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...ist das dieses Sommerloch von dem alle reden...?!
Fehler - schon wieder.
Vielleicht ergänzend zum letzten Blogeintrag über Fehlerkultur erlebte ich gestern beim Bäcker eine Situation, die mich auch staunen ließ:
Ich kaufte - wie jeden Samstag - Brötchen für 3,05€. Ich hatte es leider nicht passend, sodass ich 4,05€ bereithielt. Die Verkäuferin nahm das Geld, legte es in die Kasse, schob die Schublade zu und wünschte mir ein schönes Wochenende.
Oft meide ich in diesen Situationen eine Richtigstellung, aber gestern war scheinbar genug Energie da, um für MEINEN Euro einzustehen. Ich sagte ihr also, dass ich ihr 4,05€ gab, zwei Zwei-Euro-Stücke.
Da sie scheinbar nicht einfach so die Kassenschublade öffnen kann, rechnete sie für ihren Kollegen die Bestellung ab und meinte dann in meine Richtung: "Da müssen sie dann mal eben warten, haben sie selbst Schuld." - Ich weiß, dass es witzig sein sollte und ich habe eine Menge Humor, allerdings nicht, wenn es unverschuldet auf meine Kosten ist.
Zurück in die Situation: Der Kunde zahlte mit Karte und ich entgegnete noch, ob die Kassenschublade dann überhaupt öffnen würde. Sie tat es (natürlich) nicht.
Also musste ich auf den nächsten Kunden warten, der bar zahlte und sarkastisch ein "Hoch auf die Digitalisierung" ausrief. Ich erhielt in dem Zuge dann meinen Euro und von der Verkäuferin den Satz: "Ach, da sehe ich ja die zwei Zwei-Euro-Stücke." Ich nickte: "Ich würde sie doch nicht anlügen." Sie verabschiedete mich mit dem Satz: "Da haben sie ja für heute genug genervt." - Im Weggehen sagte ich dann nur: "Nagut, dann nächste Woche wieder."
Ich habe Humor und er darf auch schwarz oder sarkastisch sein, aber doch nicht, wenn ICH hier nicht diesen Fehler verursachte. Sie schob ihre Unfähigkeit einfach auf mich ab und macht sich das Leben einfach. Ich hingegen bleibe mit Unverständnis zurück - ist das nun die "neue Kundenfreundlichkeit"?
Fehlerkultur.
Vor Kurzem wurde ich wachgerüttelt, dass es neben "meiner" Fehlerkultur auch noch andere Fehlerkulturen gibt, die - mutig gesprochen - vielleicht auch viele Schwierigkeiten und Hindernisse für manche Menschen sein können.
Wikipedia spuckt bei dem Begriff Folgendes aus: "Der Begriff Fehlerkultur bezeichnet die Art und Weise, wie einzelne Menschen, Gesellschaften, Kulturen und soziale Systeme mit Fehlern, Fehlerrisiken und Fehlerfolgen umgehen."
Wenn ich nun von "meiner Fehlerkultur" schreibe, habe ich natürlich kein Patent darauf angemeldet und würde auch nicht sagen, dass diese die einzig Richtige ist. Und insgesamt geht es in diesem Eintrag auch nur um kleine Fehler, die alltäglicher Natur sind und keine weitreichenden Folgen mit sich bringen.
Wenn mir ein Fehler passiert, nehme ich diesen zumeist mit Humor. Ich ärgere mich vielleicht über meine eigene Doofheit, aber lebe mit dem Gedanken "Shit happens - weiter geht's". Ich gebe zu, dass diese Einstellung nicht immer so war, sondern auch ein Prozess war und es gibt auch weiterhin Situationen, die ich abends noch vor dem Einschlafen zerdenke, mich schäme, weil ich damit vielleicht peinlich war. Aber wenn ich weiter darüber nachdenke, vermute ich, dass dieses Verhalten eben von "der anderen Seite" kommt.
Da sind dann nämlich die Menschen, die die Fehler der Anderen noch besonders hervorheben. Ein kleiner Versprecher wird dann nachgeäfft oder Dinge, die in der Vergangenheit passiert sind, werden hervorgekramt und nochmal detailreich ausgeschmückt zum Besten gegeben - auf Kosten des Gegenübers.
Und ich frage mich natürlich auch warum das so passiert. Sicherlich geht es darum jemanden abzuwerten und seinen Fehler als Schwäche darzustellen, um selbst besser dazustehen - aber mal ehrlich: Wie viel besser sieht man wirklich aus, wenn man sich über Fehler von Anderen stellt? Vielleicht kommt es auch aus der Schulzeit, wo man auf Fehler hingewiesen und korrigiert wurde.
