsere Entdeckungstour durch die alten Katakomben der Insel fort.
Als wir die Abwehrmechanismen zu Genüge betrachtet hatten, und völligen Overkill an Impressionen zu verarbeiten hatten, machten wir uns auf den Heimweg.
Eines ist uns jedoch aufgefallen als wir uns in Helsinki aufhielten: Finnland schön und gut, die zahlreich gehissten Fahnen kamen uns dann doch etwas SPANISCH (haha) vor. Eine aufmerksame Passantin erklärte uns dann aber, das heute, am 27. April, der Flaggentag war. JA, der Flaggentag. (An mehreren Tagen im Jahr hissen die Finnen ihre Flagge zu bestimmten Anlässen: in diesem Fall der Veteranen Gedenktag)
Wenn das nun nur der erste Tag war, sind wir wirklich gespannt auf die kommenden drei Wochen. :-P
Eure Elche!
Hier für euch noch ein paar Impressionen vom Dom und den Festungsinseln.
Tag 2: Leppävaara und Töölönlahti
Moi Nicht-Elche!
Heute begann unser neuer Tag mit einer Reise nach Leppävaara, wo sich einer von mehreren Komplexen von Omnia befindet. Dieser spezialisiert sich auf handwerkliche Berufe wie Schweißen, Elektrik, Sanitär und Metallbau. Hier wird, wie bereits im letzten Beitrag erwähnt, Jasmin ihr Praktikum absolvieren.
Hier lernten wir zwei unserer wichtigen Kontaktpersonen kennen: Riia Lamminpää (International Management Omnia) und Pekka Frantsi (Abteilungsleiter für den Gesamtbereich IT in Omnia) kennen. Eine andere Gruppe aus Cham in der Oberpfalz ist zur gleichen Zeit wie wir zu einem Praktikum angereist und begleitet uns.
Riia Lamminpää zeigte uns anschließend eine Bibliothek, in der wir unsere Busfahrkarten für unseren dreiwöchigen Aufenthalt in Finnland kaufen konnten.
Nachdem alle Pflichten erledigt waren, verbrachten wir ein paar schöne entspannte Stunden am See "Töölönlahti" bei Kaffee und einem leckeren Eis.
Eine kurze Busfahrt später erreichten wir die wunderschöne Temppeliaukio-Kirche, eine moderne Felsenkirche im Stadtteil Etu-Töölö, wo wir jeder eine Karte mit eigenem Zitat ziehen durften.
Heute ist nicht alle Tage, wir schreiben wieder, keine Frage. :-P
Eure Elche
Tag 3: Espoo
Moi Nicht-Elche!
"Der frühe Vogel kann mich mal", denkt sich selbst die Ente...
Jetzt seid mal ganz stolz auf uns! Selbst wenn die Entlein noch schlafen, sind wir schon unterwegs zum nächsten Treffpunkt.
– Omnias Campus in Espoo
Dort werden Sabrina, Amadeus und Marcel die kommenden zwei Wochen arbeiten.
Empfangen wurden wir wieder von Riia und Hannu Riihimäki (Leitung der Gestaltungsabteilung), die uns durch den imposanten Gebäudekomplex mit moderner Einrichtung, wie Mac und PC Räume, Fotostudios und Atelliers, führten.
Suvi Kettunen hielt anschließend für uns, die Schüler aus Cham und zwei Schülerinnen aus Slowenien eine zweistündige Präsentation über Helsinki, den finnischen Way of Life und einige Tipps zu erlebnisreichen Freizeitveranstaltungen.
Nach einer Mittagspause in der hauseigenen Kantine zeigte uns Suvi weitere Bereiche der dort möglichen zu erlernenden Berufe, wie zum Beispiel Kosmetik, Textildesign, Schreinern und Landschaftsarchitektur.
Beeindruckend war auch die afrikanisch gestaltete Etage in der sich eine Cafeteria und der Infopoint befindet.
Die Schuleinrichtung in Omnia ist sehr begeisternd und es wird viel auf die Bedürfnisse eines jeden Berufsfeldes eingegangen. Fehlen tut es hier an nichts.
Gute Nacht und bis morgen!
Eure Elche :-)
Tag 4: Uni Helsinki und Vappu
Hei Nicht-Elche!
