David:
*sitzt mit Laura beim Abendbrot – die Mathebücher und seine Notizen, mit denen er bis vor 10 Minuten noch gelernt hatte, liegen zur Seite geschoben auf einem Haufen*
*kann sich seit Samstag nur schwer aufs Lernen konzentrieren, gibt sich aber Mühe, dass seine Gedanken nicht immer wieder zu Matteo abschweifen*
*versucht, sich einzureden, dass Matteo tatsächlich einfach Zeit braucht, auch wenn es ihm teilweise schwer gefallen ist, seine Hoffnung aufrecht zu erhalten, als er die Fotos bei Instagram gesehen hat, auf denen Matteo fröhlich mit seinen Freunden Tischtennis spielt*
*freut sich zwar, dass Matteo Spaß hat und schaut sich die Fotos immer wieder gerne an, weil es einfach schön ist, Matteo mal wieder lachen zu sehen, hat aber panische Angst davor, dass für Matteo das Thema schon abgehakt ist und er nie wieder was von ihm hört*
*wird durch Lauras Stimme aus seinen Gedanken gerissen: „Und? Kommst du voran?“*
*zuckt mit den Schultern und murmelt*
Geht so…
*sieht Laura aufmunternd lächeln: „Ach komm schon, du bist doch eigentlich gut in Mathe! Das packst du schon!“*
*seufzt und nickt*
*hört dann sein Handy zweimal vibrieren und bekommt wie immer seit Samstag ein bisschen Herzrasen, weil es ja diesmal tatsächlich Matteo sein könnte*
*rechnet dann aber doch eher mit Leonie, die eine Frage wegen Mathe hat und denkt sich, dass er jetzt während des Essens eh keine Mathefragen beantworten kann und deswegen die Nachricht gleich lesen wird*
*isst also zu Ende und hört Laura zu, wie sie ein wenig aufgesetzt fröhlich von ihrem Tag berichtet*
*greift erst nach dem Essen, während Laura schon anfängt den Tisch abzuräumen, nach seinem Handy und ignoriert ihre Beschwerde, dass er ja ruhig mal helfen könnte*
*erstarrt und bekommt augenblicklich wieder Herzklopfen, als er sieht, dass er zwei Nachrichten von Matteo hat*
*atmet einmal tief durch, merkt aber, dass ihm trotzdem schlecht ist vor Aufregung und er ziemliche Angst vor dem hat, was da steht*
*öffnet die Nachrichten trotzdem und braucht einen Moment, um seine Gefühle zu sortieren*
*weiß nicht, ob es gut oder schlecht ist, was Matteo schreibt, aber dass es im Grunde genommen ja das ist, was er vermutet hat, nämlich dass Matteo Zeit braucht und dass noch nichts entschieden ist*
*ist ein bisschen überfordert und weiß nicht so wirklich, was er antworten soll, schreibt darum nur kurz und knapp*
*sieht, dass Matteo die Nachricht direkt gelesen hat und sofort wieder schreibt und wartet ein wenig ungeduldig, bis die Nachricht auf seinem Display erscheint*
*muss fast augenblicklich lächeln, als er sie liest – Matteo will nicht, dass er denkt, er ließe ihn hängen, das heißt, er ist Matteo noch wichtig, er ist ihm nicht egal*
*schreibt lächelnd sofort zurück und blickt dann vom Handy auf*
*sieht, dass Laura ihm inzwischen wieder gegenüber sitzt und ihn skeptisch ansieht*
*legt leicht grinsend den Kopf schief*
Was?
*hört Laura immer noch skeptisch sagen: „Du lächelst!“*
*lacht leise und sieht, wie Laura dann auch anfängt zu lächeln und kopfschüttelnd sagt: „Ich kann mich kaum erinnern, wann du das letzte mal gelächelt hast…“*
*sagt nichts, sondern schiebt ihr einfach sein Handy zu, auf dem Matteos Nachricht noch geöffnet ist*
*sieht, wie ihr Lächeln breiter wird und sie ihm schließlich das Handy zurück reicht*
*hört sie sagen: „Ich will ja jetzt nicht sagen, ich hab’s dir gesagt, aber: Ich hab’s dir gesagt!“*
*zuckt mit den Schultern und meint*
Das heißt ja noch nichts…
*sieht Laura ebenfalls mit den Schulter zucken: „Es heißt zumindest, dass du ihm wichtig genug bist, dich wissen zu lassen, dass du ihm nicht egal bist. Und es heißt, dass du endlich mal wieder lächelst und dich jetzt hoffentlich besser auf Mathe konzentrieren kannst.“*
*zuckt wieder mit den Schultern, fällt es aber ziemlich schwer mit dem Lächeln aufzuhören*
*beobachtet, wie Laura die Küche verlässt und meint, dass sie es sich im Bett gemütlich macht und öffnet den Chatverlauf von Matteo erneut*
*spürt, dass da immer noch ziemlich viel Angst in ihm ist, dass Matteo sich – je mehr Zeit er braucht – auch gegen ihn entscheiden könnte, kann aber auch nicht abstreiten, dass da jetzt in ihm ein bisschen mehr Hoffnung ist, als noch vor wenigen Minuten – und Erleichterung, dass Matteo ihn nicht vergessen hat*
*zögert einen Moment und schreibt ihm dann nochmal, um sich zu bedanken, dass er ihm Bescheid gegeben hat*