Ich würde mir auf jeden Fall wünschen, dass Fehler sein dürfen, dass Menschen diesen mit einem Lächeln gegenüberstehen und sie nicht als Schwäche sondern als Potenzial und Entwicklungsmöglichkeit sehen.
Stolpersteine.
In der Stadt, in der ich nun arbeite, begegnen sie mir immer mal wieder. Seit 2007 wurden in vielen Städten sogenannte Stolpersteine gesetzt in Erinnerung an verfolgte, geflüchtete, getötete Opfer des Holocausts. Die Steine wurden dort verlegt, wo diese Personen einst lebten. Die Geschichte der Menschen ist (zumindest hier) recht gut recherchiert und im Internet einsehbar.
Ich erwähnte bereits in einem anderen Eintrag, dass ich schon von Kindheit an ein großes Interesse an der NS-Zeit und dem Dritten Reich hatte.
Und diese Stolpersteine haben mich aktuell wieder hineingetrieben in diesen Hyperfokus. Ich habe mich schlaugemacht: Über 150 Stolpersteine liegen in der Stadt und viele haben einen Paten, der sich um die Pflege kümmert. Ich nahm Kontakt zum zuständigen Zentrum auf und erhielt ebenfalls die Patenschaft für einen dieser Steine.
Die Person meines Stolpersteins wurde 1892 geboren, zog 1930 in die Gegend, zog innerhalb der Stadt mehrfach um. Als Beruf wurde "Händler" vermerkt. Er wurde mehrfach inhaftiert aufgrund verschiedener Delikte (Diebstahl, "Übertretung") Ab Dezember 1935 zog er dann in die Adresse, wo nun sein Stolperstein verlegt ist - das Haus selbst steht nicht mehr. Seine letzte Einlieferung war am 03.12.1938, am 22.03.1939 wurde er ins Zuchthaus in Celle überführt "zur Strafverbüßung 6 Jahre Zuchthaus [...] daran anschließend Sicherheitsverwahrung". Dann verliert sich seine Spur, bis er später aufgrund seiner Homosexualität („§ 175-Opfer“) verhaftet und ins KZ Sachsenhausen gebracht wurde. Er starb am 20.03.1943.
Für mich ist es ein geringer Aufwand diesen Stein zu pflegen: Ich habe in meiner Arbeitstasche stets Politur und einen Schwamm dabei und kann innerhalb weniger Minuten "meinen" Stolperstein etwas mehr zum Leuchten bringen.
Vielleicht gibt es ja in Eurer Gegend auch Stolpersteine und ihr findet ein paar Minuten Zeit diese zu reinigen? #gegendasVergessen
Das kann ich verstehen.
Ich neige dazu in neuen Gruppen die Konstellationen und Rollenverteilungen zu beobachten und merke außerdem immer wieder, dass es Sätze gibt, die in diesen Gruppen "vorherrschen" und ich mir große Mühe geben muss diese nicht auch zu übernehmen.
Bei meiner letzten Arbeitsstelle gibt es mehrere dieser Sätze, über einen davon musste ich heute unter der Dusche nachdenken.
Wenn ich mich mit Kollegen über ein Thema austausche, egal ob privat oder berufsbezogen, welches mich beschäftigt, wird oft der Satz "Das kann ich verstehen." als Antwort genutzt. Die ersten Male, als ich diesen Satz zu hören bekam, fühlte ich mich wahrgenommen und verstanden. Je häufiger ich diesen Satz zur Antwort erhielt, desto mehr verlor er aber an Bedeutung für mich.
Nach Außen zeigt dieser Satz im ersten Moment Empathie und Anteilnahme, man fühlt sich angenommen mit seinen Problemen.
Dadurch, dass ich diese Aussage aber schon sehr oft - auch von verschiedenen Kollegen - zuhören bekam, verlor es zunehmend an Wert. Sofern dieser Ausruf überhaupt jemals einen Wert hatte und nicht als Floskel missbraucht wurde. Schlimmer ist aber, dass es auch ein Abwürgen ist, ein Geprächsbeender.
Natürlich ist das auch abhängig von der "Beziehung" in der die Gesprächspartner zueinander stehen, aber bei den Kollegen ist für mich nach dem Satz das Thema beendet. "Ich habe Dich gehört, bekunde fadenscheinig Empathie. Aber nun muss auch gut sein."
Kommunikation - Du mächtiges Wesen!