Heute war (vor allem für die männliche Fraktion) ein sehr spannender Tag: Wir besuchten ein Spielzeug der Superlative!
Den Teilchenbeschleuniger der Universität Helsinki!! :-O
Hier wurde uns von einem ehemaligen CERN-Mitarbeiter das Prinzip des sich hier befindenden Tandembeschleuniger erläutert. Nach einigen theoretischen Fakten durften wir nun die Maschine selbst begutachten.
Meterweit unter der Erde befanden sich mehrere unterirdische Gewölbe, damit die Radioaktivität, die bei diversen Vorgängen herrscht, die Umwelt nicht beschädigt. Uns wurde vermittelt, wie dieser Beschleuniger mit Hilfe von Ionenbeschuss die Bestandteile einzelner Materialien oder auch das Alter von Organismen bestimmt werden können.
Wie diese ausgefeilte Mechanik zu bedienen ist, zeigte man uns hier:
Schließlich wurden wir in die Überwachungszentrale geführt, wo uns viele wild blinkende Bildschirme willkommen hießen. Hier sah man die Strahlungsaktivitäten in den verschiedenen Räumen (Gamma- als auch Ionenstrahlung) und die Ausrichtung der Magnete, die die Strahlen in den Rohrsystemen lenken.
Nachdem der für uns alle sehr aufschlussreichen Vormittag beendet war, machten wir uns auf den Weg zur größten Party des Jahres in Helsinki – die Feier in den ersten Mai (Vappu). An diesem besonderen Tag wird sogar das strenge Alkoholverbot aufgehoben und (vorallem) jung und alt tummeln sich auf dem Marktgelände der Großstadt. Es wird getrunken, gefeiert und gelacht. Sogar Jack Sparrow erfreute uns mit lustigen Einlagen. :-P
Alle Studenten der Stadt tragen unterschiedliche Overalls, entsprechend ihrer Fakultät (die einen schwarz, die anderen pink….), die Abiturienten glänzen hingegen mit ihren Hüten.
Traditionell wird zur Feier des Tages DER Statue auf dem Marktplatz Helsinkis ein Hut aufgesetzt, um die Feier einzuleiten.
Wir wir jedoch schnell gemerkt haben, begrenzte sich das Feiern fast ausschließlich auf den öffentlich erlaubten Alkoholkonsum, so dass wir relativ schnell das Weite suchten. Ehrlich gesagt hatten wir uns für die GRÖSSTE Party Helsinkis etwas mehr erhofft.
So traten wir dann also den Heimweg an um zu Hause den Abend in Ruhe ausklingen zu lassen.
Eure Elche! :-)
Tag 5: Tallinn/Estland
Moi Nicht-Elche!
Unser Tag startete bereits auf eine mysteriöse Weise – Vier Wecker, vier mal verschlafen... Unser Bus zum Fährenhafen ging um fünf nach sieben und um sieben hatte Jasmin als Erste das Tageslicht erblickt. Wie für jeden wahrscheinlich klar... ein extrem stressiger Morgen.
Glücklicherweise erreichten wir die Fähre dann doch noch rechtzeitig und konnten mit ihr nach Tallinn übersetzen (-> nautischer Begriff).
Nachdem wir die wundervolle Ostsee überquert hatten, trieb uns der Hunger in ein uriges Restaurant mit europäischer sowie skandinawischer Küche. Hier durften wir in den besonderen Genuss des vorzüglichen Elchfleisches kommen. Geschmacklich erinnert es an ein zart zerfallendes Hirschfilet.
Exquisit gestärkt machten wir uns auf den Weg die mittelalterlichen Sehenswürdigkeiten der Altstadt Tallinns zu bewundern.
Viel Spaß mit unserem Bilderguide:
Die große Stadtpforte Die Stadtpforte und der Turm wurden als Verteidigung der Stadt Richtung Meer gebaut und um vom Meer kommende Besucher zu beeindrucken.
Rathausplatz und Rathaus Historisches Platz im Herzen der Altstadt und das am besten erhaltene gotische Rathaus in Nordeuropa.
St. Nikolaikirche Die Kirche aus dem 13. Jahrhundert ist heute als Museum der Kirchenkunst gewidmet. Das berühmte Gemälde von Bernt Notke "Der Totentanz" befindet sich hier.
