#imzugpassiert oder die Privilegien der SJWs
Wenn man selbst nicht auf Twitter ist, dann wirkt es wieder mal, wie eine erfolgreiche Aktion auf Twitter: Tausende Menschen berichten “unter dem Hashtag #imzugpassiert über sexuelle Belästigung“, so wollen es uns Berichte glauben machen.
Wir haben uns den Hashtag mal angeguckt, was sonst offenbar kein Journalist getan hat: Berichte über sexuelle Belästigung fanden wir kaum. Unter dem Hashtag, unter dem über sexuelle Belästigung berichtet wird hatten wir zuerst sogar Mühe, auch nur einen Tweet über Belästigung zu finden.
Insgesamt fanden wir keine 50 seriösen Tweets zum Thema. Alleine in den letzten 12 Stunden gab es nur einen einzigen echten Tweet zum Thema, sonst ausschließlich Streitigkeiten und Lästereien zwischen verschiedenen Gruppen von Twitterern. Ist das wirklich ein wichtiger Hashtag oder wichtiger Netz-Aktivismus? 50 Leute? Jede Chemtrail-Demo in einer bliebigen Kleinstadt hat mehr Besucher.
Dazu kommen recht glaubhafte Berichte, dass die wenigen Tweets über Belästigung, die unter dem Hashtag zu finden sind, auch noch zum Teil Fakes sind. Die Followerzahlen dieser Accounts in dem Beispiel sprechen jedenfalls deutlich für einen Fake...
https://twitter.com/knebel99/status/714066270019145732
Den größten Zeitungen des Landes reicht dieser Unsinn offenbar (!!). Hinterfragt wird absolut nichts. Dass irgendein Hashtag existiert und irgendwas mit Feminismus reicht und sie berichten brav. Etwa Stern, Süddeutsche, Bild und Spiegel haben schnellsten Artikel zum Hashtag am ihren Webseiten. 50 Tweets und sie springen alle. Ob es wirklich sexuelle Belästigung in Zügen in größerem Ausmaße gibt? Ist egal, dafür müsste man recherchieren, das einzig wichtige sind für die Journalisten die Klicks und dass es einen Artikel gab für die SJWs. Danach ist die Geschichte vergessen und der nächste Hashtag kommt in ein paar Wochen, von dem in der nächsten Runde wieder alle schön gegenseitig profitieren können.
Uns wundert es ansichts dessen nicht, dass immer mehr Leute Lügenpresse schreien oder zumindest denken, dass sie massiv verarscht werden, wenn sie diese Art von “Internetaktivismus” auch nur ein bisschen hinterfragen.
Wenn zwanzig SJWs mit einer ziemlich erfolglosen Hashtag-Aktion vom Sofa aus immer und immer wieder Artikel bei Spiegel oder Stern platzieren können, dann fühlen schon mal viele Leute vor den Kopf gestossen, die weniger priviligiert sind. Leute, deren Themen absolut keinen Zugang bei den Medien finden. Die nicht einfach ihre Kumpels in den Redaktionen antwittern können, damit die schnell mal berichten, egal wie unerfolgreich die Aktion ist oder wie viele tausend Mal die genau gleiche Aktion “gegen Sexismus” mit einem anderen Hashtag schon gebracht wurde.
-
Damit wir uns nicht falsch verstehen: Sexuelle Belästigung gehört immer angezeigt und juristisch verfolgt, daran zweifeln wir in keiner Weise. Wir hinterfragen nur den Einfluss und die Privilegien von ein paar SJWs, die sogar mir einer komplett gefloppten Hashtag-Kampagne vom iPhone aus Artikel in allen großen Zeitungen platzieren können. Solche krassen Privilegien wie die Gruppe, die immer jammert, dass sie zu kurz kommt, solche Privilegien hat sonst kaum jemand. SJWs sollten dringend mal ihre Privilegien checken.