29.05.2026 - was war das denn? Ich habe übrigens eine Woche Urlaub und hoffe, dass ich endlich wieder ein paar Blogeinträge vorbereiten kann.
Ein Lebenszeichen.
Mich selbst macht es traurig, dass der Blog hier aktuell etwas "stiefmütterlich" behandelt wird. Fast zwei Jahre lang habe ich ihn regelmäßig bestückt und meine Gedanken hier für das breite Internet veröffentlicht.
Manchmal ist das Leben aber einfach so laut, dass es mehr Beachtung braucht. Ich beobachte seit einigen Jahren, dass diese Zeit - also der Frühlingsbeginn - eine, vielleicht sogar DIE, "schwierigste Zeit" im Jahr für mich ist.
Letztes Jahr machte ich eine berufliche Auszeit, weil ich das Gefühl hatte ansonsten in den Burnout zu rutschen. Davor ballte sich ganz viel Mist in diese Zeit - kranker Degu, Blitzerfoto, und und und. Der erste Lockdown 2020 begann Ende März und brachte alles durcheinander, ebenso 2018 erhielt meine Mutter ihre unheilbare Diagnose Ende März.
Und jetzt... Jetzt ist es so, dass mein Vater nicht achtsam mit seiner Gesundheit war und ich nun - neben einer neuen Arbeitsstelle - auch noch ein bisschen sein Leben mitleben muss. Ich mache es und ich schaffe es und ich habe gelernt für meine Bedürfnisse einzustehen.
Also: Es geht mir gut, ich bin noch da. Ich habe auch noch so viel zu erzählen, Entwürfe, die ausformuliert und veröffentlicht werden wollen, aber es braucht einfach noch ein bisschen Zeit.
(Sehnsuchtsvoller) Blick (aus dem Fenster)
Der Tag war schon ein wenig vorangeschritten, die Vögel zwitscherten vor dem Fenster im dritten Stock und wetteiferten, wer das schönste Lied singen kann. Der Kirchturm schlug gerade dreimal und in der Parzelle der Nachbarn wurde gerade der Grill entzündet und Qual zog in den nachmittäglichen Himmel hinauf, der voll mit kleinen Marshmallow-Wölkchen war. Die Bäume standen in voller Blätterprachtm aber es sollte nicht mehr lang dauern, ehe sie ihre grüne Farbe in rot oder gelb verfärben und die Tage wieder kürzer werden.
Günther steht am Fenster und beobachtet diese Situation. Gerne würde er mit seinen Nachbarn gemeinsam grillen. Er sieht sie oft von seinem Fenster aus, wie sie in ihrem Parzellengarten Gemüse anbauen oder mit Freunden grillen. Günther lebt schon viele Jahre alleine in seiner Zwei-Zimmer-Wohnung im dritten Stock. Seitdem er in Rente ist, kommt er nur noch gelegentlich raus. Er erledigt nur noch seine Einkäufe, die Treppenstufen machen ihm sehr zu schaffen. Seitdem seine Frau nicht mehr da ist, hat er auch kaum Kontakt zu anderen Menschen. Günther fehlen diese unbeschwerten Gespräche.
Plötzlich klingelt es an der Tür. Günther öffnet und es steht der Nachbar aus der Parzelle vor ihm. Er wollte Günther einladen. Oft würden sie ihn an seinem Fenster sehen, wenn sie in ihrem Garten seien und nun haben sie gedacht, dass sie ihn einfach mal zu sich in den Garten einladen wollten.
Günthers Gesichtszüge entspannten sich - mehr noch - Günther lächelte. Er merkte, wie er schon lange nicht mehr gelächelt habe und nimmt sich seine Jacke.
Akrostichon.
17.11.2025
Ein Akrostichon ist ein Gedicht, bei dem die Anfangsbuchstaben, -silben oder -wörter der Verszeilen oder Strophen ein Wort oder einen Satz (oder ein Wort) ergeben.
Drehend,
Runde um Runde
Eingang und Ausgang zugleich.
Hinein oder hinaus?
Tag ein und tagaus.
Über der Tür
Ragt ein Sensor.
Mein Quark
Wandeln & lässig
Optimist ein niedlicher Störenfried
Genau aus dem Bauch
Käsekuchen gut, alles gut!
& Sahne
Geschafft!
Februar 2026
Verrückt, oder?
Es ist der 1. April und damit mein erster Arbeitstag an der neuen Arbeitsstelle. Es fühlt sich an wie ein Montag, tatsächlich ist aber Mittwoch. Aber dieser Mittwoch ist auch ein bisschen ein Donnerstag, weil der Freitag Sonntag ist.