Der Jungfernturm Dieser dreistöckige Turm an der Stadtmauer wurde erstmals 1373 erwähnt. Der "Mägdeturm" wurde seit seiner ursprünglichen Errichtung mehrere Male umgebaut. Viele Geistergeschichten ranken sich um ihn, da er als Gefängnis, Wohnhaus und Stadtcafé genutzt wurde.
Die Alexander-Niewsky-Kathedrale Tallins überwältigende russisch-orthodoxe Kathedrale. Eingeweit 1900 als Zeichen des russischen Herrschaftsanspruches stehen viele Esten heute der kleineren Version der Basilius-Kathedrale in Moskau skeptisch gegenüber.
Toompea Schloss und der Turm Langer Hermann Das Schloss von Tallinn trohnt auf einem Kalksteinhügel 50 Meter über dem Meeresspiegel. In der südwestlichen Ecke Burg steht der 1371 erbaute Turm "Langer Hermann". Nach der Rekonstruktion im Jahr 1500 erhielt er seine heutigen Länge von 46 Metern.
Der Garten des dänischen Königs Ein kleiner Park, legendärer Geburtsort der dänsichen Flagge. Der Ort diente im Jahr 1219 wahrscheinlich dem dänischen König Waldemar II. als Lagerplatz. Der Legende nach waren Waldemars Truppen am Verlieren, als sich der Himmel plötzlich öffnete und eine rote Flagge mit weißem Kreuz herunterschwebte. Die Dänen nahmen dies als himmlisches Zeichen und wurden zum Sieg angespornt.
Die Rathausapotheke 1422 wurde die Apotheke zum ersten Mal erwähnt. Seitdem werden hier Tinkturen und Salben verkauft, womit die Rathausapotheke die älteste Apotheke Europas ist.
Viru Stadttor Die runden Türme aus dem 14. Jahrhundert am Ende der Viru Straße, die ein Wahrzeichen der Stadt geworden sind, sind eigentlich nur das Vortor eines ehemaligen und viel komplexeren Torsystems. _________________________________________________________
Ab 18:45 Uhr hatten wir 2.5 Stunden mit viel Lachen und Spaß vor uns, denn gegenteilig zum gestrigen Abend war hier eine Band als Kühe verkleidet und sorgte für ordentlich Stimmung.Wir ließen es uns mit ein paar Cocktails gutgehen, und der "Anstandskeks" durfte natürlich nicht gegessen werden.
Die Zeit in der Fähre verging wie im Flug und so machten wir uns am späten Abend mit dem Bus auf den Weg in unser Apartment. So wie der Tag begann endete er auch... Ohne Handyakku fiel die Koordination des Heimwegs schwer und so stiegen wir völlig falsch aus dem Bus aus und mussten den restlichen Weg wohl oder übel zu Fuß gehen.
In diesem Sinne freuen wir uns auf den morgigen Tag und nun auf unser Bett.
Gute Nacht, eure Elche! :-)
Tag 6: Brunchen & Kultur
Moi Nicht-Elche!
Auf Grund dessen, dass unsere Lehrkraft Hr. Dr. Kegelmann heute nach Hause geflogen ist, verabschiedeten wir ihn mit einem gemütlichen Brunch. Hierzu luden wir auch die "Chamer" ein.
Nachdem wir gemütlich in den Tag starteten, trafen wir uns mit unseren zwei Tutoren Jasmin und Niko am Bahnhof. Dort angekommen gaben sie uns Hintergrundinformationen zu historisch wichtigen Gebäuden und der finnischen Kultur. Wir besichtigten die Uspenski-Kathedrale, einen alten Friedhof vor der Kirche, in dem die Pestopfer begraben wurden, das älteste Haus Helsinkis und die Zentralbank "Suomen Pankki".
Sie erklärten uns, dass damals den Häuserblöcken verschiedene Tiernamen zugeordnet wurde, damit leichter ein Treffen ausgemacht werden konnte. Heute werden aber regulär die Straßennamen verwendet.
Da wir uns hier ja in einem skandinavischen Land befinden, hatten wir den Schnee ja trotz Frühling irgendwo schon erwartet. Also ließ dieser nicht lange auf sich warten. Nicht schlecht schauten wir aber, als dieser liegen blieb. Bekanntlich gibt es ja aber kein schlechtes Wetter, sondern lediglich schlechte Kleidung – also ging es weiter im Takt.
