Ich gelangte nicht durch mein rationales Bewußtsein zur Erkenntnis der fundamentalen Gesetze des Universums. Albert Einstein
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Ich gelangte nicht durch mein rationales Bewußtsein zur Erkenntnis der fundamentalen Gesetze des Universums. Albert Einstein
ICH BIN
http://www.allesistenergie.net/ich-bin-die-wahre-bedeutung-hinter-diesen-woertern-universelle-sprache/
No worries, mate! =)
Ich wollte weg von hier, die Vergangenheit verlassen, der Zukunft entfliehen, in das Wunder der Gegenwart ziehen.
Ich war froh nicht alleine zu starten, jemanden mit gleichen Zielen, an meiner Seite zu haben.
Allein hätte ich viele Tränen mehr geweint, der Abschied war so beinahe leicht.
Australische Nacht - vom Taxi zum Hostel gebracht. Ein Zimmer zu Zweit, Klimaanlage auf Stufe drei, vier Stunden schlaf, neugierig in den ungewissen Tag.
Australia-Day, alle trugen blaue Flagge, wir trugen Flip Flops, kilometerweit, unsere Beine noch Käseweiß. Konversationen mit fröhlichen Menschen, aus diversen Fremden, die Welt im bunten Abendlicht, Feuerwerk, wie ein Gedicht.
Die Melodie von Digeridoos, strahlende Gesichter und süßlicher Duft, in der warmen Sommerluft.
Essen beim Inder, gegenüber, von uns, spaßende Kinder. Wir haben so viel geredet, wir haben alles geteilt, dieser Moment, setzt auch heute, Glück in mir frei.
Es fühlte sich wie Urlaub an, so feierten wir, jeden Tag, in der Bar neben an. Happy Hour, 6 Dollar Stella, Zigaretten zum drehen und kein einziges mal Regen.
Die ersten Drogen im Club, Opa-Pauckner, schlief ein. Strandpartys mit Bananen und „special delivery“ zum Camper, Joints und der brutale Filmriss mit Goon. das alles, klingt nicht nur im Nachhinein w(i)(or)klich gut.
Zu dem Zeitpunkt, war alles so offen, mir war nicht klar, wohin ich als nächstes wollte, ob Arbeit kommt, ob wir gemeinsam weiter reisen, ich wusste nicht mal was an „Roadtrips“ besonders sein sollte, auch nicht, dass eine dusche nach dem aufstehen unglaublicher Luxus ist.
Ich war melancholisch, ohne meine Freunde, war alles so anders. Ich fing an zu vermissen, doch ich blieb stark. Tränen getrocknet, es kam immer ein neuer besserer Tag. Zur gleichen Zeit, hatten wir Perth leid, untypisch deutsch, kauften wir den günstigsten Kleinwagen.
Als neue Bremsen angebracht waren, wollten wir nur los fahren, konnten das Abenteuer nicht abwarten.
Ein paar Stunden im Auto, das war ein neues Gefühl, ich wusste nicht, wo ich Nachts schlafen sollte und es war mir noch nie zuvor, so schön egal. Es war keine Angst es war Freiheit, die mich umgab.
Wir wollten Arbeit, aber was wir viel mehr wollten, war mehr. Mehr sehen, Meer sehen, entdecken was vor uns lag - und so, vertrauten wir einfach.
Eine neue Seite, die ich kennen lernte: in Deutschland immer offen, war ich hier zu oft beinahe verschlossen. Auf Menschen zu gehen, war nicht leicht, schüchtern und für Englisch nicht bereit. Nicht so schlimm, mitgenommen hab ich Respekt, gegenüber jedem der sein Heimatland verlässt.
Campingplatzrollen verteilt – ich blas die Matratze auf, du baust das Zelt. Ich hol´ die Karten, zum „Durak“ spielen, du konntest in der Zeit, den pisswarmen Goon servieren.
Es war kalt im Zelt, ich wurde gewärmt, es tat gut, in deinem Arm zu liegen. Kühl aber warm, distanziert aber nah.
