Von Stränden über historische Städte bis hin zu den Alpen
Unsere Reise durch den Nordosten Italiens führte uns von den Küsten bis zu den majestätischen Alpen. Nach Venedig machten wir uns auf den Weg nach Udine, mit einem Zwischenstopp an einem weniger bekannten, aber ebenso wunderschönen Strand – Brussa.
Ein Tag am Strand von Brussa: Entspannung abseits der Massen
Auf dem Weg nach Udine entschieden wir uns bewusst gegen den überlaufenen Strand von Bibione und steuerten stattdessen den ruhigeren Strand von Brussa an. Dieser Strand ist ein echter Geheimtipp für diejenigen, die dem Massentourismus entfliehen wollen. Brussa liegt in der Nähe des Naturparks Vallevecchia und bietet eine entspannte Atmosphäre, in der sich vor allem Einheimische, Familien und Hundebesitzer wohlfühlen.
Der Strand von Brussa besticht durch seine natürliche Schönheit und die Ruhe, die hier herrscht. Wir haben unseren Sonnenschirm aufgeschlagen, die Stühle aufgestellt und uns sofort ins angenehm warme Wasser gestürzt. Das Wasser war überraschend klar und sauber, trotz einiger Algen, die gelegentlich an uns vorbeizogen. Da der Strand flach abfallend ist, konnten wir weit ins Wasser hinausgehen, bevor wir schwimmen mussten. Mit unserer kleinen Kühlbox, gefüllt mit Snacks und kühlen Getränken, ließen wir es uns den ganzen Tag gut gehen – ein perfekter Ort, um Sonne und Meer zu genießen.
Udine: Kultur und Geschichte im Herzen von Friaul
Nach diesem entspannten Strandtag setzten wir unsere Reise nach Udine fort, einer Stadt, die oft im Schatten der bekannteren Städte Italiens steht, aber dennoch viel zu bieten hat. Udine, im Nordosten Italiens gelegen, ist reich an Geschichte und Kultur und ein idealer Zwischenstopp für Reisende, die den Norden Italiens erkunden.
Im Zentrum der Stadt erhebt sich das Schloss von Udine, das auf einem Hügel thront und eine wunderbare Aussicht auf die Stadt und die umliegenden Berge bietet. Das Schloss beherbergt mehrere Museen, darunter eine Kunstgalerie mit Werken berühmter Künstler wie Tiepolo und Caravaggio. Besonders beeindruckend ist die Piazza della Libertà, die oft als schönster venezianischer Platz auf dem Festland bezeichnet wird. Hier stehen historische Gebäude aus der Renaissance, wie die Loggia del Lionello aus rosafarbenem und weißem Marmor, sowie ein markanter Uhrturm.
Unsere Zeit in Udine war begrenzt, doch die Stadt hat uns mit ihrer charmanten Mischung aus Geschichte und modernem Leben begeistert. Für uns war Udine ein perfekter Zwischenstopp, bevor es weiter in die Alpen ging.
Ein Zwischenstopp am Toblacher See: Naturidylle in den Dolomiten
Auf dem Weg von Udine ins Ahrntal legten wir noch einen Zwischenstopp am Toblacher See ein, einem wahren Juwel in den Dolomiten. Der Toblacher See, auch bekannt als Lago di Dobbiaco, liegt auf 1.259 Metern Höhe in der Südtiroler Gemeinde Toblach, eingebettet in das malerische Höhlensteintal. Dieser kleine Alpensee ist von beeindruckender Natur umgeben und bietet eine friedliche Kulisse, die zum Verweilen einlädt.
Der See hat einen Umfang von etwa 4,5 Kilometern und ein geschätztes Volumen von 286.000 Kubikmetern. Sein kristallklares Wasser, gespeist und durchflossen von der Rienz, zieht Besucher in seinen Bann. Wir unternahmen einen gemütlichen Spaziergang rund um den See, genossen die frische Bergluft und die atemberaubende Aussicht auf die umliegenden Gipfel der Dolomiten. Der Toblacher See ist ein idealer Ort für Naturfreunde und Wanderer, die die Ruhe der Alpen genießen möchten.
Nach diesem erholsamen Zwischenstopp setzten wir unsere Reise fort und machten uns auf den Weg ins Ahrntal, wo uns noch mehr alpine Abenteuer erwarteten.
Natur pur im Ahrntal: Wandern am Klausberg
Nach Udine führte unser Weg weiter nach Südtirol, genauer gesagt in das idyllische Ahrntal. Hier verbrachten wir zwei Tage auf einem abgelegenen Hof, umgeben von mehr Kühen als Menschen, ohne Internet und mitten in der Natur. Für Naturliebhaber und Ruhesuchende ist das Ahrntal ein wahrer Traum. Die Tage hier beginnen früh, und es ist einfach, den Alltag zu vergessen und sich ganz auf die Natur einzulassen.
Unser großes Abenteuer führte uns zum Klausberg, einem beliebten Ski- und Wandergebiet. Der Höhepunkt unseres Aufenthalts war die Wanderung zum Klaussee, einem kleinen, aber beeindruckenden Gebirgssee. Der Ausgangspunkt der Wanderung, die Kristall-Alm, liegt an der Bergstation der Kabinenbahn "K-Express". Von hier aus ging es stetig bergauf, vorbei an urigen Almhütten wie der Speck-und-Schnaps-Alm und der Baurschaft-Alm.
Der Weg ist zwar anspruchsvoll, aber die Mühe lohnt sich. Nach fast vier Stunden erreichten wir den Klaussee, der auf 2.160 Metern Höhe in einer malerischen Mulde unter dem Rauchkofel liegt. Der See ist umgeben von den majestätischen Zillertaler Alpen, und die Aussicht ist einfach überwältigend. Für uns war der Aufstieg zwar anstrengend, aber der Anblick des glitzernden Sees und die Stille der Berge machten alles wieder wett.
Ein kulinarischer Abschluss in Südtirol
Nach einem Tag voller Bewegung und Natur belohnten wir uns am Abend mit einem herzhaften Abendessen. Typisch für die Region genossen wir Wild und Wiener Schnitzel, begleitet von einer köstlichen Pizza als Vorspeise. Das Essen in Südtirol ist ein Fest für die Sinne, und die regionale Küche ist reichhaltig und schmackhaft – ein perfekter Abschluss für unseren Aufenthalt.
Ausblick: Die nächste Etappe unserer Reise
Nach einer Woche voller unvergesslicher Erlebnisse im Nordosten Italiens war es Zeit, Abschied zu nehmen und die Heimreise anzutreten. Doch unsere Reise ist noch nicht zu Ende – das nächste Mal geht es weiter ins Landesinnere, wo uns die Städte Pisa und Florenz erwarten. Und wer weiß, vielleicht kehren wir auch wieder zurück, um den Gardasee erneut zu besuchen oder die beeindruckenden Berge und Seen Südtirols zu erkunden.
Italien hat uns in jeder Hinsicht begeistert, und wir freuen uns schon darauf, die vielen weiteren Facetten dieses wunderschönen Landes zu entdecken.