Die anschließende freie Zeit verbrachten wir damit den Haushalt zu erledigen, Wäsche zu waschen und zu putzen, damit das heimische Gefühl bei uns allen aufkommen konnte. Ausklingen ließen wir den Abend mit einem gemeinsamen Spieleabend.
Eure Elche :-)
Tag 7: Adventure Hiking
Hei Nicht-Elche!
Heute haben wir uns gedacht, dass wir uns mal einen der zahlreichen Nationalparks rund um Helsinki anschauen. Traditionell erledigen die Finnen das zu Fuß.
Nach einem ausgiebigen Frühstück schmierten wir uns ein paar Brote und fuhren in die Nähe von Luukinjärvi, einem See im Nuuksio-Nationalpark, wo unsere Wanderung begann.
Gleich zu Beginn wurde Jasmins größter Traum wahr. Wir zitieren: "Pferdiiiis!!!"
Als wir es schließlich geschafft hatten Jasmin von der Farm wegzuzerren, konnten wir unser Abenteuer fortsetzen. :-D
Unser Weg führte uns an acht idyllischen Seen vorbei. Bei all der sportlichen Bewegung und der frischen Luft, packte Amadeus das Kletterfieber.
Wir haben die frische Waldluft und Bewegung sehr genossen und sind wahrlich von der Schönheit der Natur Finnlands begeistert.
Zu Hause angekommen sollte eine ruhige Minute auf dem Balkon zum größten Abenteuer Marcels werden. Aus der einen Minute wurden zwei ziemlich kalte Stunden auf dem Balkon, da sich die Tür nicht mehr öffnen ließ und selbst die Notfallschlüsseldienste in Finnland am Samstagabend halt mal frei haben. Während Sabrinas halbstündigen Lach-Flash versuchten die restlichen Mitbewohner Marcel mit allen Mitteln zu helfen. Schließlich kam ein Hausmeister der Amadeus die nötigen Werkzeuge zur Verfügung stellte um Marcel retten zu können.
Nach diesem unaussprechlichen Highlight am Abend, suchten wir frühzeitg das Bett auf.
Eure Elche! :-)
Eindrücke am und um den "Luukijärvi"
Tag 8: Praktizierendes Chillaxen für Fortgeschrittene
Moi Nicht-Elche!
Während die einen ihren Sonntag gemütlich auf der Couch verbrachten, gingen die anderen lieber spazieren oder joggen. Nach jeweiligen Aktivitäten kauften wir ein und kochten uns dann gemeinsam ein Abendessen.
Wie ihr seht haben wir den Tag ruhig verbracht, um für unseren morgigen, ersten Arbeitstag fit zu sein.
Schlaft gut und bis morgen!
Eure Elche :-)
Tag 9: Projektorientierung
Hei Nicht-Elche!
Heute begann unser erster Arbeitstag in Omnia in Espoo. Als erstes bekamen wir einen Zugangschip, der uns jederzeit erlaubt die heiligen Hallen der Medienagentur Omnias zu betreten. Yipphieee!!!
Damit fühlen wir uns jetzt mega wichtig! :-P
Anschließend wurden wir von unseren wichtigsten Mentoren begrüßt, mit denen wir ein kurzes Meeting hatten in dem wir über die Verteilung der verschiedenen Aufgabengebiete sprachen. Unsere Lehrer ließen uns freie Hand bei der Wahl unseres Projektes. Somit entschlossen wir uns für einen Kurzfilm, da wir in Finnland Einblick in andere Bereiche der Mediengestaltung erhalten möchten. Im Nu machten wir uns ans Brainstorming.
Nach der darauf folgenden Mittagspause machten wir mit der Filmbearbeitungsspezialistin Omnias "Aino" einen Termin aus, an dem sie uns Materialien zum Filmdreh zur Verfügung stellen wird.
Der Abend klang mit einem schönen Spaziergang bei untergehender Sonne am hauseigenen See "Lammaslampi" aus.
Wir schreiben euch morgen wieder :-)
Eure Elche!
Tag 10: Kamera läuft!
Moi Nicht-Elche!
Bei dem Treffen mit Einno stellte sie uns die Materialien zur Verfügung, die wir für unser Projekt benötigen: Eine Filmkamera, Photokamera und ein Stativ.