Zufrieden & dankbar für gelegentliche, dezente, liebe Gesten. Schotterstraßen mit Blick auf das glitzernde Meer, Angeln von gigantischen Felsen mit erstem Erfolg. Die ersten hundert Kangaroos, die im Morgengrauen über taunasse Wiesen springen. Meeresrauschen, erzählte uns gute Nacht Geschichten, nach endlos witzigem Hotbox-kiffen.
Durch die „Nullabo“ Wüste, über die längste gerade Straße der Welt, ich fand es witzig, als im Regen, unser Schlüssel auseinander fällt. Du nicht. Macht nichts. Eine Stunde später gesavet, mit Chilli-Cheese-Würstchen und jeder Menge Kaffee zurück auf unserem Weg.
Zwischendurch mal ein Streit, Kaffeeflecken, Trennungsgedanken, doch wir konnten uns schnell wieder fangen.
Melbourne, diese schöne Stadt, machte uns dann mit dem besten Sushi satt. Sydney, brachte nette Menschen, ein zu Hause für uns, satt Campen. Wir waren uns einig, Städte sind nicht der Bringer. So schnell wie kein Backpacker normalerweise reisen kann, kamen wir dann, in Mudgeeraba an.
Voll motiviert und schweißgebadet – Unkraut jäten, streichen, Whippelsnippen, nicht zu vergessen „The Drive looks good“ and „feed the chicken“.
Nicht so schlimm, der Pool, der Ausblick und das Essen, ließ die Arbeit schnell vergessen.
Es war nicht mehr kalt, doch Arm in Arm, gaben wir uns weiter etwas halt, in gelegentlicher Reiseeinsamkeit.
Der erste Kuss am morgen, LSD mit Hermann auf der Luftmatratze im Pool, über uns Wolken aus Zuckerwatte und nichts anderes, was in diesem Augenblick Bedeutung hatte. Schöne Gespräche, bunte Bilder, es war ein Dienstag im März.
Abends im Bett, haben wir zum ersten Mal, einander entdeckt. Ich bereue es nicht, diese Sache gab der Zeit, einen besonderen Kick.
Es war schön, es gab ein kleines „wir“, ich war gern mit dir „hier“. Ecxtasy und kiffen, „Foxy-Therapie“ und Tara auf dem Kissen.
„Leben und sterben, dafür steht der Regenwald.“
Delphinshow und Glühwürmchen in der „Natural-Bridge“, an meinem Geburtstag, alkoholfreier Rosé, der erstaunlich gut schmeckte.
Neben Laktoseintolleranz, war alles ziemlich blümelant.
Besuch aus dem Sauerland, ich war erst recht skeptisch, ob das in der Situation klappen kann. Es war nicht leicht, doch auch irgendwie ziemlich okay. Surfen, nach 10 Minuten aufgegeben. Ihr habt euch den Wellen lange hingegeben.
Zusammen 4 Kilometer mitten in der Nacht, den Mount Warning hinauf, Fix und fertig staunte ich, wie die Sonne durch die Wolken bricht, jeder Hügel nacheinander, erstrahlte im hellen Morgenlicht, während der Himmel liebevoll, seine prächtigsten Farben schickt.
Ein Roadtrip zu dritt, war für mich nicht so der Hit. Die 4-Wheel-Drive Straße mit unserem Charlie, war der absolut geilste Wahnsinn. Mit dem Longboard ins Krankenhaus, Polizeigesülze, Cracknutten und endlose Stunden, schon war der Besuch wieder verschwunden.
Wieder alleine, wollten wir schuften, Geld verdienen, um weiterzukommen, doch die wenigen Dollar, reichten nicht aus, ein neuer Plan – los nach Cairns, wir hielten es am gleichen Ort, nicht länger aus.
Zwei Tage fahrt, die Natur hat mich verzaubert, die Berge und das Meer, es war einfach traumhaft.
