Fremdgegangen - Run DMC
Zeit für eine neue Rubrik. In 'Fremdgegangen' gibt es ab sofort meine Gedanken zu ein paar Teams, denen ich, neben den Blazers, die Daumen drücke. Denn hey, jeder hat doch noch die ein oder anderen Teams, für die man sich mitfreut. In Ausgabe Nr. 1 geht es um die Sacramento Kings. Eher gesagt: Um DeMarcus Cousins. War DMC doch vor gut einer Woche noch eines DER Gesprächsthemen in der NBA.
Was war geschehen? Cousins wurde für die Partie gg. die Hornets nicht berücksichtigt. Der Grund: Angebliche Tradeforderungen seitens Cousins, welcher sich oftmals ungerecht behandelt und in der Offense zu wenig berücksichtigt fühlte. Danach setzten, bevor man Cousins Wort gehört hatte (nur Aussagen von Coach Westphal waren da), die üblichen medialen Mechanismen ein. Cousins sei in der Mannschaft unbeliebt, er würde Mitspieler mobben, etc. etc. Dementis von Cousins und dessen Agenten stießen auf taube Ohren. Die Bloglandschaft forderte bereits die Verbannung aus Sac-Town.
Gott sei Dank bewahrten die Offiziellen einen kühlen Kopf und legten sich recht schnell fest, was den Ausgang Cousins vs. Westphal anging. Der Coach wurde gekündigt, Cousins durfte bleiben. Ob Westphal in nächster Zeit einen Job findet dürfte auch bezweifelt werden; mangelt es ihm doch offensichtlich an der Fähigkeit, Probleme mit Spielern innerhalb der Mannschaft zu lassen und nicht über die Medien auszutragen (bereits Payton und Hawes haben damit Erfahrungen gemacht).
Doch wieder zurück zu Cousins: Im allgemeinen Troubel ging (leider) dessen Fortschritte unter. Schlanker ging es in die Saison, unterm Brett griff er sich seine Rebounds, und trotz des miesen Systems, welches gespielt wurde (siehe dazu Aussagen von z.B. Tyreke Evans), traf er den Korb (auch wenn eine schlechte FGP den Eindruck zunichte machte). Cousins schien also endlich den Schalter umlegen zu wollen.
Und nun komme ich auf den Grund für diesen Artikel zu sprechen: Cousins' Leistung gg. die Raptors, welche sinnbildlich für die Erfolge unter Neu-Coach Smart stehen. 18 PPG, 13.5 RPG und 52 % FG. Wer also Schuld an an der mageren Ausbeute in der Prä-Smart Zeit hatte sollte nun mehr Leuten klar werden. Auch zeigen sich seine Mitspieler vom neuen Cousins begeistert:
"He's a new player. I'm happy for him. He's done a great job of just going out there and playing and helping us. No arguing with nobody on the team. Just staying focused, and I'm happy for him."
-Tyreke Evans
Mit einem solchen Cousins dürfte die Zukunft der Franchise doch um einiges rosiger aussehen, als mit einem bockigen Kleinkind, zu welchem er gerne geschrieben wurde. Der Kern aus Evans, Thornton, Hickson, (Jimmer und Isaiah Thomas) und eben DeMarcus Cousins verspricht zumindest einiges an Talent und Hoffnungen. Meiner Meinung nach fehlt nur noch ein etwas kompetenterer Coach. Nicht dass ich Smart sein Können abspreche. Er kann einige Akzente setzen. Doch ist er in meinen Augen ein relativ durchschnittlicher Coach (siehe sein Auftritt bei den Warriors). Mein Vorschlag: Um einige (derzeitige) Assistenzcoaches buhlen. Leute wie Brian Shaw, Mike Budenholzer oder Sam Cassell. Leute, die ihr Fach zu 100 % verstehen, und außerdem den jungen Kern formen und motivieren können. Sowie, wie der Kader auch, für die Zukunft stehen.
Es sieht also alles in allem wieder besser für die Kings aus. Man kann den Fans dort auch nur wünschen, dass die Maloofs eben jene Veränderungen bemerken und die Franchise in Sacramento lassen. Nicht dass es irgendwann in 'Fremdgegangen' heißt: "Anaheim das neue Oklahoma"...
Beenden möchte ich den ersten Ausflug in fremde Betten jedoch mit dem Namensgeber des Artikels:
I'm just trying to put all the silly stuff behind. I'm trying to help my team win, and at the end of the day, that's all I want to do."
-DeMarcus Cousins
Seht zu!