Wir begannen unsere Dreharbeiten in dem Nationalpark, welchen wir am Samstag besichtigt haben. Ein Teil unseres Kurzfilms soll den Unterschied zwischen Natur und Zivilisation zeigen. Da wir bei unserem letzen Besuch einen riesigen Ameisenhaufen fanden, der perfekt für unsere Aufnahmen geeignet war, versuchten wir diesen heute wieder zu finden. In Betracht dessen dass der Nationalpark mehrere Kilometer groß ist, scheint diese Aufgabe in erster Linie schier unmöglich zu sein... Aber nicht für Amadeus! Meisterhaft steuerte er genau auf unser Zielobjekt zu, sodass wir schon nach wenigen Minuten fündig wurden. Wir leisteten großartige Teamarbeit und hoffen, dass unser Projekt genauso großartig ausfällt.
Verdient hatten wir uns einen Besuch im Restaurant "zum Goldenen M" in dem wir es uns richtig gut gehen ließen.
Zu Hause angekommen erledigten wir noch einige organisatorische Dinge und erstellten einen Plan für die kommenden Tage.
Gute Nacht!
Eure Elche :-)
Tag 11: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen
Moi Nicht-Elche!
Heute machten wir zu Beginn ein paar Fotos um euch in einem noch folgenden Extrabeitrag einen Einblick in unsere Bildungseinrichtung zu gewähren.
Anschließend hatten wir eine Schulung bei Aino, welche uns die Bedienung des Programm "Sony Vegas Pro" näher brachte. Dies ist eine Software die zur Bearbeitung von Filmen dient und somit unser Projekt unterstützt. Außerdem hatten wir noch einige organisatorische Dinge mit ihr zu klären.
Als wir auf dem Weg zum Bus waren, fing uns eine Englischlehrerin ab, die unsere Unterstützung für nächste Woche erbat, indem wir uns für ein Fotoshooting oder einen Film mit ihrer Klasse zur Verfügung stellen sollen. Selbstverständlich kamen wir der Bitte nach und vereinbarten einen Termin. Also könnt ihr sehr gespannt sein, denn mit diesem Projekt werden wir in die Annalen der Schule eingehen.
Wahrscheinlich würden wir das auch ohne dieses Projekt schaffen :-P
Jetzt aber schnell: Ab nach Hause und Sachen packen für die finnische Sauna!!
Nach etwas Hektik, aber doch noch rechtzeitig (wie immer), erreichten wir mit voller Vorfreude und angemessener Skepsis die öffentliche Sauna in Oittaa am See "Bodominjärvi".
Wir hatten 1,5 Stunden um uns ganz nach finnischer Manier auszutoben. Warum toben? Oh ja! Nach ca. 15 Minuten Hitze in der Sauna rannte man zum 2-3°C kalten See und schwamm eine Runde.
DIE SPINNEN DIE FINNEN!
Auf jeden Fall war das eine echt schöne und (ent)spannende Erfahrung für uns alle :-)
Vollstens entspannt verließen wir Oittaa wieder und erreichten unser Appartement, in dem wir den Abend ebenfalls entspannt ausklingen ließen.
Bis morgen!
Eure Elche :-)
Tag 12: "The Walk of Taste"
Hei Nicht-Elche!
Finnland hat heute mal wieder seine pråchtigste Seite gezeigt, in der sich Regen mit derartigen Windböen, die einen wörtlich aus den Latschen kippen ließen, verbunden haben.
Zum Glück konnten wir diesem Wetter eine zeitlang entkommen, denn für den Morgen stand ein Besuch in der "Fazer"-Manufaktur an, der größten Schokoladenfabrik im skandinavischen Raum.
SCHOKOLAAAAAAAAADEEEE!!
Glücklicherweise wurden wir vorgewarnt, dass wir so viel Schokolade essen durften, wie wir nur konnten. Kalorien hin oder her: Sowas ließen wir uns nicht zweimal sagen und probierten jede einzelne Schokoladensorte und ihre persönliche Note.
