Berührungsangst
Es ist nicht wirklich als Angst zu beschreiben. Es ist mehr ein Unwohlsein.
Zum Glück spüre ich das nicht bei jedem. Hauptsächlich bei Leuten des anderen Geschlechts, Leute, die ich noch nicht richtig kenne, Fremde sowieso und Leute denen ich nicht vertrauen kann.
Da ich sowieso sehr kitzelig bin, kann ich es oft darauf schieben, wenn mich jemand nicht anfassen soll (an der Seite zum Beispiel), ansonsten versuche ich mir nicht anmerken zu lassen, wie unwohl ich mich fühle.
Wenn jemand fragt, ob ich Berührungsängste habe, weil ich irgendwie zucke oder mich was weiter weg setzte, etc. schiebe ich es bei ersterem auf besagtes kitzelig sein und beim zweiten immer darauf, dass mir die Lücke nicht aufgefallen sei. Niemals würde ich direkt zugeben, dass etwas mit mir nicht stimmt.
Peinlich genug, dass ich bei einem Date - im Kino - abgeblockt habe, dass er den Arm um mich legt und es dann nicht erklären konnte... oder wollte.
Früher war das alles nicht so... Das hat erst angefangen, nachdem ich den Vertrauensbruch meines Vaters richtig realisiert habe... Ich mein, wie kann ich jemanden vertrauen, wenn das nicht mal bei meinem Vater, bei meinem Papa, geht? Und dass da ein Zusammenhang zwischen Berührungsangst und Vertrauen gibt, schrieb ich ja bereits.
Es ist so schwer alles. Man sehnt sich so sehr nach Nähe und kann die Menschen, die sie einem geben wollen, dann doch nicht an sich ran lassen.
Gute Nacht
(25.09.2017, 01:26)