Verrückt, oder?
Das Fernglas.
16.02.2026
Ein schwarzes Fernglas, es gehörte einst einem Jäger, der sein Jagdrevier in einem Wald am Rande einer Stadt hatte. Er nutzte das Fernglas immer von seinem Hochsitz aus und beobachtete die Tiere, die sich zwischen den Bäumen zeigten. Eines Tages schaute er durch das Fernglas und entdeckte einen Luftballon, der in einem Brombeerstrauch hing. Der Jäger wunderte sich, dass der Luftballon unbeschadet war, wo doch die spitzen Dornen im Gebüsch Reih an Reih saßen. Er nahm nochmal sein Fernglas und schaute hindurch - tatsächlich hing dort ein roter Luftballon.
Er stieg von seinem Hochsitz und ging zu dem Brombeerstrauch. Am Luftballon hing eine Karte. "Von Lilly" stand darauf geschrieben und eine Adresse, die gar nicht weit entfernt war.
Der Jäger nahm vorsichtig den Luftballon aus dem Gebüsch und pflückte auch noch ein paar Brombeeren vom Strauch. Er machte sich auf in die Stadt zu der Adresse auf der Karte.
Ein Mädchen öffnete die Tür an der er geklingelt hatte und sah mit großen Augen ihren Luftballon. "Du hafft ihn geffunden!", lachte sie durch Zahnlücken und der Jäger reichte ihr den Luftballon und die Brombeeren vom Strauch.
Das kaputte Märchen.
23.02.2026
Es war einmal ein Prinz, der hieß Kunibert. Er lebte in einem Schloss in einem Wald, in dem lebten unzählige Katzen. Die Katzen hatten viele Besitzer, die mit ihnen in Baumhäusern wohnten und sie bedienten. Kunibert aber hatte als Mitbewohner eine Maus, die gerne Katzen frisst. Die Maus hörte auf den Namen "Mietzi".
Regelmäßig war Kunibert in seinem Wald unterwegs. Da er keinen "Schein zum Führen eines Pferdes" hatte, blieb sein edeler Schimmel im Stall. Den Schein musste er abgeben, als er mit einer Überladung Lakritz von den Waldfeen angehalten wurde.
So machte sich Kunibert auf den Weg durch den Wald mit seinem Einrad, um bei den Katzen seine Lakritze einzutreiben. Mietzi lief gern an der Leine am Einrad mit und fauchte die Katzen an, wenn diese nicht genug Lakritze zu geben hatten. Bei besonders schlechten Ausreden fraß Mietzi die Katzen auch einfach auf.
Eines Tages war ein Wolf bei einer Katze zu Besuch und als Kunibert und Mietzi zum Lakritze eintreiben vorbeikamen und die Katze keine Lakritze hatte, wollte Mietzi gerade ihr Mäuschenmaul aufreißen, da holt der Wolf einen veganen Hafer Cookie und stopfte ihn Mietzi in das Maul. Mietzi wollte von nun an keine Katzen mehr fressen und strebte ein veganes Leben an.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.
Soundtrack meines Lebens.
Ich dachte über Musik nach. Musik füllt viel Raum in meinem Leben aus. Beim Autofahren, beim Haushalt machen, auf Konzerten (natürlich!).....
Und da dachte ich über Alltimefavourites nach: Songs, die ich immer hören kann - egal, wie die Stimmung ist und kam dann zu der Erkenntnis, dass es vielleicht eine Art "Soundtrack des Lebens" sein kann.
Und nun sitze ich hier in einer Art "Rabbit Hole" und sammle Songs:
Einen ersten eigenen Musikgeschmack entwickelte ich vermutlich in "wilden jungen Jahren" so ab ca. 1998 und es war Trancemusik. Die Auswahl ist hier gar nicht so leicht, da habe ich ja auch viel von konsumiert... "Silence" von Delerium feat. Sarah Mc Lachlan, Chicane mit "Saltwater" ebenso.
Anfang der 2000er wandelte es sich in Richtung Nu-Metal: Neben Crazy Town, Hoobastank, Otep, P.O.D, (hed) Planet Earth, Drowning Pool, Static-X, Ill Nino, Korn und Type 0 Negative gehört auch das komplette Album "Hybrid Theory" von Linkin Park dazu. Zu der Zeit starteten die ersten Jungsschwärmereien... (Gruß an Sebastian.)
Die feinen Jungs von 4LYN haben es mit zwei Songs in meine Playlist geschafft - wahrscheinlich mit eine der kleinsten, aber prägendsten Bands für mich.