Nachdem uns allen schlecht war und wir einige Informationen zur Geschichte der Fabrik bekommen haben, fragten uns unsere Tutoren ob wir zum anschließenden Mittagessen lieber Pizza oder doch Hamburger haben wollen (Kalorienzähler wären heute wohl in ihre tiefste Depression gefallen). :-D
Soweit so gut — Wir entschlossen uns also für Hesburgers. Das ist ein kulturell tief verwurzeltes, finnisches Schnellrestaurant aus Naantali in Finnland. Das folgende Bild spricht mehr als 1000 Kalorien :-P
Es folgten ausschweifende Gespräche mit Riia und Suvi, Mitarbeiterinnen des International Office in Omnia.
Da, wie schon beschrieben, das Wetter "bescheiden" war, entschlossen wir uns unsere weiteren Aufnahmen zu verschieben und stattdessen das Projekt in theoretischer Form zu organisieren. Dies beinhaltete das Studium der Wettervorhersagen, diverse Anrufe und E-Mails an die Manager einiger Hotels und des Olympiastadions in Helsinki, um optimale Drehstandorte zu gewährleisten. Außerdem stellten wir gemeinsam einen vorläufigen Zeitplan für die nächsten sieben Tage auf.
Wir wünschen euch noch einen schönen Abend und eine gute Nacht!
Bis morgen!
Eure Elche :-)
Special: The Joint Authority of Education in the Espoo Region "Omnia"
Moi Nicht-Elche!
Da wir euch einen Einblick verschaffen wollten, in welcher Einrichtung wir unsere Zeit hier in Finnland verbringen, haben wir uns gedacht euch unsere Schule mal ein bisschen näher zu bringen.
Sie besteht aus mehreren Departments, in welchen die Schüler sich entweder der Theorie oder sogar der Praxis widmen können. Das Gebäude, das wir euch vorstellen, ist allerdings nur ein Campus der umfassenden Zusammenschließung vieler Schulen dieser Art in Espoo.
Hier nun eine kurze Auflistung der oben genannten Departments und natürlich ein paar Bilder dazu ;-)
Eingangsbereich
Hier befinden sich sowohl InfoOmnia und das Sekretariat, als auch eine Ausstellung praktischer Arbeiten der Schüler
International Office
Das sind die Leidtragenden, welche uns eingeladen haben und uns jetzt auch noch unterhalten müssen solange wir da sind :-D
Kantine
Die Schüler können sich jeden Mittag kostenlos Essen holen.
Textildesigner
Den Schülern werden allerlei Stoffe zur Verfügung gestellt, sowie diverse Räume die perfekt an die praktischen Voraussetzungen geschneidert sind.
InnoOmnia
Betriebe können in diesen Räumen Meetings abhalten, an denen Schüler und Lehrer zu Lehrzwecken teilnehmen können.
Frisör- und Beautysalon
Neuer Haarschnitt gefällig? Da die Arbeiten in Omnia allgemein sehr praxisbezogen gehalten werden, gleicht die Ausbildung einem ganz natürlichen Salon welcher normal von Kunden besucht werden kann.
Afrikanische Snackbar und Infopoint
Um bloß keine Langeweile aufkommen zu lassen, ist ein Abschnitt der Schule mit afrikanischen Stilelementen geschmückt.
Schreinerwerkstätten
Damit die Schüler ihrer Kreativität freien Lauf lassen können, werden für sie viele Materialien und Maschinen bereitgestellt, um das zu gewährleisten.
Landschaftsarchitekten
Den Landschaftsarchitekten wird viel Platz zur Verfügung gestellt um Bepflanzungen und Bodenbeläge in verschiedensten Variationen zu testen.
Mediengestalter
Hier können wir unserer Kreativität nachkommen und uns mit Hilfe jeglicher Hilfsmittel wie Kameras, Stativen und Mikrofonen nach Herzenslust austoben.
Bibliothek
Von sachlichen und fachspezifischen Büchern, bis hin zu englischer Literatur über "Wie verhalte ich mich gegenüber Finnen" gibt es hier eigentlich alles.
OmniaShop
Um die Schule auch anderweitig finanziell zu unterstützen, werden Artikel ehemaliger, jetzt selbstständiger Schüler im OmniaShop verkauft.
Gebäude
Nicht nur von Innen, sondern auch von Außen ein Augenschmauß. Die Architektur des Schulgebäudes.
Ich hoffe jetzt habt Ihr ein kleines bisschen eine Ahnung wo wir unsere Zeit zu großen Teilen verbracht haben ;-)
Bis bald!
Eure Elche :-P