Wild-Campen am beeindruckendsten Strand dieser Erde. Wir liebten uns und die Krebse liebten feige unsere Zehen, nebenbei das prasseln von Regen und das rauschen des Meeres. Ein Sonnenaufgang, wie aus einem fantastischen Märchen.
Die letzte Camping-Nacht, unter freiem Himmel, das letze mal, waren wir uns dort ganz nah.
Der einzige Einsatz vom Moskitonetz und ein Lagerfeuer, machten auch diesen Ort perfekt.
Dann wollten wir zurück, unsere Freunde fanden das zunächst verrückt, wir aber, waren von der Vorstellung entzückt. Deutscher Sommer, eigene 4 Wände, vertraute Straßen und Menschen, die auf uns warten.
Charlie war schnell verkauft, manchmal kam in mir Panik auf, ich wusste ich gab meinen Traum, sehr schnell auf.
Noch eine Nacht, im Haus vom „fuckin-reichem-Typ“. Wir gingen uns vermehrt auf die Nerven, im nächstem Moment saßen wir im Flugzeug, betäubten mit Wein unsere Nerven.
Vergangenheit im Auge, Vorfreude im Herzen.
Übermüdet angekommen, alle in den Arm genommen, war alles bald, beinah wie zuvor, doch es war leichter, freier und gereifter.
Ich habe die Zeit wirklich genossen, es tat gut, zu sehen wie es funktionieren kann, ich meine, wenn man mit jemandem über alles reden kann, weil man eine Meinung hat.
Der erste Schritt dieser Reise, war der erste Schritt, zu mir zurück.
Du – hast mich bewegt. Du hast mich immer wieder überrascht, mit tausenden von Kleinigkeiten. Du hast mir vorgelebt, wie das geht, wenn man zu sich und seinen Prinzipien steht. Du hast nicht einfach akzeptiert, sondern deine Meinung, bei jedem Thema schamlos integriert. Du hast mich ernst genommen, mich respektiert. Ich hab das alles reflektiert, im Nachhinein ist mir so klar, warum ausgerechnet du mein Reisebuddy warst. Du hast mich daran erinnert, das man auch alleine lachen kann. Du hast mich abgelenkt, von so vielen trüben Sachen, mit dir konnte man immer über irgendwas lachen.
Wir haben uns “gehasst” und verflucht, trotzdem fanden wir uns gleichzeitig gut.
Wir haben gegenseitig unseren guten Kern gesehen, Werte, die manch anderen fehlen.
Ich will dir einfach Danke sagen, ich will das du weisst, das diese Zeit für mich, sehr wichtig war und immer bleibt. Ich werde immer daran denken, wenn ich mir einbilde, dass mein Leben nicht gut läuft, wenn ich denke, dass mir etwas fehlt, weil ich gelernt habe, dass Freiheit bei mir (im Kopf) entsteht. Wir haben gemeinsam, Dinge gesehen, die man sich so nicht vorstellen kann. Ich werde bis an mein Lebensende befürchten, dass das Lied „Piano-Man“, mehr als 40 Minuten dauert und wenn ich mal Raucher werde, weiss ich das Tabasco hilft, wieder damit aufzuhören. Niemand sonst, wird uns verstehen, wenn wir von “7eleven” oder “k-mart” reden. Diese Zeit kann uns keiner nehmen.
Für mich war die Reise ein Übergang zu einem neuen Lebensabschnitt, dich nehme ich gerne dahin mit, weil du dessen würdig bist.
Ich wünsche mir hier weiter, ein guter Freund für dich zu sein. Ich möchte hin und wieder, Kippen mit dir teilen und einen Absacker mit Bier oder Wein. Ich möchte, dass du an mich denkst, wenn du wen zum reden brauchst, oder jemanden der auf dich baut. Ich würde es vermissen, ab und an, mit dir Orte zu erkunden, um zu sagen „ist schön hier“, „toll“ – „haben wir jetzt alles gesehen? Können wir wieder gehen?“
Australian Sunset =)
I LOVE IT WHEN NATURE TAKES IT BACK …
☮ ❤ ॐ
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