A small glympse on my Purple Lemonade Auto from @fastbuds at week 8. 1-2 weeks before harvest
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A small glympse on my Purple Lemonade Auto from @fastbuds at week 8. 1-2 weeks before harvest
the boy is back in town
Nach einiger Zeit - waren es Jahre? - habe ich nun beschlossen, meinen Tumblr Blog aufzuwecken. Zum einen, um in eine gewisse Routine des Schreibens zu kommen, die sich in Zukunft eventuell als therapeutisches Ventil offenbart, mit dessen Hilfe sich der alltägliche, innere und äußere Wahnsinn ertragen lässt. Zum anderen aber auch, des Schreibens Selbst willen - Qualität und selbstgeißelnder Anspruch hin oder her. Drauf geschissen! Auf den Spaß und die Freude an der Tätigkeit kommt es an und wenn dabei noch ein paar interessierte Menschen zu Lesern werden, ist dies umso erfreulicher. Der heutige Tag begann mit einer eher kindlich anmutenden Enttäuschung über die sich jemand wie Alan Watts wahrscheinlich köstlich amüsiert hätte. Nach Aussage der Medien, die vor lauter Aufregung mal wieder aufpassen mussten, nicht übereinander zu stolpern, war für den heutigen Morgen ein Schneechaos ungeahnten Ausmaßes angekündigt. Die prophezeiten 20cm Neuschnee gaben sogar dem Katastrophenwarndienst genug Anlass, unzählige Bürger vor einer nahenden Lähmung der Verkehrsinfrastruktur zu warnen. Mein inneres Kind bebte vor Vorfreude, angesichts der erwarteten Verzauberung der Welt. Der Erwachsene sah dies ein wenig zwiespältig, müssen doch viele Menschen und Freunde mit dem Auto zur Erfüllung der Pflichten des Berufslebens. Aber hey, Schnee: Das einzig gute, das der Winter zu bieten hat und auch nur, wenn dieser in gesellschaftslähmenden Massen auftritt. Die Enttäuschung hätte am Morgen größer nicht sein können; von wegen 20cm und Chaos! Wo ist die versprochene weiße Welt mit ihrer so wunderbaren geräuschabsorbierenden Stille? Wo ist die unter meinen groben Schritten knirschende Schneedecke? False advertising! Statt dessen gab es Schneematsch und Flocken, die in so geringer Dichte auftreten, dass man nicht zu sagen vermag, ob diese von oben herab rieseln oder nur die aufgewirbelten Reste des traurigen Belags am Boden sind. Ein schöner Tag! Ob dennoch, trotzdem oder ohnehin ist dabei aber egal.
Busfahrt
Mich stört Angepasstheit. Nicht in des Sinnes eines jugendlichen Sturm und Drang Akts der Rebellion gegen herrschende Ideale der Gesellschaft, sondern mehr in dem Sinne, wie ältere Menschen ihr Selbst im Laufe der Jahre Verloren haben, indem sich das gesellschaftliche Man nach und nach in und auf ihnen akkumuliert und schließlich manifestiert hat. Offensichtlich unwohl sitzt die Dame am anderen Ende des Busses da. Sie trägt nach heutigen Maßstäben chice, aber irgendwie unerträglich durchschnittliche und auf gewisse Weise akzeptierte Kleidung, die traurig aber voller Unwissenheit von ihrem vernebelten Selbst berichtet. Ihre Mundwinkel zeigen, so wie der Blick, aus Gewohnheit nach unten. Und ob ihrer selbst vollzogenen Wahl der Erscheinung würde ich nicht so weit gehen und ihr als Person Geschmacklosigkeit vorwerfen. Nein, es hat mehr den Anschein als wäre der bleiende Schleier der Angst Grund für das Unbehagen, ihren eigenen Geschmack zu zeigen. Die wertenden Blicke der Anderen sind Macht des Diskurses, die den Menschen vor Lauter Forderungen in die Ecke und zur Anpassung treibt. Meist mit ihrem Einverständnis.
Bill Hicks, One Night Stand (1991)
Damals
Zu sagen, "damals, als ich Kind war,..." erfüllt mich ob der nie wiederkehrenden Zeit mit Trauer.
Kennst du eines dieser witzigen Tiervideos aus dem Internet, in denen ein großer Hund gezeigt wird, der Angst vor einem anderen, viel kleineren, zerbrechlicheren Tier hat?
Dieser Hund bin ich.
I'm a happy consumer aka Mall-People
Dies mag zwar nicht der erste, oder gar orginellste Text zur der in der Weihnachtszeit konzentrierten Zelebrierung unsinniger und überflüssiger Kaufgelüste der lieben (Mit)Bürger sein, aber wenn es bis zum Hals steht, dann muss es halt raus.
