Das Türchen zum zweiten Advent soll Euch heute einmal einen Blick hinter die Kulissen ermöglichen - und auf Material, das sonst wohl niemand je zu Gesicht bekommen hätte.
Im kreativen Prozess des Songwritings für unsere Alben ist erfahrungsgemäß nicht jeder Schuss ein Treffer, und nicht jede Idee findet den Weg vom Entwurf über die Vorproduktion bis in die Endauswahl für's Studio. So sammelt sich über die Produktionszeit gehörig viel Material in den virtuellen Schubladen mit Etiketten wie: "Naja, fast", "Unfug" oder "Beim nächsten Mal vielleicht". Dies führt dazu, dass man bei gelegentlichem Ausmisten dieser Schubladen über Dinge stolpert, die schon fast vergessen sind und bei denen dann regelmäßig die Frage auftaucht: "Wie kommt das hier hinein?" Besonders in der Schublade "Unfug" sind diese Entdeckungen ab und zu sehr interessant und entlocken uns bandintern hart gespaltene retrospektive Einschätzungen zwischen "Was haben wir uns nur dabei gedacht?" und "Welcher Banause hat das aussortiert?!" Ein schönes Beispiel hierfür wäre ein kürzlich wiederentdeckter Entwurf namens "Big Bang Theory" - ein Kleinod aus den ersten Tagen der Schreibphase zu AMATEVI (ca. März 2012), das wir Euch nicht vorenthalten und anhand dessen wir Euch mal einen adventlichen Einblick in diese geheimen Schubladen gewähren wollen.
Zunächst war da dieser von Teilen der Band als tiefgründig philosophisch, von anderen Teilen der Produktionskette als hochgradig unanständig gewertete Textentwurf, dessen ursprüngliches Anliegen seines Verfassers wohl in dessen abgründigen Tiefen verborgen bleibt:
http://www.pi-band.com/adventskalender/big-bang-theory
Als sei dies nicht genug des Unsinns, haben wir uns damals offenbar wirklich die Mühe gemacht, dieses lyrische Machwerk ordnungsgemäß zu vertonen und - zumindest im Bandraum - auch probeweise aufzunehmen.
Sollte in dieser Zeit allerdings irgendein Fuchs in unseren Reihen die Idee gehabt haben, der Song könnte sich bis auf's Album durchmogeln, hat er nicht mit unserem scharfsinnigen Produzenten Benjamin Schäfer gerechnet, der unnachgiebig das Damoklesschwert über das Material schwingt und sein Gütesiegel nur nach eindringlicher Qualitätsprüfung verleiht.Keine Chance also für musikalische oder stilistische Ausreißer - nichts entging seinen wachsamen Ohren und Augen. Auch wenn wir nach wie vor nicht fassen können, wie er ausgerechnet DIESEN Titel ablehnen konnte, nachdem uns geheimes Bildmaterial zugespielt wurde, welches einwandfrei belegt, dass er mit der thematisierten Materie des Songs offenbar bedenklich nahe vertraut ist:
https://www.dropbox.com/s/zquhtln6cmjua47/benni.jpg
Nun aber endlich - wie versprochen - das einmalige Schlüsselloch in eine Materialschublade, die wir - ebenfalls versprochen - ganz schnell wieder schließen werden:"Big Bang Theory"
http://www.pi-band.com/adventskalender/