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@profjung
Am Ende zÀhlt das Ergebnis, nicht der Prozess oder die Methode. Das wird leider oft vergessen.
Prof. Jung ĂŒber Design Thinking, Sprint, Scrum etc.
10 KreativitÀtskiller
1. Sicherheitsdenken
Wer nichts falsch machen will, macht selten etwas richtig, vor allem nichts Kreatives = Ăberraschendes, Ăberzeugendes.
2. Â Konkurrenzdenken
Geteilte Ideen werden bessere Ideen, denn mehr Köpfe denken nicht nur mehr, sondern auch besser.
3. Falsches Teamwork
Kooperation ist wichtiger denn je. Falsch verstanden, leider oft Quelle des MittelmaĂes. Die GrĂŒnde: Mangelnde Vorbereitung sowie Streitkultur und infolgedessen: faule Kompromisse.
4. Set Thinking
Wer Erwartungen erfĂŒllt kann nicht ĂŒberraschen. Vorauseilender Gehorsam vermeidet Konflikte, aber verhindert kreative Lösungen.
5. Ungeduld
Gutes ist zunĂ€chst oft unscheinbar und schnell ĂŒbersehen, deshalb nicht zu frĂŒh kritisieren und aussortieren. Lieber beiseite legen und etwas spĂ€ter noch einmal darĂŒber nachdenken.
6. Zeitdruck
Zeitdruck zwingt zu schnellen Entscheidungen, deshalb das GefĂŒhl unter Zeitdruck besser arbeiten zu können, allerdings ist die Entscheidungsgrundlage dĂŒnner, wenn man weniger Zeit hat, das macht das Ergebnis selten besser.
7. Schlechte Rahmenbedingungen
Li Tai-Po ein vor 1256 Jahren gestorbener chinesischer Schriftsteller hat mal gesagt: âFrohsinnige Menschen sind ideenreichâ, das heiĂt: Wer schlechte Laune hat, sollte sie verbessern oder gar nicht erst anfangen vor allem nicht verbreiten.
8. GleichgĂŒltigkeit/Desinteresse
Hierzu ein Zitat von Shakespeare: âLust verkĂŒrzt den Weg.â oder wer keine Lust hat kreativ zu arbeiten, sollte was anderes machen.
9. Mangelndes Selbstbewusstsein
Ein Zitat hab ich noch: âHalb vollendet, wer mutig begann.â (Horaz). Will sagen: Wer Angst hat und deshalb entweder gar nichts oder nichts Neues, Ungewöhnliches macht, wird nicht kreativ sein. Das Gute: Ăngste kann man ĂŒberwinden und das nennt sich: Mut.
10. Pflicht
Ein letztes Zitat, weil es so schön passt: âPflicht ist das Gegenteil von dem, was man lieber tun wĂŒrde.â (Mark Twain). Siehe 7. und 8.
Das Schwerste an einer Idee ist nicht, sie zu haben, sondern zu erkennen, ob sie gut ist.
Chris Howland
Mehrwert
= etwas ist fĂŒr dich wertvoller als die Zeit, die du benötigst, um dir das Produkt leisten zu können.
â profjung ĂŒber Branding
âStop asking people to pay attention to your brand. Start doing things worth paying attention.â
â Elon Musk
Design im Wandel der Zeit
Am Anfang war die âKĂŒnstlerpersönlichkeitâ
Design als individueller Stil, als âpersönliche Handschriftâ.
SpĂ€ter folgte âForm follows functionâ
Erstmals formuliert Ende des 19. Jahrhundert, populĂ€r geworden durch die prĂ€genden Kunsthochschulen âBauhausâ und âHfG Ulmâ. Bis heute oft missverstanden und missbraucht als Legitimation fĂŒr langweiliges, einfallsloses Design.Â
Darauf folgte âErgonomieâ
Das Designzeitalter der Ergonomie war ein erster Schritt den Menschen (Nutzer/User) in das Zentrum der Gestaltung zu setzen. Man bemĂŒhte sich um die Anpassung von Produkten an menschliche Dimensionen.
Heute ist âUser Experienceâ (UX)
UX-Design beschreibt die konsequente Ausrichtung auf den Menschen, dessen Verhalten, WĂŒnsche und BedĂŒrfnisse. Im Prinzip geht es dabei um die Gestaltung von âĂkosystemenâ und deren âInfrastrukturâ, real und virtuell, individuell und sozial, statisch und mobil und interaktiv.
Ăbrigens, der Unterschied zwischen UX-Design und UI-Design (UI = User Interface): UX beschreibt das, was unsichtbar bleibt, die allgemeine FunktionalitĂ€t, wĂ€hrend UI das was wahrgenommen wird gestaltet. â
Dein Studium fÀllt dir leichter, wenn du Probleme nicht als lÀstiges Hindernis siehst, sondern etwas an dem du wÀchst und besser wirst. Letztendlich ist es das Wesen eines kreativen Berufs Probleme zu lösen.
profjung ĂŒber Erfolg in Studium und darĂŒber hinaus
Shu Ha Ri
Oder: Was haben die drei Gesetze der japanischen Kampfkunst mit (Kommunikationsdesign) studieren zu tun?
Stufe 1. Grundstudium.
âShuâ = erhalten, gehorchen und bedeutet fĂŒr dein (Kommunikationsdesign) Grundstudium: Erst einmal die Basics beherrschen und Regeln lernen.
Stufe 2. Hauptstudium
âHaâ = (auf)brechen, frei werden und bedeutet fĂŒr dein (Kommunikationsdesign) Studium: Regeln ausreizen und mit Standards spielen, auf deine eigene Situation anpassen.Â
Stufe 3. Abschluss und darĂŒber hinaus
âRiâ = verlassen, trennen, abschneiden und bedeutet fĂŒr dein (Kommunikationsdesign) Studium: Alte Muster, die Norm, das Ăbliche, Konventionelle verlassen, um von eigenen Ideen gesteuert, neue Wege zu gehen.
Dabei ist das Beherrschen der Regeln und Erfahrung durch Ăbung die Voraussetzung, um sich unabhĂ€ngig davon zu machen und damit frei bzw. kreativ.
Zusammengefasst bedeutet âShu Ha Riâ fĂŒr dein (Kommunikationsdesign) Studium: Erst lernen, dann entfernen, dann weiterentwickeln.â
Wissen ist heute keine Macht mehr und ĂŒberall in Echtzeit zu haben, es geht vielmehr darum ZusammenhĂ€nge zu erkennen.
profjung ĂŒber KreativitĂ€t
âKommunikationsdesign bedeutet irgendetwas, ein Produkt, ein Thema, ein Angebot oder Anliegen, so interessant aufzuarbeiten, dass Menschen aufmerksam werden, verstehen, reagieren und sogar bereit sind, dafĂŒr Geld auszugeben. Wichtig ist dabei ein VerstĂ€ndnis fĂŒr das, worum es geht, wie es geht und die QualitĂ€t der kreativen AusfĂŒhrung.â
â profjung ĂŒber Kommunikationsdesign
Kreativ bedeutet Neuformation von Information.
Erkenntnis der Neurobiologie
KreativitÀt ist ein Paradoxon, denn es ist die sinnvolle Kombination von Sachverhalten, die nicht zusammengehören.
profjung ĂŒber KreativitĂ€t