Vitamine
Das Wort Vitamin setzt sich aus dem lateinischen Wort vita (=Leben) und aus dem englischen Wort amin(e) zusammen. Amine verweist auf die chemische Struktur und sind organische Stickstoffverbindungen. Die ersten untersuchten Vitamine erhielten diese organischen Stickstoffverbindungen zwar, jedoch gehören die meisten heutigen Vitamine zu anderen Stoffklassen. Der Begriff "Vitamine" wurde trotzdem behalten.
Vitamine werden täglich über die Nahrung, also das Essen und trinken aufgenommen. Sie haben unterschiedliche Funktionen und sind an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt. Dies sind bspw. die Entgiftung des Körpers, die Bildung von Hormonen oder die körpereigene Abwehr. Der Körper kann die 13 Vitamine die es gibt, bis auf eine Ausnahme, und zwar Vitamin D, nicht selbstständig bilden. Aus diesem Grund sind die restlichen Vitamine essentiell und Lebensnotwendig und müssen über die Nahrung aufgenommen werden. Bei einer ausgewogenen Ernährung ist dies auch kein Problem und in der Regel sollte der Vitamin bedarf gedeckt sein. Falls man trotz ausgewogener Ernährung einen Vitaminmangel haben sollte, kann man auf Supplements zurückgreifen (Darüber kommt nächste Woche aber ein extra Post :)).
Der Vitamingehalt in den Lebensmittel ist nicht konstant. Nicht jeder Apfel hat bspw. den gleichen Vitamin B Gehalt. Dies hängt von verschiedenen Faktoren ab. Darunter zählen Herkunft, Reife und Lagerung.
Es gibt Wasserlösliche und Fettlösliche Vitamine. Wasserlösliche Vitamine befinden sich in allen wasserhaltigen Bereichen des Körpers wie bspw. in den Zellzwischenräumen oder dem Blut. Zu diesen Vitaminen gehören alle B-Vitamine und Vitamin C. Bei einem Überschuss scheidet der Körper diesen ganz einfach aus. Fettlösliche Vitamine ( Vitamin A,D,E und K) können bis zu Monate im Körper gespeicherten. Dadurch ist zwar keine tägliche zufuhr nötig, jedoch kann es bei einem Überschuss zu Beschwerden kommen. Fettlösliche Vitamine können, wie der Name schon verrät, nur gut in Kombination mit Fett aufgenommen werden. Eine Möhre sollte aus diesem Grund lieber in einem Salat mit einem Öl-Dressing verzehrt werden und nicht unbedingt als Rohkost.
Wenn der Vitaminbedarf nicht gedeckt wird, kann es zu einem Vitaminmangel (Hypovitaminose) kommen. Ursachen hierfür können Unterernährung oder Fehlernährungen sein, aber auch Aufnahmestörungen. Dieser Mangel kann zu verschiedenen Krankheiten führen wie bspw. Skorbut (Vitamin-C-Mangel) oder Nachtblindheit (Vitamin-A-Mangel). Solche extremen Vitamin-Mängel treten heutzutage allerdings nur noch hauptsächlich in vielen Entwicklungsländern auf. Sehr junge und sehr alte Menschen, Stillende und Schwangere und Alkoholiker gehören zur Risikogruppe eines Vitamin-Mangels. Weitere Risikofaktoren sind Stress und eine einseitige Ernährung.
Um möglichst viele Vitamine in dem Obst und Gemüse zu behalten solltest du auf folgende Punkte achten:
Tiefgefrieren
kurzes Kochen und Mitverwenden des Kochwassers z.B. für eine Soße (einige Vitamine wandern ins Wasser ab)
Dampfgaren, z.B. mit einem Siebeinsatz im Topf
frisches, qualitativ hochwertiges Gemüse verwenden
geeigneten Kochtopf benutzen, der die Wärme gleichmäßig von unten und den Seiten verteilt (am besten Edelstahl mit Aluminiumkern)
richtige Topfgröße wählen (nicht zu groß)
