Als ich vorhin durch die Straßen schlenderte um mein trauriges Gemüt zu berühigen, war die erste menschliche Begegnung des Tages außerhalb der eigenen vier Wände mit einer Frau um die 50. Das Besondere an der guten Dame war weniger ihr Aussehen, sondern die für mich erschreckende Art mit der sie einen zukünftigen Weihnachtsbaum (noch war es eine gewöhnliche, gefällte Tanne) von stolzen ~1,70m hinter sich herzog. Ihr leeres Gesicht, mit dem sie wie die im Automatismus gefangenen VW Bandarbeiter den Baum transportierte, die traurige Pflicht akzeptierend, ohne Moment des Widerstands zum Wandel, brannte sich mir ein. Diese Frau symbolisierte für mich die Emsigkeit der Bevölkerung, wenn es darum geht, datumsgetreu ihr Programm abzufahren, ohne persönliche Note, ohne Herz, ohne Freude, einfach weil jetzt Weihnachten ist und die Augen schließlich gierig auf den nächsten, neuen Fernseher starren wollen, durch den einer der überzähligen, zum spucken schlechten, CGI-Produktionen in die trüben Köpfe geschmerttert wird.
Glücklicherweise weiß ich, dass es auch anders geht.
Es ist mir mal wieder ein Bedürfnis den Sonntag als schlimmsten Tag der Woche zu klassifizieren.
Was ich für wahr halte, daran muss ich festhalten. Was mir so evident erscheint, auch gegen mich selbst, muss ich aufrecht erhalten.
A. Camus - Der Mythos des Sisyphos
Da liegt er: weiß, dünn, viereckig, synthetische Symmetrie, rote Farbe, geschwungen zu Buchstaben, die Worte ergeben welche mir sagen sollen was ich von mir noch erwarte: Imperative meiner Zukunft. Die Existenz setzt die Essenz. Besser noch: lässt setzen.
vergebens
Papierkorb.
Sonntag
Wenn die Lichter ausgehen
man bei sich selbst ist
aber nicht sein will
es keinen Ort gibt,
den man aufsuchen könnte, um woanders zu sein
es keinen Menschen gibt
der da ist, um jemand anders zu sein
dann fühlt es sich nach Sonntag an.
letharg, nach innen leblos, nicht wissend wohin
Sonntag
Lüge ist jene Dichtung, die nicht aus dem Leben kommt
Poul Möller
(via lia-quaisia)
"What we are doing to the forests of the world is but a mirror reflection of what we are doing to ourselves" ~Gandhi
"Here’s the deal, folks. You do a commercial - you’re off the artistic roll call, forever. End of story. Okay? You’re another whore at the capitalist gang bang and if you do a commercial, there’s a price on your head. Everything you say is suspect and every word that comes out of your mouth is now like a turd falling into my drink."
Bill Hicks on celebrity endorsements (via billhicks)
Frage zur Herkunft der Rücksichtslosigkeit
Wir alle leben auf begrenztem Raum, egal welche Auflösung bei der Betrachtung des Lebensraumes gewählt wird: sei es die Wohnung, das Bundesland, oder unser Heimatplanet, selbst das Universum scheint nicht mehr unendlich, wie Wissenschaftler in den vergangenen Jahren herausgefunden haben wollen. Platzmangel ist also eine der unvermeidlichen Tatsachen mit denen wir Menschen uns, wie auch alle anderen Lebewesen, arrangieren müssen. Von der ersten bis zur letzten Sekunde unseres Lebens. Glücklicherweise sind wir Menschen, als bisher einzig bekannte Spezies, mit der uns ausmachenden Begabung der Vernunft ausgestattet, unser Alleinstellungsmerkmal sozusagen; der Mensch - das lógosbegabte Tier. Ebenso verfügen wir, wenn auch nicht alleine, über ein gewisses Selbstbewusstsein über den Raum den wir durch unser körperliches Dasein einnehmen, welcher nur ein Mal, zum selben Zeitpunkt eingenommen werden kann.
Wie kommt es dann, dass mich mit Beginn dieses Textes und ersten Blogeintrags in einer Bibliothek(!) über eine Gruppe vermeintlicher Studenten ärgere, die es nicht schaffen, oder es viel eher nicht zu wollen scheinen, sich an eine gewisse Etikette zu halten, deren Sinn im Kern darin besteht, Rücksicht zu nehmen und sich durch ein grundsätzlich mehr als einfaches Verhalten umsetzen lässt: ruhig zu sein. Warum in einer Bibliothek Ruhe angebrachter ist als an anderen Orten, bedarf ja nicht einmal einer Erklärung. Es ergibt sich selbst durch den Anblick der Mitmenschen beim Betreten der Bibliothek. Es ist selbstreferentiell. Logisch. Eindeutig.
Mangelnde Intelligenz scheint nicht der Grund zu sein, denn eine Mammutaufgabe ist es gewiss nicht. Falsche Erziehung lasse ich ebensowenig gelten; die Person, die es schafft sich die Grundelemente die zur Bedienung eines Smartphones nötig sind anzueignen, die sollte auch in der Lage sein sich soweit zu erziehen, um gewisse Voraussetzungen des sozialen Miteinanders zu beherrschen. Zumal hier nicht die Rede von Benimmregeln nach Art von Knigge ist, mit der sich die selbsternannte feine Gesellschaft von jenen abgrenzen kann, die nicht in den Genuss einer solchen Erziehung kamen, sondern einem Verhalten das seinen Nutzen aus sich selbst heraus bezieht und niemandem schadet. Im Gegenteil.
Woher kommt entstammt dieses Massenphänomen, dass sich in so viel anderen Lebensbereichen mit noch eindringlicherer Intensität offenbart?