System of a Down ist auf jeden Fall auch mit dabei - mit meiner ersten großen Liebe hörte ich das erste Album rauf und runter.
"My Plague" von Slipknot darf zudem nicht fehlen, bei meinem ersten großen Konzert spielten sie als Vorband (neben In Flames als zweiter Vorband) von Metallica 2004.
In der Zeit kamen auch andere etwas "härtere Klänge" dazu: Amon Amarth, Marilyn Manson, Fear Factory, Machine Head, Soilwork, Killswitch Engage, ...
Sum41 mit "Still waiting" darf auch nicht fehlen. Es ist der Titelsong eines Konsolenspiels, welches ich bis zum Umfallen gezockt habe.
Übrigens gab es auch eine Phase wo ich irgendwie immer noch einen Hang zur elektronischen Musik hatte. Das Ganze nannte sich aber dann Dark Wave, EBM und Industrial. De/Vision, VNV Nation, Project Pitchfork, Psyche und Covenant sollen hier Erwähnung finden.
Aufgrund meiner "Langzeitschwärmerei" für Sven Friedrich findet hier auch noch Solar Fake Platz, ebenso die Band Zeraphine. <3
The Distillers sind dabei: "The young crazed peeling" vermutlich allen voran. Ich lernte sie während meiner Ausbildung kennen, aber erst einige Jahre später wirklich lieben.
Anfang der 2010er gab es David Guetta feat. Kids Cudi mit "Memories" - es erinnert mich an eine Zeit, die ich sehr intensiv mit einer Clique, die sich als Landjugend zusammenfand, verbrachte... Dieser Song scheint einige Jahre sehr sehr präsent gewesen zu sein....
Etwa ab 2015 kam dann ein hoher Konsum an deutschem Punk: Die "aktuelleren" Songs sollen aber auch erwähnt werden: Turbostaat, Marathonmann, WIZO, Hi!Spencer....
Hier ist übrigens die Sammlung als Playlist bei Youtube zu finden. (Falls es nicht geht, mal Rechtsklick probieren oder kopieren: https://www.youtube.com/watch?v=D2ts2GWOSv8&list=PLHxLD2rfhcUKBRaLpqDzOKNVPFzMtD_ut)
Von meiner Schwäche für gute Coverversionen werde ich aber ein anderes Mal erzählen. (Und ja, wer aufmerksam gelauscht hat, hat festgestellt, dass sich mit "Disorder" ein Coversong eingeschlichen hat. - bitte nicht steinigen, aber meiner Meinung nach ist es besser als das Original.)
Mich stresst heute gar nichts... Nix!
Herrliche Herbsttage
Einfach als Schutz
Feiert die Freiheit.
Senf ist Wachstum
Wunder?
Läuft.
Aber bitte mit Sahnehaube
November 2025
Grenzen setzen 3.0?
Der letzte Eintrag zum Thema ist eigentlich noch gar nicht so alt, aber dennoch ist das Grenzen setzen aktuell mehr präsenter denn je.
Ein Rückblick in meine Kindheit zeigt, dass ich früher vorschnell Grenzen gesetzt habe. Ich wollte Dinge nicht essen, obwohl ich nicht wusste, ob sie mir schmecken. Ich habe keine oder wenig körperliche Nähe zugelassen. Wann genau sich das Ganze aufgeweicht hat, kann ich nicht genau sagen, aber offensichtlich hat es das ja.
Vielleicht entstand es in der frühen Pubertät als andere MIR Grenzen gesetzt haben - Ausgrenzungen, um genau zu sein und ich aber eigentlich nur dazugehören wollte.
Fakt ist, dass sich in den letzten Wochen das Übungsfeld des Grenzensetzens erweitert hat. Ich habe mehrfach Dinge zunächst "geschluckt", dann gemerkt, dass sie mich eigentlich gestört haben, um dann nochmals in Austausch zu kommen und hier zu benennen, was das "Problem" war.
Ich versuche es behutsam, aber natürlich kommt diese Rückmeldung nicht immer gut beim Gegenüber an - egal wie hübsch es verpackt ist.
Eine Kollegin benannte es: "Ein Nein zu Anderen ist ein Ja für Dich."
Und dies ist auch der Grund, warum ich leider schon wieder eine Arbeitsstelle kündigen musste und ab April eine neue Stelle antreten werde.
Es fühlt sich ein bisschen wie scheitern an, aber wenn ich weiterspüre, ist es doch auch ein Echtsein und für sich einstehen.